Sonntag, 21. Dezember 2014 48 Kommentare

Kirsch-Glühwein-Fruchtgummi selber machen

Heute nur ein schneller Post, während ich die Einkaufsliste für unser Heiligabend-Menu schreibe und mich vor der Dithmarschen Festtagsgans Ute in unserem Tiefkühler fürchte... 
Einige von euch haben doch sicher so eine Minigugl-Form aus Silikon, oder? Solche Minigugls sind  eine feine Sache, sie haben aber einen entscheidenden Nachteil: Für Kuchen sind sie ganz schön klein. Für meinen Geschmack ZU klein. Das kann man zwar über die Menge der zu sich genommenen Gugls regulieren, aber trotzdem... 


Deswegen habe ich die Form zu einem anderen Zweck missbraucht, und zwar um Fruchtgummi selber zu machen. Für Fruchtgummi-Verhältnisse sind die damit produzierten Minigugls nämlich ganz schön groß, oder anders gesagt, genau richtig. 


Als Basis für die selbstgemachten Fruchtgummis könnt ihr fast jeden Fruchtsaft nehmen, den ihr mögt - außer Ananas, Papaya und Kiwi, diese Obstsorten enthalten nämlich ein Enzym, das verhindert, dass die Gelatine geliert. Ich fand Kirschsaft am tollsten. Und da ich meinen Ruf als kleiner Süppel eh schon weg habe, kam auch ein ordentlicher Schluck Glühwein mit rein. Beste Kombi überhaupt! Schmeckt original nach Weihnachtsmarkt.


Also falls ihr auf den letzten Drücker noch ein weihnachtliches Geschenk aus der Küche sucht, das schnell gemacht ist, lecker schmeckt und hübsch aussieht - this is for you. Das Rezept kennen einige vielleicht schon aus meiner Kolumne für das Woont Magazin, für alle anderen kommt hier die Anleitung:
  

Zutaten für ca. 20 selbstgemachte Kirsch-Glühwein-Fruchtgummis:

150ml Kirschsaft
100ml Glühwein
1 EL Zitronensaft
3 EL Zucker
60g sofort lösliche Pulvergelatine


1. Kirschsaft, Glühwein, Zitronensaft und Zucker in einem Topf erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen. 

2. Gelatinepulver zugeben und mit einem Schneebesen sofort gut einrühren, bis sich alles gelöst hat. Dabei weiterhin darauf achten, dass die Flüssigkeit nicht kocht. Wenn sich Schaum bildet, diesen abschöpfen.

3. Die Flüssigkeit in die Silikonform gießen und ca. eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen. Das geht relativ schnell, man kann die Form aber auch über Nacht im Kühlschrank stehen lassen.

4. Die Minigugls aus der Form lösen. Bei mir ging es super, die Fruchtgummis sind robuster, als man denkt. Wenn es nicht sofort klappt, etwas heißes Wasser über die Rückseite der Form laufen lassen. 

Natürlich könnt ihr jede beliebige Silikonform bzw. Eiswürfelform für die Fruchtgummis verwenden: Herzen, Sterne, Fische... Von der Konsistenz her ist das selbstgemachte Fruchtgummi etwas weniger zäh als das gekaufte. Zum Verschenken das Fruchtgummi dann einfach in ein Schraubglas oder in Bonbontüten packen, dekorieren, fertisch!


Das Styling mit dem Loopschal (handgestrickt von Lena, Lieblingsstück!) finde ich im Nachhinein ja etwas fragwürdig - die ganzen Wollfussel am Fruchtgummi, iiieeeh. Aber ich wollte ja unbedingt eine Weihnachtsmarkt-Geschichte auf den Fotos erzählen... oh, well.

Ach und übrigens, Männchen hat jetzt einen Account als Fotograf bei 500px. Also wenn ihr mal stalken wollt, wie er aussieht und was er so fotografiert (außer meinen Händen, die sich ANYTHING dekorativ vor den Bauch halten), HIER entlang bitte. Ihr dürft ihn dort gerne mit Likes und Herzchen überschütten, die Vereinbarung von Dates ist allerdings streng verboten ;)


PS: Meine schönen Sabre-Signature-Löffel sind wie immer von Kockerols. Wer in der Nähe von Ahrweiler wohnt, kann die hübsche Boutique live besuchen. Ihr könnt Ursula aber auch über das Kontaktformular schreiben, welche Farben ihr gerne hättet. Sie verschickt die Löffel dann auch gerne.
  

Freitag, 19. Dezember 2014 62 Kommentare

Karamell-Mousse mit Lotus Biscoff

Manchmal kommt man sich als Blogger vor wie die Hexe im Pfefferkuchenhaus: Lauter leckere süße Sachen, Knusperkekse, Torten und Karamell-Cremes, schön zur Schau gestellt, um die lieben Leser zu locken und zu mästen. Gnihihi... Ihr müsst wissen, die Hexe ist nämlich ein kleines Specki (sagt das Hexenmännchen) und wie Frauen eben so sind, möchte sie nicht das einzige Specki sein. Also immer schön die anderen dazu anstiften, auch Kekse, Torten und Cremes zu essen. Ich will euch auch gar nicht braten, ich schwör. Nur ein klitzekleines bisschen mästen. 


Mit dem Hexenmännchen klappt das ja leider nicht so. Der futtert zwar 80% meiner Süß-Productions, aber er wird und wird nicht dicker. Und nein, auf die alte Nummer mit dem Stöckchen (oder war es ein Knochen?) und dem Finger fall ich nicht rein. Eine gute Hexe checkt den Mästerfolg nämlich auch am Bauchspeck, aber da ist... nix! 


Ich mag schon gar nicht mehr den Kneif-Check bei ihm machen, der kneift dann nämlich zurück und tja... findet sehr wohl was. Woran das liegt, kann ich mir gar nicht erklären. Habt ihr eine Idee?


Okay, Hexenspaß beiseite. Heute müsst ihr ganz, ganz stark sein... Das hier ist die vielleicht leckerste Mousse der Welt und nein, es ist kein Diätrezept: Karamell-Mousse mit Biscoff-Keksen! 
Kennt ihr diese zimtig-karamelligen Kekse von Lotus*? Die in der rot-weißen Verpackung, die es oft zum Kaffee dazugibt? Dass die Kekse Biscoff heißen, wusste ich gar nicht, bis ich die nette Kooperationsanfrage von Oberhexenmeister Andreas bekam. Was ich außerdem nicht wusste: Es gibt auch einen Brotaufstrich aus diesen leckeren Keksen, in den Varianten "crunchy" und "creamy". Den Biscoff-Brotaufstrich und die Biscoff-Kekse kann man nun nicht nur pur verschlingen, wie Nadine und ich das zu tun pflegen, sondern man kann sie auch ganz toll als Zutat für süße Rezepte verwenden.

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Da kenne ich diese Kekse schon so lange, aber auf die Idee, mal was Kreatives damit zu kochen oder zu backen, bin ich auch noch nicht gekommen. Dabei ist es so logisch: Cheesecake mit Biscoff-Keks-Boden, Biscoff-Tiramisu, Biscoff-Crumble... Sogar auf herzhaften Gerichten wie einem Feldsalat mit Entenbrust machen sich so ein paar knusprig-karamellige Krümel wohl ausnehmend gut. Mehr Rezeptideen findet ihr hier*...


Da ich einen Cheesecake erst letztens gemacht hatte, sollte es eine Karamell-Mousse werden. Da konnte ich auch gleich beides als Zutaten verwenden, die Kekse und den Aufstrich. Hier kommt das Rezept:

  
Für 4 Personen:

120g Lotus Biscoff-Kekse
60g Lotus Biscoff-Brotaufstrich
1 TL Zimt
100ml kalte Schlagsahne
3 frische Eiweiß
50g brauner Zucker
150g Mascarpone (ups, schon wieder)
200g fettarmer Joghurt (haha, als ob das was helfen würde)

extra Schlagsahne und zerkrümelte Biscoff-Kekse zum Garnieren


1. Die Biscoff-Kekse im Mixer, Thermomix oder mit der guten alten Gefrierbeutel-plus-Teigroller-Methode möglichst fein mahlen.

2. Keksmehl, Brotaufstrich und Zimt vermischen. Wenn der Brotaufstrich zu fest ist, kann man ihn in einem Topf vorsichtig etwas erwärmen und dann das Keksmehl und den Zimt hinzufügen. 

3. Schlagsahne in einem separaten Gefäß steif schlagen.

4. Eiweiß mit 25g braunem Zucker ebenfalls separat steif schlagen (Zucker erst nach ca. 30 Sekunden zugeben, wenn das Eiweiß schon beginnt, fest zu werden).


5. Nun alles mischen: Zunächst die Eiweißmasse zu der abgekühlten Keks-Aufstrich-Masse geben und gut verrühren. Dann die geschlagene Sahne unterheben. 

6. Mascarpone, Joghurt und 25g braunen Zucker gut verrühren.

7. Die Biscoff-Mousse und die Mascarpone-Creme abwechselnd in ein Glas schichten, mit Schlagsahne und zerkrümelten Biscoff-Keksen garnieren. 


Diese karamellig-cremige Biscoff-Mousse mit Crunch-Effekt ist einfach böse lecker. Kann ich euch nur ans Herz legen, zum Beispiel als Dessert für Weihnachten oder einfach so, wenn ihr am 1. Weihnachtsfeiertag zu Hause in Jogginghose chillt und Kitschfilme guckt. Sehr zu empfehlen ist wie gesagt auch, den Brotaufstrich einfach pur aus dem Glas zu löffeln. Adventskalorien zählen ja nicht, wie Nadine sehr richtig sagt. Das gilt übrigens auch für Nadines Biscoff Karamell Macchiato, für den sie heute das Rezept gebloggt hat... Und, wie mach ich meinen Knusperhexenjob?

Die Kekse* und den Aufstrich* gibt es bei Globus, Kaufland, Rewe und einigen anderen Supermärkten zu kaufen (hier ist eine genaue Übersicht*). Außerdem ist Lotus auch bei Facebook*. 


Wenn mein Männchen jetzt gleich vom Sport heimkommt (ja, warum wird er wohl nicht dick??), werde ich nochmal eine Attacke starten - ein Glas von der Mousse ist noch da... Und ihr esst bitte auch alle mindestens ein Glas davon, ich werde das kontrollieren!

  

Dienstag, 16. Dezember 2014 57 Kommentare

Filzkugelteppich, Dip-Dye-Bettwäsche und Schlafzimmer-Roomtour

Wann habe ich euch eigentlich das letzte Mal unser Schlafzimmer gezeigt? Im Sommer mit der NYC-Skyline hinterm Bett, oder? Ist auf jeden Fall schon etwas länger her. Inzwischen wurde natürlich mal wieder umgeräumt - ich glaube, so langsam haben wir alle Kombinationen durch und jedes Möbel stand schon auf jedem möglichen Platz. Das Bett steht nun wieder an der blaugrauen Wand, was aus 3 Gründen optimal ist: 
1. Optisch: Das wuchtigste Möbel steht, wenn man den Raum betritt, am weitesten weg von der Tür.  
2. Praktisch: Die dunkle Wand kann man perfekt als Kopfteil missbrauchen, da man auf ihr den Dreck nicht so sieht.  
3. Psychisch: Der Steinzeitmensch in mir kann sich so ganz weit weg von der Tür in seiner Höhle verkriechen und hat die Tür dabei trotzdem nicht im Rücken, sondern immer gut im Blick. 


Was aber viel spannender ist als das um zwei Meter verschobene Bett: Wir haben endlich einen Filzkugelteppich!!! Ähm, zwei sogar. Der von Hay, den ihr bei Rebecca bewundern könnt, war mir für ein Nicht-Kinderzimmer immer zu teuer zu bunt und schnell ein Alibi-Kind machen, nur um diesen Teppich kaufen zu können... nääh. Und mein Versuch, selbst einen Filzkugelteppich in gediegenen Blaugrau-Tönen herzustellen, endete in diesem herzallerliebsten Filzkugel-Untersetzer-DIY. Irgendwann habe ich mir dann einen bei filzkugelteppiche.de bestellt, allerdings sehen nur zwei verschiedene Kugelfarben nicht so schön aus und die Filzkugeln sind mir auch ein bisschen zu klein. Aber was sehe ich nur eine Woche später in einem Sale bei Westwing*? Den perfekten Filzkugelteppich mit großen Kugeln und 3 verschiedenen Kugelfarben! Ha.

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Und neue Bettwäsche im Dip-Dye- bzw. Ombré-Look gab es auch. Da hatte ich noch ein Trauma von einem verpassten Angebot bei Strauss Innovation - Tine hatte mir damals den Link zu der weltschönsten und wahrscheinlich weltgünstigsten Ombré-Bettwäsche geschickt, allerdings habe ich einen Tag zu lang gezögert und dann war sie ausverkauft. Buhuuu. Aber man muss anscheinend nur ein bisschen warten, irgendwann gibt es alles bei Westwing. 


So, jetzt kennt ihr die wichtigsten Neuigkeiten aus unserem Schlafzimmer (wie das wieder klingt...). Damit ihr mal einen Eindruck vom gesamten Raum bekommt und nicht immer nur den Tunnelblick auf das gerade gestylte Eckchen habt, schwenken wir einfach mal mit der Kamera von links nach rechts durch. Nur die ominöse vierte Wand mit dem Kleiderschrank bleibt geheim, die gab es genau einmal in diesem Behind The Scenes zu sehen und das reicht auch ;) Diese Wand befindet sich jetzt praktisch hinter uns... An der linken Wand direkt neben der Tür steht das große Regal mit Büchern und Boxen und weiter hinten dann der Schreibtisch. 


Der Schreibtisch steht in der Ecke, die die linke Wand und die Stirnwand mit dem Fenster bilden. Ein bisschen fragwürdig ist es ja schon, seinen Arbeitsplatz im Schlafzimmer zu haben, aber es ging aus Platzgründen nicht anders. Die Nähe zum Bett hat zumindest den Vorteil, dass ich mich nach getaner Arbeit nachts um 2 einfach nur nach hinten fallen lassen muss.


Außerdem mache ich meine Food-Shootings ja immer auf dem Bett, weil das beste Licht in der ganzen Wohnung das durch die Voilegardine gefilterte Tageslicht im Schlafzimmer ist. Da ist es praktisch, den Schreibtisch mit Laptop gleich in der Nähe zu haben.


An der rechten, blaugrauen Wand ist alles ganz puristisch. Die Farbe ist mir schon Deko genug und außer dem weißen Himmeli-Mobile und den (aus Styropor gefaketen) Stuckleisten darf da nichts hin. Wobei... So ein paar siebenzackige Sterne aus weißer Klebefolie... 

 
Neben dem Boxspring-Bett dann Folge 742 aus meiner Reihe: Was kann man alles als Nachttisch zweckentfremden? Diesmal: Ein Strickpouf. Wir hatten da auch schon zwei kleine Wäschekisten aus weißem Holz, einen schwarz gestrichenen Ikea-Hocker, einen weiß gestrichenen Ikea-Hocker und eine Trittleiter (Links führen alle zu alten Blogposts). Auch gut vorstellen könnte ich mir einen schönen Stuhl, eine Weinkiste aus Holz, eine an der Decke fixierte Schaukel (danke Pinterest), einen Zeitschriftenstapel oder so einen Componibili-Container von Kartell... falls ihr noch Inspiration für Nachttisch-Alternativen sucht.


Neben Bett und Nachttisch stehen an der rechten Wand noch mein großer weißer Spiegel und die Chaoskommode voll mit Kunstschneetüten, Schokobons, Schleichtieren, Wollknäueln, Geldscheinen aus Südafrika, Rohseife, Goldspray... Die Blogger und DIY-Freunde unter euch kennen das. 


Ach ja, passt zwar grad nicht so ganz, aber kennt ihr die Kosmetikmarke "Grown Alchemist"? Die Handcreme habe ich bei Helma Interior hier in Heidelberg entdeckt und habe sie seitdem auf meinem Nachttisch liegen. Das praktisch gar nicht vorhandene Design ist zu schön, oder? Wenn das mal nicht die neue Konkurrenz zu Aesop, LA Bruket oder wie all die Scandiblogger-Angeberkosmetikmarken so heißen, wird. Mir sagte die Marke bisher gar nichts, aber anscheinend gibt es die Sachen sogar schon bei Douglas.


Der schöne Fotountergrund da oben ist übrigens das Federkissen, das auf unserem Bett liegt. Auch das ist von - wait for it - Westwing, und von Westwing ist sogar mein zweitliebster TV-Werbespot zur Zeit. Erstliebster leider nicht, sorry Westwing, der Platz geht an "Hör, was du hören willst" von Deezer ;) Schaut mal:


Kann man den abstrakten Begriff "Inspiration" schöner verbildlichen? Aber das Beste an dem Spot ist: Die Kissen bei 0:39 hab ich!!! Also nicht die rosafarbenen aus Plüsch, die anderen. Fühle mich jetzt wahnsinnig trendy und up-to-date. Sehr nett war auch die Instagram-Diskussion dazu mit Mira, Silke, Melanie und einigen anderen - Blogger führen natürlich nur hoch-ernsthafte Gespräche und über sowas wie Mops-Poo reden sie schonmal gar nicht, niemals.

Falls ihr noch nicht bei Westwing registriert seid (es ist absolut kostenlos und unverbindlich), habe ich hier noch einen 10€-Gutschein für euch: Einfach über diesen Link* neu anmelden und die 10€ werden eurem Konto sofort automatisch gutgeschrieben. Was auch immer ihr an Möbeln und Deko  sucht, seien es Filzkugelteppiche, Betten, Lammfelle, Dip-Dye-Bettwäsche, Lampen oder Kissen mit Federprint... Bei Westwing gibt es jeden Tag neue Sales und man kann Wohnaccessoires von richtig teuren Marken zum Teil richtig günstig erwischen. 


So sah unser Schlafzimmer übrigens vor 3 Jahren aus - die Anordnung der Möbel war lustigerweise genau dieselbe wie jetzt wieder, aber ansonsten war es GANZ anders. Wobei ich es fast gemütlicher finde als jetzt, was meint ihr?