Sonntag, 30. September 2012 64 Kommentare

Autumn Boots

So, heute gibt es zur Abwechslung mal ein bisschen Fashion. Mit Essen kann ich euch ja schlecht schon wieder kommen, oder? Außerdem: Schuhe kaufen geht immer, egal ob man gerade 2 Kilo mehr oder weniger auf den Hüften hat. Also relativ (aber auch nur relativ) unfrustrierend. Und da ich euch ja schon in diversen stimmungsvollen "Jetzt beginnt der Herbst"-Tiraden meinerseits immer mit den ach so tollen neuen Stiefeln gekommen bin, sollt ihr die natürlich auch mal sehen.


Wie ihr wisst, ist Schuhe kaufen bei mir ja immer so eine Sache. Hohe Absätze gehen leider gar nicht wegen kleiner Halluxproblemchen (oh nein, jetzt fängt sie schon wieder damit an), außerdem habe ich ziemlich kleine, aber breite Füße. Und einen sehr eigenwilligen Geschmack - vom Stil her am liebsten schlicht und zeitlos, die Fußkappe muss vorne eine bestimmte Rundung haben, nicht zu spitz und nicht zu rund, das Leder sollte etwas gebraucht aussehen aber nicht so krass gewollt auf Vintage gemacht sein und die Farbe? Bitte genau passend zu meiner Tasche. Danke.


Aber ich glaube, diesen Herbst habe ich das geschafft. Jaja, ein sehr schickes Outfitfoto - wumms, hier steh ich. Ihr dürft gerne mal lachen. Tolles Posing ist nun mal nicht meins und wie ihr wisst, bin ich ja eh nicht so die Fashionqueen. Aber um zu zeigen, dass die Farbe der Stiefel tatsächlich ziemlich gut zur Tasche passt, reicht es.


Und superbequem sind sie auch, meine neuen Stiefel. Heute haben wir einen langen Herbstspaziergang gemacht, mit bunten Blättern, rostiger Luft, glänzenden Kastanien und allem, was so dazugehört. Wir sind auf Mäuerchen rumgeklettert und über Apfelbaumwiesen gelaufen, insgesamt 3 Stunden lang, alles kein Problem. 


Und soviel zum Thema "nicht zu rund und nicht zu spitz", diese Form finde ich jedenfalls perfekt. Ein bisschen auf alt gemacht ist das Leder, das sieht man hier an den schon etwas abgerieben wirkenden Schuhspitzen ganz gut. Aber ich finde, es ist auf keinen Fall too much. Das Leder fühlt sich weich und dennoch stabil an und ich glaube, durch weitere Gebrauchsspuren wird es nicht hässlicher. Schön flauschig gefüttert sind sie übrigens auch, der Winter kann kommen (aber bitte noch nicht so bald).


Gefunden habe ich die Stiefel nach wirklich langem Suchen bei Zalando, sie sind von der Marke Lazamani.  Sah erstmal komisch aus mit dem umgeklappten Fellrand, wer will schon aussehen wie der Nikolaus. Und eigentlich wollte ich sie deswegen schon wegklicken, aber zum Glück stand in einem Kundenkommentar "das Fell kann auch hochgeklappt werden, so dass der Stiefel etwas eleganter aussieht". Unbekannterweise also tausend Dank für diesen hilfreichen, alles entscheidenden Kommentar!


Die Tasche ist übrigens das Modell Essy Crust von Liebeskind Berlin, der Pulli ist von Kleiderkreisel und die Leggins von Tally Weijl.


Habt ihr schon eure perfekten Stiefel für den Herbst und Winter gefunden?

Samstag, 29. September 2012 54 Kommentare

Plum And Mascarpone Dessert

Ups. Schon wieder was Fettes zubereitet und auch natürlich auch gegessen. Im Moment ist es aber auch schlimm. Mein Gehirn hat sofort gecheckt dass es jetzt kühler wird und möchte, dass ich mir schleunigst einen ordentlichen Winterspeck anfuttere. Dass ich sowas schon habe, ist ihm egal. Es brüllt mich ständig an: "Hunger! Hunger!" Dagegen bin ich machtlos. Das Einzige was ich machen kann, ist noch zu allem verzweifelt ein Motivationsobst / -gemüse dazuzupacken. So wie bei diesem Dessert mit Mascarpone, Sahne, Zucker und einer Spur Pflaume.


Das Gute ist aber: Man kann das Ganze theoretisch auch total figurfreundlich aufziehen. Ich schreib euch einfach mal beides auf - zur freien Auswahl, je nachdem wie eure Gehirne grad so drauf sind.


Zutaten Winterspeck-Version, für 3 Personen:

250 g Mascarpone
400 g Joghurt
2 EL brauner Zucker
200 g Schlagsahne 

ca. 10 Pflaumen oder Zwetschgen
2 EL brauner Zucker

250 g Haferflocken
40 g gehackte Mandeln
40 g brauner Zucker
2 EL Honig
100 ml Öl
Zimt
Vanille


1. Mascarpone, Joghurt und Zucker verrühren. Schlagsahne schlagen und die Hälfte davon unterheben. Die andere Hälfte kommt später ganz oben drauf.

2. Die Pflaumen waschen, entsteinen und in Achtel oder sowas schneiden. Ich hab es einfach nach Gefühl gemacht, vielleicht waren es auch Zehntel. Auf jeden Fall solche Schnitzelchen, nicht zu dick... ihr wisst was ich meine. Mit den 2 EL Zucker in einen Topf geben und bisschen einkochen, so ca. 15 Minuten lang.

3. Haferflocken, Mandeln, Zucker, Honig, Öl, Vanille und Zimt in einer Schüssel gut vermischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Mischung darauf ausbreiten. Ca. 40 Minuten bei 200°C Umluft rösten. Aufpassen dass es nicht zu dunkel wird und nach der Hälfte der Zeit mal umrühren. Auskühlen lassen. ODER: Einfach Fertig-Knuspermüsli nehmen, da gibt es sogar welches mit Pflaume-Zimt -Geschmack von Kölln. Ratet mal, wer das so gemacht hat. Madame ist nämlich nicht nur verfressen, sondern auch faul, haha.

4. Mascarponecreme, Pflaumenzubereitung und Crumblemasse schichten - erklärt sich ja von selbst :)


Sooo, und jetzt die Low-Cal-Variante:

250 g Quark 20% (Ich bringe es einfach nicht übers Herz Magerquark zu empfehlen, der schmeckt immer so nach Gips. Aber damit wärs natürlich noch leichter. Mascarpone hat im Vergleich so 42% Fett.)
400 g Joghurt 0,1%
2 EL Honig

ca. 10 Pflaumen oder Zwetschgen
2 EL Honig

250 g Haferflocken
40 g gehackte Mandeln
40 g brauner Zucker
2 EL Honig
100 ml Öl
Zimt
Vanille

An der Crumblemischung ändert sich nichts. Theoretisch könnte man auch einfach Haferflocken nehmen. Also gaaaanz theoretisch. Und dann muss man es als Frühstück deklarieren, als Dessert geht es dann nicht mehr durch!

 
Step by Step brauche ich es ja nicht noch mal aufschreiben, oder? :) Jedenfalls kann sich ja jeder seine Version aussuchen oder auch eine ganz eigene erfinden... was erzähl ich euch, ihr wisst das besser als ich. Das Prinzip von dem Nachtisch ist einfach ein Klassiker und ganz variabel, das mag ich so daran!


Tja und hier dachte ich nur wieder, ooooh Vera. Riesen-Don't beim Erstellen von Bildercollagen: Zwei zu ähnliche Bilder. Am besten noch aus der gleichen Perspektive aufgenommen, so dass es aussieht wie reingezoomt. Aber ich mag sie beide so gern, anders kombiniert hätten alle 3 Collagen nicht mehr so schön ausgesehen und 2 weitere Fotos, um jedes mit einem neuen Partner zu verkuppeln, hatte ich auch nicht. 


Die tollen Becher habe ich von Kukuwaja*. Man kann sie auch super für Smoothies oder Milkshakes hernehmen und im Moment sind sie sogar um 15% reduziert.
Die schönen Holzlöffel sind von Party Princess*. Ich habe sie einfach mit etwas Kochsaft von den Pflaumen eingerieben, dann bekommen sie die perfekt passende Farbe und alles bleibt ganz lebensmittelecht.

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Seid ihr auch gerade so auf dem Futterkurs? Oder ernährt ihr euch ganz bewusst?

Donnerstag, 27. September 2012 56 Kommentare

DIY: Kissen im Eastcoast-Style

Ich habe ja schon so einen klitzekleinen Hau weg. Ich finde ein altes Paddel auf dem Dachboden, bearbeite es so, dass es noch älter aussieht und schmeiße dann meine komplette Wohnzimmereinrichtung um, damit alles zu dem alten Paddel passt. Damit das Paddel nämlich neben dem Sofa stehen darf, musste das Thema "Eastcoast" unbedingt ausgebaut werden. So eine komplett moderne Umgebung und darin dann ein einsames Shabbypaddel - neee, nicht gut. Mindestens noch ein paar passende Kissen mussten sein und auch ein passender Couchtisch. Hier muss ich mich übrigens mal selbst loben. Im Gegensatz zu sonst habe ich nämlich nicht in einem wilden Anfall von Habenwollen alles neu im Internet geshoppt, sondern schön brav DIY gemacht und den Rest durch einfaches Umstellen erledigt. Wie das Wohnzimmer nun insgesamt aussieht, seht ihr gleich. Erstmal müsst ihr Kissen gucken:


Ihr braucht:

Kissenhüllen, am besten aus Baumwolle
Batikfarbe
eine Vorlage für das Muster, das ihr auf dem Kissen haben wollt
Lampenfolie
Schere
einen alten Kürbisrest
Messer
Stoffmalfarbe
Pinsel


So gehts:

Wenn ihr die Kissenhülle in einer anderen Farbe als Weiß haben wollt, färbt sie zuerst nach Wunsch mit der Batikfarbe ein.

Für das Sternkissen: 

1. Sucht euch einen Stern im Internet und malt ihn in der richtigen Größe (Strg +/-) vom Bildschirm auf Papier ab. Ausschneiden. Auf die Schnittfläche von einem Kürbisrest legen.
2. Mit einem Messer die Konturen nachritzen und so den Sternstempel ausschneiden. 
3. Mit Stoffmalfarbe bepinseln.
4. Euer Kissen damit bestempeln.


Das mit dem Kürbis war eine Art Notlösung. Nach 3 Tagen Kürbisessen hintereinander konnte ich es einfach nicht mehr sehen und natürlich lag immer noch ein Rest im Kühlschrank Njaaa ich weiß, es ist durchaus diskutabel, aus dem leckeren Essen Stempel zu machen. Aber besser als Biotonne ist es allemal und wenn der Kürbis einmal mit Stoffmalfarbe beschmiert ist, schmeißt er sich doch etwas leichter weg *duck*

Und wo kam da jetzt die Lampenfolie vor? Richtig, ich habe noch andere Kissen gemacht. Ganz einfach mit der Stenciltechnik, die ich HIER für das berühmte Paddel schon mal angewendet hatte. Auf die Art entstanden noch ein Kissen mit einem großen grauen Stern und ein Kissen mit den Koordinaten von... äääh, Rejkjavik? Das könnte es eventuell sein, ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht. Natürlich hätte ich auch das Kissen mit den vielen kleinen Sternen mit der Stenciltechnik machen können. Aber dann verschmiert es vielleicht eher, dachte ich. Und so sieht das Wohnzimmer jetzt aus:


(Entschuldigt die Fotoqualität - es wurde den ganzen Tag lang nicht richtig hell) Der informierte Leser erkennt natürlich gleich die Korbtruhe aus dem Schlafzimmer, als Couchtisch umfunktioniert. Die hat jetzt mal das niedrige weiße Hochglanzteil ersetzt. Und die ubiquitäre Laterne mit dem Seestern, die ich überall dort hinschleppe wo es eastcoastig aussehen soll. Ganz ehrlich? Ich kann sie bald nicht mehr sehen :D Aber hier passt sie einfach so gut und schreit einem das Thema nochmal richtig entgegen.


Die Koordinaten sind bissle schlampig geworden. Aber man kann sich bei diesem Stil ja immer fein drauf rausreden, dass es unbedingt gewollt und dadurch ganz toll shabby ist. Und bei dem grauen Sternkissen bin ich mir noch nicht sicher, ob die weiße Farbe nicht ein wenig nach Taubendreck aussieht. Kennt ihr das? Ihr habt ganz plötzlich einen Gedanken, und sei er noch so abstrus, aber wenn er einmal gedacht ist lässt er euch nicht mehr los. Ich muss nur das Kissen ansehen und in meinem Kopf rattert es: "Taubendreck, Taubendreck, Taubendreck..." 


Aber ich mag das Kissen trotzdem genug, um euch mit redundanten Bildern davon zuzuspammen.


Jedenfalls fühle ich mich jetzt wieder wohler im Wohnzimmer. Wir brauchen auf jeden Fall noch ein anderes Sofa und noch ein paar Kleinigkeiten, aber es wird.


Habe mich heute sogar das erste Mal seit langem wieder gemütlich ins Wohnzimmer gesetzt, Kerzen angemacht und Tee getrunken, während es draußen herbstlich und garstig ist.


Habt ihr auch schon mal jetzt, sofort, auf der Stelle eure Einrichtung radikal umgeworfen? Und habt ihr schon mal selber Kissen gemacht?

Montag, 24. September 2012 63 Kommentare

White Chocolate Pumpkin Brownies

Kaum wird es draußen ein bisschen kälter und ungemütlicher, denke ich nur noch ans Essen. Das mit der Mission Bikinifigur war wohl wieder nix dieses Jahr - und jetzt ist es ja auch egal, jetzt fliegt der Bikini nämlich in die unterste Schublade und es werden köstliche White Chocolate Pumpkin Brownies gemacht! Yey. 


Und in schöner Analogie zu meiner Focaccia, die eigentlich eine Pizza war, sind meine Brownies heute eigentlich Muffins (Kann ich eigentlich EINMAL etwas kochen oder backen das so heißt wie es aussieht?). Zur Erklärung: Das Rezept ist aus der Lecker Bakery bzw. von La Petite Cuisine (klick), ein sehr toller Foodblog. Ich habe es 1:1 nachgebacken und da hieß es "Brownies". Damit ist denke ich mal die Art des Teiges gemeint. Wenn man nun natürlich diesen Brownieteig in Muffinförmchen füllt, muss man sich nicht wundern wenn es dann auch wie Muffins aussieht. Aber ist ja auch ziemlich wurscht, denn was auch immer es ist, es schmeckt köstlich. Trotz der wieder mal seltsamen Zutaten (Butternut-Kürbis und weiße Schokolade, eek). Noch eine Analogie zu meinem Gorgonzola-Feigen-Teil. Hihi.


Wahrscheinlich haben relativ viele von euch die (gar nicht mal zu Unrecht) so gehypte Lecker Bakery eh zu Hause liegen oder lesen bei La Petite Cuisine mit, aber ich schreibe das Rezept trotzdem noch mal auf:

Zutaten für 12 Muffins:

160g + 40g weiße Schokolade
100g Butter
2 TL Schmand
2 Eier
50 g Rohrzucker
1 Prise Salz
160 g Mehl
80 g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
1 TL Zimt
2 EL weißes Kakaopulver (hatte ich nicht, habe ich einfach weggelassen)
100 g Butternut-Kürbisraspeln


1. 160 g Schokolade hacken und mit der Butter zusammen im Wasserbad schmelzen. Den Schmand unterrühren. Abkühlen lassen, aber es soll noch flüssig bleiben.

2. Eier, Salz und Rohrzucker 5 Minuten lang schaumig schlagen. Die abgekühlte Schokomasse dazugeben und unterrühren.

3. Mehl, Mandeln, Backpulver, Zimt und den weißen Kakao (wenn ihr welchen habt) unterrühren.

4. 100g Butternut-Kürbis reiben und die Raspel ebenfalls untermischen.

5. Die Masse in Förmchen füllen und ca. 20 Minuten bei 180°C backen. Abkühlen lassen.

6. 40 g Schokolade hacken und darüberstreuen.


Und für die Deko konnte ich perfekt meine letzte Woolworth-Beute verwenden, das hatte ich im Orangina-Post ja schon mal kurz erwähnt: Kleine Holzspatel mit Sternchen! Gibts da in der Bastelabteilung. Auch als Herzen, aber ich steh im Moment mehr auf Sterne. Die kann man ganz einfach anmalen, dip-and-diyen und / oder beschriften und in die Brownies stecken.


Und die Porzellanförmchen sind von Ib Laursen in den Farben Weiß und Latte, die gibt es eigentlich in fast jedem dieser einschlägigen Shabby-Landhaus-Onlineshops. Ich habe sie von Amazon.


Der Butternut-Kürbis ist jetzt schon mein zweiter verarbeiteter Kürbis dieses Jahr. Mein erster war ein Hokkaido, aus dem ich Kartoffelpuffer - also in dem Fall natürlich Kürbispuffer - gemacht habe. Und die waren so unerwartet lecker, dass ich jetzt durchaus ein bisschen auf dem Kürbistrip bin.



Habt ihr dieses Jahr auch schon mit Kürbissen gekocht oder gebacken? Wenn ja, was denn?

Samstag, 22. September 2012 67 Kommentare

Focaccia mit Gorgonzola und Feigen

Okay - jetzt ist es wirklich langsam Zeit, die Sommernostalgie beiseite zu packen und sich mitten ins Herbstfeeling zu stürzen. Ist ja auch halb so schlimm. Wenn ich es mir nur ein bisschen einrede, ist der goldene Herbst mit seinen reifen Früchten, dem warmen Licht und den neuen Stiefeln doch meine Lieblingsjahreszeit. Und wie könnte man den Herbst besser kultivieren als mit dem passenden Essen?


Daher gab es heute Focaccia mit Gorgonzola und Feigen. Ich liebe ja Gorgonzola! Vor einiger Zeit hatte ich in Italien schon mal den Gorgonzola von der Marke Igor (klick*) gekauft und für ziemlich köstlich befunden. Nun wurde ich noch einmal mit einem kleinen Carepaket direkt aus Italien versorgt und befinde mich im siebten Gorgonzolahimmel. Igor Gorgonzola* gibt es mittlerweile übrigens auch in Deutschland, z.B. im Kaufland und bei Netto. In unserem Rewe habe ich ihn noch nicht entdeckt, aber haltet mal Ausschau danach, ich kann ihn euch nur empfehlen. Es gibt ihn auch in einer milden Version, aber wenn schon denn schon - bei mir kam natürlich der pikante auf die Focaccia.

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Der Herr im Haus gibt allerdings beim Anblick von Gorgonzola meistens wenig schmeichelhafte Laute von sich und hat daher eine Pizza mit Tomaten und Mozzarella bekommen. Aber der Gute hat ja auch keine Laktoseintoleranz - da ist Gorgonzola nämlich perfekt, da der Blauschimmel die Laktose zersetzt. Ich hoffe, das war jetzt nicht too much information ;D


Zutaten für 2 Personen:

500g Mehl
1TL Salz
1TL Zucker
1/2 Würfel Frischhefe
250ml Wasser
5 El Olivenöl

1 Becher Crème Fraîche
200g Gorgonzola
4 frische Feigen
2 Handvoll Rucola
Cayennepfeffer
Kräutersalz


1. Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Die Hefe in 250 ml handwarmem Wasser auflösen und das Hefewasser zusammen mit 5 EL Olivenöl zur Mehlmischung in die Schüssel geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten und an einem warmen Ort zugedeckt ca. eine Stunde ruhen lassen.  Dann zu 2 Pizzen ausrollen (ja, im Prinzip ist es Pizza, Foccacia ist es ja glaube ich eher wenn weniger Zutaten drauf sind, nur ein paar Kräuter, Oliven, Speck oder Salz... aber was klingt besser, hm? ;D )

2. Die Hälfte vom Gorgonzola mit einem Becher Crème Fraîche pürieren und mit Kräutersalz und Cayennepfeffer würzen. Auf dem ausgerollten Teig verteilen.

3. Rucola waschen, bei langen Blättern einmal in der Mitte durchschneiden und die Pizzen damit belegen..

4. Feigen waschen, achteln und ebenfalls auf den Pizzen verteilen.

5. Nun die andere Hälfte vom Gorgonzola würfeln und über alles streuen.

6. Bei 200°C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten backen. Wer will kann danach noch zusätzlich etwas frischen Rucola drüberstreuen.







Wenn ihr keine Feigen mögt oder einfach noch nach mehr Rezepten mit Gorgonzola stöbern wollt, schaut mal HIER*. Wie siehts bei euch aus, mögt ihr charaktervollen Käse oder ist das eher nicht so euer Fall? Und habt ihr dieses Jahr auch schon etwas unverkennbar Herbstliches gekocht oder gebacken?


Außerdem habe ich den Gewinner des Strandkorbs ausgelost - ja, DEN Gewinner diesmal, gewonnen hat nämlich Markus S., Kommentar vom 18.09.2012, 10:16. Herzlichen Glückwunsch!! Ich schreibe dir gleich eine E-Mail. Seid nicht traurig Mädels - ich weiß, viele von euch haben sich den Strandkorb ganz arg gewünscht. Aber schaut doch bis zum 23.09. noch mal HIER bei Ina vorbei, da gibt es nämlich den gleichen Strandkorb zu gewinnen. Und behaltet auch mal Magnoliaelectric (klick) diesbezüglich im Auge, eventuell so um den 25.09. herum ;)

PS: Das Layout bitte grad nicht beachten, das ist Baustelle...

Donnerstag, 20. September 2012 50 Kommentare

DIY: Paddel im Eastcoast-Style

Wir brauchen mehr Zimmer. Definitiv. Mir ist nämlich aufgefallen, dass Shabby nicht gleich Shabby ist (könnt ihr dieses Wort überhaupt noch hören?). Es gibt ja dieses etwas edlere Shabby, das in die Richtung Paris-Chic geht... ein bisschen nostalgisch, ein bisschen Boudoir, in Creme und Altrosa - das haben wir ja ungefähr im Schlafzimmer, so weit so gut. Dann gibt es noch das skandinavische Shabby, mit ganz viel Weiß, Holz und Rosali-Prints... und dieser Eastcoast-Long-Island-Style, eher mit Korbmöbeln, Sternen und Stencilnummern, das ist für mich auch eine Unterart des Shabby. Das ist jetzt nur mal das, was ich mir so in meinem Köpfchen zurechtgesponnen habe und man kann das ja auch alles kombinieren, aber ich hätte doch bitte gerne für jede Unterart ein eigenes Zimmer. Denn das Paddel, das ich heute bearbeitet habe, passt nicht ins Schlafzimmer. Das ist Eastcoast pur, mit Paris-Chic hat das nichts zu tun! Na mal schauen, ich hab da schon ein paar Pläne für unser Wohnzimmer...


Das gute Stück war ein Dachbodenfund im Haus meiner Großeltern - ihr hättet mal mein triumphierendes Quieken hören müssen, als ich es hinter einer staubigen Klamottenkiste und einer alten Druckmaschine hervorgezogen habe. Aber es brauchte noch ein bissl Feinschliff. So gelbbraun glänzend lackiert hat es zwar auch was, aber warum sollte man etwas so lassen wie es ist, wenn man es auch weiß streichen kann?


Für den Fall dass ihr auch so ein altes Paddel habt (geht mal suchen, vielleicht habt ihr ja Glück, auch auf Flohmärkten oder so...), habe ich hier eine kleine Anleitung für euch. Das Prinzip kann man aber auch auf andere Gegenstände wie Kisten, Kommoden oder Spiegelrahmen übertragen. Was man hier auf den Übersichtsfotos nämlich noch nicht so gut sieht: Der Anstrich ist nicht ordentlich, er soll ein bisschen alt und gebraucht aussehen. Und dann sind da ja noch Stencilnummern drauf. Also hier kommt die Anleitung...

Das braucht ihr:

ein Paddel (oder was auch immer ihr wollt)
Schleifpapier
2 Acrylfarben eurer Wahl, eine dunklere und eine helle
ein breiter Pinsel um das Paddel anzumalen
ein schmaler Pinsel oder auch ein Schwämmchen fürs Stencilmotiv
Lampenfolie, um daraus eure Schablone zu machen
Stencilvorlage, hier einfach vom Laptop abgemalt


Und so geht's:

1. Das Paddel gut mit grobem Schleifpapier abschleifen, ich hatte Körnungsgrad 40. Wenn es nämlich noch mit superwasserabweisendem Bootslack lackiert ist, nimmt es auch eure Farbe nachher nicht so gut an. Ist ja generell so, der Altanstrich sollte runter bevor ein neuer draufkommt. Es sei denn, er wäre grau (warum seht ihr gleich). Wie gesagt, ordentlich und perfekt soll das hier gar nicht werden.


2. Wenn nichts mehr glänzt, wird das Paddel in der dunkleren Farbe wusch-wusch angemalt. Es kann ruhig unsauber werden! Es kann nicht nur, es soll sogar. Gut trocknen lassen. Diese dunklere Untergrundfarbe soll später durch die helle Farbe durchschimmern.


3. Auf die getrocknete Untergrundfarbe eine zweite Farbschicht, diesmal mit dem helleren Ton, auftragen. Bei mir war es Weiß. Und ihr ahnt es schon, bitte schön schlampig, damit das Grau noch hier und da durchkommt. Ebenfalls sehr gut trocknen lassen. Aber wie gesagt, mit den Acrylfarben von Idee hab ich das alles an einem Tag geschafft.


4. In der Zeit könnt ihr euch euer Stencilmotiv aussuchen. Ich hatte mir diese Font hier runtergeladen, Stardos Stencil Uppercase (klick), und damit ganz groß meinen "Wunschtext" in Word geschrieben. Das kann man jetzt ausdrucken und auf die Lampenfolie übertragen oder auch direkt vom Bildschirm auf die Lampenfolie abmalen. Warum TL47? TL sind die Initialien vom Quartier Maritime Toulon. Jede Hafenregion in Frankreich hat ihren eigenen Code. Eigentlich ist zwar Brest mein "Heimathafen", aber BR fand ich optisch nicht so schön fürs Paddel. Und die 7 und die 4 sind einfach meine Lieblingszahlen.


5. Die auf die Lampenfolie gemalten Buchstaben ausschneiden, so bekommt ihr eure selbstgemachte Schablone. Die Lampenfolie ist eigentlich dazu gedacht, Lampenschirme oder Lichterketten zu basteln. Aber ich fand sie gerade richtig für DIY-Stencilschablonen. Fest genug und stabil, aber doch gut biegsam und leicht zu schneiden. Und ihr könnt die Schablone immer wieder verwenden. 


6. Jetzt könnt ihr eure Schablone auf dem gut getrockneten Paddel festtapen und mit einem runden Pinsel oder einem Schwämmchen das Motiv auftupfen. Es gibt auch extra Pinsel hierfür. Achtet in jedem Fall darauf nicht zu viel Farbe auf den Pinsel zu nehmen, sonst läuft es unter die Ränder.


Und wenn man dann noch will, kann man dem Paddel noch mit Schwingschleifer, Fahrradkette, Proxon oder Schleifpapier zu Leibe rücken, um noch mehr Gebrauchsspuren, Holzwurmlöcher etc. zu faken. Durch die dunkle Farbschicht dadrunter gibt es einen netten Effekt. In der Realität werden so alte Paddel ja auch immer wieder überstrichen.


Hier kommt ein äußerst sinnvolles Foto ohne Paddel. Hmja.


Aber hier wieder:


Ein bissl mehr werde ich es noch runterrocken, nur die Farbe war heute noch nicht ganz durchgetrocknet. Aber Frau Ungeduld konnte es natürlich nicht abwarten und musste euch HEUTE schon das Paddel zeigen.


Und in dem Stil jetzt bitte mal das ganze Wohnzimmer. Danke. Ich brauche ein Ektorp.

Habt ihr auch schon mal einen alten Dachboden- oder Sperrmüllfund wieder aufbereitet? Erzählt!


An dieser Stelle noch vielen lieben Dank an Anna, die meinen Blog als Bastelwunder ausgewählt hat! HIER kommt ihr zu meinem Eintrag. Und schaut euch doch auch mal in der Hall Of Fame von Bastelwunder um, da gibt es ganz tolle Blogs zu entdecken (klick)!