Dienstag, 18. Juni 2013 51 Kommentare

Summer DIY: Dip Dye Shirt

Puh, 38°C. Aber wisst ihr was? Ich liebe es! Endlich ist mal richtig Sommer. Eis, das auf den heißen Asphalt tropft (danke Stef für diese Vision, das hat sich irgendwie bei mir festgesetzt)... eine Siesta im kühlen, schattigen Altbauschlafzimmer... und abends bis spät in die Nacht auf dem Balkon sitzen, grillen, Wein trinken, überall Lichter und Lachen, wie im Urlaub in Italien... Okay, ich habe gut reden mit unserer kühlen Wohnung. Aber ich kenne es auch anders: Fast meine komplette Studentenzeit habe ich an einer Hauptstraße mit Riesenfensterfront zur Südseite und mit schwarzen Lamellenläden verbracht. Und ohne Gefrierfach, wir erinnern uns!!
So... wo war ich? Ähm ja, das DIY. Da Klein-Specki leider nicht ganz die Figur für Hot Pants und Bandeautops hat, hab ich mir mal ein paar neue Säcke fabriziert. Im Batik- oder auch Dip-Dye-Look - damit es wenigstens ein bisschen hip ist (gesehen z.B. hier). Sack plus Leggins geht einfach immer und für den Badesee oder zu Hause ist so ein Sack auch mal als Kleid tragbar. Das Batiken war überhaupt nicht schwer, vielleicht habt ihr ja auch mal Lust dazu? Hier kommt die Anleitung...


Man braucht:

weiße Baumwollshirts, z.B. vom Klamottenschweden für 5 bis 10€
großer Plastikeimer
Rührlöffel aus Plastik
Gummihandschuhe
warmes Wasser
Kochsalz
Batikfarbe, z.B. Marabu EasyColor vom Idee Creativmarkt (grad im Angebot für 1,99!)


1. Das Shirt muss aus Baumwolle, Viskose oder Leinen sein mit maximal 20% Kunstfaseranteil. Ich würde einfach auf Nummer sicher gehen und reine Baumwolle nehmen, da gibt es ja haufenweise billige weiße Shirts. Vorher waschen ist nicht notwendig.
EDIT: Oder vielleicht doch, danke für den Tipp, Fräulein To-Do-Liste! Falls der Stoff imprägniert ist, könnte es wohl sonst fleckig färben. Ich hatte das Problem nicht, aber auch hier kann man ja auf Nummer sicher gehen!

2. Für ein Shirt 6 Liter warmes Wasser in einen Plastikeimer geben. Den Eimer in die Badewanne stellen, empfindliche Dinge in der Umgebung wie Duschvorhang in Sicherheit bringen.

3. Den Inhalt von einem Farbbeutel ins Wasser geben und gut umrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Ich habe mir vorher selbst eine eigene Farbe aus schwarzem, blauem und violettem Batikpulver zusammengemischt. Die fertigen Farben waren mir zu knallig, ich wollte ein Lavendelgrau... aber Achtung, Schwarz kommt, wenn es verdünnt ist, grünlich raus und Blau ist übermächtig, also nur ganz sparsam dosieren... wenn ihr denn mischen wollt.

4. Für jeden Liter Wasser einen Esslöffel normales Kochsalz ins Wasser geben und wieder gut auflösen.


5. Das Shirt einmal kurz, aber gründlich in die Färbesoße eintauchen (Gummihandschuhe anziehen) und schnell wieder rausholen - jetzt hat es eine einheitliche, helle Grundfarbe.

6. Dann wieder ab in den Eimer damit, aber nicht komplett - siehe Foto, den oberen Teil vom Shirt einfach gleichmäßig aus dem Eimer raushängen lassen. So für ca. 2 Minuten belassen, damit färbt man die nächste Farbabstufung. Nach den 2 Minuten das Shirt wieder etwas mehr aus dem Eimer herausziehen, wieder 2 Minuten einwirken lassen - ich hoffe, das Prinzip ist verständlich? Für sanftere Farbstufen die Farbe einfach kürzer einwirken lassen und / oder das Shirt in kleineren Portionen aus dem Eimer rausziehen. Hier müsst ihr selbst ein wenig spielen, es gibt kein Patentrezept. Ich bin auch noch nicht 100% zufrieden mit meinem Ergebnis...

7. Wenn das Shirt komplett gefärbt ist, mit kaltem Wasser ausspülen, bis das Wasser klar bleibt. Unseren verkalkten Duschkopf bitte ignorieren. 

8. Ausdrücken und zum Trocknen aufhängen. Wer will, kann die Farbe noch mit speziellem Fixiersalz haltbarer machen, das ist aber kein Muss. Die fertigen Shirts mit ähnlichen Farben bei 30°C waschen. Tadaaa:


Und als wenn eine Hipstergeschichte (Dip Dye) noch nicht genug wäre, habe ich mich gleich noch an einem weiteren Trend vergriffen (gesehen z.B. hier): Holzperlen! Wenn man ganz viele davon auf eine stabile Schnur auffädelt, hat man eine perfekte Aufhängemöglichkeit. Ich habe ein Ende an der Gardinenstange befestigt und das andere Ende kann man z.B. in einen Wandhaken einhängen. So ist die Kette bei Nichtgebrauch nicht im Weg und hängt einfach stylish neben der Gardine rum, wenn ich was aufhängen will hake ich die Kette ein und fertig. Sie verläuft dann etwas schräg, aber dank der Perlen rutschen die Kleiderbügel nicht - das ist für mich der Witz bei der Geschichte, abgesehen davon, dass es schön aussieht. Öhm und ja, das Schlafzimmer hab ich mal wieder umgestellt - bitte fragt nicht :D Andere machen Capoeira, ich stelle um. Okay?
 

Zwei Hipstersachen reichen heute aber auch noch nicht, tihi... zu guter Letzt habe ich nämlich hier noch gesehen, dass man Hockern oder kleinen Tischen mit Vorteil ein paar farblich abgesetzte Beine pinseln kann! Einfach mit Tape abkleben und z.B. mit Acrylfarbe losmalen. Sieht aus, als hätte man den Hocker in Farbe getaucht und damit passt es ja auch wieder zum Dip Dye-Shirt: Sternstunde für den Monk in mir! Wobei, so ganz optimal wäre es ja mit einem richtigen Farbfading, wie auch auf dem Shirt. Dafür war ich aber bis jetzt zu unfähig und auch zu faul. Wüsste gar nicht genau, wie man das anstellen sollte?


(Ja, die Finger halte ich immer so bekloppt beim Fotografieren)


Shirts: Klamottenschwede
Batikfarbe, weiße Holzperlen: Idee Creativmarkt (10% Rabatt im Onlineshop mit NT2013)
Vorhang, Spiegel: Möbelschwede
Tasse: Design Letters
Kleiderbügel: Woolworth (als es ihn hier noch gab, letzten Dezember hat er einfach zugemacht, snieeeef!!)
Aufkleber für Salzglas: Kukuwaja


Oh und noch was: Habt ihr zufällig die neue Sweet Paul? Da bin ich nämlich drin, freuuuu! Gleich vier Seiten, schaut mal:


Sandeea wurde als Brotkörbchenideespenderin selbstverfreilich auch erwähnt. Und ich bin dann auch schon wieder weg... mir wird so warm mit dem Laptop auf den Knien, das halte ich keine Minute länger aus. Wie findet ihr denn solche Dip-Dye-Shirts? Schön oder schrecklich, hip oder eher hippiesk? Habt ihr auch schon mal selbst Klamotten gefärbt? Genießt den Sommer! :)

Freitag, 14. Juni 2013 70 Kommentare

Peach & Tea Icecream Popsicles

Wir haben einen Tiefkühler!!! Endlich. Also nicht dass ihr denkt, wir hätten die ganze Zeit technisch hinterm Mond gelebt - was Unterhaltungselektronik oder elektrische Zahnbürsten betrifft, sind wir ganz normal ausgestattet. Warmes Wasser und Strom haben wir auch. Nur das Kühlen von Lebensmitteln zieht sich wie ein ewiger wunder Punkt durch mein Leben: Das erste Semester hatte ich komplett ohne Kühlschrank verbracht (Wintersemester, da kam der Joghurt halt auf die Fensterbank). Dann kaufte ich mir einen Kühlschrank, der aber kein Gefrierfach hatte (dumm?!). Und als wir dann zusammengezogen sind, übernahmen wir einen gebrauchten Kühlschrank von der Familie. Kein schlechtes Gerät, aber - ohne Gefrierfach. Habt ihr schon mal Milcheis getrunken, das beim Schmelzen in seine wässrige Phase und in die cremig-schaumige Fettphase dissoziiert ist? Bäh. Aber jetzt haben wir endlich, endlich einen schönen großen Standkühlschrank, mit richtigem Tiefkühlbereich über 3 Schubladen. Und meine erste Aktion: Pfirsich-Tee-Eislutscher!


Zutaten für 8 Eislutscher:

5 reife Pfirsiche
50 g Zucker
300 g Vollmilchjoghurt
100 ml stark aufgebrühter, kalter Tee (ich hatte den Pfirsichtee "Løv Is Beautiful" von Løv Organic)



1. Die Pfirsiche waschen, NICHT schälen (wenn man die Haut wegmacht, werden die Eislutscher nämlich nur so leicht gelblich und bekommen nicht diesen schönen Pfirsichton). Entkernen und in grobe Stücke schneiden. 

2. Die Pfirsichstücke in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer durchpürieren (oder auch alles im Mixer machen). Dann durch ein Sieb streichen, um kleine Fitzel von der Haut wieder rauszubekommen.

3.  Den Zucker zugeben und nochmal gut verrühren.

4. Um den Bicolor-Effekt zu bekommen, den "Pfirsichsmoothie" in 2 Gefäße aufteilen. Ins erste Gefäß kommt ein Drittel, ins zweite Gefäß 2 Drittel der Pfirsichmasse. Zu dem einen Drittel im ersten Gefäß 250 g Joghurt geben, zu den zwei Dritteln im zweiten Gefäß den Tee und 50g Joghurt geben und mischen. Oder macht es Pi mal Daumen, bis ihr zwei schöne Farbtöne mit ausreichend Kontrast habt.

5. Die Stieleisform gut ausspülen, trocknen und füllen: Zuerst die hellere Pfirsich-Joghurt-Masse, dann die dunklere Pfirsich-Tee-Joghurt-Flüssigkeit.

6. Holzstäbchen (gibts beim Kaufhof, Woolworth...) reinstecken und mindestens 4 Stunden oder über Nacht ins Gefrierfach packen.

7. Vor Verzehr die Stieleisform von außen kurz mit heißem Wasser ausspülen, dann lösen sich die Eislutscher leichter heraus.


Also im Prinzip braucht es nichts außer ein bisschen Joghurt, Zucker und Obst, das man zusammenschmeißen und kombinieren kann, wie man will. Ich fand den leicht herb-fruchtigen Teegeschmack dazu noch sehr toll, das ist mal was anderes und dieser Løv Is Beautiful-Tee schmeckt fast ein bissl wie Pfirsichringe... außerdem habe ich von Lov Organic noch einen zweiten Tee zugeschickt bekommen, das ist ein Zitrus-Früchtettee mit Mandarinengeschmack. Damit könnte ich mir auch das eine oder andere Eis bzw. Sorbet vorstellen...


Für den Fotountergrund habe ich übrigens mal wieder meine Mitmenschen in den Wahnsinn getrieben. Dabei isser jetzt auch nicht so besonders... aber egal. Eigentlich wollte ich ja so ein Brett, von dem alter Lack absplittert und das schon eine ordentliche Patina hat. Wie bei verwitterten Gartenmöbeln, alten Türen oder so (hat jemand sowas??). Und weil Sperrmüll und Flohmarkt dahingehend bisher erfolglos waren, habe ich es jetzt mal beim Recyclinghof versucht. Das ist ein großes Gelände, wo man als Privatperson jederzeit Sperrgut, Möbel und Kram aus Haushaltsauflösungen, von Umzügen etc. abgeben kann. Was noch zu gebrauchen ist, wird superbillig in einer großen Halle weiterverkauft, alles andere wird nach Material sortiert, zerkleinert und recycelt. So. Ich also voller Hoffnung in der Verkaufshalle rumgerannt, aber außer dem weißen Teller und der Stieleisform nix gefunden. Vor allem keinen Fotountergrund mit absplitterndem Lack...


...also mal zum Chef gegangen, ein netter älterer Herr. Der so: "Ich hab Sie schon beobachtet. Suchen Sie was Bestimmtes?" Ich ihm die Sache mit dem Brett, dem Lack und der Patina erklärt. Er guckt ein bisschen in der Halle rum, findet auch nix dergleichen, ruft dann einen jungen Kollegen: "Julius (Name geändert)! Geh mal mit der jungen Dame zum Holzcontainer und lasse mal reingucken. Wenn sie da was gebrauchen kann, hol es ihr raus." Armer Julius klettert also in den Riesencontainer mit altem Holzschrott und der Walze, Madame steht mit ihren Seidenballerinas auf den Zehenspitzen am Rand und kommandiert rum: "Da hinten vielleicht? Zeigen Sie mal... ja, genau das Brett ganz da unten... nee, das ist zu neu... das auch". Also wieder nix, ich mich beim Julius bedankt und wieder zurück zur Verkaufshalle. 

Das Beste was ich fand, war noch ein alter Bierbank-Tisch. Aber den konnte ich ja schlecht zu Fuß heimtragen. Da kam der Chef nochmal: "Wollen Sie den Tisch? Den liefern wir Ihnen gern nach Hause!" Och joa... da sag ich doch nicht nein. Ich zahle also: 6 Euro für den Bierbanktisch und 1 Euro für Teller und Eisform zusammen (!!). Am nächsten Morgen um 9 steht der Tisch auf unserem Balkon, mit 2-Mann-Lieferservice kostenlos von den Heidelberger Diensten gebracht. Und das alles für ein 6 Euro-Teil. Liebe Speditionen, wo der 2-Mann-Lieferservice 70-100€ zusätzlich kostet (ich schiele auf unseren neuen Kühlschrank) und wo dann doch nur ein einziger Mann auftaucht, einen Tag später als mit der Spedition vereinbart und auch nur nach nochmaligem Nachfragen - nehmt euch daran mal ein Beispiel!!! So... Entschuldigt den kleinen Ausbruch, aber das musste mal raus :D


Porzellanschale "Marktfrisch": c/o Anthropologie
Tee: c/o Løv Organic (Bei Facebook gibt's immer mal Rabattcodes, gerade bekommt man mit LOV13 eine Mini-Box Løv Is Beautiful zur Bestellung dazu geschenkt)
Stieleisform, weißer Teller, Fotountergrund: Recyclinghof
Serviette: Stoff vom Nähzentrum Heidelberg
Holzstiele: damals noch vom Woolworth... als es ihn hier noch gab... schnief


Habt ihr dieses Jahr auch schon Eis selber gemacht? Oder habt ihr etwa kein Gefrierfach??? ;D Den neuen Kühlschrank plus die neue Küchengestaltung zeige ich euch dann beim nächsten oder übernächsten Mal! Bis dahin hoffentlich ein paar schöne Sommertage!

 ***

PS: Das Jahresabo von Sweet Paul habe ich nun auch endlich mal ausgelost, das bekommt die liebe Julie! (Kommentar vom 29.05. 09:57). Herzlichen Glückwunsch, ich melde mich gleich noch persönlich bei dir! Vielen lieben Dank an alle für eure tollen Ideen und Tipps, der süße Paul weiß schon Bescheid und vielleicht liegt er ja schon bald an eurem Wunschplatz aus :)

Und noch schnell ein Tipp für all die, denen damals meine Sternenkette von Amberemotion so gut gefallen hat: Mit dem kleinen Sternchen gibt es jetzt zusätzlich zum Charm und zur Kette auch Ohrringe und einen Ring! Bei Beata auf dem Blog kann man ab heute bis zum 23.06. ein ganzes Überraschungspaket aus der little star-Kollektion gewinnen :) HIER geht's lang.

Samstag, 1. Juni 2013 117 Kommentare

Nordic Style Bedroom

So, das wars dann mit der rosa Phase. Etwas über ein Jahr habe ich es damit ausgehalten, aber jetzt musste es weg. Weg, weg, weg, du gaaaarstiges Rosa. Es war zwar ein ziemlich angegrautes Altrosa, aber trotzdem. Da schaut, so war es vorher, ihr erinnert euch vielleicht noch: pinkiklick. Höchste Zeit nun für etwas Klassischeres, Schlichteres. Und liebes Bloglayout, du kommst auch noch dran (drohender Seitenblick)...
Generell könnte ich gerade so viel verändern... ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich mein Studium jetzt abgeschlossen habe und ein neuer Lebensabschnitt beginnt (tss, ich hör mich an wie ne Kommunionskarte). Wahrscheinlich. Aber wenn ich mir so meine alten Posts durchlese, kann ich mich mit kaum einem mehr so richtig identifizieren. Okay, das Essen, das mag ich immer noch. Aber vom Stil her... waaah, ich hab einfach nur den Wunsch mein Leben komplett zu entmüllen, alles geradliniger zu machen, sauberer, stilvoller, klarer!


Der Inbegriff von Klarheit wären natürlich weiße Wände gewesen, das ging aber nicht. Es sei denn ich hätte Lust gehabt, unser komplettes leicht angegilbtes Holzwerk gleich mit zu streichen - dunkelgelbweiße Türen gegen alpinagrellweiße Wand sind nämlich nicht so wunderschön. Aber dafür war ich zu faul, also musste eine Farbe her. Und zwar Lavendelblaugrau. Mit ganz viel Grau, wohlgemerkt, das ist mir immer wichtig (die Farbe ist übrigens selbst zusammengemischt aus zwei verschiedenen Tönen von Swingcolor Mix aus dem Bauhaus: Ein Fliederton, 20014, und ein Blaugrauton, 26075, im Verhältnis 2:1). 
Außerdem finde ich weiße Möbel nach wie vor ganz gut und die wirken vor einer leicht farbigen Wand einfach besser. Vor so einem bläulichen Fliedergrau sehen sie sogar gleich doppelt so weiß aus, oder?


Wobei mich das Bett auch schon wieder dezent nervt (schlimm, ich weiß). Haltet mal dieses Sprossenteil da oben mit der Hand zu... besser, ne? Optimal fänd ich ja ein selbstgebautes Bett aus weiß angestrichenen Paletten. Aber da streikt mir das Männchen, und verdammt, er hat Recht. Wir sind ja nu nich mehr die Jüngsten (hallo 30. Geburtstag) und so ganz ohne Lattenrost mit 3 Komfortzonen... naja, um ehrlich zu sein: Wenn es nach mir ginge, stünde das Palettenbett schon längst hier. Rücken hin oder her. Aber sein Veto kann ich diesmal wirklich verstehen - und alleine bekomme ich eh keine 8 Paletten in unser Schlafzimmer gewuppt. Diese Laune von mir kann er also einfach grinsend aussitzen.


Die Aufbewahrungsboxen im Regal wurden übrigens auch angepasst. Rosa Blümchen sind einfach nicht mehr meins... das allerselbe Prinzip, aber diesmal habe ich sie nochmal weiß grundiert und mit den schönen Tine K Home Servietten gedecopatcht. 
Das Regal habe ich komplett durchgeräumt und ausgemistet. Das tut so gut und ich kann es euch nur empfehlen... es gibt nichts Schöneres, als mit 3 fetten Mülltüten das Haus zu verlassen und sie in die Tonne zu knallen. Hach.
Oh, und die Holzbuchstaben hab ich gleich mit in der neuen Wandfarbe angestrichen. Die passten jetzt farblich ja auch nicht mehr so gut.


Und dann hab ich ja noch was ganz was Feines, gnihiii... ein Vitra Eames Chair! Hype hin oder her, das ist einfach ne coole Sau unter all den Stühlen dieser Welt. Ein Universalveredler für jeden Raum, ein echter Designklassiker und einfach zeitlos. Der relativiert nun ganz wunderbar das eventuell noch vorhandene Mädchengeschnörkels am Schminktisch...


Vitra Eames Plastic Side Chair: c/o Connox
Nachttische: c/o Westwing
Kommode: c/o Maisons Du Monde
Regal: Butlers
Bett, Schminktisch, Vorhänge, schwarze Lampe, schwarzweißes Kissen: Ikea
Spiegel: Impressionen
Korbtruhe: Dachboden
Becher: Design Letters 
Federkissen, Bettwäsche: H&M Home
Holzbuchstaben: c/o Manjana Home
Wandfarbe: Swingcolor Mix aus dem Bauhaus, 20014 und 26075, 2:1 gemischt


So, was sagt ihr? Mögt ihr es auch, fandet ihr es vorher schöner oder ist beides bäh? Und geht es euch auch manchmal so, dass ihr raptusartig eure komplette Wohnung ausmüllen und verändern müsst?

Außerdem möchte ich mich noch ganz doll bei euch für die vielen, wirklich lieben Kommentare zu meinem letzten Post bedanken!! Ich hab mich ganz arg gefreut und werde versuchen, jetzt wo das Staatsexamen geschafft ist, auch wieder mehr auf eure Kommentare zu antworten. Habt ein schönes Wochenende, ihr Lieben!

(Puh. Foodfotos liegen mir irgendwie mehr als Wohnungsbilder...)

Dienstag, 28. Mai 2013 197 Kommentare

Bärlauchsuppe + Sweet Paul Jahresabo für euch

Yey, ich bin Arzt! Was für ein merkwürdiges Gefühl. Von einem Studenten trennen mich ja nur 320 mehr oder weniger sinnvolle Multiple Choice-Fragen und zwei Tage garstige praktische Horrorprüfung. Aber trotzdem wäre ich jetzt theoretisch berechtigt, mit Stethoskop um den Hals zum Einkaufen zu rennen und alle anderen Kunden an der Kasse wegzuschubsen oder mir auf der Straße wildfremde Menschen zu schnappen und diese zu untersuchen. Oder so ähnlich. Wie war das noch gleich? :D Diese Bärlauchsuppenfotos hat euch jedenfalls die Frau Dokter gemacht, also bitte jetzt mal mit ordentlich Respekt anschauen, nech ;))) (und nicht nach der Doktorarbeit fragen, bitte, danke, hust)


Nach der praktischen Prüfung am Dienstag und Mittwoch bin ich dann erstmal wie ein angeschossenes Reh aufs Sofa gefallen und habe einfach nur geschlafen. Mein erster Gedanke als ich wieder aufgewacht bin war aber gleich: "Der Bärlauch!!!" Ich wollte ja schon eeewig was damit kochen, hatte zuletzt aber keinen mehr in den Geschäften gesehen und dann vor der Prüfung keine Zeit mehr gehabt, welchen zu suchen. Bei Günays Garten gab es aber doch noch welchen - ich danke den Prüfungsverwaltungsmenschen also von Herzen, dass sie mir (eigentlich entgegen meinem Wunsch) einen recht frühen Prüfungstermin zugeteilt hatten. Sonst wäre die Bärlauchzeit nach meiner Prüfung vielleicht endgültig vorbei gewesen. Nicht auszudenken!!!


Übrigens, das was ich euch da so hinterlistig als Bärlauchblüten verkaufen möchte, ist irgendein Unkraut aus unserem Innenhof. Hättet ihr eh gemerkt, ne? Beim gekauften Bärlauch sind ja leider meistens keine Blüten dabei. Aber Bärlauch-Foodstyling ohne zarte weiße Blüten? No way. Ich hatte ja schließlich schon eine Bärlauch-Shooting-Mindmap gegimpt und daran muss sich immer überaus rigide gehalten werden.


Und dann hab ich noch was ganz Schlimmes gemacht, das ihr so bitte nie, nie nachmacht!! Versprochen? Okay, also: Der Bärlauch war zum Teil schon bisschen schlapp und da hab ich... ähm, hust... Maiglöckchenblätter mit auf die Fotos gezerrt (wer das auf den Bildern erkannt hätte, bekommt die goldene Botanikerpalme). Genau, das giftige Gewächs, das man genau so wie die Herbstzeitlose nie, niemals mit Bärlauch verwechseln sollte, wenn man selber welchen sammelt! Ich wusste ganz genau, wo in meinem Setting der Bärlauch liegt und wo das Maiglöckchen, Essen und Gift hatten immer gebührenden Abstand und ich hab auch nie erst die Maiglöckchenblätter und dann das Essen angefasst oder so. Aber please don't EVER try this at home!!! Mir wird im Nachhinein selbst ganz anders, wenn ich dran denke. Soviel dazu, was man nicht alles für schöne Fotos tut...


Ach so, ja. Das Rezept. Falls ihr nach der Maiglöckchengeschichte jetzt überhaupt noch Appetit habt ;) Ist ne Eigenkreation und ich mach es immer ein wenig anders, aber jetzt hab ich mal auf die Mengen geachtet und so wird es auf jeden Fall lecker (also natürlich nur, wenn man Bärlauch mag):

für 2 Personen

eine kleine Zwiebel
150g Bärlauch
150g weich kochende Kartoffeln
2 EL Olivenöl  
100ml Weißwein
300ml Gemüsebrühe
100g Crème Fraîche
Salz
schwarzer Pfeffer



1. Die Zwiebel schälen, fein hacken.

2. Den Bärlauch auf seine Echtheit hin prüfen (die Blätter leicht reiben, wenn es nicht nach Knoblauch riecht - WEG damit), waschen, putzen und fein hacken.

3. Die Kartoffeln waschen, schälen, in kleine Würfel schneiden.

4. Olivenöl in einen Topf geben und die Zwiebeln darin glasig andünsten.

5. Bärlauch und Kartoffeln dazugeben und kurz mit anbraten.

5. Mit dem Weißwein ablöschen, Gemüsebrühe dazugießen und ca. 20 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

6. Vom Herd nehmen und mit dem Stabmixer gut durchpürieren; geht natürlich auch im Mixer.

7. Durch ein Sieb streichen.

8. Mit Crème Fraîche, Salz und Pfeffer verfeinern.

Dazu schmeckt gut ein rustikales Baguette (Tipp für Heidelberger: Baguette D'Alsace von Göbes in der Sofienstraße oder in der Plöck) oder knusprig gebratener Bacon.



Außerdem möchte ich euch als Dankeschön für eure Geduld mit mir in der langen Lernphase noch einen ausgeben! Und zwar ein Jahresabo der großartigen Zeitschrift Sweet Paul. Paul Lowe ist einer meiner liebsten Foodstylisten überhaupt und zusätzlich zu seinen leckeren Rezepten gibt es in Sweet Paul auch noch Do It Yourself- und Dekoideen. Das könnte euch ja eventuell auch gefallen, dachte ich ;)

 Eine kleine Aufgabe gibt es aber dazu, und zwar sucht der süße Paul ein neues Zuhause. Sprich, wo in eurer Stadt / in eurem Ort hättet ihr gerne mal die Möglichkeit, in Sweet Paul zu blättern? Das kann euer Lieblingscafé sein, ein Bastelladen oder eine Dekoboutique, eine gemütliche Bäckerei, eine Strandbar, ein Hotel oder sonst irgendeine Location, wo ihr euch gerne aufhaltet... Schreibt mir diesen besonderen Ort also einfach in euren Kommentar, gerne auch mit der Adresse der Location dazu. Die Redaktion schaut sich die von euch genannten Plätze auch an und vielleicht liegt schon bald Sweet Paul an eurem Lieblingsplatz aus! Der Gewinner bekommt sein Jahresabo aber natürlich komfortabel nach Hause geschickt ;) Also kurzgefasst:
   
Hinterlasst mir unter diesem Post einen Kommentar mit dem Vermerk, an welchem Ort ihr gerne mal in Sweet Paul blättern würdet. Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Dienstag, der 04. Juni 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus, kontaktiere dann den Gewinner und werde eure Adresse zur Zusendung des Abonnements an Sweet Paul weiterleiten. Die Angabe von Kontaktdaten wie E-Mail-Adressen erfolgt auf eigene Gefahr; diese werden nur für die Gewinnvermittlung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


An dieser Stelle möchte ich auch schnell noch die Gewinnerin des 50€-Gutscheins für eine Kameratasche von Photoqueen verkünden, und zwar ist es die liebe Julia von Junifaden! Herzlichen Glückwunsch liebe Julia, ich schreibe dir gleich noch persönlich!


Und alle anderen, wie immer: Nicht traurig sein! Wie ihr seht schau ich ja, dass ich jetzt wieder öfter was für euch habe.  In der Hoffnung, dass es irgendwann jeden mal mit einem Gewinn erwischt :)

❋❋❋

weiße Schüssel: Anthropologie
Geschirrtuch: Bungalow 
Löffel: Familie
Blechdose: von Mama aus Frankreich


Und ihr, mögt ihr Bärlauch auch so gerne oder ist euch das zu knoblauchig? Habt ihr diese Saison was damit gekocht? Ein etwas anderes Rezept für ein Bärlauchsüppchen (mit karamellisierten Kirschtomaten!!) gibt es übrigens auch bei der lieben Rebecca. Das werde ich die Tage wohl auch noch ausprobieren!
Ich werde mich dann mal wieder an all das begeben, was während der Lernphase so liegengeblieben ist: E-Mails und Kommentare, die dringend noch beantwortet werden müssen, die Steuererkärung, Wäscheberge und so. Ihr kennt das ja. Aber natürlich werde ich meine neugewonnene Freiheit auch noch etwas genießen und das Schlafzimmer fertig umgestalten (der Streichdruck hat wieder zugeschlagen - haut mich, aber das Altrosa im Schlafzimmer ist weg) ;) Mehr dazu bald! Und wie Nadine immer so lieb sagt: Habt es schön!


Edit: Ihr Lieben, den Doktortitel hab ich ja noch gar nicht. Daher auch "bitte nicht nach der Doktorarbeit fragen" ;) Erstmal bin ich einfach nur Arzt - man kann ja auch ohne den Doktortitel ganz normal als solcher arbeiten, da reicht das Staatsexamen mit der Approbation. Viele Jungärzte arbeiten zunächst ohne den Titel, weil eher wenige mit Abschluss des Studiums auch gleich schon die Dissertation fertig haben. Lustigerweise ist man für viele Patienten aber trotzdem Herr oder Frau Doktor, wenn man nur genügend Autorität ausstrahlt und ganz in Weiß würdevoll herumschwebt (in meinem Fall aber leider ein Fail: "Schwestaa??? Isch hob Schmetze in de Fieß!"). Aber so oder so, ich erhole mich jetzt erstmal von den Prüfungen, bevor es weitergeht :)

Montag, 13. Mai 2013 93 Kommentare

Rhabarberlimonade

"Das ist jetzt aber nicht das DIY, das sie letzte Woche versprochen hat?" Nee. Sorry ihr Lieben, Frau Grobmotorikerin hat da so ein bisschen was verbockt. Nun ja, ich arbeite dran und in der Zwischenzeit lade ich euch einfach auf eine Rhabarberlimo ein, ja? Okay, das ist fies, ihr bekommt sie ja gar nicht wirklich. Aber ich hocke ja auch gerade in Kuscheldecke mit Tee auf dem Sofa, während draußen der Regen an die Fenster klatscht, und denke an den sonnigen Samstagabend auf dem Balkon zurück. Also eine Runde Phantasielimo für uns alle.


Die Idee, Rhabarberlimo zu machen, hatte ich praktisch aus dem Briefkasten gefischt. Zuerst kam der liebe DHL-Mann und brachte mir mein Testabo von Bloomy Days - frischhellgrüne Schneebälle und dunkelpinkfarbene Nelken. Sorry, ich immer - nein, ich kann nicht einfach nur "grün" oder "pink" sagen. Aber die Farben sind wichtig... schaut mal auf die schönen Blumen, die da oben links in der Ecke vom ersten Bild schon mal hervorgucken und dann schaut auf den Rhabarber... klar, nech?? 
Dann zog ich die neue Ausgabe des Food-Magazins Deli aus dem Briefkasten und fand darin ein ziemlich leckeres Rezept für Rhabarbersirup. Konzept: Check.


Das Rezept findet ihr HIER, aber ich habe es etwas abgewandelt. Daher schreibe ich es nochmal auf, wie ich es gemacht habe. Ich habe einfach einen leichten Sirup aus dem Rhabarber gekocht, den man dann nach Belieben mit süßem Sprudel zu Limo oder mit Sekt zu einem leckeren Sommercocktail für Balkonabende aufgießen kann.

Zutaten für ca. 500ml Sirup bzw. 1,5 Liter Endgetränk:

1500g Rhabarber
100g Erdbeeren (für die Farbe ;) )
20g Ingwer
100g Zucker
400ml Wasser

Aufgießen und dekorieren mit:

1 Liter süßem Sprudel
oder 1 Liter Sekt
Eiswürfel
Minzblättchen


1. Den Rhabarber waschen und putzen, die faserige Haut wegen der Farbe aber ruhig dranlassen. 

2. Rhabarber in kleine Stücke schneiden.

3. Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden.

4. Erdbeeren putzen, waschen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden.

5. Rhabarber, Ingwer, Erdbeeren, Zucker und Wasser in einem Topf aufkochen.

6. 10 Minuten leicht köcheln, dann vom Herd nehmen und noch 30 Minuten ziehen lassen.

7. Alles in ein feines Sieb geben und durchstreichen.

8. Abkühlen lassen - fertig ist der Sirup.

9. Den Sirup nach Geschmack ca. im Verhältnis 1/3 (Sirup) zu 2/3 (Sprudel, Sekt) mit süßem Sprudel oder Sekt aufgießen, mit Eis und Minze dekorieren.

Den übrigen "Rhabarberschlamm" kann man übrigens lecker als Kompott essen. Zum Wegwerfen ist der viel zu schade!


Oh übrigens. Die Kiste. Ihr habt ja bestimmt entdeckt, wie schön abgeranzt und dekorativ-kaputt die ist, oder? Und einige haben vielleicht sogar gedacht: "Moment, ist die nicht von Butlers?" Stimmt. Aber als ich sie bei Butlers gekauft hatte, war sie noch ganz neu, glatt und glänzend und die Idee "coole Vintage-Getränkekiste" kam etwas gewollt und nicht gekonnt rüber, fand ich. Aber wozu gibt es Kinderarbeit? Hihi - nein wartet, lasst es mich erklären. Ich hatte mir also die Kiste geschnappt und bin damit runter in unseren Innenhof gelaufen. Das gute Teil mal ein bisschen über den Hof treten, dachte ich mir. Ich setzte mich also auf die Steinstufen unter den Kastanienbäumen und fing an, die Kiste ordentlich über den Boden zu reiben. Wahrscheinlich kritisch beäugt von allen lieben Rentnerinnen, die nachmittags so auf den Balkons zu sitzen pflegen...


Auf einmal so: "Was machst du da?" Vor mir stand ein superputziges kleines Mädel mit einer durchaus beeindruckenden Schnodderspur zwischen Nase und Mund (ich find sowas irgendwie unheimlich süß... aaah, die Hormone). Tja. Wie erklärste jetzt der dreijährigen Sophia (Name geändert), dass du dabei bist deine Food-Props fürs Shooting zu pimpen, damit das dekorative Vintage-Konzept überzeugender rüberkommt? Das versteht ja nicht mal ein normaler Erwachsener, der nicht gerade bloggt oder sonst in der Branche arbeitet. Ich so: "Ähm... also ich habe Limonade gemacht und möchte die gerne in diese Kiste stellen, um dann schöne Fotos davon zu machen, weißt du? Und ich finde es hübscher, wenn die Kiste etwas alt und kaputt aussieht." Sophia: "Ah okeee!!!" - strahlt mich an und setzt sich neben mich auf die Steinstufe. Grinst weiter und greift nach der Kiste. "Was steht da?" Ich so: "Market Place... das ist Englisch und heißt Marktplatz. ...Willst du mir helfen? Die Kiste einfach so ein bissl über den Boden reiben?" Sophia: "Ja!!!" Und das gute Kind fängt an, eifrig meine Getränkekiste zu shabbysieren. Hat sie super gemacht, oder? :D


Naja, ich hatte sie ihr nach 30 Sekunden schon wieder panisch entrissen, aus Angst sie könnte sich dabei irgendwie wehtun. Wahrscheinlich werde ich als Mutter mal viel zu overprotecting... Nachdem ich Sophia auf ihre Fragen hin dann noch vorgelesen hatte, was auf allen Schlüsseln an meinem Schlüsselbund draufsteht ("Wilka", "Silca", "BKS" - finden Kinder sowas echt interessant??), habe ich die Kiste selbst fertig shabbysiert und bin ganz stolz damit wieder hochgerannt zum Männchen. Rhabarberlimosetting aufgebaut und dann erstmal selber davorgestanden und es schön gefunden. "Guck mal, die Kiste erinnert doch jetzt an laue Frühsommerabende auf der weitläufigen Terrasse eines alten französischen Weinguts, oder?" (noch mehr schmückende Adjektive und ich breche) ...Männchen: "Oder an 10 Minuten sinnloser Gewalt. Außerdem würde ich sagen, Terrasse eines englischen Weinguts." Da hat er natürlich mal wieder Recht.


Jedenfalls hat die Rhabarberlimo super lecker geschmeckt, auf dieses frisch-süß-säuerliche stehe ich ja total. Und wenn man dazu noch den Blick über einen rhabarberfarbenen Blumenstrauß schweifen lassen kann - herrlich...


Wie schon erwähnt, habe ich diesen schönen Strauß aus Schneebällen und Nelken von Bloomy Days zum Testen zugeschickt bekommen. Falls euch Bloomy Days tatsächlich noch nicht auf dem einen oder anderen Blog begegnet sein sollte, erkläre ich das Konzept dahinter mal.

Bloomy Days ist ein Schnittblumen-Abonnement, das einen per Post immer mit frischen und ausgefallenen Blumensträußen versorgt, für 19,90€. Zwei Punkte sind mir an Bloomy Days positiv aufgefallen, die es von der Masse abheben und zu etwas Besonderem machen: 

Zum einen, man kann sich das Abo absolut frei selbst einteilen. Man kann wählen, ob man jede Woche, alle zwei Wochen oder nur jeden Monat einmal frische Blumen bekommen will. Auch mehrmals in der Woche ist möglich. Man kann wählen, wie viele Sträuße man pro Lieferung haben will und man kann das Abonnement jederzeit von heute auf morgen stoppen und jederzeit wieder einsteigen. Man verpflichtet sich also zu gar nichts.

Zum anderen, es sind einfach mal andere Blumen als ständig nur Rosen Tulpen Nelken (okay, das mit den Nelken war jetzt ein schlechtes Beispiel :D) Die Blumen werden jeden Dienstag frisch auf dem Großmarkt ausgesucht und es sind auch mal edle oder ungewöhnliche Arten dabei, die man sonst eher nicht kennt. Der Schneeball von letzter Woche scheint ja ein saisonaler Geheimtipp zu sein, ich kannte diese Art jedenfalls vorher nicht. Erst war ich ja etwas skeptisch, da es ein eher empfindliches Gehölz ist, das viel Wasser braucht - daher stand auf der beiligenden Anleitung, dass man die Stiele vorher mit einem Hammer faserig klopfen soll. Aber mit dem Hammertrick (unter ungläubigen Blicken des Männchens - sinnlose Gewalt die Zweite, jetzt spinnt se komplett) steht der gute Schneeball nun tatsächlich schon eine ganze Woche lang!
Und ja, es ist immer eine Überraschung, was für Blumen man denn nun bekommt. Aber hier seht ihr mal die Sträuße der letzten Wochen, und ich finde, man kann den Bloomies da schon vertrauen :D




Blumenstrauß: c/o Bloomy Days
Glaskaraffe, Chevron-Strohhalme: c/o Party Princess
Holzkiste: Butlers
Jars: Da waren mal Oliven vom Aldi drin ;)


Schaut auch unbedingt mal bei Nadine von Dreierlei Liebelei vorbei! Sie hat ihr Bloomy-Sträußchen mit einer köstlichen Rhabarber-Streusel-Tarte assoziiert und mal wieder allerschönste Foodphotography abgeliefert: klick. Und bei Rebecca von Verlockendes gibt es gleich mehrere Rhabarberideen... ein perfekter Rhabarber-Baiser-Kuchen und ein Rhabarbertrifle, stilvoll dekoriert wie immer, so dass man am liebsten gleich mal bei ihr vorbeifahren würde ;) klick.

So... das hier wird nun aller Voraussicht nach der letzte Post vor meiner mündlichen Prüfung sein. Also nicht wundern, wenn ich mich jetzt noch mal ein bisschen rar mache. Bald wird hier hoffentlich wieder alles normal laufen! 

Habt ihr dieses Jahr auch schon was mit Rhabarber gekocht oder gebacken?


PS: Ich war ja schon ein bisschen stolz, dass mein kleiner Blog über Essen und farblich dazu passende Geschirrtücher auf dem Zeit-Blog "Heiter bis glücklich" vorgestellt wurde. "Ein Schöngeist"... ui, das geht runter wie Honig, ganz lieben Dank!! Ich habe dafür auch den berühmten Proust-Fragebogen für Blogger ausgefüllt... puh, ihr wollt nicht wissen, wie lang ich daran gesessen habe. Ich meine, für die ZEIT - waaah! Wenn ihr also wissen wollt, wann ich die Unwahrheit schreibe oder was mich im Netz am meisten stört, dann könnt ihr euch mein Interview gerne mal durchlesen (HIER) :)

PPS: Mit diesem Rezept möchte ich außerdem gerne beim Rhabarber-Event von Küchenplausch mitmachen!Es gibt tolle Preise zu gewinnen. HIER könnt ihr euch auch anmelden. Es läuft noch bis zum 30.06.