Mittwoch, 18. Mai 2011 15 Kommentare

Macarons


ENDLICH habe ich mich an Macarons rangetraut. Vor diesen putzigen, aber zickigen kleinen Dingern hatte ich so viel Respekt, dass ich erst mehrere Monate Anlaufzeit gebraucht habe. Aber jetzt sind sie da und sie sind gut. 
Zumindest das eine Blech ist was geworden. Die anderen konnten mit ganz viel Buttercreme noch als Buttercream Oasis oder Desert Cookies durchgehen, aber mangels "pied" (dieser kleine wurschtelige Rand, auf dem die Macaronhälften stehen) und mangels glatter, glänzender Oberfläche konnte man sie leider nicht mehr als Macarons bezeichnen.


Im Prinzip ist ja alles ganz einfach. Theoretisch.
3 Eiweiße (Raumtemperatur) mit 65 g Zucker und Vanillemark steif schlagen und eine 2fach gesiebte Mischung aus 85 g Mandelmehl und 150 g Puderzucker unterrühren. Beim Rühren, der Macaronnage, muss man aber höllisch aufpassen, denn erstens muss man auf eine ganz bestimmte Art rühren (den Teig gegen die Wand der Rührschüssel drücken und von unten nach oben falten) und zweitens darf man diesen Rührmove nicht weniger als 10 und nicht mehr als 20 Mal durchführen.


Dann die Masse in eine Tortenspritze füllen und kleine Kreise (ca 2.5 cm) auf ein Backpapier spritzen. Das fertige Blech soll man einmal ordentlich auf seine Küchentheke aufknallen oder mit der flachen Hand kräftig von unten (!) draufschlagen. Sonst gibt's angeblich keinen pied und das ist ja nun die größte Katastrophe überhaupt.
Wichtig ist, dass man das Ganze nun erst mal trocknen lässt, bis die Oberfläche berührtrocken ist, das dauert so ca 30 Minuten. In meinem Backbuch stand sogar, auf welche Stufe man die Klimaanlage in seinem Haus dabei stellen soll... (?!?) Aber auch nicht zu lange trocknen, sonst gibt es keinen pied und das wäre ja nicht auszudenken.


Danach das Ganze auf 2 ineinander gestellten Blechen in den Ofen schieben und bei 150°C Ober+Unterhitze 15 bis 18 Minuten backen. Dabei die kleinen Biester nur nicht aus den Augen lassen, sonst verkohlen sie sofort und bilden Risse aus wie ein Wüstenboden nach 3 Monaten Dürre.

Wenn man das geschafft hat, rausholen und abkühlen lassen. In der Zeit kann man die Buttercreme anrühren, was noch die leichteste Übung an der ganzen Sache ist. 90 g weiche, frische, ungesalzene Butter mit dem Handrührgerät schlagen, bis sie fast weiß ist und dann in 2 Etappen 160 g gesiebten Puderzucker einrühren. Für rosa Farbe einfach noch ein paar Himbeeren in die Mikrowelle stellen und Mus draus kochen, das dann durch ein Sieb in die Creme streichen. Aber vorher abkühlen lassen!

Nun einfach kleine Burger aus den gebackenen Macaronhälften und der Creme bauen:





Das hier war übrigens mein Macarons-Lehrbuch:  i ♥ macarons von Hisako Ogita. Sehr zu empfehlen, da überaus gut strukturiert, einfach umzusetzen und step-by-step bebildert. Mit ganz vielen Insidertipps. Es gibt wunderschöne Fotos, Ideen, wie man die Macarons schön als Geschenk verpackt und sogar noch Tipps, was man mit den übrigen Eigelben anstellen kann.

15 Kommentare :

Drama Doll said:

dankeschön :) dein blog ist aber auch süß. die bilder sind toll, sieht superlecker aus!

Nadine said:

Deine sehen ja super toll aus! Ich habs zweimal versucht und irgendwie naja, sahen beidesmal so wie dein 2.Blech aus.. :)

Grüsse, Nadine

Lilly said:

Die sehen schön aus. Ich hab mich ja anfangs auch nicht ran getraut - und dann sind sie bereits beim ersten Mal was geworden (hatte ich auch gepostet.. eines meiner ersten Posts). Meine ersten waren Rosa, dann hatte ich mal lilane und blaue gemacht, aber die blauen haben farblich doch abgeschreckt..

Ruth ❤ said:

uh vielen dank, wollte shcon immer mal wissen wie man die macht :)

die stifte, das sind copic ciaos... comiczeichnerstifte, filzstifte und ziemlich gut, malen sehr toll, haben zwei seiten, eine feine und eine dicke... sie sind wirklich gut!!

Cora said:

Die sehen ja lecker aus! Aber bevor ich mich an die traue, übe ich noch ein bißchen :)

BlueBacardi said:

Ich bin ja so neidisch! Hab auch schonmal versucht welche zu machen, aber sie sahen eher semi gut aus und haben auch sehr bescheiden geschmeckt. Aber deine sehen ja noch süßer aus als die Kaufbaren. Kompliment! :)

frolleinumeko said:

Deine Macarons sehen echt lecker aus und schön fotografiert sind sie auch. Ich wollte ja immer mal Matcha-Macarons ausprobieren (hab mich aber noch nicht rangetraut...)

C'est la vie said:

Hab die Dinger noch nie gesehen, der Name sagt mir auch irgendwie nichts..sieht aber verdammt lecker aus^^

Eva said:

Das sieht SOO lecker aus, ich werde es auf jeden Fall nachbacken.. wow! <3

My Bathroom Is My Castle said:

Wow, selbstgemacht! Das finde ich wirklich beeindruckend, die sollen ja nicht gerade einfach herzustellen sein.
Ich habe mir früher immer gerne welche von Sprüngli aus der Schweiz mitgebracht und Deine sehen in der Tat so perfekt aus wie vom Konditor.....

Liebe Grüße
Britta

Ruth ❤ said:

auf meinem blog eher nich glaub ich xD
aber wer weiß, bei über einem jahr bloggen hab ich langsam nicht mehr den überblick :D

kimspencil said:

Und ich achte auf deinen Nagellack :D

Nadine said:

Das Style-Buch hab ich selber noch nicht, aber hier gucke ich immer rein: http://browseinside.harperteen.com/index.aspx?isbn13=9780061989148 Wenn ich mal eine eigene Wohnung habe kommen solche Bücher ins Regal und die Wohnung wird in diesem Stil dekoriert.. :)

Und das letzte hab ich in in nur etwa einer Woche verschlungen, das war super spannend!

Macarons haben wirklich riesigen Aufwand im Vergleich zum Geschmack, ich persönlich mag da einen leckeren Muffin oder süssen Cupcake lieber..

Ganz liebe Grüsse, Nadine

frolleinumeko said:

Hallo, danke für den lieben Kommentar bei mir :). Ich hoffe, Du berichtest davon, wenn Du mal Matcha-Macarons machst.
LG, Umeko

Julia said:

Oh, total süß sehen die aus.
Leider hab ich keine Fotos davon gemacht, hab das total verpasst und dann waren sie leider schon wieder alle aufgegessen -.-
Aber von den Macarons mach ich auf jeden Fall Fotos :)
Liebe Grüße.
Julia

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