Dienstag, 28. Juli 2015 56 Kommentare

Bagels mit Avocado, gegrillter Aubergine und Hummus

Bagels mit Avocado, gegrillter Aubergine und Hummus? Moment mal, hat die nicht im Mai erst Bagels mit Avocado, gegrillter Aubergine und Halloumi verbloggt? Yep, hat sie. Aber keine Sorge, ich werde meine Themen jetzt nicht ausschließlich auf das Belegen von Bagels einengen, beziehungsweise jetzt nur noch Bagelrezepte mit Avocado, gegrillter Aubergine und X bloggen (Wobei, mit Bacon...?). Ähm, nein. Der Punkt, den ich mit diesem Post machen will, ist ein ganz anderer: Das ganze Shooting war total ungeplant hat gerade mal 10 Minuten gedauert. Geht auch! Ich war völlig fasziniert und das muss ich jetzt mit euch teilen.

Bagel Recipe with Hummus, Avocado and Eggplant

Die Story: Sonntag Mittag stand ich in der Küche und habe Bagels fürs Picknick vorbereitet. Ganz privat, ganz in Ruhe, weder für den Blog noch für irgendeinen Kunden. Wir wollten einfach ein bisschen wandern und brauchten einen Snack zum Mitnehmen. Dementsprechend unbloggeresk kamen Bagelbrötchen aus der Plastikpackung vom Aldi zum Einsatz sowie schon leicht angematschte Salatreste. Für mich kamen ansonsten Tomaten, gebratene Auberginen, Avocado und Hummus drauf, auf die Männchenbagels zusätzlich noch Billigsalami und Billigkäse.  

Bagels belegen mit Hummus, Avocado und gegrillter Aubergine

Beim Belegen war es mir natürlich völlig bums, ob die Salatblätter auch im richtigen Winkel rausgucken, die Auberginen schön glatt und violett aussehen und die Bagelbrötchen auch gut gefüllt sind. Wie halt normale Menschen Bagels belegen: Zeug drauf und gut ist. Vor allem bei dem Salamibagel kommt das sehr schön raus. Oder bei dem, den ich ganz da hinten unten versteckt hab. Für die Schleifchen aus Bäckergarn habe ich übrigens eine gute Entschuldigung: In der Tupperbox war nach dem Befüllen noch reichlich Platz, da wäre beim Wandern sonst alles durcheinandergefallen. Also Schleifchen drum.

Bagel Rezept mit Hummus, Avocado und gegrillter Aubergine

Irgendwie dachte ich dann, sehen ja gar nicht so schlecht aus, die Bagels. Machste noch schnell ein Bild für Instagram! Also Standard-Fotountergrund rausgeholt, Standard-Küchentuch und Standard-Holzbrettchen in Standard-Anordnung hingeschmissen (kann ich mittlerweile im Schlaf) - nur das Nötigste, für Instagram eben. Jaja, ich weiß schon, Instagram ist eigentlich für spontan und Handy und so... Tja, rebellion is an arrow. So lange die App meinen Account nicht deaktiviert, da sie solch schreckliche Regelverstöße registriert, mach ich grad, was mir selbst am besten gefällt ;) 

Bagel Foodstyling Foodphotography Bungalow Neem

Mein nächster Gedanke war dann, eigentlich biste ja blöd. Stehst hier vor einem fertigen Set mit der Dicken in der Hand (die Canon 6D), mach doch gleich ein paar Bilder mehr und dann haste nen Blogpost. Nach 5 Minuten hatte ich meine Standard-Perspektiven durch. Nix Innovatives, nix Künstlerisches, aber doch schöne, solide Foodfotos. 30 Aufnahmen, mehr waren es nicht - normalerweise produziere ich bei einem Shooting um die 200 Bilder. Meister Röhrich aus Werner würde jetzt im schönsten noaaatdeutschen Slang fragen: "Tut das not??"

Bagel belegen Ideen für Picknick

Oder Bridget Jones würde schreiben: "Note to self - Don't take three days for styling and shooting food anymore. Instead be woman of substance and do the job in 10 minutes. Works just as well." Okay, ich bin von Natur aus nun mal eher langsam in allem, was ich tue, pingelig, etwas umständlich und perfektionistisch bis hin zur Selbstblockade... Das krieg ich nicht von heute auf morgen aus meinem System raus. Aber dass es auch anders geht, war auf jeden Fall mal sehr good to know.

Bassermann Jordan Riesling 2013 Paradiesgarten

Zuletzt noch ein ganz verwegener Gedanke: Man könnte ja durchaus auch mal das Essen fotografieren, das man ohnehin für den privaten Gebrauch im Alltag kocht, statt sich immer extra Rezepte nur für den Blog auszudenken. Gestern Abend gab es diese Pilzsuppe - die übrigens wirklich lecker war. . . ;)

PS: VDP-Weine mit farblich passenden Etiketten liegen bei uns so rum. Immer gut, wenn man zum schnellen Ausbalancieren der Komposition noch etwas Hohes im Hintergrund braucht!