Freitag, 26. Oktober 2012 45 Kommentare

Baba Au Rhum mit Maronencreme

Maroni sammeln: Eine Stunde. Die dämliche dünne Unterhaut von 12 Maroni abpulen: 2 Stunden. Maronicreme in der Dose zu Hause haben: unbezahlbar. Tja, das hatte ich mir so nett gedacht - aus unserer reichen Maronibeute eine leckere Creme zubereiten und damit was Schönes backen. Nur leider habe ich es selbst mit allen Tricks (Wasser in den Backofen stellen, Maroni vorher in Wasser legen, Maroni vorher in Wasser kochen, die heißen Maroni SOFORT pellen...) nicht geschafft, die Unterschale in einer vertretbaren Zeit abzubekommen.


Aber zum Glück hatten wir noch fertige Maronencreme. Wo es die hier in Deutschland gibt weiß ich nicht, aber in Frankreich habe ich die schon in vielen Supermärkten gesehen (die Rückseite der Dose ist auf Französisch beschriftet). Die hält jahrelang, perfekt um ein paar Dosen davon in der Vorratskammer zu hamstern. Und die Maroni werden jetzt halt gemütlich abends auf dem Sofa geknabbert, ohne den Druck gleich 30 davon für eine Creme häuten zu müssen.


Gebacken habe ich Baba Au Rhum. Wie das auf Deutsch heißt weiß ich leider nicht, aber es ist köstlich. Klassischerweise ein mit Rum und Zuckersirup getränkter Teigkringel, ich habe noch eine Kastaniencreme in die Mitte gepackt und mit Vanille garniert. Und damit man nochmal ganz deutlich sieht, dass es KEIN Cupcake ist, gnihihi:


Das braucht man (Rezept frei nach Maître Pâtissier Felder, Elle A Table N° 83):

Teig:
200 g Mehl
15 g frische Hefe
20 g Zucker
4 g Salz
Mark einer Vanilleschote
2 Eier
50 g Butter

Sirup:
200 ml Wasser
200 g Zucker
100 ml Rum

Creme:
1 Dose Maronencreme 
(oder eben selbstgeschälte,  pürierte, gezuckerte, eingekochte Maronen)
1 Becher Schlagsahne


1.  Mehl, Hefe, Zucker, Salz und Vanillemark vermischen. Eins nach dem anderen die Eier unterrühren. Zuletzt, wenn alles homogen ist, die geschmolzene und abgekühlte Butter hinzufügen.

2 . Teig eine Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

3. Nach Ablauf der Stunde Teig noch mal gut durchkneten und kleine Würste rollen, diese in die gebutterten Formen legen. Wenn man keine kleinen Babaformen hat, kann man auch einen großen Baba in einer Guglhupfform machen. Nochmal ca. 20 Minuten gehen lassen.

4. Bei Ober- und Unterhitze 200°C ca. 20 Minuten backen, natürlich je nach Herdleistung und Größe des Babas.

5. In der Zeit den Sirup kochen: Zucker und Wasser zusammen kurz aufkochen, leicht simmern lassen bis es etwas dickflüssig wird. Den Rum hinzufügen und noch etwas weiter einkochen.

6. Die fertig gebackenen Babas mit dem Sirup von allen Seiten übergießen / tränken und mindestens 3 Stunden ziehen lassen.

7. Sahne schlagen. Die Maronencreme vorsichtig unterheben.

8. Babas mit der Creme füllen und mit Vanilleschoten garnieren.


Das Rezept ist nun zugegeben etwas blöd zum Nachmachen, zum einen hat bestimmt nicht jeder diese Formen und die Kringel 3 Stunden mit dem Sirup ziehen lassen ist ja auch bisschen nervig. Aber es schmeckt sooo gut, dieser mit Rum und Sirup getränkte Teig ist einfach mal was anderes! Statt Rum kann man auch Amaretto oder Grand Marnier nehmen oder den Alkohol einfach weglassen. Der Platz in der Mitte von den Kringeln schreit nach köstlichen Füllungen. Und es wird auch nicht matschig, die Befürchtung hatte ich ja am Anfang. Nach dem Backen ist der Teig nämlich etwas hart, aber mit dem Sirup dann genau richtig. Als Ersatz für die kleinen Babaförmchen kann man wie gesagt auch Guglhupf-Formen nehmen. Und tja, das mit der Ziehzeit ist halt so. Aber es lohnt sich :)


Übrigens hat eine neue kleine Rampensau unter meinen Küchenutensilien Einzug gehalten und macht dem weißen Tablett seinen Platz streitig: Die silbernen Zuckerlöffel. Das sind Familienstücke (ebenso der Krug und das Glas) und ja, eigentlich sind sie nicht zum Löffeln von Desserts gedacht. Sieht man ja schon an der Form der Löffellaffe. Aber zum Kuchen zerteilen geht es und wisst ihr wahaaas... ich finde sie einfach so schön, da ist mir das egal :D Die Stoffserviette ist von Marinette Décoration, klick.



Der Teig ist fluffig und klitschig zugleich, so guuut... Hmja, klitschig. Ist mit "k" was anderes als mit "g" und das Wort verwende ich ausschließlich für Teig. Gibt es das Wort überhaupt? :D


Und keine Sorge, hier geht's jetzt nicht immer nur ums Essen. Der nächste Post wird so Gott die österreichische Post will ein weiteres Halloween-DIY. Aber dann kommt wieder Essen, haha. Unser Internet spinnt zur Zeit übrigens ein bisschen, mal geht's und dann mal wieder nicht... also nicht wundern, ich konnte noch nicht alle Mails beantworten.


Ich wünsche euch ein schönes und gemütliches Wochenende! Werdet ihr was backen?

45 Kommentare :

Mioli said:

Was ein wunderbares Rezept mal wieder liebe Vera :)
Deine Fotos, deine Texte. Das ist wirklich unbezahlbar :) ♥

* Wiener Wohnsinn* said:

Hi Vera !!

Schmacht... deine Fotooooos ! Wunderschön !
Maroni sind ja so eine Sache... Diese pelzige Unterhaut ist zwar ganz hübsch auszusehen ( jaa.. nicht wirklich) aber brauchen tut sie niemand :)

Auf alle Fälle bin ich jetzt mal neugierig geworden und versuch diese klitschigen runden Dinger nachzubacken :)


schick dir ganz liebe grüße, Melanie

♥ Mimi said:

sieht total lecker aus ♥ ich krieg immer so einen hunger, wenn ich deine wundervollen rezepte lese... manno! :D ♥

Naomi said:

Mhmm die sehen gut aus. Ich würde die wegen dem Rum zwar nicht essen, aber die Konsistenz würde mich schon interessieren :D.

Ronja said:

Ich habs ja schon auf facebook bewundert, es sieht sooo lecker aus!!! Toll fotografiert!
Lg Ronja

Landkind said:

Mich suchtet es auch schon nach den ersten Maronis... aber bald starten ja wieder die Weihnachtsmärkte ;-). Woher hast du denn die Kringelausstecher? Meine Oma hat noch einen ganz Alten, den sie aber noch selbst oft benutzt und ich finde so einen nirgends... Bei uns werden damit nämlich "Kiachle" gemacht. So eine Art Donut aus Hefeteig in Fett gebacken mit Rumzuckerguss obendrauf ;-)...
Ich wünsche dir einen gemütlichen Abend,
Nine

snow. white said:

Oh mann wie lecker!!!! das wird ausprobiert!

Julia said:

Die Kastaniencreme reizt mich grad total! Ich liebe Maronen, aber als Aufstrich oder Füllung ist mir das völlig fremd. Deine Teigkringel hören sich himmlisch an, ich glaube, sowas würde selbst ich als Herzhafte mal probieren! Backen werde ich dieses Wochenende nicht, aber dafür gibts morgen wieder Kürbissuppe, hihi!

Ina said:

hört sich sooo lecker an liebes :D
ich kenne das garnicht so aer ich habe auch ein paar maronen hier liegen die nächste woche dann SUPPE werden :D
kann zur zeit leider nicht viel essen - doofe zahnspange :(

hab ein tolles we!

Shades of Nature said:

Gerade vorhin mit meiner Mama über das leidige Maronentheme diskutiert! Sie will mir doch tatsächlich morgen schon geschälte, ungekochte und tiefgekühlte Maronen vorbei bringen! Ich finde ja es geht nichts über selbst gesammelte Maronen, aber das Schälen ist schon eine Herausforderung! Bin ja mal gespannt wie die Tiefkühlkost schmeckt!

Jacy said:

Das sieht ja wie immer sehr sehr schmackhaft aus!♥

Und die Löffel...einfach sooooo toll!*_*

Liebe Grüße♥

Lotte Fuchs said:

Oh wie lecker ich kenne das Gebäck als Rum Baba aus Süditalien und habe davon nicht genug bekommen können. Dort wird es mit einer Ricotta-Vanille Creme und frischen Früchten genossen, aber deine herbstliche Variante sieht mindestens genauso verlockend aus.
Werde dann mal mein Glück mit Maronencreme probieren ;-)
Ich wünsche dir einen wunderbaren Abend
Lotte

julia said:

oh, sieht das lecker aus... ich muss wirklich viel mehr backen! zum glück habe ich im herst/winter mehr lust drauf ;)

ja, die creme gibt´s in so ziemlich jedem supermarkt hier... auch noch andere sorten :)

Lisa said:

Hmmm Maroni mag ich immernoch nicht xD Aber die Kringel sehen echt lecker aus.... ich meine sowas auch schonmal irgendwo gegessen zu haben!*grübel*
Klitschig hab ich noch nie gesagt, höchstens kletschig =D

Juli said:

Mal wieder ein wundervoller Beitrag.. ich liebe deine ungewöhnlichen Back-Ideen und kann bei dir noch ganz viel Neues lernen.. :)
Ich hab letztes Wochenende Regenbogenkuchen gebacken und dieses ist derselbe Kuchen geplant, nur mit Äpfeln und Zimt..
Hab ein wunderbares Wochenende..

Liebste Grüße

Lizzie said:

hallo! das ist vielleicht etwas gewagt aber du bist ja super kreativ was deine rezepte angeht, hast du vielleicht irgendwelche ideen für glutenfreie sachen? liebste grüße :-)

amberemotion said:

Liebe Vera,

gleich komme ich zu Dir und esse all diese leckeren Pläzchen auf :) Die Vanillenstange auf dem TOP sieht einfach zum Verleben aus :)
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende :)
Liebe Grüße
Beata

Juju said:

In der (Süd)Schweiz gibts die Süßspeise Vermicelles, das ist ne Maronicreme mit Zusätzen wie Zucker, Butter und Kirschwasser - in etwa. Für jeden, der Esskastanien mag, ein Träumchen! Vielleicht kann man da ja auch in Grenzregionen drankommen und hat ne Alternative zur französchischen Esskastaniencreme?!

Vany said:

http://www.amazon.de/K%C3%BCchenprofi-1316001200-Knoblauchsch%C3%A4ler-blau/dp/B000NLO0F2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1351324481&sr=8-1

vielleicht kann dir sowas helfen! (: also das benutzt man eigentlich für knoblauch, man legt ihn rein und reibt (dreht) dann die silikonröhre auf der küchenplatte. danach ist der knoblauch geschält. von der größer her sollte es reichen (zumindest der den ich habe) vielleicht mal ausprobieren (gibt sicher auch noch günstigere auf amazon)? :)

p.s. danke auch dass du so lieb auf den kommentar geantwortet hast find ich toll bei so vielen lesern und kommentaren immer individuell zu antworten. vielen dank!

liebe grüße, vany

Eileen Wolff said:

Na dann schnell ab nach Frankreich - maroniecreme kaufen und schnell nach machen. lecker.

schön wäre es ...wenn man die Zeit hätte.

wunderschön leckerer Post. Schade das es kein Test oder Duftblog gibt...mmmhhhh

lecker

Liebste Grüße
Eileen

NATALiJA WANTS YOU! ♥ said:

leeeeeeeecker ♥

Sanzibell said:

das sieht so toll aus ♥

lg
sarah
www.sanzibell.com

Katharina said:

Liebe Vera,

hach da könnt ich jetzt so ein Törtchen essen.Tolle Fotos wie immer. Schönes Wochenende Dir.

GLg, Kathi

Ninchen said:

Oah mein süßer Zahn meldet sich. Und die Dose ist ja sooo hübsch! Ich muss nach Frankreich :-O

Marie said:

Das sieht alles so wunderschön aus Vera. Und superlecker :) Großes Kompliment, wie viel Mühe du dir immer machst.

Liebste Grüße und ein schönes Wochenende,
Marie

Lala :) said:

Köstlich! :)
Ich werde vielleicht Cupcakes machen an diesem Wochenende.

Schwarzerose said:

Wah, das sieht so lecker aus, da nimmt man ja schon vom Bilder angucken zu. ;-)

Ich habe noch nie Maronen gegessen, die gibt es hier nicht und im Supermarkt habe ich die auch noch nie gesehen. Das es die sogar als Creme gibt, wusste ich auch nicht. Da habe ich doch glatt wieder was dazu gelernt.

Ein schönes Wochenende wünsche ich dir, ich geh jetzt mal Schneeschippen und dann wird noch ein bischen Halloweendeko gebastelt.



LaBellaVita said:

sieht das lecker aus :)

Macha said:

Aaaaaah la Crème de marrons!! Und diese Schachteln ♥ Ich habe einige in meinem Zimmer für mein Schminken benutzt ;)
Liebe Grüße!

Tammy Bre said:

Oh mein Gott das sieht so wunderbar aus, ich liebe Deine Löffel und die Formen und ach maaan, was hast Du denn nächstes Wochenende vor XD

Loco said:

ohhh deine letzten Backrezepte sehen alle soooooooooooooooooo lecker aus. Man möge glatt ein Lied darauf singen!

Evelin Kratz said:

Toller post wie immer :)

Besuch mich doch auch mal♥
perfectinadifferentway.blogspot.de/

Laurena :* said:

Oh ja, morgen ist erst mal ein Geburtstags-Apfelkuchen dran ;)
:* Laurena

Alice said:

Als du deinen ersten Post über Maroni geschrieben hast, dachte ich "Ach, Maronencreme genau wie die aus Frankreich, das wäre doch was." Bei uns im Wald gibt es aber Wildschweine & Kastanienbäume waren auch nicht zu finden... Ein schöner Zufall, dass du genau die gleiche Maronencreme aus Frankreich mitgebracht hast wie ich (natürlich ist sie schon längst weg und meine Sehnsucht wächst). :)
Außerdem will ich dir für deine Rezept-Posts danken - die Kürbismuffins sind genial! Die Kürbisgnoccis habe ich auch gemacht. Du hast ja einen Schuss Eat A Rainbow dazugegeben, ich glaube, das macht viel am Geschmack aus, denn ich habe das klassische Rezept genommen. Die Gnoccis haben an sich haben gut geschmeckt - keine Frage - aber dadurch, dass nur die Buttersoße dabei ist, fehlt irgendwie ein dominierender Geschmack. Nächstes Mal probiere ich an die Gnoccis noch ein bisschen Gemüsebrühe zu mischen, vielleicht ist das eine Alternative zu Eat A Rainbow, falls man das nicht zu Hause hat. c:

Danke für deine wundervollen Posts
Alice

www.mintandcream.blogspot.com

Johnny said:

sieht echt lecker aus<3
hast zwei neue lesrinnen:)
*DISCODISCOPARTYPARTY*
grüße vom bodensee<3
xoxo

balletslippers said:

Ach, sieht das wieder lecker aus bei dir. Mit Maronencreme habe ich vor kurzem ja auch das erste Mal gebacken, und es war unglaublich lecker. Daher kann ich mir vorstellen, wie guuuut diese Kringel sicher geschmeckt haben.

Sunny said:

Da läuft einem ja das Wasser im Munde zusammen :) Was sicherlich auch mit den tollen Fotos zusammenhängt. Ich habe am Wochenende Halloween-Cupcakes gebacken. Leider sind die Bilder nicht ganz so geworden wie ich mir das vorgestellt habe. Aber ich werde sie die Woche trotzdem auf meinen Blog stellen, denn mit den Cupcakes an sich bin ich ja zufrieden ;). Ich bin schon gespannt auf Deinen nächsten Post.
Ich bin noch relativ neu in der Blogger-Welt und würde mich freuen, wenn Du mal auf meinem Blog vorbei schaust.
Liebe Grüßle ★
Sunny

www.sunnys-cupcakes.de

saveyoursoul said:

Wenn man deinen Blog liest, lernt man wirklich allerhand an Dingen dazu. Maronencreme... nie gehört ;)

namimosa said:

oh, maroni-creme selbst zu machen hört sich ganz schön zeitaufwendig an. dafür hätte ich wohl keine geduld. ich finde es schon etwas nervig, so lange warten zu müssen, wenn wir maroni im ofen machen. aber das gehört halt irgendwie zum winter dazu! :)

Oktoberwind said:

Weißt du vielleicht, ob es die Maroni-Creme auch irgendwo in einem Onlineshop gibt? Wenn nicht, muss ich doch einfach mal einen Abstecher nach Frankreich machen :D Immerhin hast du mir Lust auf mehr gemacht!

Wundervolle Fotos - wie immer. Ich freue mich schon auf den kommenden Artikel <3

Nicole said:

Das sieht wieder mal zum anbeißen aus. Und ich mag deine Fotos immer sehr!
Liebste Grüße

Perlendistel said:

mhhhhh das hört sich köstlich an! Und so schöne Fotos!

Liebe Grüße
Saskia

Julia said:

Oh das sieht toll aus. Und ich habe eine etwas größere Bababackform (heißt die so?) zu hause... Da werde ich mich am Feiertag dran wagen :)
Liebe Grüße
Julia

Beauty and a Beat said:

toll!
bin neuer Leser bei dir und würde mich freuen, wenn du bei mir auch mal reinliest!

Jana said:

die Maronencreme gibt es von Bonne Maman ganz einfach im Supermarkt oder aber bei Amazon:
http://www.amazon.de/Bonne-Maman-Maronen-Crème-370/dp/B006TVUBDU/ref=sr_1_3?s=grocery&ie=UTF8&qid=1352400244&sr=1-3
Jedenfalls hier in Wuppertal. In Dosen habe ich sie auch gesehen, da weiß ich nur nicht ob sie gezuckert ist.
Ich mache morgen einfach ein Cupcake-Frosting aus der Creme, das schmeckt sicher auch super :)

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