Puh, 38°C. Aber wisst ihr was? Ich liebe es! Endlich ist mal richtig Sommer. Eis, das auf den heißen Asphalt tropft (danke Stef für diese Vision, das hat sich irgendwie bei mir festgesetzt)... eine Siesta im kühlen, schattigen Altbauschlafzimmer... und abends bis spät in die Nacht auf dem Balkon sitzen, grillen, Wein
trinken, überall Lichter und Lachen, wie im Urlaub in Italien... Okay, ich habe gut reden mit unserer kühlen Wohnung. Aber ich kenne es auch anders: Fast meine komplette Studentenzeit habe ich an einer Hauptstraße mit Riesenfensterfront zur Südseite und mit schwarzen Lamellenläden verbracht. Und ohne Gefrierfach, wir erinnern uns!!
So... wo war ich? Ähm ja, das DIY. Da Klein-Specki leider nicht ganz die Figur für Hot Pants und Bandeautops hat, hab ich mir mal ein paar neue Säcke fabriziert. Im Batik- oder auch Dip-Dye-Look - damit es wenigstens ein bisschen hip ist (gesehen z.B. hier). Sack plus Leggins geht einfach immer und für den Badesee oder zu Hause ist so ein Sack auch mal als Kleid tragbar. Das Batiken war überhaupt nicht schwer, vielleicht habt ihr ja auch mal Lust dazu? Hier kommt die Anleitung...
Man braucht:
weiße Baumwollshirts, z.B. vom Klamottenschweden für 5 bis 10€
großer Plastikeimer
Rührlöffel aus Plastik
Gummihandschuhe
Gummihandschuhe
warmes Wasser
Kochsalz
Batikfarbe, z.B. Marabu EasyColor vom Idee Creativmarkt (grad im Angebot für 1,99!)
1. Das Shirt muss aus Baumwolle, Viskose oder Leinen sein mit maximal 20% Kunstfaseranteil. Ich würde einfach auf Nummer sicher gehen und reine Baumwolle nehmen, da gibt es ja haufenweise billige weiße Shirts. Vorher waschen ist nicht notwendig.
EDIT: Oder vielleicht doch, danke für den Tipp, Fräulein To-Do-Liste! Falls der Stoff imprägniert ist, könnte es wohl sonst fleckig färben. Ich hatte das Problem nicht, aber auch hier kann man ja auf Nummer sicher gehen!
EDIT: Oder vielleicht doch, danke für den Tipp, Fräulein To-Do-Liste! Falls der Stoff imprägniert ist, könnte es wohl sonst fleckig färben. Ich hatte das Problem nicht, aber auch hier kann man ja auf Nummer sicher gehen!
2. Für ein Shirt 6 Liter warmes Wasser in einen Plastikeimer geben. Den Eimer in die Badewanne stellen, empfindliche Dinge in der Umgebung wie Duschvorhang in Sicherheit bringen.
3. Den Inhalt von einem Farbbeutel ins Wasser geben und gut umrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Ich habe mir vorher selbst eine eigene Farbe aus schwarzem, blauem und violettem Batikpulver zusammengemischt. Die fertigen Farben waren mir zu knallig, ich wollte ein Lavendelgrau... aber Achtung, Schwarz kommt, wenn es verdünnt ist, grünlich raus und Blau ist übermächtig, also nur ganz sparsam dosieren... wenn ihr denn mischen wollt.
4. Für jeden Liter Wasser einen Esslöffel normales Kochsalz ins Wasser geben und wieder gut auflösen.
5. Das Shirt einmal kurz, aber gründlich in die Färbesoße eintauchen (Gummihandschuhe anziehen) und schnell wieder rausholen - jetzt hat es eine einheitliche, helle Grundfarbe.
6. Dann wieder ab in den Eimer damit, aber nicht komplett - siehe Foto, den oberen Teil vom Shirt einfach gleichmäßig aus dem Eimer raushängen lassen. So für ca. 2 Minuten belassen, damit färbt man die nächste Farbabstufung. Nach den 2 Minuten das Shirt wieder etwas mehr aus dem Eimer herausziehen, wieder 2 Minuten einwirken lassen - ich hoffe, das Prinzip ist verständlich? Für sanftere Farbstufen die Farbe einfach kürzer einwirken lassen und / oder das Shirt in kleineren Portionen aus dem Eimer rausziehen. Hier müsst ihr selbst ein wenig spielen, es gibt kein Patentrezept. Ich bin auch noch nicht 100% zufrieden mit meinem Ergebnis...
7. Wenn das Shirt komplett gefärbt ist, mit kaltem Wasser ausspülen, bis das Wasser klar bleibt. Unseren verkalkten Duschkopf bitte ignorieren.
8. Ausdrücken und zum Trocknen aufhängen. Wer will, kann die Farbe noch mit speziellem Fixiersalz haltbarer machen, das ist aber kein Muss. Die fertigen Shirts mit ähnlichen Farben bei 30°C waschen. Tadaaa:
Und als wenn eine Hipstergeschichte (Dip Dye) noch nicht genug wäre, habe ich mich gleich noch an einem weiteren Trend vergriffen (gesehen z.B. hier): Holzperlen! Wenn man ganz viele davon auf eine stabile Schnur auffädelt, hat man eine perfekte Aufhängemöglichkeit. Ich habe ein Ende an der Gardinenstange befestigt und das andere Ende kann man z.B. in einen Wandhaken einhängen. So ist die Kette bei Nichtgebrauch nicht im Weg und hängt einfach stylish neben der Gardine rum, wenn ich was aufhängen will hake ich die Kette ein und fertig. Sie verläuft dann etwas schräg, aber dank der Perlen rutschen die Kleiderbügel nicht - das ist für mich der Witz bei der Geschichte, abgesehen davon, dass es schön aussieht. Öhm und ja, das Schlafzimmer hab ich mal wieder umgestellt - bitte fragt nicht :D Andere machen Capoeira, ich stelle um. Okay?
Zwei Hipstersachen reichen heute aber auch noch nicht, tihi... zu guter Letzt habe ich nämlich hier noch gesehen, dass man Hockern oder kleinen Tischen mit Vorteil ein paar farblich abgesetzte Beine pinseln kann! Einfach mit Tape abkleben und z.B. mit Acrylfarbe losmalen. Sieht aus, als hätte man den Hocker in Farbe getaucht und damit passt es ja auch wieder zum Dip Dye-Shirt: Sternstunde für den Monk in mir! Wobei, so ganz optimal wäre es ja mit einem richtigen Farbfading, wie auch auf dem Shirt. Dafür war ich aber bis jetzt zu unfähig und auch zu faul. Wüsste gar nicht genau, wie man das anstellen sollte?
(Ja, die Finger halte ich immer so bekloppt beim Fotografieren)
Shirts: Klamottenschwede
Batikfarbe, weiße Holzperlen: Idee Creativmarkt (10% Rabatt im Onlineshop mit NT2013)
Vorhang, Spiegel: Möbelschwede
Hocker: Stoebern De Luxe
Tasse: Design Letters
Kleiderbügel: Woolworth (als es ihn hier noch gab, letzten Dezember hat er einfach zugemacht, snieeeef!!)
Aufkleber für Salzglas: Kukuwaja
Oh und noch was: Habt ihr zufällig die neue Sweet Paul? Da bin ich nämlich drin, freuuuu! Gleich vier Seiten, schaut mal:
Sandeea wurde als Brotkörbchenideespenderin selbstverfreilich auch erwähnt. Und ich bin dann auch schon wieder weg... mir wird so warm mit dem Laptop auf den Knien, das halte ich keine Minute länger aus. Wie findet ihr denn solche Dip-Dye-Shirts? Schön oder schrecklich, hip oder eher hippiesk? Habt ihr auch schon mal selbst Klamotten gefärbt? Genießt den Sommer! :)




















































































