Freitag, 21. August 2015 48 Kommentare

Samurai Shooting & Komplimente von Coke Light Mann James Franco

Bevor der Coke Light Mann James Franco eine Runde Komplimente für alle* schmeißt, gibt es zunächst ein paar Fotos aus der Reihe "Ich verkleide mich und hantiere mit potentiell gefährlichen Gegenständen". So wie damals beim Bogenschützinnen-Shooting, nur diesmal mit ordentlichen Haaren. Damals hatte ich ja schon erzählt, dass ich mich gerne mal in irgendwelche Rollen hineinfantasiere - Morgane die Fee aus "Die Nebel von Avalon", Katniss Everdeen aus "The Hunger Games" oder Tauriel aus "Der Hobbit". Eine fehlte dabei aber noch: O-Ren Ishii aus Kill Bill. Königin der Unterwelt in Tokio, Assassine im Deadly Viper Assassination Squad, halb Chinesin, halb Japanerin und bösartig wie ein Pitbull. Ihre komplette Biographie und den perfekten Soundtrack zu den Fotos liefert dieser Song von The RZA, "Ode to O-Ren Ishii". Die Frau mag ich.

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Eine Zeit lang bin ich wirklich mal so rumgelaufen: Yakuza-Girl-Frisur mit Esstäbchen drin und irgendwelche asiatisch anmutenden Tops. Ja, auch an der Uni. Aber lassen wir das... Mittlerweile beschränke ich meine Kill-Bill-Eskapaden auf Shootings im Heimstudio, vor allem, wenn Samurai-Schwerter involviert sind. 


Viel mehr als ein Katana (das Samurai-Schwert, dem Hattori-Hanzo-Schwert der Braut aus Kill Bill nachempfunden), ein Geisha-Karnevalskostüm und einen schwarzen Hintergrund braucht es dafür nicht. Ach, doch: Ein Männchen, das perfekt mit externen Blitzen, Softbox und Lichtformern wie Beauty Dishes umzugehen weiß. Und das mit Komplimenten nur so um sich wirft... 


Ungefähr so: Wir sind fertig mit dem Samurai-Shooting und schauen die Fotos am Rechner durch. Ich: "Och, meine Haut ist gar nicht mal so schlecht dafür, dass ich schon 31 bin... Muss man gar nix mehr groß weichzeichnern." Männchen: "Naja, so eine Softbox schmeichelt der Haut aber auch extrem. Damit kann man Falten einfach wegblitzen." Ach so. Gut, dass er es erwähnt! Ich wäre sonst tatsächlich noch auf die Idee gekommen, dass meine Haut ganz nett sein könnte. Komplimente kann er.


Allerdings kann ich ihm nie wirklich böse sein - es ist vielleicht nicht 100% charmant, aber er hat technisch gesehen völlig Recht! 


Oder an dem Tag, an dem das Geisha-Kostüm mit der Post kam: Ich muss es natürlich sofort anziehen und auch gleich das Styling ein bisschen testen. Also Haare hochgesteckt, Esstäbchen rein, Obi gebunden, Katana geschnappt und ganz O-Ren-Ishii-like damit rumposiert. Vollstes Hochgefühl. Bis Männchen zur Tür rein kommt. Er guckt kurz, meint dann: "Und das findest du schön?" Der hat Nerven, sowas zu einer Frau mit Samurai-Schwert zu sagen ;)


Aber er weiß schon auch, dass er das bei mir machen kann. Oberflächlichen Kitsch wie: "Du siehst bezaubernd aus, deine Augen leuchten, deine Haare glänzen, blabla" kann man wegen mir nämlich eh den Hasen geben. Das beste Kompliment aller Zeiten hat er mir gemacht, als er mal zu mir sagte: "You're such a beautiful freak". Mit Betonung auf Freak - wo er technisch gesehen mal wieder völlig Recht hatte.


Und wenn man sich doch mal nicht ausreichend in seiner Weiblichkeit gewertschätzt fühlt, kann man ja immer noch den Fotostory-Generator* von Coke Light mit James Franco anwerfen. Das geht eventuell einfacher, als einem echten Mann ein Kompliment zu entlocken: Man gibt seinen Vornamen ein, lädt ein Foto von sich hoch und sucht sich aus, wo man den guten James gerne treffen würde - im Park, auf einer Dachterrasse oder auf einer After-Work-Party. Dann bekommt man innerhalb von ein paar Minuten seine persönliche Fotolove-Story im Comic-Stil per Mail zugeschickt, in der der Coke Light Mann einem genau erklärt, was an einem sexy ist. Hier seht ihr mal meine Fotostory:

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Wie ihr seht, geben wir uns gegenseitig Tiernamen, wahlweise mit Alliteration oder gereimt mit weiblich-klingender Kadenz: Der fancy Fuchs trifft die schnelle Gazelle - so viel stilistische Dichte in so wenig Text muss man erstmal hinkriegen. Kompliment! 
Ach, und falls euch James Franco kein Begriff sein sollte, müsst ihr euch nicht gleich in die Schämecke verziehen. Mir ging es mit ihm auch ungefähr so wie mit Terminator, Cluedo und der Ovi, ähem. Aber nun habe ich ein weiteres Stück Popkultur verinnerlicht und weiß, dass er das Schnittchen aus Spider Man und aus 127 Hours ist. Falls ihr euch noch schnell heimlich ein paar Smalltalk-Funfacts über ihn anlesen wollt, gibt es hier ein Interview mit James Franco*.


Komplimente zu meiner faltenfreien Haut und zu meinem Kimono-Dress sind übrigens ausdrücklich erwünscht und können gerne in den Kommentaren hinterlassen werden. Über Outings von anderen Kill-Bill-Fans oder über eure Männchengeschichten freu ich mich aber auch sehr!