Mittwoch, 28. November 2012 104 Kommentare

DIY: Adventskranz

Letztes Jahr um diese Zeit, ich laufe durch die Fußgängerzone - und sehe den Adventskranz meiner Träume. Ein mit flauschiger weißer Wolle umstrickter Kranz mit weißen Kerzen, darauf ein kleines Reh (gut, kann man ja abmachen) und ein schlichtes Band darum. Sogar einen passenden Namen hatte er, Liesel oder so. Kuscheliges gemütliches Alpenwollefeeling zum Mitnehmen. Was mir nur nicht so ganz passte, war der Preis. (Es handelte sich nämlich um die erlesen-individuelle Buchhandlung, die auch Glücksschokolade in feinster Chocolatierqualität und edle Karten aus Büttenpapier führt. Nicht die große Massenkonzernvariante weiter hinten.) Also blieb Liesel im Schaufenster liegen und eine weiße längliche Porzellanschale mit 4 violetten Kerzen drauf wurde unser Adventskranz.


Aber ich war ja total blöd!! Klar kann ich nicht gut genug stricken, um fix mal eben eine Liesel selber zu machen. Aber wozu gibt es gerade überall so günstige und schöne Schals zu kaufen? Tja. Hat ein Jahr gedauert, bis ich es - zu neudeutsch - gecheeeeeckt hatte. Einen Strickadventskranz aus einem billigen Loopschal selber machen ist eine der leichtesten Übungen. Und wer stricken kann und die Zeit hat - umso besser.


Man braucht:

Styroporring 25cm
doppelseitiges Klebeband
grobgestrickter Schal
Schere

4 schmale Gläser, wenn möglich unterschiedlich hoch
Tapetenkleister oder Decopatchkleber
Kunstschnee
flache Schüssel
dunkles Papier
Tesafilm
Watte
4 Stumpenkerzen (sollten in die Gläser passen)

1. Styroporkranz außen und innen mit doppelseitigem Klebeband bekleben.

2. Den Schal ungefähr so zuschneiden, dass er genau einmal um den Styroporkranz passt. 

3. Darumlegen und so hinwurschteln, dass es gut aussieht. Innen muss man ein bisschen stopfen, außen ein bisschen ziehen, aber das geht schon. Strickschals sind ja elastisch und so wirft es keine blöden Falten. An der Nahtstelle, wo die beiden Enden aufeinandertreffen, mit extra Klebeband am Styropor befestigen. Überschüssige Wolle abschneiden. Durch das Klebeband ribbelt nichts auf.

4. Um die Nahtstelle entweder eine Schleife binden oder sie einfach nach hinten drehen.

5. Kunstschnee in eine flache Schale schütten. Die Gläser mit dem Klebstoff einpinseln und gleichmäßig im Kunstschnee wälzen. Trocknen lassen.

6. Aus dunklem Tonpapier die Zahlen ausschneiden und mit Tesafilm innen in die Gläser kleben.

7. Die Gläser untendrin evtl. mit Watte auspolstern, damit die Kerzen alle auf die gleiche Höhe kommen.

8. Die Gläser mit den Kerzen in den Kranz stellen. Ich habe unter die Gläser zum Teil kleine flache Dosen gepackt, damit die Gläser unterschiedliche Höhen haben. 

9. Außerdem habe ich noch eine runde Pappe ausgeschnitten und unter den Kranz geklebt, damit die Gläser festen Stand haben - falls man den Kranz auf eine unebene Unterlage stellen will.

9. Ein bisschen Glitzerkram dazulegen wenn man mag und fertig.


Also ich weiß nicht, ob es so gut rauskommt, aber meine Idee dahinter war der Kontrast: Frostig-geeiste Gläser - warmwolligweicher Schal. Aber was heißt hier meine Idee, vielmehr war es ein telefonisches Teamwork mit meiner Mum. Sie wäre eine sooo tolle Bloggerin mit ihren Ideen immer - aber nee, will se nich. Kann ich irgendwo auch verstehen ;D Macht ja auch nichts, ich setz es dann halt für den Blog um, sie freut sich mit und hat keine technischen Fummeleien.


Die Fotos wären wohl schöner geworden, wenn die Kerzen auch an gewesen wären. Aber da bin ich streng - kein vorzeitiges Entzünden des Adventskranzes! Geht gar nicht. Nicht mal für Fotos. Und wenn ich das sage, will das was heißen.


Was die Gläser angeht, vielleicht findet ihr da ja was wenn ihr eure Küchenschränke ausmistet. Solche Gläser gibt es aber auch ganz billig zu kaufen.


Um den Schal tat es mir ja fast etwas leid, denn er ist echt schön, finde ich. Also wenn ihr (schnell) stricken könnt, wäre das aus Schalschutzgründen natürlich die bessere Alternative.


Das Blingbling ist übrigens vom Möbelschweden. Joa... sonst ist auch alles erklärt, hoffe ich :)


Dann hab ich schnell noch zwei erfreuliche Ankündigungen für den Advent. Und zwar nehme ich an zwei ganz tollen Adventskalendern / Adventsaktionen teil:

Zum einen "Blogging Around Christmas" mit meinen lieben Bloggermädls Ina, Stef, Yvonne und Rebecca; wir haben uns für jeden Adventssonntag etwas Schönes für euch ausgedacht. Den ersten Teil, ein Adventskalender-DIY, gab es schon bei Ina. Als nächstes ist Stef dran mit kreativen Verpackungsideen, dann Yvonne mit einem leckeren DIY-Weihnachtsgeschenk, dann ich natürlich mit Essen und last but not least Rebecca mit einer tollen Last-Minute-Deko-Idee. Wir hoffen, ihr habt Spaß :)
Zum anderen der Blogger-Adventskalender von Shiva und Laura. Jeden Tag wird ein Türchen geöffnet und es sind wirklich wunderbare Blogs dabei:
Ich bin schon ganz gespannt auf die ganzen tollen Posts, eine Übersicht findet ihr HIER und HIER.

Und nochmal zum Thema Adventskranz: Habt ihr einen? (Ich hatte ja früher nie einen, geht auch sehr gut - letztes Jahr war es das erste Mal :D) Und wenn ja, wie sieht der aus? Gerne auch mit Links :)

Dienstag, 27. November 2012 30 Kommentare

November Love

Viel Zeit zum Blogs lesen habe ich momentan ja leider nicht. Aber manchmal lege ich dann doch den blöden Lernkram zur Seite und klicke mich durch eure Kommentare, eure Blogs, komme von einem Link auf den anderen... und oft denke ich, hey, klasse - ob es nun wunderschöne Fotos sind, Texte bei denen ich mich vor Lachen wegschmeiße oder der eleganteste Esstisch ever. Daher dachte ich, stelle ich einfach mal wieder ein paar meiner derzeitigen Lieblingsblogs vor. Natürlich sind es noch viel mehr und es war nicht gerade leicht, eine Auswahl zu treffen. Aber ja - gar keinen eurer Blogs vorzustellen wäre ja auch keine gescheite Alternative :)



Isabelle ist das ÜberSeeMädchen, weil sie jeden Tag den Bodensee überquert, um zur Uni zu kommen. Weil sie in Überlingen wohnt. Und weil sie über den See hinausschauen und die Welt kennenlernen will. Sie ist mir so sympathisch auf dem Foto, das ihr oben links seht. Und dieses Bild mit den Ballerinas im Hotelflur... das erzählt so viele Geschichten. Wie alle ihre Bilder. Ein wunderschöner Blog...
                                          



Ich schmeiß mich weg bei ihr, echt jetzt. Zum Beispiel über den dicken Engel, der nie auch nur einen halben Meter abheben wird. Oder über die Kiste, die niemandem was Böses will (wobei ihre Kernkompetenz noch eine ganz andere ist). Bei so guten Texten müssten die Fotos ja nicht auch noch toll sein, sind sie aber. Ich finde, das ist Luxus.
                                                  



Seht ihr die Gewürzgläschen? So, und wen wundert es jetzt noch, dass ich die Frau ins Herz geschlossen habe? Weitere Gründe seht ihr auf der Collage wie zum Beispiel den eingangs erwähnten schönsten Esstisch ever, das alte Holzstempelalphabet, Essen (!!) und nicht zuletzt die liebe Melanie selbst. Ganz schön viel Stil auf einem Haufen, man möchte nur noch gucken und staunen.
                                            



Hach ja, was soll ich sagen. Eine halbe Stunde habe ich in ihren Fotos gekramt, denn eigentlich müsste jedes ihrer Bilder auf die Collage. Die Frau kann Nagellack so fotografieren, dass ich ihn mir an die Wand hängen will. Und eine Fusselrolle aus Klopapierrollen will ich mir jetzt auch unbedingt machen. Ihr Blog ist so sehr mal was anderes und es kommt so viel Persönlichkeit durch, dass ich sie richtig gerne mag. Obwohl ich sie ja gar nicht kenne.


Und, was meint ihr? Ich bin ganz gespannt, wie euch die Blogs gefallen und ob ihr sie schon kennt. Morgen gibt es übrigens unseren Adventskranz zu sehen und noch ein, zwei kleine Adventsankündigungen...

Sonntag, 25. November 2012 81 Kommentare

DIY: Chai Sirup selber machen

Ihr seid ja klasse - nicht nur, dass ich jetzt ca. 5 Novemberlieder (und ein Aprillied ;D) habe. Nein, ich habe auch noch viele neue Ideen dank euch, was ich dem Männchen außer der gewünschten Wurst (die er natürlich bekommen soll) noch zur Abwechslung in den Adventskalender packen kann. Danke! 
Ja... der November ist jetzt auch schon wieder fast vorbei und in einer Woche ist schon der erste Advent. Schon krass irgendwie... am Anfang geht das Jahr ja ewig nicht um. Ich meine, wie händeringend wartet man bitte darauf, dass Januar und Februar endlich vorbeigehen und nichts tut sich? Aber wenn einmal Frühherbst ist, dann kommt Weihnachten praktisch gleich hinterher und zack, das wars dann mit dem Jahr.
Also höchste Zeit, jetzt das Jahresende noch mal richtig zu zelebrieren. Und dazu gehören für mich auf jeden Fall Weihnachtsmarkt, Gewürze, Teelichter und Chai!


Und zwar habe ich HIER ein Rezept gefunden, wie man sich ein Chaikonzentrat bzw. einen Chaisirup selbst herstellen kann. Aus Schwarztee, Zucker, Wasser und Gewürzen. Den muss man nur noch in Milch (für Chai Latte) oder einfach in Tee (für lecker Tee) gießen und fertig. Das ist zum einen superköstlich für einen selbst und zum anderen auch superpraktisch zum Verschenken!


Heute morgen habe ich dafür ja zunächst die volle Skepsis des Männchens abbekommen: "Oah nee, machst du etwa schon wieder was Ungenießbares?" Ich: "Ähm du, das wird köstlich, aber sowas von. Und das letzte Fakefood (Schweineschmalzcupcakes) ist immerhin schon fast einen Monat her." - ihr hättet mal sehen sollen, wie lecker er es dann fand, als ich mit dem fertigen Chai Latte plus Zimtsahnehäubchen ankam. Kein Wort mehr von wegen ungenießbar ;D


Das Rezept habe ich wie gesagt HIER bei Tasty Yummies gefunden und mal wieder etwas abgewandelt. Meine Version:

Zutaten für ca. 400ml Sirup:
3 Tassen (ca. 600ml) Wasser
eine Tasse brauner Zucker
3 Beutel Schwarztee
2 Zimtstangen
2 Sternanis
1 Vanilleschote
10 Kapseln Kardamom
10 Nelkenstifte
ca. 1cm frischer Ingwer, in Scheiben geschnitten
wenige bunte Pfefferkörner
1 Prise geriebener Muskat
1 Teelöffel gemahlener Zimt

Zum Anrichten:
(Soja-)milch
Schlagsahne
etwas gemahlener Zimt



1. Wasser und Zucker in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen.

2. Teebeutel in den Sirup hängen.

3. Alle oben genannten Gewürze ebenfalls in den Topf mit dem Sirup geben.

4. Alles für 20 Minuten leicht weiterköcheln lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Die Teebeutel ca. nach der Hälfte der Zeit rausnehmen, damit es nicht bitter wird.

5. Durch einen Papierfilter (oder Teesieb o.Ä.) gießen und den gefilterten Sirup in einer Schüssel auffangen.

6. Abkühlen lassen und in eine Flasche füllen. Verzieren, verschenken oder selber behalten :) Hält sich eine Woche im Kühlschrank.

7. Wenn man das Konzentrat dann genießen will: Einfach einen Teil Sirup mit ca. 2 - 3 Teilen Milch aufgießen, mit Sahne und Zimt anrichten und servieren. Fertig ist der Chai Latte.


Das Tolle an dem Rezept ist, dass man es ganz nach Belieben abwandeln kann. Wer seinen Chai nicht so scharf mag, lässt den Pfeffer weg. Wer auf Zimt steht, nimmt doppelt so viele Zimtstangen oder Zimtpulver. Man kann auch weniger Zucker nehmen oder noch Orangenschalen hinzufügen... jeder, wie er möchte. Die Zubereitung ist ja, wenn man eh einmal alle Gewürze im Haus hat, weder teuer noch zeitaufwändig. Da kann man rumprobieren, bis man seinen Lieblingschaigeschmack gefunden hat. Ich für meine Teile werde es das nächste Mal aber wieder genau nach diesem Rezept machen, das hat meinen Geschmack schon ziemlich perfekt getroffen.


Man kann natürlich auch einfach einen Gewürzsirup mit weniger Wasser und ohne Tee kochen, der hält sich bestimmt länger. Wie lang genau weiß ich auch nicht, aber reiner Sirup dürfte schon ein paar Wochen halten. Dann muss man halt nur jedesmal frisch Schwarztee kochen, wenn man Chai Latte haben will. Das ist aber zum Verschenken wegen der längeren Haltbarkeit vielleicht die bessere Variante. Außer für Getränke kann man den Sirup übrigens auch für Joghurt oder Gebäck verwenden...


Ah ja. Die Gewürzgläschen. Bei Nanu Nana gibt's ja so tolle Mini-Einmachgläser für 79 Cent (und nein, trotzdem wird er NIE den Wollwatt ersetzen). Da hab ich einen ordentlichen Schwung von gekauft und alle unsere Gewürze da reingemonkt. Dieses Gefühl, die ganzen verschiedenen gekauften Gewürzpackungen (eine gelb, eine braun, eine aus Plastik, eine aus Glas, eine kaputt, eine dreckig - uaaah, wie hab ich das nur so lange ausgehalten??) eine nach der anderen in die einheitlichen Gläschen umzufüllen und die alte Packung wegzuschmeißen - herrlich. Es gibt manchmal nichts Schöneres, als zwei angefangene Currystreuer in einem Gläschen zu vereinen. Und von Kukuwaja* hatte ich mir ja so durchsichtige Aufkleber mit Wunschwörtern* machen lassen, die alle schön auf gleicher Höhe auf die Gläschen aufkleben und glücklich sein. Ja, und sonst gehts mir noch gut - psychisch und so. Danke ;D

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Hab die Gläschen jetzt auch mal alle auf dem Regal über der Spüle aufgereiht und alphabetisch sortiert. Männchen musste natürlich sofort gucken und staunen kommen. Ich: "Schau mal, wie schön, ich hab die jetzt sogar alphabetisch von links nach rechts sortiert!" (strahl) Männchen: "Und was macht der Curry links vom Basilikum?" Ups.


Glasflasche, Mini-Einmachgläser: Nanu Nana
Spitzenband, Wunschaufkleber: Kukuwaja*
Dymo: Schreibwarengeschäft (für Heidelberger: Knoblauch)
weiße Keramikschüssel: Martha's*
Tischset: Marinette
Filtertüte: Tout Pour La Cave


Mögt ihr Chai? Habt ihr schon mal Chai Sirup / Konzentrat selbst gemacht?

@Sina, ja genau, das Dymo ist so ein Prägegerät, womit man schnell diese Labels machen kann :)

Mittwoch, 21. November 2012 78 Kommentare

DIY: Adventskalender 2

Sooo, hier kommt nun wie angekündigt mein zweiter Adventskalender. Ein bisschen lahm ist die Idee dahinter ja schon - wir füllen die kleinen Überraschungen in Säckchen und schmeißen die in eine Kiste. Oh wow. Da wärt ihr bestimmt nie im Leben selbst draufgekommen, oder? Nee nee, insgeheim geht es mir hier nämlich um etwas ganz anderes: die Kiste!!!


Also ich wühle ja gern im Sperrmüll anderer Leute und streiche ihn dann weiß. Und genau das ist mit dieser Kiste passiert. Wobei ich manchmal denke, dass ich sie auch gut hätte so lassen können, wie sie war. Solche Fundholzmöbel sind ja im Moment total hip und den abgeranzten Anstrich fand ich gaaar nicht mal so undekorativ... aber Gelb in unserer Wohnung? Nein.


Also Kiste mit der guten alten Acrylfarbe weiß angepinselt und mit der guten alten Stenciltechnik dezent verweihnachtlicht (Schriftzug mit Stencilfont in Word erstellen, vom Bildschirm auf feste Folie abpausen, ausschneiden, auf Kiste tapen und mit Schwämmchen graue Acrylfarbe drübertupfen). Kann man nach Weihnachten ganz easy übermalen oder man dreht die Kiste in den restlichen 11 Monaten halt einfach um. Jedenfalls liiiiiebe ich diese Kiste und hätte am liebsten, dass unsere ganze Wohnung so aussieht... also so in dem Stil... ihr wisst was ich meine, gell.


Was ich nach Weihnachten da reinfüllen werde weiß ich noch gar nicht, aber für die Adventskalendersäckchen ist die Kiste jetzt erstmal perfekt. An die Wände hängen möchte ich in unserer Wohnung nämlich nichts, wenn es nicht unbedingt sein muss. Es kommt einem eh nur die halbe Wand entgegen oder der Bohrer bricht ab.


Ja, und die Säckchen sind im Prinzip auch selbsterklärend: Ich habe einfach weiße Stoffsäckchen beim Idee Creativmarkt gekauft und mit Zahlen und Sternen bestempelt (Zahlenstempel auch von Idee, Sternstempel von Kukuwaja). Zum Bestempeln habe ich übrigens keine Stempelfarbe genommen, sondern graue Acrylfarbe, die kommt etwas kräftiger raus.


Dann muss man es nur noch schaffen, auch wirklich eine 17 und keine 71 zu stempeln. Ich meine, nicht dass mir das passiert wäre... nein nein... niemals ;D nur so als ganz generelle Idee, es KÖNNTE ja passieren... Daher ist es ganz gut, wenn man beim Stempeln eine kleine Pappe o.ä. in die Beutel legt, dann drückt die Farbe nicht durch und man hat auf der Rückseite noch eine zweite Chance. Auch gut, wenn man statt einer 6 mal wieder eine 9 gestempelt hat, obwohl es die doch schon gibt und eine 19 auch (sonst hätte man sich einfach mit einer schnell davorgestempelten 1 retten können).


Das soll jetzt jedenfalls der Adventskalender fürs Männchen werden. Allerdings müsste ich dazu idealerweise noch irgendwann die ganzen Wattepads im Inneren der Beutel durch etwas austauschen, das das Männchen mehr erfreut...


Und somit kommen wir zur Frage aller Fragen: Für Frauen ist es ja einfach, aber WAS füllt man seinem Männchen in den Adventskalender? Wenn ihr richtig gute Inspirationsposts lesen wollt, schaut mal bei Ina (klick) und bei Nadine (klick) vorbei, da gibt es wirklich tolle Specials zum Thema Adventskalenderinhalt. Wenn ihr die Antwort von meinem Männchen hören wollt: "Wurst". Also nicht in der Bedeutung von "egal", sondern Cabanossi, Pfefferbeißer, Debrecziner. Habe ihn heute einfach mal gefragt und das war die Antwort. Also gut. Einige der Beutelchen werden dann zwar in den Kühlschrank umziehen müssen, aber macht ja nichts. Gibt es eben einen Wurstkalender. Wenn er sich das so wünscht.


Wie weit seid ihr mit euren Kalendern, falls ihr welche habt? Habt ihr schon die Füllung zusammen?

Montag, 19. November 2012 124 Kommentare

November

Ich wünschte, ich wäre nicht so eine Langschläferin. Dann würde ich an jedem freien Tag schon ganz früh aufstehen... gerade auch unter der Woche, während die meisten anderen Menschen vielleicht mit Magenschmerzen vor ihrem schwarzen Kaffee bei Kunstlicht in der Küche sitzen. In unbequemen Klamotten zur Arbeit hetzen. Im Stau stehen. Dem Nicht-Lieblingskollegen als erstes auf dem Flur begegnen. Dann würde ich auch aufstehen, aber ich würde es genießen, nicht zur Arbeit zu müssen. Und stattdessen in die Natur rauslaufen, die um diese Zeit bis auf einige wenige Jogger menschenleer ist. Heute morgen hab ich mich endlich mal aufraffen können...


Irgendwie komisch, dass ich diese Anwandlungen immer im November bekomme. Letztes Jahr ja auch schon (HIER könnt ihr mal gucken). Ich glaube, es ist einfach die kalte Jahreszeit, die mich morgens früh raus zieht. Wenn es draußen kalt, neblig, ungemütlich, fast noch dunkel ist. Dann ist es ein Abenteuer und dann ist es etwas Besonderes. Auf der blühenden Sommerwiese morgens um 7 bei milden 18 Grad rumzuhüpfen ist keine so große Challenge.


Ich habe dann das Gefühl, die Natur gehört nur mir. Auch wenn sie kalt, abweisend, einsam und melancholisch ist. Oder gerade deswegen. Es ist intensiver, irgendwie.


Der Nebel hängt als glitzernde Perlen in den Spinnweben. Die Bäume haben nun fast all ihre Blätter verloren, nur einzelne hängen noch zitternd an den Ästen.


Parklaternen. Ich liebe sie. Die Sonne ist nur ein kleiner fahler Punkt. Ein weißer Kreis, der erstickt vom Nebel in den schwarzen Ästen hängt.


Also mag ich ihn doch, den grauen Nebelkrähennovember. Er muss eben nur so richtig grau und so richtig neblig sein. Es ist der beste Monat für ein bisschen gewollte und genossene Melancholie.


Nur: Mir fehlt ein Novemberlied. Ich habe eins für den goldenen Herbst, King Of Doves von Maritime. Und auch eins für den Dezember, Winter von Tori Amos. Und für den Sommer: A Little Piece von den Jezabels. Aber keines für den November... Habt ihr eines?

Sonntag, 18. November 2012 42 Kommentare

Chinese Noodles with Pak Choy and Lotus

Kennt ihr diese Asia-Fertignudelpäckchen? Mit einem Brocken Instantnudeln und ein bis drei kleinen Tütchen mit Glutamat, gefriergetrocknetem Lauch und Fett? Also ich liebe die ja. Downregulation der Geschmacksrezeptoren (oder was auch immer) hin oder her. Manchmal muss ich diesen Geschmack einfach haben. Auf den Packungen sind ja auch immer so schöne Bildchen drauf, von kunstvoll arrangierten Oktopustentakeln, magisch anmutenden Pilzen und in Blumenform geschnittenem Entenfleisch. Und da ich schon oft von der Diskrepanz zwischen diesen Bildchen und dem tatsächlichen Tüteninhalt enttäuscht war, habe ich heute mal so ein Bildchen selbst nachgekocht. Da passte es natürlich gut, dass ich den Onlineshop "So schmeckt's"* für Gewürze und Feinkost testen durfte - dazu aber später.

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Okay, ganz so fancy wie auf den Tütensnacks sind meine Chinanudeln dann doch nicht geworden, dafür aber mit echten Gewürzen statt Glutamat und auch sonst ist alles Eigenkreation. Es war unheimlich lecker und ich dachte, ich zeige euch das Rezept mal. Ein paar exotische Zutaten sind dabei, aber die kann man leicht ersetzen. Im Prinzip bereitet man alle Zutaten einzeln vor und schmeißt am Ende alles zusammen.

Zutaten:
Pflanzenöl
2 kleine Knoblauchzehen
1 frische Chilischote
2 kleine Pak Choy (Asiamarkt), ersatzweise Chinakohl
Woknudeln
eine Handvoll Shiitakepilze (z.B. von HIER*)
Enokipilze (Asiamarkt), ersatzweise Champignons
Lotuswurzelscheiben (Asiamarkt), ersatzweise diese länglichen Bambusteile oder Sprossen
ein Rindersteak (kann man auch weglassen)
etwas Ingwer (ich hatte Ingwertropfen*)
Sojasoße
ganze bunte Pfefferkörner*


1. Bei getrockneten Shiitake-Pilzen diese vorab in Wasser legen, meine mussten eine Stunde einweichen. 

2. Öl in eine Pfanne geben. Knoblauch schälen und dazupressen. Chili und ggfs. Ingwer kleinschneiden und ebenfalls dazugeben. Kurz anbraten.

3. Pak Choy waschen, in Streifen schneiden und mit anbraten.

4. Lotuswurzeln abspülen und auch mit anbraten. Das komplette angebratene Gemüse beiseite stellen.

5. Shiitakepilze mindestens 15 Minuten kochen, abtropfen lassen. Enokipilze ca. 4 cm über ihrer Erde (werden so verkauft) abschneiden, waschen und einfach roh lassen. Pilze beiseite stellen.

6. Woknudeln ca. 4 Minuten in Salzwasser kochen und abgießen. Beiseite stellen.

7. Rindersteak mit zerstoßenem frischem buntem Pfeffer einreiben und von jeder Seite ca. 3 bis 4 Minuten in etwas Öl braten.

8. Den Bratensatz mit etwas Sojasoße ablöschen und das Chinagewürz dazugeben. Leicht einkochen und die Nudeln darin schwenken.

9. Nudeln in Servierschüsseln geben. Das Rinderfilet in Scheiben schneiden und auf den Nudeln anrichten. Ebenso das Gemüse und die Pilze anrichten. Fertig.

Das Prinzip von diesen Chinanudeln ist eigentlich nur: Alles zusammenwerfen, was die Küche grad hergibt und was passen könnte. In meinem Fall alles, was im Asiamarkt irgendwie cool aussah... da ich einiges davon vorher selbst nicht kannte und einfach mal aus Spaß gekauft habe, erzähle ich euch kurz was dazu. 


Der Pak Choy ist im Prinzip wie Chinakohl oder auch Spinat zu verwenden. Er schmeckt frisch und knackig und ein kleines bisschen nach Senf. Stattdessen kann man alles Mögliche andere Grünzeug verwenden, Wirsing, Chinakohl oder Frühlingszwiebeln.


Die Lotuswurzeln - naja, also die bestechen vor allem mal durch ihr Aussehen. Vom Geschmack her sind sie relativ neutral und etwas mehlig. Aber in Knoblauch und Chili angebraten schmecken sie ganz gut (was schmeckt eigentlich nicht, wenn man es in Knoblauch und Chili anbrät?) Ich habe sie im Asialaden in der Frischtheke in einem Beutel entdeckt, in dem sie in Wasser eingelegt sind. Alternativ kann man Karottenscheiben nehmen oder auch gar nichts ;)


Die Enokipilze sah ich auch im Asiamarkt liegen und fand sie fast ein bisschen gruselig, aber vielleicht habt ihr es schon gemerkt: Was Essen angeht, bin ich ziemlich experimentierfreudig. Man muss sie nur waschen und von ihrem Substrat abschneiden, auf dem sie verkauft werden. Man isst sie am besten roh, kann sie aber auch kochen. Sie schmecken fein und ein bisschen nussig, mich haben sie an... Sauerkraut ohne Säure erinnert. 

Aber wie gesagt, das Rezept funktioniert auch ohne diese 3 fancy Zutaten - oder nehmt einfach etwas anderes, was ihr spannend und / oder lecker findet.


Wichtig ist eigentlich eher, dass es alles schön gewürzt ist. Diesen Original-Chinageschmack bekommt man am besten mit so einem Fünfgewürz hin, da sind Fenchel, Nelken, Sichuanpfeffer, Sternanis und Zimt drin enthalten. So eine Gewürzmischung gibt es z.B. HIER*.


Was auch viel ausgemacht hat, war die Pfefferkruste auf dem Rindersteak. Da habe ich mir wirklich mal die Mühe gemacht und ganze Pfefferkörner, 4 Sorten, mit dem Hammer in einer Plastiktüte kleingehauen - wir haben keine Pfeffermühle, könnt ihr euch das vorstellen?! Der Pfeffer ist von HIER*.


 Beide Gewürze, wie auch die Shiitakepilze* und die Ingwertropfen*, habe ich vom Onlineshop "So schmeckt's"*. Dort durfte ich wie gesagt eine kleine Testbestellung aufgeben und daher hat sich Madame mal die feinen Schuhbecks Gewürze* geleistet. Sowas ist bei uns Studenten sonst ja eher nicht drin und man bekommt sie ja auch nicht überall. Ich war echt neugierig, ob die denn nun wirklich so toll sind - also der bunte Pfeffer ist genial, so richtig dreidimensional im Geschmack. Das Fünfgewürz mag ich auch sehr. Die Ingwertropfen hatten mich einfach mal interessiert, aber da schmeckt mir dann doch der frische Ingwer besser. Zumal die Stückchen in solchen Chinagerichten ja auch einfach lecker sind. Aber für Gebäck oder Getränke sind die Tropfen bestimmt praktisch,  wenn man nur ganz wenig und gut dosierbaren Ingwergeschmack braucht.


Ziemlich angefixt war ich ja auch von den ganzen Gewürzzuckern (Chili-Schoko-Zucker, Gewürzkakao-Zucker...) aus der Weihnachtsbäckerei-Abteilung*, vielleicht wäre das ja noch was für die Hardcore-Backsaison, die ich jetzt gaaanz bald einläuten werde... Jedenfalls war ich superzufrieden mit meiner Testbestellung, wie beim großen türkisfarbenen Kosmetikdealer darf man sich mehrere Wunschproben (Soßen, Dips, Gewürze) aussuchen und dann lag noch eine zusätzliche Extra-Probe im Paket. Und was man auch lobend erwähnen muss, die Bestellung war direkt am nächsten Tag da.


So leckere Chinanudeln hatten wir jedenfalls lange nicht mehr.... Macht ihr das auch manchmal, dass ihr exotische Lebensmittel einkauft die ihr noch nie vorher gegessen habt? Was kommt bei euch so in den Klassiker "Chinanudeln" rein, habt ihr noch gute Tipps und Ideen?

Freitag, 16. November 2012 51 Kommentare

Silver Love

Ich bin verliebt. In diesen Silberarmreif. Seit ich ihn habe, ziehe ich ihn nur noch zum Schlafen aus. Er ist schlicht, er ist schwer, er passt zu allem und veredelt alles. Wenn ich abends noch schnell in Jogginghose zum Penny laufe und 3 Tiefkühlpizzen kaufe (und möglichst noch mit Pfandflaschen zahle), auch dann trage ich diesen Armreif und fühle mich großartig. Er wertet einfach jedes Outfit auf mit seiner Eleganz und Weiblichkeit - mit solchen großen Worten bin ich ja sonst eher sparsam, aber hier passt es...


Entworfen wurde er von der unheimlich talentierten Beata von Amberemotion*, die ihr ja vielleicht schon kennt. Sie designt alle ihre Schmuckstücke selber und diese sind auch handgefertigt. Ich hatte noch nie so ein schönes und wertvolles Stück und könnte Stunden damit verbringen, einfach nur die Form mit den Augen nachzufahren, mit der Hand über das kühle glatte Silber zu streichen... So ein Schmuckstück kauft man sich natürlich nicht eben mal so, aber vielleicht wäre es ja eine Idee für die Weihnachtswunschliste? Für euch selber oder zum Verschenken?

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Dieser Armreif aus der Mademoiselle-Collection (klick*) trägt den schönen Namen Charlotte und es gibt ihn in verschiedenen Stärken von 2 bis 5mm. Ich habe 5mm, aber ich stelle es mir auch wunderbar vor, zum Beispiel 2 Armreifen à 3mm zu kombinieren.. Und für das, was es ist - reines 925er Sterling Silber, keine Versilberung, handgemacht - finde ich die Preise absolut angemessen, wenn nicht sogar günstig: 45 Euro für die 2mm Charlotte, 65 Euro für das 5mm-Modell. Oder? Die liebe Beata macht auf Wunsch sogar Sonderanfertigungen, also wenn ihr eine ganz bestimmte Vorstellung von eurem Traumschmuckstück habt...


Das Nachtkleid ist uralt, ich habe es vom Dachboden meiner Großeltern und fand es zu dem femininen Armreif ganz passend. Die Haare sind leider nicht meine, haha. Bei der ersten Fotoserie ist mir nämlich aufgefallen, dass ein Spitzenschnitt mal wieder dringend notwendig ist und glattgebügelte Strähnen ohne Volumen nicht wirklich toll zu dem Thema passen. Dann fiel mein Blick auf die Perücke von Halloween... ;)

Da solche edlen Stücke natürlich auch eine schöne Verpackung verdient haben, habe ich mir mit den tollen Materialien der lieben Nell von Kukuwaja* 2 Verpackungsvarianten ausgedacht. Vielleicht ist es ja eine Anregung?

Zum Einen weihnachtlich-rustikal, ein wenig nordisch angehaucht:

Verwendet habe ich dafür Spitzenband, Aufkleber aus Packpapier, weiße Papieranhänger, den Skandinavienstempel und weiße Stempelfarbe.

Zum anderen etwas silbriger und glitzeriger, mit Sternenmotiv:


Dafür habe ich Scrapbookingpapier, hellgraues Satinband und eine Sternenklammer verwendet.

Wenn ihr noch mehr Inspirationen zum Tragen und Verpacken der Silberarmreifen sucht, schaut unbedingt mal bei der lieben Myri von Lifetime vorbei, sie hat eine wunderschöne Fotostrecke angefertigt! 
Und das Beste ist: Ihr könnt bei der lieben Beata von Amberemotion* einen wunderschönen Silberarmreif "Charlotte" 3mm  und ein Verpackungsset von Kukuwaja gewinnen - und bei der lieben Nell von Kukuwaja* gibt es noch mal einen 20-Euro-Gutschein für tolle Verpackungsmaterialien zu gewinnen!
Ihr habt dabei eine doppelte Gewinnchance, ihr könnt also gleichzeitig auf dem Blog von Kukuwaja und auf dem Blog von Amberemotion teilnehmen. Also schaut ganz schnell bei den drei lieben Mädels vorbei, lasst euch für Weihnachten inspirieren und versucht euer Glück!
                                                                            
Amberemotion*
                 

Kukuwaja*
           
 

Ich hoffe, euch gefällt diese kleine Weihnachtsinspiration, die wir zu viert für euch vorbereitet haben. Wir hatten jedenfalls viel Spaß dabei!