"Das ist jetzt aber nicht das DIY, das sie letzte Woche versprochen hat?" Nee. Sorry ihr Lieben, Frau Grobmotorikerin hat da so ein bisschen was verbockt. Nun ja, ich arbeite dran und in der Zwischenzeit lade ich euch einfach auf eine Rhabarberlimo ein, ja? Okay, das ist fies, ihr bekommt sie ja gar nicht wirklich. Aber ich hocke ja auch gerade in Kuscheldecke mit Tee auf dem Sofa, während draußen der Regen an die Fenster klatscht, und denke an den sonnigen Samstagabend auf dem Balkon zurück. Also eine Runde Phantasielimo für uns alle.
Die Idee, Rhabarberlimo zu machen, hatte ich praktisch aus dem Briefkasten gefischt. Zuerst kam der liebe DHL-Mann und brachte mir mein Testabo von Bloomy Days - frischhellgrüne Schneebälle und dunkelpinkfarbene Nelken. Sorry, ich immer - nein, ich kann nicht einfach nur "grün" oder "pink" sagen. Aber die Farben sind wichtig... schaut mal auf die schönen Blumen, die da oben links in der Ecke vom ersten Bild schon mal hervorgucken und dann schaut auf den Rhabarber... klar, nech??
Dann zog ich die neue Ausgabe des Food-Magazins Deli aus dem Briefkasten und fand darin ein ziemlich leckeres Rezept für Rhabarbersirup. Konzept: Check.
Das Rezept findet ihr HIER, aber ich habe es etwas abgewandelt. Daher schreibe ich es nochmal auf, wie ich es gemacht habe. Ich habe einfach einen leichten Sirup aus dem Rhabarber gekocht, den man dann nach Belieben mit süßem Sprudel zu Limo oder mit Sekt zu einem leckeren Sommercocktail für Balkonabende aufgießen kann.
Zutaten für ca. 500ml Sirup bzw. 1,5 Liter Endgetränk:
1500g Rhabarber
100g Erdbeeren (für die Farbe ;) )
20g Ingwer
100g Zucker
400ml Wasser
Aufgießen und dekorieren mit:
1 Liter süßem Sprudel
oder 1 Liter Sekt
Eiswürfel
Minzblättchen
1. Den Rhabarber waschen und putzen, die faserige Haut wegen der Farbe aber ruhig dranlassen.
2. Rhabarber in kleine Stücke schneiden.
3. Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden.
4. Erdbeeren putzen, waschen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden.
5. Rhabarber, Ingwer, Erdbeeren, Zucker und Wasser in einem Topf aufkochen.
6. 10 Minuten leicht köcheln, dann vom Herd nehmen und noch 30 Minuten ziehen lassen.
7. Alles in ein feines Sieb geben und durchstreichen.
8. Abkühlen lassen - fertig ist der Sirup.
9. Den Sirup nach Geschmack ca. im Verhältnis 1/3 (Sirup) zu 2/3 (Sprudel, Sekt) mit süßem Sprudel oder Sekt aufgießen, mit Eis und Minze dekorieren.
Den übrigen "Rhabarberschlamm" kann man übrigens lecker als Kompott essen. Zum Wegwerfen ist der viel zu schade!
Oh übrigens. Die Kiste. Ihr habt ja bestimmt entdeckt, wie schön abgeranzt und dekorativ-kaputt die ist, oder? Und einige haben vielleicht sogar gedacht: "Moment, ist die nicht von Butlers?" Stimmt. Aber als ich sie bei Butlers gekauft hatte, war sie noch ganz neu, glatt und glänzend und die Idee "coole Vintage-Getränkekiste" kam etwas gewollt und nicht gekonnt rüber, fand ich. Aber wozu gibt es Kinderarbeit? Hihi - nein wartet, lasst es mich erklären. Ich hatte mir also die Kiste geschnappt und bin damit runter in unseren Innenhof gelaufen. Das gute Teil mal ein bisschen über den Hof treten, dachte ich mir. Ich setzte mich also auf die Steinstufen unter den Kastanienbäumen und fing an, die Kiste ordentlich über den Boden zu reiben. Wahrscheinlich kritisch beäugt von allen lieben Rentnerinnen, die nachmittags so auf den Balkons zu sitzen pflegen...
Auf einmal so: "Was machst du da?" Vor mir stand ein superputziges kleines Mädel mit einer durchaus beeindruckenden Schnodderspur zwischen Nase und Mund (ich find sowas irgendwie unheimlich süß... aaah, die Hormone). Tja. Wie erklärste jetzt der dreijährigen Sophia (Name geändert), dass du dabei bist deine Food-Props fürs Shooting zu pimpen, damit das dekorative Vintage-Konzept überzeugender rüberkommt? Das versteht ja nicht mal ein normaler Erwachsener, der nicht gerade bloggt oder sonst in der Branche arbeitet. Ich so: "Ähm... also ich habe Limonade gemacht und möchte die gerne in diese Kiste stellen, um dann schöne Fotos davon zu machen, weißt du? Und ich finde es hübscher, wenn die Kiste etwas alt und kaputt aussieht." Sophia: "Ah okeee!!!" - strahlt mich an und setzt sich neben mich auf die Steinstufe. Grinst weiter und greift nach der Kiste. "Was steht da?" Ich so: "Market Place... das ist Englisch und heißt Marktplatz. ...Willst du mir helfen? Die Kiste einfach so ein bissl über den Boden reiben?" Sophia: "Ja!!!" Und das gute Kind fängt an, eifrig meine Getränkekiste zu shabbysieren. Hat sie super gemacht, oder? :D
Naja, ich hatte sie ihr nach 30 Sekunden schon wieder panisch entrissen, aus Angst sie könnte sich dabei irgendwie wehtun. Wahrscheinlich werde ich als Mutter mal viel zu overprotecting... Nachdem ich Sophia auf ihre Fragen hin dann noch vorgelesen hatte, was auf allen Schlüsseln an meinem Schlüsselbund draufsteht ("Wilka", "Silca", "BKS" - finden Kinder sowas echt interessant??), habe ich die Kiste selbst fertig shabbysiert und bin ganz stolz damit wieder hochgerannt zum Männchen. Rhabarberlimosetting aufgebaut und dann erstmal selber davorgestanden und es schön gefunden. "Guck mal, die Kiste erinnert doch jetzt an laue Frühsommerabende auf der weitläufigen Terrasse eines alten französischen Weinguts, oder?" (noch mehr schmückende Adjektive und ich breche) ...Männchen: "Oder an 10 Minuten sinnloser Gewalt. Außerdem würde ich sagen, Terrasse eines englischen Weinguts." Da hat er natürlich mal wieder Recht.
Jedenfalls hat die Rhabarberlimo super lecker geschmeckt, auf dieses frisch-süß-säuerliche stehe ich ja total. Und wenn man dazu noch den Blick über einen rhabarberfarbenen Blumenstrauß schweifen lassen kann - herrlich...
Wie schon erwähnt, habe ich diesen schönen Strauß aus Schneebällen und Nelken von Bloomy Days zum Testen zugeschickt bekommen. Falls euch Bloomy Days tatsächlich noch nicht auf dem einen oder anderen Blog begegnet sein sollte, erkläre ich das Konzept dahinter mal.
Bloomy Days ist ein Schnittblumen-Abonnement, das einen per Post immer mit frischen und ausgefallenen Blumensträußen versorgt, für 19,90€. Zwei Punkte sind mir an Bloomy Days positiv aufgefallen, die es von der Masse abheben und zu etwas Besonderem machen:
Zum einen, man kann sich das Abo absolut frei selbst einteilen. Man kann wählen, ob man jede Woche, alle zwei Wochen oder nur jeden Monat einmal frische Blumen bekommen will. Auch mehrmals in der Woche ist möglich. Man kann wählen, wie viele Sträuße man pro Lieferung haben will und man kann das Abonnement jederzeit von heute auf morgen stoppen und jederzeit wieder einsteigen. Man verpflichtet sich also zu gar nichts.
Zum anderen, es sind einfach mal andere Blumen als ständig nur Rosen Tulpen Nelken (okay, das mit den Nelken war jetzt ein schlechtes Beispiel :D) Die Blumen werden jeden Dienstag frisch auf dem Großmarkt ausgesucht und es sind auch mal edle oder ungewöhnliche Arten dabei, die man sonst eher nicht kennt. Der Schneeball von letzter Woche scheint ja ein saisonaler Geheimtipp zu sein, ich kannte diese Art jedenfalls vorher nicht. Erst war ich ja etwas skeptisch, da es ein eher empfindliches Gehölz ist, das viel Wasser braucht - daher stand auf der beiligenden Anleitung, dass man die Stiele vorher mit einem Hammer faserig klopfen soll. Aber mit dem Hammertrick (unter ungläubigen Blicken des Männchens - sinnlose Gewalt die Zweite, jetzt spinnt se komplett) steht der gute Schneeball nun tatsächlich schon eine ganze Woche lang!
Und ja, es ist immer eine Überraschung, was für Blumen man denn nun bekommt. Aber hier seht ihr mal die Sträuße der letzten Wochen, und ich finde, man kann den Bloomies da schon vertrauen :D
Blumenstrauß: c/o Bloomy Days
Glaskaraffe, Chevron-Strohhalme: c/o Party Princess
Holzkiste: Butlers
Jars: Da waren mal Oliven vom Aldi drin ;)
Schaut auch unbedingt mal bei Nadine von Dreierlei Liebelei vorbei! Sie hat ihr Bloomy-Sträußchen mit einer köstlichen Rhabarber-Streusel-Tarte assoziiert und mal wieder allerschönste Foodphotography abgeliefert: klick. Und bei Rebecca von Verlockendes gibt es gleich mehrere Rhabarberideen... ein perfekter Rhabarber-Baiser-Kuchen und ein Rhabarbertrifle, stilvoll dekoriert wie immer, so dass man am liebsten gleich mal bei ihr vorbeifahren würde ;) klick.
So... das hier wird nun aller Voraussicht nach der letzte Post vor meiner mündlichen Prüfung sein. Also nicht wundern, wenn ich mich jetzt noch mal ein bisschen rar mache. Bald wird hier hoffentlich wieder alles normal laufen!
So... das hier wird nun aller Voraussicht nach der letzte Post vor meiner mündlichen Prüfung sein. Also nicht wundern, wenn ich mich jetzt noch mal ein bisschen rar mache. Bald wird hier hoffentlich wieder alles normal laufen!
Habt ihr dieses Jahr auch schon was mit Rhabarber gekocht oder gebacken?
PS: Ich war ja schon ein bisschen stolz, dass mein kleiner Blog über Essen und farblich dazu passende Geschirrtücher auf dem Zeit-Blog "Heiter bis glücklich" vorgestellt wurde. "Ein Schöngeist"... ui, das geht runter wie Honig, ganz lieben Dank!! Ich habe dafür auch den berühmten Proust-Fragebogen für Blogger ausgefüllt... puh, ihr wollt nicht wissen, wie lang ich daran gesessen habe. Ich meine, für die ZEIT - waaah! Wenn ihr also wissen wollt, wann ich die Unwahrheit schreibe oder was mich im Netz am meisten stört, dann könnt ihr euch mein Interview gerne mal durchlesen (HIER) :)
PPS: An die DIY-Blogger unter euch: Bis zum 20. Mai könnt ihr übrigens noch den Link zu eurem besten DIY an Liebeslieschen schicken. 4 - 5 DIYs werden dann ausgelost, auf dem Blog getestet und bewertet.
PS: Ich war ja schon ein bisschen stolz, dass mein kleiner Blog über Essen und farblich dazu passende Geschirrtücher auf dem Zeit-Blog "Heiter bis glücklich" vorgestellt wurde. "Ein Schöngeist"... ui, das geht runter wie Honig, ganz lieben Dank!! Ich habe dafür auch den berühmten Proust-Fragebogen für Blogger ausgefüllt... puh, ihr wollt nicht wissen, wie lang ich daran gesessen habe. Ich meine, für die ZEIT - waaah! Wenn ihr also wissen wollt, wann ich die Unwahrheit schreibe oder was mich im Netz am meisten stört, dann könnt ihr euch mein Interview gerne mal durchlesen (HIER) :)
PPS: An die DIY-Blogger unter euch: Bis zum 20. Mai könnt ihr übrigens noch den Link zu eurem besten DIY an Liebeslieschen schicken. 4 - 5 DIYs werden dann ausgelost, auf dem Blog getestet und bewertet.










































































