Montag, 13. Mai 2013 74 Kommentare

Rhubarb Lemonade and Fresh Flowers

"Das ist jetzt aber nicht das DIY, das sie letzte Woche versprochen hat?" Nee. Sorry ihr Lieben, Frau Grobmotorikerin hat da so ein bisschen was verbockt. Nun ja, ich arbeite dran und in der Zwischenzeit lade ich euch einfach auf eine Rhabarberlimo ein, ja? Okay, das ist fies, ihr bekommt sie ja gar nicht wirklich. Aber ich hocke ja auch gerade in Kuscheldecke mit Tee auf dem Sofa, während draußen der Regen an die Fenster klatscht, und denke an den sonnigen Samstagabend auf dem Balkon zurück. Also eine Runde Phantasielimo für uns alle.


Die Idee, Rhabarberlimo zu machen, hatte ich praktisch aus dem Briefkasten gefischt. Zuerst kam der liebe DHL-Mann und brachte mir mein Testabo von Bloomy Days - frischhellgrüne Schneebälle und dunkelpinkfarbene Nelken. Sorry, ich immer - nein, ich kann nicht einfach nur "grün" oder "pink" sagen. Aber die Farben sind wichtig... schaut mal auf die schönen Blumen, die da oben links in der Ecke vom ersten Bild schon mal hervorgucken und dann schaut auf den Rhabarber... klar, nech?? 
Dann zog ich die neue Ausgabe des Food-Magazins Deli aus dem Briefkasten und fand darin ein ziemlich leckeres Rezept für Rhabarbersirup. Konzept: Check.


Das Rezept findet ihr HIER, aber ich habe es etwas abgewandelt. Daher schreibe ich es nochmal auf, wie ich es gemacht habe. Ich habe einfach einen leichten Sirup aus dem Rhabarber gekocht, den man dann nach Belieben mit süßem Sprudel zu Limo oder mit Sekt zu einem leckeren Sommercocktail für Balkonabende aufgießen kann.

Zutaten für ca. 500ml Sirup bzw. 1,5 Liter Endgetränk:

1500g Rhabarber
100g Erdbeeren (für die Farbe ;) )
20g Ingwer
100g Zucker
400ml Wasser

Aufgießen und dekorieren mit:

1 Liter süßem Sprudel
oder 1 Liter Sekt
Eiswürfel
Minzblättchen


1. Den Rhabarber waschen und putzen, die faserige Haut wegen der Farbe aber ruhig dranlassen. 

2. Rhabarber in kleine Stücke schneiden.

3. Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden.

4. Erdbeeren putzen, waschen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden.

5. Rhabarber, Ingwer, Erdbeeren, Zucker und Wasser in einem Topf aufkochen.

6. 10 Minuten leicht köcheln, dann vom Herd nehmen und noch 30 Minuten ziehen lassen.

7. Alles in ein feines Sieb geben und durchstreichen.

8. Abkühlen lassen - fertig ist der Sirup.

9. Den Sirup nach Geschmack ca. im Verhältnis 1/3 (Sirup) zu 2/3 (Sprudel, Sekt) mit süßem Sprudel oder Sekt aufgießen, mit Eis und Minze dekorieren.

Den übrigen "Rhabarberschlamm" kann man übrigens lecker als Kompott essen. Zum Wegwerfen ist der viel zu schade!


Oh übrigens. Die Kiste. Ihr habt ja bestimmt entdeckt, wie schön abgeranzt und dekorativ-kaputt die ist, oder? Und einige haben vielleicht sogar gedacht: "Moment, ist die nicht von Butlers?" Stimmt. Aber als ich sie bei Butlers gekauft hatte, war sie noch ganz neu, glatt und glänzend und die Idee "coole Vintage-Getränkekiste" kam etwas gewollt und nicht gekonnt rüber, fand ich. Aber wozu gibt es Kinderarbeit? Hihi - nein wartet, lasst es mich erklären. Ich hatte mir also die Kiste geschnappt und bin damit runter in unseren Innenhof gelaufen. Das gute Teil mal ein bisschen über den Hof treten, dachte ich mir. Ich setzte mich also auf die Steinstufen unter den Kastanienbäumen und fing an, die Kiste ordentlich über den Boden zu reiben. Wahrscheinlich kritisch beäugt von allen lieben Rentnerinnen, die nachmittags so auf den Balkons zu sitzen pflegen...


Auf einmal so: "Was machst du da?" Vor mir stand ein superputziges kleines Mädel mit einer durchaus beeindruckenden Schnodderspur zwischen Nase und Mund (ich find sowas irgendwie unheimlich süß... aaah, die Hormone). Tja. Wie erklärste jetzt der dreijährigen Sophia (Name geändert), dass du dabei bist deine Food-Props fürs Shooting zu pimpen, damit das dekorative Vintage-Konzept überzeugender rüberkommt? Das versteht ja nicht mal ein normaler Erwachsener, der nicht gerade bloggt oder sonst in der Branche arbeitet. Ich so: "Ähm... also ich habe Limonade gemacht und möchte die gerne in diese Kiste stellen, um dann schöne Fotos davon zu machen, weißt du? Und ich finde es hübscher, wenn die Kiste etwas alt und kaputt aussieht." Sophia: "Ah okeee!!!" - strahlt mich an und setzt sich neben mich auf die Steinstufe. Grinst weiter und greift nach der Kiste. "Was steht da?" Ich so: "Market Place... das ist Englisch und heißt Marktplatz. ...Willst du mir helfen? Die Kiste einfach so ein bissl über den Boden reiben?" Sophia: "Ja!!!" Und das gute Kind fängt an, eifrig meine Getränkekiste zu shabbysieren. Hat sie super gemacht, oder? :D


Naja, ich hatte sie ihr nach 30 Sekunden schon wieder panisch entrissen, aus Angst sie könnte sich dabei irgendwie wehtun. Wahrscheinlich werde ich als Mutter mal viel zu overprotecting... Nachdem ich Sophia auf ihre Fragen hin dann noch vorgelesen hatte, was auf allen Schlüsseln an meinem Schlüsselbund draufsteht ("Wilka", "Silca", "BKS" - finden Kinder sowas echt interessant??), habe ich die Kiste selbst fertig shabbysiert und bin ganz stolz damit wieder hochgerannt zum Männchen. Rhabarberlimosetting aufgebaut und dann erstmal selber davorgestanden und es schön gefunden. "Guck mal, die Kiste erinnert doch jetzt an laue Frühsommerabende auf der weitläufigen Terrasse eines alten französischen Weinguts, oder?" (noch mehr schmückende Adjektive und ich breche) ...Männchen: "Oder an 10 Minuten sinnloser Gewalt. Außerdem würde ich sagen, Terrasse eines englischen Weinguts." Da hat er natürlich mal wieder Recht.


Jedenfalls hat die Rhabarberlimo super lecker geschmeckt, auf dieses frisch-süß-säuerliche stehe ich ja total. Und wenn man dazu noch den Blick über einen rhabarberfarbenen Blumenstrauß schweifen lassen kann - herrlich...


Wie schon erwähnt, habe ich diesen schönen Strauß aus Schneebällen und Nelken von Bloomy Days zum Testen zugeschickt bekommen. Falls euch Bloomy Days tatsächlich noch nicht auf dem einen oder anderen Blog begegnet sein sollte, erkläre ich das Konzept dahinter mal.

Bloomy Days ist ein Schnittblumen-Abonnement, das einen per Post immer mit frischen und ausgefallenen Blumensträußen versorgt, für 19,90€. Zwei Punkte sind mir an Bloomy Days positiv aufgefallen, die es von der Masse abheben und zu etwas Besonderem machen: 

Zum einen, man kann sich das Abo absolut frei selbst einteilen. Man kann wählen, ob man jede Woche, alle zwei Wochen oder nur jeden Monat einmal frische Blumen bekommen will. Auch mehrmals in der Woche ist möglich. Man kann wählen, wie viele Sträuße man pro Lieferung haben will und man kann das Abonnement jederzeit von heute auf morgen stoppen und jederzeit wieder einsteigen. Man verpflichtet sich also zu gar nichts.

Zum anderen, es sind einfach mal andere Blumen als ständig nur Rosen Tulpen Nelken (okay, das mit den Nelken war jetzt ein schlechtes Beispiel :D) Die Blumen werden jeden Dienstag frisch auf dem Großmarkt ausgesucht und es sind auch mal edle oder ungewöhnliche Arten dabei, die man sonst eher nicht kennt. Der Schneeball von letzter Woche scheint ja ein saisonaler Geheimtipp zu sein, ich kannte diese Art jedenfalls vorher nicht. Erst war ich ja etwas skeptisch, da es ein eher empfindliches Gehölz ist, das viel Wasser braucht - daher stand auf der beiligenden Anleitung, dass man die Stiele vorher mit einem Hammer faserig klopfen soll. Aber mit dem Hammertrick (unter ungläubigen Blicken des Männchens - sinnlose Gewalt die Zweite, jetzt spinnt se komplett) steht der gute Schneeball nun tatsächlich schon eine ganze Woche lang!
Und ja, es ist immer eine Überraschung, was für Blumen man denn nun bekommt. Aber hier seht ihr mal die Sträuße der letzten Wochen, und ich finde, man kann den Bloomies da schon vertrauen :D




Blumenstrauß: c/o Bloomy Days
Glaskaraffe, Chevron-Strohhalme: c/o Party Princess
Holzkiste: Butlers
Jars: Da waren mal Oliven vom Aldi drin ;)


Schaut auch unbedingt mal bei Nadine von Dreierlei Liebelei vorbei! Sie hat ihr Bloomy-Sträußchen mit einer köstlichen Rhabarber-Streusel-Tarte assoziiert und mal wieder allerschönste Foodphotography abgeliefert: klick. Und bei Rebecca von Verlockendes gibt es gleich mehrere Rhabarberideen... ein perfekter Rhabarber-Baiser-Kuchen und ein Rhabarbertrifle, stilvoll dekoriert wie immer, so dass man am liebsten gleich mal bei ihr vorbeifahren würde ;) klick.

So... das hier wird nun aller Voraussicht nach der letzte Post vor meiner mündlichen Prüfung sein. Also nicht wundern, wenn ich mich jetzt noch mal ein bisschen rar mache. Bald wird hier hoffentlich wieder alles normal laufen! 

Habt ihr dieses Jahr auch schon was mit Rhabarber gekocht oder gebacken?


PS: Ich war ja schon ein bisschen stolz, dass mein kleiner Blog über Essen und farblich dazu passende Geschirrtücher auf dem Zeit-Blog "Heiter bis glücklich" vorgestellt wurde. "Ein Schöngeist"... ui, das geht runter wie Honig, ganz lieben Dank!! Ich habe dafür auch den berühmten Proust-Fragebogen für Blogger ausgefüllt... puh, ihr wollt nicht wissen, wie lang ich daran gesessen habe. Ich meine, für die ZEIT - waaah! Wenn ihr also wissen wollt, wann ich die Unwahrheit schreibe oder was mich im Netz am meisten stört, dann könnt ihr euch mein Interview gerne mal durchlesen (HIER) :)

PPS: An die DIY-Blogger unter euch: Bis zum 20. Mai könnt ihr übrigens noch den Link zu eurem besten DIY an Liebeslieschen schicken. 4 - 5 DIYs werden dann ausgelost, auf dem Blog getestet und bewertet.

Mittwoch, 8. Mai 2013 130 Kommentare

Fresh Green Month of May + Photoqueen Giveaway

Stellt ihr euch auch manchmal vor, dass die Natur im Frühling explodiert? Ich denke das immer. Jedes Jahr. Anfang April fange ich an, die noch fast kahlen Bäume zu beobachten. Ich bin mit ihnen aufgeregt, warte ungeduldig auf den Tag, an dem auf einmal alles voll mit frischen grünen Blättern und Blüten ist. Es kommt immer so plötzlich. Und dann ist er da, der Mai. Ich möchte nur noch rausrennen in all das sonnige Maigrün, junge Lindenblätter essen und weiße Blütenblätter auf mich rieseln lassen!


...ähm, was hab ich da über Lindenblätter geschrieben? Vergesst das bitte ganz schnell wieder. Ja, ich nasche im Frühling gerne mal an den frischen grünen Trieben. Genauso, wie ich den Duft von frisch gemähtem Gras liebe und eigentlich viel lieber Grassalat als Möhrensalat essen würde, wenn das ginge. Aber mal ganz abgesehen davon, dass es ziemlich bescheuert aussieht (mmmh, lecker Baum, da nehm ich mir doch mal ein Blättchen): Man muss schon wissen welche Bäume man anknabbert. Nicht an Straßen, nicht im Unterholz, nicht alle Sorten und nicht Nachbars Zierkirsche... also nicht nachmachen, offiziell spreche ich hier KEINE Empfehlung aus, ja? Gut. Die Freakshow hätten wir dann für heute auch abgehakt.


Am Sonntag hatte ich das Männchen dann überredet, mal ein bisschen mit seiner Raupe Nimmersatt ins Grüne zu fahren. Ich hätte kreischen können vor Freude über die Sonne, den blauen Himmel, die grünen Wiesen und die blühenden Kirschbäume... ich bin da eh schon ein totaler Suchti (kann es bitte das ganze Jahr über Mai sein?) und nachdem ich die letzten Tage nur mit meinem ollen Fallbuch Chirurgie eingesperrt war, umso mehr.


Bei so schönem Wetter tausche ich meine Jogginghose dann auch gerne mal gegen ein Kleid und Gummistiefel aus. Für die ich übrigens ein bisschen geschimpft bekommen hab: Hunters wollte ich ja schon immer und nun hielt ich es einfach nicht mehr aus. Zumindest mal anprobieren wollte ich sie und hoffentlich feststellen, dass sie mir überhaupt nicht passen... tja, nur leider passierte das Unvermeidliche und die Dinger passten, sogar an meinen relativ strammen Waden. Das war ja meine stille Hoffnung, dass mit den Stiefeln zu der Muffintaille auch noch Muffinwaden hinzukommen. Aber nee... nun gut, musste ich sie wohl behalten (kann ich dann auch nix mehr dafür). Die Rechnung hatte ich also schön ganz zuunterst im Karton versteckt und den diskret im Schlafzimmer deponiert. Seitens des Männchens hatte ich nämlich eh schon mit nicht allzuviel Verständnis für überteuerte Gummistiefel gerechnet. Aber was macht er? Er traute mir da wohl zu Recht nicht ganz und hat sich die Rechnung dann doch mal geschnappt. Ups. "Du Stinker! Was willst du denn mit Gummistiefeln für 120€?" Ich: "Die sind halt "by appointment of her majesty the Queen", guck mal... (zeige ihm das Logo)" Er: "Gehst du jeden Samstag auf die Fasanenjagd oder was, dass du solche Stiefel brauchst? Du gehst ja nichtmal auf Festivals, weil es dir da zu schlammig ist. Außerdem hast du schon Gummistiefel."


Hmja. Ich habe ihm dann erklärt, dass meine anderen Gummistiefel zu eng geworden sind und dass ich aber unbedingt welche brauche, um keine Grasmilbenbisse zu bekommen. Und dass das jetzt ne Investition fürs Leben ist. Und was sieht bitte besser zu einem leichten Sommerkleid aus als so richtig derbe Gummistiefel? Na eben.


Dafür wurde wenigstens meine geliebte neue Fototasche vom Männchen abgesegnet. Die liebe Britta von PhotoQueen hat mir da nämlich einen sehr großzügigen Rabatt drauf gegeben. ...Hey, das wäre doch die perfekte Ausrede in Zukunft: "Stinker, warum haben wir schon wieder neue Küchenhandtücher?" "Habsch gesponsert bekommen"... "Und was macht das neue Kissen da auf dem Sofa?"... "Habsch gesponsert bekommen"... Manchmal stimmts ja sogar ;)
     
Aber zurück zur Fototasche. Bisher hatten wir ja nur so ein relativ hässliches Männermodell aus grauem Sicherheitsgurt-Material, irgendwie sah es nicht mal professionell aus, sondern mehr so nach deutschem Urlauber auf Mallorca... jedenfalls nichts, was ich auch so für jeden Tag als Handtasche hergenommen hätte. Aber meine Shutterbag Safari ist jetzt mal riiichtig schick. Das wäre allein so schon die perfekte Handtasche für mich, aber dazu kommt nun noch, dass sie ein mega ausgeklügeltes Innenleben zur Aufbewahrung von unserer kompletten Fotoausrüstung hat. Die Kamera, bis zu 3 Objektive, kleiner Laptop, passt alles rein und ist gut geschützt durch variable Zwischenposter (HIER sieht man es gut, hab es leider verpeilt davon ein Detailfoto zu machen). Den Kleinkram wie Speicherkarten und Akkus kann ich perfekt in die vielen kleinen Fächer reinmonken und für alles andere, was Frau so braucht (habt ihr es bei Instagram gesehen?), ist auch noch Platz. Mit der Tasche könnte ich jederzeit spontan das Land verlassen.


Mir hatte nun die Safari Purple von Shutterbag am besten gefallen, es gibt aber natürlich noch viele andere Modelle von Jo Totes, Epiphanie, Kelly Moore... allesamt stylish, extra für uns Mädels. Aber sogar für Männer gibts einige schöne Modelle, die nicht in your face nach Fototasche aussehen. Und da ich weiß, dass viele von euch auch gerne fotografieren, soll eine/r von euch auch einen Rabatt bekommen. Gewinnen könnt ihr einen

50€-Gutschein

von Photoqueen für den Kauf einer Kameratasche! Ganz billig sind die guten Stücke ja nicht, also falls ihr bis jetzt noch mit euch gehadert habt (oder euer Liebster auch ein Auge auf eure Einkäufe hat ;) ), wäre das ja vielleicht eine willkommene Ausrede Zugabe.

Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt. Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch. Das Bild könnt ihr gerne mitnehmen, es ist aber kein Muss.

Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 15. Mai 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus, kontaktiere dann den Gewinner und werde ihm den 50€-Gutscheincode per E-Mail übermitteln. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Gutschein gilt für den Kauf einer Kameratasche bei www.photoqueen.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Und für alle gibt es noch einen 10€-Gutschein für Photoqueen mit dem Code Nicest Things, gültig bis zum 18. Juni 2013!


Kameratasche: c/o Photoqueen
Silberarmreif und Ring: c/o Amberemotion
Kleid: Accessorize, letzten Sommer
Gummistiefel: Hunter

Und jetzt sagt mir bitte, dass ihr auch hin und wieder mal eure Kleider-, Taschen- oder Dekorechnungen versteckt :D Wir lesen uns bald wieder mit einem kleinen DIY und bis dahin wünsche ich euch den schönsten, grünsten, frischsten und sonnigsten Mai!

Sonntag, 5. Mai 2013 69 Kommentare

Blueberry Ricotta Minicakes

Also eigentlich sollte es heute um Bärlauch gehen. Ich hatte schon alles vorbereitet: Ein Rezept rausgesucht, ein Schneidbrett mit Lasur in Palisander auf alt getrimmt und ein passendes grünes Geschirrtuch besorgt. Den Bärlauch selbst hatten wir letzten Samstag im Aldi gesehen - na perfekt dachte ich mir, das scheint dann wohl grad Allerweltsware im Supermarkt zu sein. Gestern wieder einkaufen gewesen und was ist?? Kein Bärlauch. Nicht bei Aldi, nicht bei Lidl, nicht mal in Deutschlands bester Obst- und Gemüseabteilung 2012 bei Rewe. Sagt mal, habt ihr den allen weggekauft? Gnaaah! Ich kann so nicht arbeiten. Wenn ich einmal eine Mindmap zu einem Thema gemacht habe, bin ich nicht mehr flexibel. Musste ich nun aber. Gerettet hat mich wie so oft mein Männchen, das Blaubeeren in den Einkaufswagen legte. Die passenden "Food-Props" (so nennt man das unnötige Geschirr, das Blogger für ihre Posts ansammeln) in Blau-Weiß-Türkis hatte ich auch. Yeeess.


Auf Instagram und Facebook hatte ich euch dann nach guten Rezeptideen gefragt. Danke für die vielen tollen Vorschläge! Aber letztendlich habe ich mir ganz was anderes rausgesucht: Dieses Rezept bei Lecker, Blaubeer-Miniküchlein minus die Orange (aus farblichen Gründen, eh klar, oder?). Ja ich weiß, ich bin furchtbar... warum frage ich euch dann erst :D Da könnt ihr euch mit meinem Männchen die Hand geben, der kennt den Laden hier nämlich schon. Er sagt dann immer gleich: "Warum fragst du mich eigentlich, du machst doch eh was du willst?". Riiiichtig.
 
 
Für ca. 10 Minicakes:

100g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 EL Butter
1 Ei
100ml Buttermilch
2 EL Ricotta
Pflanzenöl
150g Blaubeeren


1. Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen.

2. Die Butter schmelzen.

3. Die abgekühlte, flüssige Butter in einer anderen Schüssel mit dem Ei und der Buttermilch mit dem Handrührgerät zu einer homogenen Masse verrühren.

4. Die Trockenmischung mit dem Mehl aus Schüssel 1 zu der Butter-Ei-Buttermilchmischung geben, wieder gut verrühren.

5. Zum Schluss den Ricotta unterrühren.

6. Öl in einer Pfanne erhitzen, mit einem Esslöffel 3 kleine Teigkleckse in die Pfanne machen und darauf gewaschene Blaubeeren verteilen. Auf mittlerer Hitze braten, bis die Teigoberfläche nicht mehr glänzt. Wenden und nochmal ca. 1-2 Minuten braten.

  
Die sind so gut!! Am Rand schön knusprig, in der Mitte ganz saftig und fruchtig... am besten schon warm aus der Pfanne essen. Das Rezept ist super unkompliziert und schnell, wäre also auch was für ein Sonntagsfrühstück oder ein Picknick. Ich musste es heute Nachmittag übrigens dreimal machen, 10 solche Miniküchlein sind ja nix für einen ausgewachsenen Mann. Jetzt kann ich es auswendig :D
 
    
Und wie vielleicht schon einige von euch bei Facebook mitbekommen haben: Wir wollen (äääh... also ich will) unsere Küche nach meiner mündlichen Prüfung mal ein bisschen umdekorieren. Mit den schwarzen Fronten war ich ja nie so glücklich, aber ich denke, in diesem Nordic Black & White-Stil könnte es was werden. Ein schwarzer Retro-Kühlschrank ist schon in Planung, außerdem ein größerer Küchentisch, eventuell streiche ich auch die Wände... das Jadegrün ist zu hell. Die Kamera denkt immer das sei Weiß und verhackt mir den kompletten Weißabgleich beim Fotografieren. Das werde ich wohl noch mal dunkler überstreichen (jaaa, es ist wichtig, dass unsere Küche eine gute Fotokulisse abgibt :D)

Was wir aber schon mal haben, ist so ein schicker Tolix-Lookalike-Stuhl. Um den Küchentisch will ich nämlich ein paar Designklassiker-Stühle mischen, also zu dem Metallstuhl noch einen weißen Eames Chair und zwei so schwarze Stühle mit Sprossenlehne im Artek-Style. Den Metallstuhl mag ich schon mal richtig gerne mit seinem abgeranzten Industrial-Design!


Metallstuhl: c/o home24.de
Teppich: Ikea Solröd
Esstisch: Ikea Ingo, weiß gestrichen
Geschirrtuch: Bungalow Neem
weiße Pappschalen-Porzellanschüssel: Anthropologie (Schale "Marktfrisch" unter "fürs Zuhause" - "Küche")
weiße und türkisfarbene Schüssel: Anthropologie (Schüssel "Latte")
Dosierschaufel (oder wie man das nennt): Anthropologie ("Spaten Messbecher" unter "fürs Zuhause" - "Küche")



Nächste Woche gibt es übrigens ein paar Fotos von draußen (Sonne, blühende Bäume, ich hüpfe über die Wiese, das ganze Programm). Wir waren heute Mittag nämlich auf unserer geheimen Lieblingswiese... es war einfach nur herrlich, mal an der frischen Luft zu sein. Jetzt habe ich wieder ein bisschen Energie, um ab morgen wieder fleißig für den Endspurt zu lernen. Und ihr, hattet ihr ein schönes Wochenende? Konntet ihr die Sonne genießen? Habt ihr auch was Süßes gebacken?

  ❋❋❋

PS: Ach sooo, und natürlich noch das Ergebnis vom Giveaway. Gewonnen hat Verena (25.04., 20:10), herzlichen Glückwunsch!! Ich schreibe dir gleich eine Mail :)
Und für alle anderen gibt es bald wieder eines... diesmal lasse ich keine 4 Monate Zeit dazwischen, versprochen :)

Dienstag, 23. April 2013 195 Kommentare

Living Room Makeover + Tine K Home Giveaway

Puh - das war meine längste Blogpause ever bisher. Aber Staatsexamen schreibt man ja auch nicht alle Tage. Jetzt habe ich das Schriftliche hinter mir und auch bestanden und bin einfach nur glücklich! Das Mündliche steht zwar noch aus, also so richtig entspannen kann ich mich noch nicht... aber was man hat, das hat man. Auf jeden Fall wollte ich mich bei euch für eure Geduld bedanken. Mit ein bisschen (vielleicht auch berechtigtem) Gemecker hatte ich ja gerechnet, aber... nix! Nur Verständnis, liebe Worte und gedrückte Däumchen gab es von euch. Und sogar noch eine superliebe Blogvorstellung bei der lieben Anja von GlückseEligkeit (klickt mal vorbei, ein riiichtig schicker Blog). DANKE!
Daher gibt es heute auch ein richtig schönes Giveaway für euch (das letzte war Anfang Januar, es wurde mal wieder Zeit), aber dazu später... jetzt müsst ihr erstmal brav mein Geblubber lesen, hrhr.


Ach, und wie ihr vielleicht schon bemerkt habt: Unsere Kamera ist wieder da! Sie wurde anstandslos, superschnell und kostenlos repariert. Für Dekofotos bin ich da wie gesagt doch ganz froh drum... da diese ohnehin nicht sonderlich viel Tiefgang aufweisen, tut ihnen ein kleines Bokeh hier und da doch ganz gut. Die Digicam liegt aber im Unterschied zu vorher nun immer griffbereit und ein paar Ideen für weitere Conceptual-Fotos (danke Moni :) ) habe ich auch schon...
     

Heute zeige ich euch also unser frisch gepimptes Wohnzimmer. Wenn man den ganzen Tag wie festgewachsen auf dem Sofa liegt und lernt, will man das ja wenigstens in einer schönen Umgebung tun. Daher gabs für mich als vorzeitige Lernbelohnung eine neue Tine-K-Lampe von der lieben Anja (wink ;) ), einen neuen Teppich von House Doctor und die passende Deko von der lieben Eileen von Wohnidee24. Meine Landhaus-Shabby-Phase scheint vorbei zu sein, neuerdings stehe ich ja total auf... hmm, wie nenne ich das jetzt... "Skandinavisch-blackandwhite-modern-klassisch-elegant-aber für mich bitte mit einer Portion Schmodderlila und ein paar marokkanischen Akzenten" - ja, das trifft es einigermaßen. 


Und ich klicke gerade selig zwischen diesem Post-Entwurf und den Wohnzimmerfotos von 2011 (klick) hin und her... krass wie es sich verändert hat, gell?!


Meine neue Lieblingsfarbe düsteres Schlammviolettgrau hat sich inzwischen überall verteilt: Kissen, Windlichter, Lampe, Quasten... ich mag die Kombi mit Schwarz und Weiß supergerne und das Rosa von gemopsten Magnolienzweigen macht sich dazu auch sehr nett.


Das Weiße da in meinem Snackschälchen ist übrigens meine neue Sucht: Tapioka-Krabbenchips vom Asiamarkt zum selber frittieren! Das kennt ihr vielleicht zum fertig kaufen als Kroepoek / Krupuk. Roh sehen die Dinger aus wie diese Euromünzen-Gummitiere von Katjes, durchsichtig und ganz klein, hart und platt. Halten sich übrigens auch ewig. Diese Rohlinge schmeißt man dann einfach in heißes Fett und innerhalb von Sekunden poppen die auf das 7fache ihrer ursprünglichen Größe auf. Ich war schwer fasziniert. Musste gleich das Männchen herbrüllen und wie wild und mit großen Augen mit dem Zeigefinger auf dem Fenster der Fritteuse rumfuchteln: "Boah guck mal! Daaa!! Krass!!! Bääääm!!!"
Man darf nur nicht zu viele nehmen, sonst platzt die Fritteuse, fürchte ich. Jedenfalls gibt es für mich grad nichts Herrlicheres, als diese noch warmen, knirschig-knusprigen Teile voller Fett und Garnelengeschmack noch warm aus der Fritteuse zu essen... ähm ja. Ich hatte sicher schon anspruchsvollere Hobbies als Krabbenchips in Fett zu werfen, aber schieben wir es einfach mal auf die Lernphase, ja?


Jedenfalls habe ich mich dann immer mit einer Ladung Krabbenchips und den Lernsachen in meiner Schmodderlila-Zauberwelt vergraben. Wobei man es sich während dem Lernen auch nicht zu schön machen sollte. Ich habe mich irgendwie ständig dabei ertappt, dümmlich grinsend auf ein Kissen wahlweise Teelichtglas wahlweise das Teppichmuster zu starren. Hier noch ein Glas 2 cm nach links rücken, da noch einen imaginären Fussel vom Kissen pusten... das konnte durchaus 20 Minuten gehen. Bitte sagt mir, dass ihr auch hin und wieder mal minutenlang auf etwas starrt was ihr schön findet? Und dass aus Minuten Stunden werden, wenn ihr eigentlich lernen müsstet?


Die perfekten Zutaten für meine Dekowut bekam ich wie schon erwähnt von Eileen zur Verfügung gestellt. Das ist eine ganz ganz Liebe und da ihr Shop Wohnidee.24 total auf meiner Linie liegt, möchte ich euch mit Eileen zusammen noch ein paar Deko-Anregungen geben. Eileen bietet nämlich nicht nur Wohnaccessoires von Tine K Home, By Nord, House Doctor oder Ib Laursen an, sondern sie berät einen auch ganz persönlich, was zur eigenen Einrichtung passt und gibt Tipps zu allen Wohnstilen, die gerade aktuell sind (Shabby, Nordic, Black and White... ihr wisst schon ;) )


Zum Moroccan Style habe ich mal diese Mindmap gebastelt. Wie die Sachen "in echt" wirken, davon bekommt ihr auf den Fotos ja schon einen kleinen Eindruck... Wichtig finde ich hier die silbernen Akzente, um ein bisschen orientalischen Luxus auszustrahlen. Dazu natürliche Materialien wie Korb oder Bast und ein paar Statement-Muster... und den weißen Nougat im Futterschälchen nicht vergessen ;)




Schön passt dazu auch das marokkanische Porzellan von Tine K (DIE Vase, da bekomme ich regelmäßig Schnappatmung). Oder wenn man es etwas schlichter mag, sind Sterne, Streifen und die Farben Grau, Dunkelblau und Weiß immer gut für den Eastcoast-Stil (das hatte ich letzten Sommer ja mal versucht zu dekorieren, hier und hier)

marokkanischer Teller



So, und da war ja noch was, gell. Das Gewinnspiel! Und zwar könnt ihr als kleines Starter-Kit für eure diesjährige Deko ein Set aus dem gemusterten Kissen, das ich auch habe, und zwei Facettengläsern (groß - clear und klein - purple) gewinnen, alles von Tine K Home und zur Verfügung gestellt von der lieben Eileen von Wohnidee24.


Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit eurem Lieblingsprodukt aus Eileens Shop. Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Das war es an Bedingungen - wer möchte kann gerne das Bildchen mitnehmen und verlinken, es ist aber kein Muss.

Teilnahmeschluss ist Dienstag, der 30. April 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person mit Adresse in Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch anonyme Leser. Ich lose mit Zufallsgenerator aus und kontaktiere dann den Gewinner. Der Gewinn wird direkt von Wohnidee24 zugestellt, das heißt, ich würde im Gewinnfall eure Adresse an Eileen weitergeben. Wenn das für euch nicht in Ordnung ist, bitte nicht mitmachen. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und für ALLE gibt es 10% Rabatt im Wohnidee24 Onlineshop mit dem Code nicestthings (bis zum 27.04.)

  ❋❋❋

Mich würde jetzt aber auch mal interessieren, auf was für Deko ihr dieses Jahr / generell so steht? Ändert sich das bei euch auch ständig oder seid ihr einem Stil schon seit Jahren treu? Seid ihr auch so kleine Trendopfer wie ich (hust) oder habt ihr einen komplett eigenen Stil? Shabby, klassisch, maritim, modern, industrial, schwarz-weiß, exotisch? Erzählt :) 

Sooo, ich lerne dann mal weiter fürs Mündliche... werde mich bis dahin aber trotzdem noch ein paarmal hier melden. Bis bald!


Sonntag, 7. April 2013 96 Kommentare

The singer, not the song.

Es fing alles ganz doof an. Letzte Woche beim Fotografieren ging meine geliebte Sony DSLR auf einmal aus und war mit allen Mitteln dieser Welt nicht mehr anzukriegen. Katastrophe! Ich habe Sony angerufen, die Kamera eingeschickt und saß dann hier... was mache ich denn jetzt? Ich hatte für diesen Monat noch einige Blogposts geplant... nicht nur geplant, sondern versprochen. Handycam, Digicam? No way. Damit kann ich keine bokehlicious Bilder machen und bokehlicious ist doch my second name. Das wäre doch ein Rückschritt. Ich möchte auf meinem Blog nur Bilder haben, die ich selber gerne ansehe, auf die ich stolz bin, und das geht ja wohl nur mit einer Spiegelreflex (noch nicht protestieren, wartet einfach mal kurz ab...). Nicht auszudenken, wenn alle meine Bloggerfreunde wieder ihre wunderschönen klaren, hellen Makroaufnahmen mit der perfekten Schärfentiefe zeigen und ich mir das frustriert ansehen muss. Weil ich dann mit meinen provisorischen Digicambildern total dagegen abstinke. Wo mir doch Fotos so wichtig sind. Ich war durchaus ein bisschen verzweifelt.


(Ich bin nicht dick. Ich bin nur etwas dick angezogen.)

Dann telefonierte ich gestern Abend mit meinem Papa. Er hörte mir geduldig bei meinem Gejammer zu. Und dann: "Warte mal... Fotografie ist doch Kunst. Du willst doch mehr zeigen als nur die technische Leistung deiner Kamera. Es geht nicht darum, das perfekteste, ausgefeilteste Bild zu produzieren. Dich über die Lichtstärke deines Objektivs zu definieren. Ein Bild muss eine Geschichte erzählen... und sei es noch so verrauscht, verschwommen, vergrieselt, das ist sekundär. Nimm nur mal Picasso, als er anfing zu töpfern. Er hatte weder das Know How noch die richtige Ausrüstung. Alle gelernten Töpfer schlugen die Hände überm Kopf zusammen bei seinem Gewurschtel... aber irgendetwas hat er richtig gemacht. Und das war  bestimmt nicht die optimale technische Umsetzung. Und auch andere Künstler... Kunst entsteht selten aus Zufriedenheit. Sie entsteht aus widrigen Umständen und dem, was man daraus macht." 


(Weil ein paar gefragt haben: Hab hier nur das Glas in meiner Hand geknipst und die Vögel mit Gimp reinsgestempelt)

Also natürlich will ich mich hier nicht mit Picasso et al. vergleichen, eh klar, lächerlich. Nicht dass das jetzt mega eingebildet rüberkommt. Aber nur mal vom Prinzip her... er hat recht! Ein lahmer Einwand kam noch von mir: "Dafür haben die meisten Künstler aber erst nach ihrem Tod Geld verdient" (ich altes zynisches Kapitalistenschweinchen). An eine direkte Antwort auf diesen Einwand hin kann ich mich zwar nicht mehr erinnern (Oder, Papa? Ganz kriege ich es nicht mehr zusammen), aber ich wurde trotzdem überzeugt : "Dann hätten ja alle Maler, als damals die Fotografie aufkam, sofort aufhören können. Die Fotografie war der Malerei doch in jeder Hinsicht überlegen, sie bildet genauer ab, schärfer, realer... die Malerei wurde also ziemlich redundant, nicht? Falsch. Die Maler haben dann eben versucht, MEHR abzubilden als die Wirklichkeit. Sie zu interpretieren, sie in neue Zusammenhänge zu setzen, ja ganz neue Wirklichkeiten zu erschaffen. Und jetzt stell dir vor, deine DSLR entspricht der neu aufgekommenen Fotografie und deine gute alte Digicam der Malerei..."


Meine Motivation ist nun wieder da. Und wie. Es war dumm und irgendwie arrogant zu meinen, man kann nur mit einer DSLR gute Bilder machen. Ich meine, ich war prinzipiell immer schon der Meinung, man kann aus einer Digicam unheimlich viel herausholen. Aber für mich persönlich hatte ich in letzter Zeit eben doch den Anspruch entwickelt, dass meine Bilder bokehlicious und all das sein sollen. Und Motive wie Deko oder Food kommen schon besser mit einer DSLR. Ich sage es mal so, manche Motive haben die gute Bildquali einfach nötig. Weil sie keine Geschichte erzählen oder nicht genug innere Kraft haben. Aber gerade dadurch fordert mich die Digicam, bessere Motive zu suchen. Starke Motive, die eine Geschichte erzählen, mit denen ich etwas ausdrücken kann. Cross Process drüber und Spaß haben.

Die von euch, die schon länger hier dabei sind, erinnern sich ja noch an meine Anfänge. Die Straßenkreidebilder... die Eistüte gegen den Himmel gehalten, wo eine Wolke das Eis darstellt... die Herzampel... alles mit meiner Digicam gemacht. Und es hat mir so einen verdammten Spaß gemacht! Verglichen mit diesen Hardcoreshootings in der letzten Zeit... oder dieser Krampf, wer entdeckt den neuesten Pinteresthype zuerst und macht die schönsten Bilder von einer Idee, die nicht die eigene ist und ähnlicher Unsinn... verglichen damit, fühlt es sich an wie Freiheit. Dahin möchte ich wieder ein wenig zurückkommen. Klar wird es weiterhin auch die "katalogmäßigen" Bilder geben, immerhin hatten wir noch Garantie auf die Sony DSLR und ich bekomme sie hoffentlich bald wieder. Und manches "kann" die DSLR einfach, was mit Digicams nicht geht (Stichwort bokehlicious). Aber ich möchte mich nun nicht mehr darauf versteifen. Ich könnte meine Digicam knutschen (und vor allem mal meinen Papa) und habe heute morgen ein paar Fotos "wie früher" gemacht. Phantasiebilder - weniger Technik, mehr Aussage.

Und da mich immer viele von euch fragen, welche Kamera ich verwende - weil euch meine Bilder gefallen, was mich sehr freut - ich habe eine Sony SLTA55. Aber das ist nicht so wichtig. Jede Kamera ist nur so gut wie der Fotograf dahinter und man macht nicht auf einmal bessere Bilder, nur weil man eine DSLR hat. Also kauft euch gerne eure Wunschkamera, freut euch an den technischen Möglichkeiten, aber investiert nicht nur primär in die Hardware. Viel wichtiger ist die Software. Eure Phantasie. Euer Auge.

It's the singer, not the song. (Mick Jagger)

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Und meine Mama ist auch die Beste. Bringt mir aus dem Urlaub was von Ladurée mit - das alleine ist ja schon aaaah, kreisch!! Aber keine Macarons. "Die hat doch jeder, völlig überbewertet. Ich hab da Tee für dich gekauft." Meine Mama. Sie kennt mich einfach :D