Mittwoch, 22. Oktober 2014 44 Kommentare

DIY: Filzkugel-Untersetzer & neuer Lounge Chair

Letztens bei uns zu Hause: Nadine und ich stehen in der Küche, wir quatschen und machen irgendwas mit Quinoa. Wie Hipsterbloggermenschen das halt so machen. Männchen kommt von der Arbeit heim und sagt uns nett guten Tag. Ich so: " Hey Sweety... Da liegt ein Päckchen für dich im Flur. Hast wieder was bestellt, hm?" und pieke ihn zum Ärgern in den Bauch. Hier kommen nämlich mehrmals wöchentlich Adapterringe, Filterhalterungen und Klemmschienen an. Was Männer halt so brauchen. 


Männchen verschwindet und verzieht sich mit der neuen Klemmhalterung (Quatsch, Filterschiene meinte ich natürlich) Richtung Wohnzimmer. Auf einmal so: "Was ist DAS denn? Ein neuer Stuhl??? Und was macht die Europalette da?" Öhm ja, stimmt... Da kam ja auch noch der Loungesessel* von House Doctor. Hatte ich kurz vergessen. Nadine lacht sich tot. Der Speditions-Goldkunden-Preis des Tages geht also an mich und ich werde zur Strafe einmal komplett durchgepiekt. 

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Nach 2 Minuten kommt aus dem Wohnzimmer: "Och... Der ist gar nicht mal so schlecht. Gemütlich. Und endlich mal ein Sessel, bei dem ich meinen Kopf anlehnen kann." 
HA! Siehste, siehste, siehste. Ich bin dann ja immer garstig. Anstelle, dass ich es zu schätzen weiß, dass mein Guter sowas arglos anerkennt, reite ich dann nochmal so richtig drauf rum: "Siehste? Da hab ich nämlich extra an dich gedacht beim Bestellen. Weil du ja so groß bist. Um ne neue Deko ging es mir ja gar nicht. Nur um deine HWS. Und dann bist du so zu mir!" Okay, glaubt mir kein Mensch. Ich auch nicht. 


Nadine und ich haben mittlerweile das Quinoa-Irgendwas fertig und Männchen geht mit seiner Adapterschiene und seiner Portion Quinoa in sein Zimmer (Er mag Quinoa, ehrlich - bevor noch jemand das Männerschutzamt anruft). Wir gehen mit Ingwerkakao* mit Sahne und Vanillesirup* ins Wohnzimmer. ...Okay, die Sahne ist gelogen, die kam da nur für die Fotos drauf und dann ins Männchen. Aber ich musste jetzt rhetorisch einfach einen starken Kontrast zum gesunden Quinoazeugs herstellen - das versteht ihr, oder?


Im Nachhinein ist mir übrigens siedendheiß eingefallen, dass ich ja vielleicht mal Nadine als Gast auf dem gemütlichen neuen Sessel hätte Platz nehmen lassen sollen. Aber nee, Frau soziopathisches Einzelkind pflanzt sich zack selbst darauf. Furchtbar... Nadine, sowas muss man mir einfach sagen! Im Gegensatz zu Sheldon Cooper bin ich wenigstens noch auslenkbar. 


Ja, und so macht sich unser Wohnzimmer langsam bereit für den Herbst und Winter. Der sommerliche Acapulco Chair macht Platz für den chilligeren Rattansessel mit Lammfell und Sternenkissen, die Monsterablätter (die übrigens IMMER noch leben, aber nun im Flur) dürfen dann auch mal einem flauschigen Baumwollsträußchen weichen und die Konsole wird mit Kuscheldecken vollgestopft. 


Ich mag diesen ruhigen, natürlichen Stil gerade sehr. Viel Weiß, etwas Grau, Naturmaterialien und gerne auch mal ein paar Holztöne. Und Körbe. Körbe sind für mich ja ein bisschen sowas wie Tassen und Kissen: Nie kaufe ich sowas und wir haben kein einziges Stück davon, dabei bräuchten wir so dringend mal welche. Männchen fragte schon immer: "Wann kaufst du denn endlich mal Körbe?" Jetzt haben wir dieses schicke Korbset* von House Doctor, natürlich eigens für Männchens Klemmringe und Adapterhalterungen. Bin ich nicht nett?? 


Und so langsam bekomme ich auch wieder Lust, zu werkeln. Die Filzkugeln liegen schon seit  Sommer in der Kommode, oder besser gesagt, seit Rebecca und ich unser Herz für Filzkugeln entdeckt haben. Rebecca ist nämlich genauso nett wie ich und hatte damals eigens für ihren Sohn Ben diesen wunderbaren Pinocchio Filzkugel-Teppich von Hay besorgt. Und oh Gott, ich liebe diesen Teppich! Ein Bällebad für die Augen. Leider ist er für unser Wohnzimmer doch ein bisschen zu bunt und schnell noch ein Alibikind machen, um dem dann den Teppich zu kaufen, dazu hatte ich auch nicht die Geduld. 


Dann lieber einen Teppich machen. Aus unbunten Filzkugeln und in klein, man sollte es vielleicht lieber Untersetzer nennen. Aber zum Verliebt-Anstarren und Antatschen reicht es. Das ist jetzt zwar kein sonderlich innovatives DIY und das Internet dürfte voll mit ähnlichen Anleitungen sein, aber ich persönlich mag es einfach so so gerne!


Materialien:

36 Filzkugeln in Wunschfarbe aus dem Bastelshop, Durchmesser ca. 24mm
stabiles Garn, am besten gewachst oder aus Nylon, ganz dünner Draht geht auch
etwas dickere Nadel
Schere



1. Ein langes Stück Garn abschneiden, mindestens 120cm lang. Am Ende ein paar Knoten übereinander als Stopper machen.

2. Die Nadel einfädeln und die Filzkugeln nacheinander durchstechen und auf das Garn auffädeln. Am Ende die Filzkugeln nochmal gut zusammenschieben und wieder mehrere Knoten zur Sicherung machen. Darauf achten, dass die Filzkugeln schön fest aneinander liegen und nicht zu viel Bewegungsspielraum haben. 

3. Wieder ein langes Stück Garn abschneiden (2 Meter schaden nicht), einen Knoten am Ende machen und die Nadel einfädeln. Ein Ende der Filzkugelkette nehmen und mit Nadel und Garn durch die erste (schwarze auf dem Bild) und die dritte (graue) Filzkugel stechen, so dass ein Dreieck aus 3 Filzkugeln entsteht. Dann durch die vierte (weiße) Filzkugel stechen und dann wieder durch die erste, flach rein und gleich wieder raus, und so weiter. In den Anleitungsbildern habe ich den Verlauf vom Faden mal skizziert. Dass man den Faden zwischen zwei Kugeln sieht, ist nicht schlimm, da kommen ja noch andere Kugeln drüber. Nur immer schön äquatorial in einer Ebene bleiben. So macht ihr die ersten beiden Reihen.

4. Die dritte, äußere Reihe muss man etwas anders nähen, damit man außen keine Fadenbrücken zwischen zwei Kugeln sieht. Dazu einfach innerhalb ein und derselben Kugel wieder zurückstechen, ansonsten ist die Technik aber dieselbe. Ist halt etwas aufwändiger und innerhalb der ersten Reihen nicht nötig, deswegen habe ich es da nicht gemacht. In der letzten Reihe lohnt es sich aber, wegen der Optik. Und fertig!


Kakao mit Ingwer von Nicolas Vahé (wärmt ganz wunderbar!)*
Und auch sonst haben Corinna und Kai von Grafinteriors gerade ganz viel Neues im Angebot, zum Beispiel die neue House Doctor Herbst- und Winterkollektion 2014* oder neue süße Sachen von Nicolas Vahé*.  Im Angebot der Woche gibt es gerade die Marke Hübsch Interior*. Alles ziemlich perfekt passend zu meinem momentanen Lieblingsstil natürlich-nordisch!


Und ich muss jetzt gaaanz schnell weg, Männchen hat Hunger und hat sich schon eine Dose Cashewkerne geholt. Habt einen gemütlich-kuscheligen Herbstabend!

Freitag, 17. Oktober 2014 45 Kommentare

Herbstliches Picknick mit Wein und Ziegenkäse-Feigen-Sandwiches

So richtig provozieren kann man mit einem Picknick im Herbst oder Winter ja mittlerweile niemanden mehr.  Es dürfte auf fast jeder pinterestesk gestalteten "Was man im Herbst unbedingt tun sollte"-Liste vertreten sein... Ihr wisst schon: 1. Pumpkin Spice Latte trinken. 2. Mit Decke und Tee auf dem Sofa einkuscheln.  3. Herbstpicknick machen. Aber hey, es ist auch einfach großartig! Mein Schlüsselerlebnis dazu: Wintersemester 2007, irgendwann Ende Oktober, Anfang November...


Männchen und ich waren gerade in dieser Phase, wo man in allen Vorlesungen nebeneinander sitzt, sich gegenseitig die Kappen von den Textmarkern klaut (in der Hoffnung auf körperbetontes Gerangel, um ein Austrocknen der Textmarker zu verhindern, was ja eine Katastrophe wäre), aber eben doch noch nicht offiziell zusammen ist. Da entdeckten wir eine alte, kaputte Europalette in einer Müllecke auf dem Campus. "Schau mal, ne Palette. Lass uns die heute Abend mal auf den Heiligenberg zur Grillhütte hochschleppen und anzünden, und dann legen wir Glühweinflaschen in die Glut.". "Yepp." Ist ja auch naheliegend und verspricht körperbetontes Frieren nebeneinander. Vielleicht wäre es sogar noch zielführender gewesen, ein Palettenbett daraus zu bauen, aber von sowas hatte ich 2007 ja noch keine Ahnung. 


Also schnell noch unseren besten Kameraden für solche Aktionen rekrutiert und ab auf den Berg mit Weinchen, Wurst, Decken, Grillanzünder, Feuerzeug und der Palette. Mit roher Gewalt geschickt eingesetzter Anwendung der Hebelgesetze hatten die Männer die Palette schnell kleingemacht und wir hatten unser nächtliches Herbstpicknick mit Feuerchen. Was mich allerdings noch viel mehr beeindruckt hat als das Zerkleinern der Palette: Die Art und Weise, wie die beiden das Feuer am Ende wieder gelöscht haben. He didn't have me at hello, but he DID have me at peeing the fire out... ;) So kam es, dass ich eine große Schwäche für Picknicks im Herbst und Winter entwickelte.


Ich hatte ihn dagegen wohl schon etwas früher. Sommersemester 2007, kurz nach dem ersten Staatsexamen, im September. Mit oben genanntem Kameraden und zwei weiteren Freunden von Männchen machten wir Post-Examens-Belohnungsurlaub am Lago Maggiore. Zum nächtlichen Schwimmen am Strand musste natürlich ordentlich Bier mit, aber wie das mit Männern so ist, haben die ja keine Handtaschen. Ich hatte aber eine. Nichts Besonderes, H&M, 29,90, aus schwarzem Stoff. Aber die hatte es in sich: "Kannst du mal meine Bierdosen in deine Tasche tun?" "Yepp." "Und meine auch?" "Yepp." "Und ich hab auch noch welche." "Gib her." So kamen dann irgendwie zehn 0,5er Dosen in meiner Handtasche unter - die seitdem liebevoll "Der Bierbeutel" genannt wird. Also, Mädels: SO beeindruckt man Männer!


Und heute? Heute machen wir immer noch Herbstpicknick und ich bin immer noch verantwortlich für den Transport der Flüssignahrung, aber mittlerweile in stilvoll: Aus dem Billigbier ist ein richtig guter Spätburgunder geworden und aus dem Bierbeutel eine eigens dafür geschaffene Weintasche*. Da packt man einfach den dazu passenden Weinschlauch* (Wein im stabilen Kunststoffbeutel mit integriertem Zapfhahn, hier wird das Bag-in-Box-Prinzip* gut erklärt) rein, zieht den Zapfhahn durch die Öffnung und schwingt sich die Weintasche über die Schulter. Perfekt für alle möglichen Outdoor-Aktionen: Herbstpicknick, Maiwanderung, Camping, Strandtag im Sommer, Lagerfeuer im Winter... Außerdem ist so eine Wein-Handtasche, die uns Frauen in wandelnde Tavernen verwandelt, natürlich DAS perfekte Flirtaccessoire zur Partnerakquise! 

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Bekommen könnt ihr die Bag-in-Box-Weine und die Weintasche bei den Spürnasen*. Die Spürnasen, das sind Stefan Beyerle, Design- und Marketingexperte (sieht man sofort, oder?) und Dr. Steffen Michler,   studierter Sinnesphysiologe und ausgezeichneter Weinkenner (schmeckt man sofort, glaubt mir). Seit 2010 spüren sie schöne, leckere, praktische und vor allem hochwertige Dinge wie Öle, Säfte, Weine von regional ansässigen Winzern und dazu passende Accessoires auf und teilen ihre Entdeckungen im Spürnasen-Onlineshop*.

Diesen Sommer hatte ich auf dem Gründerinnentag der IHK hier in Heidelberg einen Vortrag über Nicest Things gehalten und kurz darauf bekam ich eine nette Mail von den ebenfalls hier in Heidelberg ansässigen Spürnasen, ob ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte? Eindeutig: Yepp! Beim Anblick der stylishen Weintasche kamen mir nämlich sofort die oben geschilderten Erinnerungen aus unserer Studentenzeit in den Sinn, Weinchen ist im Moment ja eh total unser Ding und dann auch noch aus unserem geliebten Heidelberg... perfekt. Das Shooting-Konzept stand schnell fest - na klar, ihr ahnt es: Herbstpicknick!


So haben wir vor zwei Wochen also mal wieder ein kleines Herbstpicknick veranstaltet. Am Samstag hauptsächlich, um die Fotos zu machen, und am Sonntagabend dann gleich nochmal "privat" - diesmal in der Dämmerung, auf einer Bank im Wald ganz oben auf dem Heiligenberg, in Decken gewickelt und mit Blick auf den Neckar, die Alte Brücke, das beleuchtete Schloss und die Lichter der Heidelberger Altstadt. Da gab es dann zwar keine schicken Sandwiches, sondern chinesisches Takeaway, aber die Weintasche war wieder dabei und wir hatten einen seeehr netten Abend. Gibt es etwas Schöneres, als sich die gemeinsamen Erinnerungen aus Studententagen in so einer Atmosphäre immer wieder zu erzählen? Man könnte sagen, es sei geradezu kitschig gewesen. Aber Kitsch ist es ja nur dann, wenn man es nicht selbst erlebt. 


Ach ja, und nicht zu vergessen: die bruchsicheren Gläser*. Ähem... Diese schicken schwarzen Gläser, die ihr auf den Fotos seht, sind nämlich Outdoor-Gläser aus Kunststoff und das war auch mehrere Male verdammt gut so. Wenn so eines auf der Bank steht und man sich im Dunkeln draufsetzt, zum Beispiel.  


Die Sandwiches mit Ziegenkäse und Feigen sind im Prinzip selbsterklärend, oder? Nehmt einfach richtig gutes Brot, am besten noch warm aus der Bäckerei mit einer schönen Kruste und einer schweren, saftigen Krume. Da schneidet ihr dann dicke Scheiben von ab und grillt sie kurz im Backofen mit etwas Olivenöl. Feigen waschen und in Scheiben schneiden, Rucola waschen und kleinschneiden, Ziegenkäse in Scheiben schneiden - und dann ab damit aufs Brot! Gerne noch etwas Honig drüberträufeln. Einfach, aber gut. 


Vinopren Weintasche* von Spürnasen, gibt es in vielen Farben und 2 Größen
Bag-In-Box Weinschlauch* von Spürnasen, viele leckere Weine von Riesling bis Spätburgunder
Bruchsichere Outdoor-Gläser* von Spürnasen, in vielen Farben und Formen erhältlich
...und alle Weine gibt es für zu Hause auch in superschönen Flaschen*

Bei Facebook und Instagram sind die Spürnasen übrigens auch!

Das schöne Holzbrett ist von Meine Art, ein Geschenk von einer lieben Leserin von mir. Danke, liebe Anne-Susan


Das passiert übrigens, wenn man schöne Weintaschenfotos machen will, aber schon ein bisschen zu viel davon intus hat. Ups.


Und jetzt raus mit euch! Genießt den Herbst draußen: Nachmittags oder in der Abenddämmerung, mit Decken, Kissen oder verfeuerten Paletten, mit Sandwiches oder chinesischem Takeaway, mit Wein oder Traubensaft, egal wie, aber habt Spaß. Ein schönes Wochenende wünsche ich euch - das Wetter soll ja sogar ganz gut werden :)

Montag, 13. Oktober 2014 87 Kommentare

Herbst-Shooting mit bunten Blättern und neuen Stiefeln

Bei uns gibt es zur Zeit keinen Herbstspaziergang, ohne dass einer von uns beiden anmerkt: "S'isch Häbbschd." Auf den hiesigen Dialekt steht mein Männchen ja eigentlich so gar nicht, was mich wiederum dazu herausfordert, ihn ständig damit zu ärgern. Obwohl ich ja rein hochdeutsch aufgewachsen bin, scheint mir die resolute kurpfälzische Hausfrau irgendwie in den Genen zu liegen und nach 11 Jahren Kurpfalz habe ich mich ganz gut assimiliert. Bei jedem "Uffbasse!" (Aufpassen) oder "Du widda, uhmeeglisch" (Du wieder, unmöglich) von mir kneift er die Augen zusammen und stöhnt, als hätte er Schmätze. Isch weeß es als ah ned. Dem soi Sproch isch nemmlisch ah ned bessa, der kummt vun Schwobe, des heat ma glei. Alla gut, wos willsch mache (soll ich's übersetzen oder geht's?).

(Huch, das gleiche Bild als erstes Foto im Post und als Profilbild irritiert ein bisschen. Beim nächsten Post ist wieder alles gut.)


Das mit dem Häbbschd hat er aber schon mal übernommen und es sorgt bei jedem unserer Spaziergänge durch goldene Oktobersonne und raschelndes Laub immer wieder für Spaß. Alternativ rezitieren wir auch mal Herbstgedichte von Stefan George und Rainer Maria Rilke (ein bisschen Bildungsbürgertum muss sein) oder wir singen uns unsere Ohrwürmer gegenseitig vor. Die reichen von den White Stripes (fall is here / hear the yell / back to school / ring the bell / brand new shoes / walking blues...) bis hin zu "What shall we do with the drunken sailor". Da muss ich übrigens immer an meine Beste denken, die mal fragte: "Über was redet man eigentlich noch so, nach 7 Jahren Beziehung?" Joa... Sowas halt, nech.


Apropos "brand new shoes", das sind meine neuen Stiefel. Eigentlich waren die ja mehr als Verkleidung gedacht. Wir wollten demnächst nämlich mal ein paar Mittelalter-Shootings machen, er als kühner Recke und ich als Bogenschützin, so ein bisschen LARP-mäßig. Dafür suchte ich braune Lederstiefel und bei diesen stand in den Kundenbewertungen: "Sehen aus wie vom gestiefelten Kater. Schaft ist viel zu weit und steht ab." Yesss, dachte ich. Perfekt für ein leicht übertriebenes Mittelalter-Styling. 


Also die Stiefel bestellt und was ist? Da steht gar nix ab! Die perfekten Alltagsstiefel, viel zu schade als Kostüm und wunderbar eng anliegend an den Waden. Ein bisschen komisch ist das ja schon... Ich frage mich wirklich, warum da bei mir gar nichts absteht. Aber egal. Ach so, heute sind übrigens zwei Wörter in den Kommentaren verboten: "stramm" und "Sauerkrautstampfer". 
  

Außerdem verboten: Abhandlungen darüber, warum die Farbe der Handtasche zur Farbe der Stiefel passen sollte. Gerne erlaubt sind dagegen Komplimente für meinen schlanken Daumen oder für die Originalität der Fotomotive. Vielen Dank schon mal!


Das Handyfoto, das ich von diesem Spaziergang bei Instagram gepostet hatte, war übrigens SO originell, dass Jule in ihrer Timeline direkt hintereinander zweimal fast das gleiche Foto hatte: Einmal von Juli und einmal von mir. Und richtig lustig wurde es, als dann auch noch Fee mit Herbstblätter-in-Hand-Content dazu kam. 


Wir hatten jedenfalls viel Spaß mit Verschwörungstheorien und wenn ihr noch mehr Bilder mit geballter Blätterpilzkastanienteeschalkürbis-Stimmung sehen wollt, schaut mal bei Juli vorbei und macht bei ihrer #halloherbst14-Aktion mit (Jetzt hasst mich Juli wahrscheinlich, weil sie die 2246 Instagrambilder, die bisher dazu beigesteuert wurden, jetzt schon nicht mehr unter Kontrolle hat :D )!


So, jetzt geb ich für dieses Jahr aber auch Ruhe mit bunten Blättern, Herbstspaziergängen, Herbstlaub in Händen und Herbst-Shootings im Allgemeinen. Eines kommt diese Woche noch, von einem herbstlichen Outdoor-Picknick, und dann wird es mal wieder ein bisschen in die Richtung Deko, DIY und Halloween gehen. 


Braune Lederstiefel: KMB, Lelo
Graue Ledertasche: Freds Bruder, Gürteltier
Langer grauer Strickcardigan: H&M, aktuell
Cremefarbenes Kleid / Longtop mit Spitze: H&M, vorletztes Jahr
Wimpern: MAC Cosmetics


Eure Meinung zum Häbbschd, zu meinen Prachtwaden oder zu Gesprächsthemen nach vielen Jahren Beziehung könnt ihr mir übrigens auch gerne auf Berlinerisch, Noaaatdeutsch, Bayrisch oder Kölsch hinterlassen (oder was man bei euch eben so spricht) - mal gucken, ob ich es rauskriege!