Mittwoch, 30. Januar 2013 117 Kommentare

Lychee Rose Eclairs

Ich liebe meine Stadt einfach. Als ich frisch hierhin gezogen war dachte ich noch so, naja, zum Shoppen gehste dann halt immer nach Mannheim. Aber mittlerweile glaube ich echt, in Heidelberg bekommt man alles zu kaufen was man will! Man muss sich nur manchmal ein bisschen anstrengen. Und nein, damit meine ich jetzt nicht die Lychees...


Aber von vorne. Für meinen freien Tag (aka Blogtag) heute hatte ich mir vorgenommen, Éclairs mit einem etwas orientalisch angehauchten Lychee-Rosengeschmack zu backen. Geht natürlich nicht ohne passendes Geschirr, ist klar. Leider fiel mir erst gestern morgen ein, dass ich dafür unbedingt so eine marokkanische Schale brauche. Und zwar eine ganz spezielle, sowas hatte ich schon mal von Tine K gesehen - weißes Porzellan mit silbernem Rand, nur in ausgesuchten Onlineshops erhältlich (dachte ich). Zum Bestellen war es natürlich zu spät. Also was mache ich? Ich fahre los in der Hoffnung, genau diese Schale im Shoppingparadies Heidelberg zu finden. Wenn man nett ist, nennt man das optimistisch -  eigentlich war es vor allem mal dämlich. Ich meine, wenn es in HD einen Shop mit solchem Bloggergedöns gäbe, dann wüsste ich das doch?!


Ich war also in beiden Holgersons, im Eckhaus, in diversen Teeläden, in der Epicerie, im Vertigo, im Room Mate... und in ALLEN arabischen Lebensmittel / Shishashops von Handschuhsheim bis Bergheim. Nichts (im Wollwatt hätte es die Schalen gegeben, ich schwör). Und wie das immer so ist, hatte ich ausgerechnet gestern die unbequemen Stiefel an. Und die Sojamilch und den Weichspüler im günstigen 2 Literpack hatte Frau Schlau natürlich ganz am Anfang der Shoppingtour gekauft. Juhu. 


Die Epicerie war mein letzter Versuch kurz vorm Verzweifeln - und da gibt mir die nette Chefin den Tipp, doch mal in so einem kleinen marokkanischen Laden, genannt Maroc Interieur, zu schauen. Ich erstmal so, gnaaah - die Epicerie ist fast vorne am Bismarckplatz und besagtes Maroc Interieur sei ganz hinten am anderen Ende der Hauptstraße, bei der Heiliggeistkirche, in der Heugasse. Dazwischen liegt ja nur die längste Einkaufsstraße Deutschlands, die ich zudem bereits einmal komplett auf- und abgelaufen war (Mit 2 Litern Weichspüler an der Schulter, nicht zu vergessen). Aber der Tipp klang einfach so gut, dass ich mich irgendwie nochmal dahin geschleppt habe. Und bäm, wie im Märchen gab es die Belohnung und das Happy Ending, Prinz heiratet Prinzessin und Vera findet sich inmitten von STAPELN dieser Schale wieder!


Groß, klein, mittel, Weiß, Rosa, Creme, Grün, Blau... und billiger. Yeeey! Da war es mir auch egal, dass man in dem Lädchen nicht mit EC-Karte zahlen konnte und ich nochmal zur Sparkasse zum Uniplatz vorlaufen musste. In den Füßen hatte ich eh schon längst kein Gefühl mehr. Jedenfalls glaube ich jetzt wieder an Wunder und an Heidelberg als Shoppingparadies!
                
Diese Schalen sind wohl ganz traditionelle marokkanische Modelle. Ich Häschen dachte ja immer, Tine K hätte das erfunden. So habe ich es aber nun vom echten Marokkaner gekauft... der gute Inhaber weiß wahrscheinlich gar nicht, dass seine Ware gerade der heiße Sch*** in Bloggerland ist. Diese andere hübsche Geschirrserie, die man auch bei Tine K Home findet, gibt es dort übrigens auch in seeehr ähnlicher Form :D 


Ach so. Das Rezept. Das Teigrezept habe ich von Maître Pâtissier Felder aus der aktuellen Elle à Table. Für ca. 12 Éclairs:

Für den Brandteig
65ml Milch
60ml Wasser
55g Butter
65g Mehl
1/2 TL Salz
3 Eier
etwas Puderzucker

für die Creme
eine Packung Paradiescremepulver Erdbeere (ja pfui, aber für ne echte crème patissière war ich zu faul)
100ml Litschisaft (praktischerweise von Dosenlitschis, sonst selber irgendwie pressen)
100ml Milch
1 TL Rosenwasser
6 Litschis, geschält, entkernt und in kleine Stückchen geschnitten

für die Glasur
200g Puderzucker
ca. 3 EL Litschisaft (s.o.)
1 TL Erdbeersaft / -sirup / oder einfach etwas rote Speisefarbe

         
1. Milch, Wasser und Butter in einem Topf zum Kochen bringen.

2. Mehl und Salz auf einmal dazugeben, Topf vom Feuer nehmen und kräftig rühren, bis der Teig eine Kugel formt.

3. Etwas abkühlen lassen und eines nach dem anderen die Eier unterrühren. Der Teig ist jetzt klebrig-elastisch.

4. Teig in eine Tortenspritze füllen und mit großer Lochtülle (ca 12mm) oder einfach ohne Tüllenaufsatz 12 kleine Würste von jeweils ca. 12cm Länge auf ein Blech mit Backpapier spritzen.

5. Mit Puderzucker bestäuben.

6. 25 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C auf mittlerer Schiene backen. Auf dem Rost auskühlen lassen.

7. Füe die Creme die Paradiescreme nach Packungsanleitung zubereiten, aber die geforderten 300ml Milch durch 100ml Litschisaft und 100ml Milch ersetzen. Insgesamt also mit etwas weniger Flüssigkeit arbeiten, damit die Creme schön fest wird. Rosenwasser, Litschistückchen und das Cremepulver zur "Litschimilch" dazugeben und 3 Minuten mit dem Handrührgerät aufschlagen.

8. Für die Glasur gerade eben so viel Litschisaft unter Rühren zum Puderzucker geben, bis man eine dicke Paste erhält. Achtung, da reicht echt wenig Flüssigkeit. Wenn man will kann man noch etwas Saft von roten Früchten zum Färben einplanen oder Speisefarbe nehmen.

9. Die ausgekühlten Éclairs wie Brötchen aufschneiden, Creme reinspitzen und mit der Glasur garnieren. Wer mag, kann noch ungespritzte Rosenblätter draufstreuen. 


Bei mir hat es leider mal wieder nicht gescheit funktioniert und die Éclairs sind zusammengeflatscht. Ich weiß nicht woran es lag, eigentlich hätte der Teig beim Backen ganz fluffig aufgehen müssen... wie Windbeutel halt. Das Rezept habe ich 1:1 aus der Elle À Table übernommen. Also wenn jemand von euch erfahrenen Bäckerinnen einen Fehler findet, wäre ich euch sehr dankbar und würde das hier editieren! Jedenfalls habe ich sie dann einfach nicht halbiert und die Creme zwischen 2 ganze Éclairs gegeben. Geht auch ganz gut.


Das Küchentuch habe ich diesmal übrigens selbst gemacht, indem ich ein weißes Tuch mit so einem marokkanischen Muster bestempelt habe (mit Stofffarbe).  Das DIY dazu zeige ich euch das nächste Mal!

Die türkisfarbene Holzkiste ist auch ein DIY, aber total selbsterklärend: Eine alte Gemüsekiste vom Müll holen und erst mit einer dunkleren Farbe, dann mit einer helleren Farbe total unordentlich anstreichen. Die Farbe habe ich selbst gemischt aus Blau, Gelb und Weiß (Acrylfarbe).


Außerdem wollte ich mich noch ganz lieb bei allen Lesern bedanken, die beim "Blog des Jahres" von Copy Paste Love in der zweiten Runde für mich gestimmt haben! Dank euch bin ich in die Endausscheidung gekommen, bei der nun aus 18 tollen Blogs der Blog des Jahres gewählt wird. Wenn ihr möchtet, könnt ihr noch bis morgen Abend (31.01.2013 23:59) für mich abstimmen: klick. Vielen lieben Dank :) 

Habt ihr schon mal Éclairs gegessen?

EDIT: Dank euch haben ich das Problem glaube ich gefunden: Man muss den Teig wirklich im HEISSEN Topf etwas "braten", also eben abbrennen. Danke an Anonym für den Link HIER! Und danke an Conny für den Tipp, die Ofentür nicht zu öffnen und den Teig erst etwas abkühlen zu lassen, bevor man die Eier dazugibt!

Dienstag, 22. Januar 2013 109 Kommentare

Hair Stories

Heute geht es mal um de Hoar - für Nicht-Bülent-Ceylan-Fans: die Haare. Und eigentlich ist es ja ein Witz, dass ausgerechnet ich hier mit Haartipps um mich schmeißen will. Ist ungefähr so, als würde Sheldon Cooper Vorträge über Sozialkompetenz halten (oder als würde ich Vorträge über Sozialkompetenz halten, was müssen wir da den armen Sheldon für den Vergleich bemühen... aber lassen wir das). Denn meine Haare sind eigentlich nicht dafür geeignet, um damit anzugeben. Aber ich habe was tolles Neues ausprobiert und möchte euch dran teilhaben lassen. Es kostet fast nichts und ich finde, es wirkt: Teespülungen für die Haare!


Ihr dürft genau einmal raten, wo ich das wieder her hab: Pintereeest :) Es war dieser Pin, von fitnessmagazine.com. Demnach sollten also Schwarzteespülungen für Brünette, Kamillenteespülungen für Blonde und Rooibosspülungen für Rothaarige perfekt sein. Für Glanz und sogar einen kleinen Farbkick. Erst hab ich es ja nicht wirklich glauben wollen, vor allem das mit der Farbe nicht, aber da es ja nichts schaden kann habe ich es einfach mal getestet. Und schaut mal:


Man sieht schon was, oder? Also ich finde, es glänzt viel schöner und einen kleinen Tick dunkler sind die Haare auch. Der fiese matte Grüngelbstich von vorher ist weg. Oder bilde ich mir das nur ein?


So gehts:

1. Für Brünette 4 Beutel Schwarztee (für Blonde: Kamillentee, für Rothaarige: Rooibostee...) mit 300ml kochendem Wasser übergießen. Es reicht wirklich der allergünstigste Beuteltee. Der hindrapierte lose Tee und das Porzellankännchen sind gelogen, in echt hatte ich Billigteebeutel genommen und ne alte blaue Plastikkanne (aber mach davon mal schöne Fotos).

2. Ziehen lassen, bis der Tee handwarm ist.

3. Haare mit normalem Shampoo waschen und mit einem Handtuch vorsichtig trockendrücken, nicht rubbeln. 

4. Den konzentrierten abgekühlten (!) Tee über die Haare gießen, Haare nicht zu arg ausdrücken und eine Frischhaltefolie / Badekappe / ein altes oder schwarzes Handtuch drumwickeln. Achtung Flecken!!

5. 15 Minuten einwirken lassen

6. Ausspülen, bis das Wasser klar ist. Auf eine Kur würde ich hier mal verzichten. Vor der Teespülung versiegelt sie die Haare evtl. so, dass der Tee nicht mehr gut einwirken kann und nach der Teespülung zieht sie die Farbe wahrscheinlich grad wieder raus. Eine Leave In Pflege nach der Teespülung wäre aber nicht schlecht, die tut der Farbe ja nichts und schließt die Schuppenschicht vielleicht auch noch mal zusätzlich.

7. Und wie heißt es immer so schön auf den ganzen gekauften Haarprodukten: Trocknen und Stylen wie gewohnt.


Die Haare sehen an den Spitzen leider immer noch total abgefressen aus, aber sie sind schon viel besser geworden. Früher hab ich sie ja immer dunkelbraun gefärbt UND geglättet. Bis sie irgendwann richtig kaputt waren, trotz Bierhefe, Kuren, stundenlangen Ölpackungen... und ich dachte okay Frollein, mit einem musst du jetzt aufhören: Entweder mit dem Glätten oder mit dem Färben. Ich habe mich für einen Färbestopp entschieden, was im Nachhinein gesehen genau richtig war: Ich HAB ja braune Haare! Ich Gurke dachte immer, ich wäre dunkelblond. Aber ich habe jetzt seit 2 Jahren nicht mehr gefärbt und das hier ist ja wohl braun, oder? Zum Glück habe ich das noch bemerkt, bevor ich grau werde.


Und jetzt bin ich schon wieder zufrieden mit ihnen. Bis auf die Spitzen, da sind leider immer noch die mittlerweile leicht orangenen Farbleichen zu sehen, uärgs. Aber die wachsen auch noch raus. Und dann sind die Haare hoffentlich wieder richtig schön. Oder wenigstens so schön, wie sie halt bei einer fast 30-jährigen im Rahmen meiner Gene sein können. Biotinkapseln und Haarkuren für 40€ spare ich mir mittlerweile, Nahrungsergänzungsmittel finde ich bis auf wenige Ausnahmen eh fragwürdig bei einer ausgewogenen Ernährung und weniger ist manchmal mehr. Rausgerissen hat es bei mir nämlich keine Vitaminkapsel, keine Kur, sondern einfach der Färbestopp!

Das Glätten mache ich nach wie vor so 2mal in der Woche. Und ich muss sagen, das scheint gar nicht so arg das Problem zu sein. Okay, wer weiß wie die Haare ohne Glätten aussehen würden... aber ich brauch das einfach :D Sonst seh ich nämlich aus wie ein Atomunfall wahlweise ein geplatztes Sofakissen wahlweise eine Zuckerwatte auf zwei Beinen. Ich habe nämlich diese Locken, die NICHT schön sind. Eigenwillige, trockene, frisselige Ringel. Und ich habe echt probiert, das Beste daraus zu machen, sie zu ölen, zu definieren, ihnen Sprungkraft zu verleihen. Aber sie wollen nicht. Sie wollen doof aussehen. Kann man nix machen.


Also wird immer schön drübergebügelt, natürlich mit Hitzeschutz. Mich gibt es praktisch nicht ohne mein ghd Glätteisen*, jetzt schon mein heiliger Gral seit mehreren Jahren. Hab grad mal geschaut, schon im Februar 2011 vor zwei Jahren hatte ich mal drüber gebloggt: klick. Ist schon witzig, in dem Post war ich gerade mal 2 Monate weg vom Färben, dachte noch ich wäre dunkelblond und fragte mich, wie lang ich den Färbestopp wohl durchhalten werde. Für sowas finde ich meinen Blog ja selber toll. Einfach nochmal schauen, was vor 2 Jahren war...
Meinem ghd Glätteisen* bin ich treu geblieben, da geht mir nichts drüber. Mittlerweile habe ich sogar ein zweites, diesmal aus der Metallic Collection, bekommen. Es KÖNNTE dem einen ja mal was passieren :D Eine klassische Review von mir dazu findet ihr HIER.

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Das schöne Fotosetting ist übrigens (leider) nicht bei uns zu Hause, sondern bei meinen Eltern. Ich brauchte einfach mal einen kleinen Tapetenwechsel, dann lernt es sich leichter. Und ich hab mal andere Fotokulissen in creme/beige - die rosa Pastellhölle aka unser Schlafzimmer hängt euch bestimmt auch schon längst zum Hals raus.

Stuhl: Maisons Du Monde
Metallregal:  Casa
Kleid: TRF by Zara, von vor 3 Jahren oder so
Wäschebeutel: Marinette Decoration
Krug, Löffel: Familiensachen
Glätteisen: ghd*
kleine schwarze Bürste: Douglas
Haarschleife: DIY aus Geschenkband

Was habt ihr für Haare? Kommt ihr gut mit ihnen klar oder habt ihr auch eine etwas komplizierte Beziehung zu ihnen?

(Sorry dass es diesmal wieder kein Lockenfoto gab - ich weiß ihr wollt das gerne, shame on me. Aber für meine ungeglätteten Haare gilt da so ein bisschen das, was auch für die Teebeutel und die blaue Plastikkanne gilt ;D Im nächsten "Behind The Scenes" vielleicht!)

Dienstag, 15. Januar 2013 108 Kommentare

DIY: Chalkboard Fridge

Ihr Lieben, erst einmal vielen Dank für eure Meinungen zur Kommentarfunktion! Ihr wart euch ja fast alle einig und ich denke, ihr habt Recht - ich lasse die Funktion drin. Gut fand ich vor allem auch die Idee, einfach einen Hinweis in den Kommentartext zu schreiben, dass ich gerade in der Lernphase stecke und kaum zurückschreiben kann. Das werde ich auf jeden Fall machen. Und wenn euch was Wichtiges auf der Seele brennt, gibt es ja immer noch meine E-Mail-Adresse. Nur sollten eben alle Bescheid wissen bevor sie mir was schreiben, finde das nur fair. Wenn ihr mir ungeachtet dessen trotzdem schreiben wollt, freue ich mich natürlich riesig! Während dem Lernen liegt mein Handy ja meistens neben mir (Laptop bleibt aus, aus disziplinarischen Gründen) und ich checke schon öfter mal meine E-Mails, ob neue Kommentare da sind und freu mich dann :)

So, und jetzt zu unserer Küche. Da gab (und gibt) es ja immer noch einige Baustellen, so zum Beispiel der Einbaukühlschrank. Den haben wir beim Einzug von der Familie gebraucht bekommen und wir waren auch superfroh, keinen kaufen zu müssen. Nur war die Kühlschranktür (schon ein etwas älteres Modell) nicht kompatibel mit unserem neuen Ikea-Einbauküchensystem und wir konnten die dafür vorgesehene schwarze Frontplatte nicht darauf anbringen. Also gab es inmitten der einheitlich schwarzen Fronten immer noch diese nackige weiße Kühlschrankfront mit vorgebohrten Löchern und einem grauen Metallgriff dran. Nicht schön.


Und jetzt frage ich mich wirklich, warum ich nicht früher auf die Idee gekommen bin - ja na klar, einfach den Kühlschrank mit schwarzer Tafelfarbe anmalen! Eine Schreibtafel für den Flur hatte ich ja schon 2011 mit Tafelfarbe gemacht, also war mir das Prinzip nicht unbekannt und ich hätte ja mal eher drauf kommen können. Aber nee, da muss ich erstmal über ein Jahr wegen der nackigen Kühlschranktür rumschmollen. Bis es dann langsam mal durch die multiplen Bretter vor meinem Kopf durchsickert. Und selbst dazu brauchte ich noch nen kleinen Kick von außen. Woher genau? Riiichtig. Pinterest. DAS ist der Pin von Marisa und DAS ist die Seite dazu. Was über einem Käsebuffet wunderschön aussieht, kann auch auf dem Kühlschrank nicht verkehrt sein, dachte ich.

1. Man braucht:

einen hässlichen Kühlschrank
relativ feines Schleifpapier
Malerkrepp
Tafelfarbe
 Pinsel


2. Kühlschranktür gut mit dem Schleifpapier anschleifen, damit die Farbe später besser hält. Schleifstaub feucht abwischen und mit einem Handtuch trockenwischen.

3. Kanten mit Malerkrepp abkleben und evtl. den Boden und Möbel in der Umgebung mit Folie abdecken. Ich hatte den Kühlschrank wührend dem Streichen ausgeschaltet und ein Handtuch in die Tür geklemmt, damit er offen bleibt. Die erste Farbschicht auftragen - ob horizontal oder vertikal, ist egal. Nur sollte die zweite Farbschicht senkrecht zur ersten aufgetragen werden (steht so auf der Tafelfarbe). Ich habe erst eine horizontale Schicht gemacht. Trocknen lassen.

4. Und dann noch eine zweite Schicht senkrecht dazu, also in meinem Fall vertikal. Am besten ist ein relativ weicher Pinsel, damit der Farbauftrag nicht so streifig wird. Das gleicht sich beim Trocknen aber auch noch etwas aus. Nach 24 Stunden ist die Tafel fertig getrocknet und kann mit Kreide beschrieben und nass abgewischt werden.


Nicht lachen übrigens wegen der unbeholfenen Schrift... Ich habe mal versucht in einer schönen dekorativen Mädchenschreibschrift zu schreiben, was aber nur aussieht wie gewollt und nicht gekonnt. Normalerweise habe ich nämlich eine furchtbare Sauklaue - meine Schrift sieht leider aus wie die von einem Mann. Aber Druckschrift klappt wiederum sehr gut... hmja. Okay, die Analyse meiner Schriftstärken und -schwächen interessiert euch wahrscheinlich nicht so :D


Schaut mal, die Schüssel - sie ist mintfarben!! Dieser absolute Volltreffer kam von meiner lieben Rebecca von Verlockendes, zusammen mit einem kompletten Survivalkit in mint (Dekobuchstabe, Kugeln, Nagelfeile, Servietten, Nagellack...alles mint!) Ich dachte ich muss hyperventilieren, als ich das ausgepackt habe. Wie lieb ist das bitte? Und wie gut passt das Schälchen bitte in unsere Küche? Ja, und Rebecca wäre nicht Rebecca, wenn sie nicht auch gleich den passenden Nagellack mit eingepackt hätte. Für die Blogfotos "ich halt mir jetzt mal was Schönes vor den Bauch". Da kennt mich wohl jemand ziemlich gut :)


Jetzt wünsche ich mir für unsere Küche nur noch einen großen weißen Esstisch mit unterschiedlichen, in einer gewissen Farbe *g* angepinselten Holzstühlen. Oh, und ein kleines Buffet oder ein Regal statt dem Expedit. Dann wäre ich theoretisch soweit fertig mit der Küche. Aber bis dahin ist mir wahrscheinlich schon wieder etwas Neues eingefallen, was ich unbedingt brauche. Geht euch das auch ständig so?


Wandfarbe: SwingColor Mix aus dem Bauhaus, 57.030 glaube ich
Schürze: Landkind*
mintfarbene Schüssel: Ib Laursen von Rebecca
weiße Schüssel: Ib Laursen von Martha's*
Holzbesteck, Milchflasche: Party Princess*
Geschirrtuch: Butlers
Joghurtbecher: war bei dem Joghurtbuch von Marabout dabei

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 Habt ihr auch solche Ecken in eurer Wohnung / eurem Haus, die euch schon lange ein Dorn im Auge sind? Habt ihr schon Pläne, wie ihr das in Angriff nehmen wollt?


So, und jetzt verschwinde ich wieder unter dem Exaplan (ja, unter - ist ein Erschlagewerk sondergleichen, wiegt bestimmt 3 Kilo), aber nicht ohne vorher noch SABRINA zu ihrer neuen Schürze von Landkind zu gratulieren! Herzlichen Glückwunsch! Ich schreibe dir gleich noch eine E-Mail :)

Donnerstag, 10. Januar 2013 128 Kommentare

Pastry Salad Bowls

Also Pinterest ist ja sooo toll. Mit ein paar von euch hatten wir es ja schon auf Facebook davon: Man kann Unmengen schöner inspirierender Bildchen sammeln, diese je nach Thema in passende Ordner packen und diese Ordner kann man auch noch mal sortieren (habe ich erwähnt, dass ich sortieren liebe?). Praktisch das Stickeralbum der Neuzeit. Und nicht zu vergessen, viele der so gesammelten Ideen würde man am liebsten hier, jetzt, sofort, auf der Stelle nachmachen. Nur gibt es da ein kleines Problem und zwar: Ich soll nicht den ganzen Tag stöbern, pinnen, sortieren und kochen-basteln-dekorieren. Ich soll den ganzen Tag lernen. Aaaaber. Ich habe in den 4 Tagen seit dem letzten Post zwei komplette Fächer gelernt (Auge und HNO). Und auch gut gekreuzt, also nicht nur mal eben so hopp hopp drübergelesen. Daher hab ich mir heute zur Belohnung erlaubt, Brotkörbchen zu flechten :)

  
Und zwar habe ich bei der lieben Saskia, die auch bei Pinterest ist, dieses Bildchen gefunden. Ist das toll oder ist das toll?? Kleine aus Pizzateig geflochtene Salatkörbchen, die man mitessen kann *-* (ja, der Funkelaugensmiley musste jetzt sein). Ursprünglich stammt das Rezept von dieser sehr coolen spanischen Seite "La Receta De La Felicidad" - die übrigens auch enormes Potential hat, mir meinen Lernerfolg zu versauen, sooo schöne Rezepte gibt es da! Erst hatte ich ja Angst, dass ich das nie und nimmer so hinkriege mit den Körbchen. Aber im Nachhinein würde ich sogar so weit gehen und sagen, dass es fast idiotensicher ist. Ja wirklich. Man braucht:

für die Körbchen:
2 Rollen fertiger Pizzateig, möglichst rechteckig
etwas Mehl
2 EL Olivenöl
2 ofenfeste kleine Schüsseln

für den Salat (zum Beispiel):
200g Rucola
1 Granatapfel
luftgetrockneter Schinken
Parmesan am Stück
Olivenöl
Balsamico Bianco
Salz
schwarzer frisch gemahlener Pfeffer



1. Beide Pizzateige auf dem Papier lassen, auf je ein Holzbrett legen und mit einem scharfen Messer in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden. Den einen Teig quer, den anderen längs. Die Längsstreifen genauso liegen lassen, nicht auseinanderziehen oder sonstwie in Unordnung bringen. Der längsgeschnittene Teig ist die Grundmatrix, in die jetzt die kürzeren quergeschnittenen Teigstreifen eingeflochten werden. Also vom längsgeschnittenen Teig jeden zweiten Teigstreifen vorsichtig nach hinten (z.B. über ein Nudelholz) wegklappen. Es ist übrigens ganz gut, wenn man den Teig vorher leicht mehlt. Dann klebt nichts.

2. Einen kürzeren Teigstreifen hernehmen und auf die noch da liegenden Teigstreifen legen.

3. Die weggeklappten Teigstreifen wieder zurückklappen, über den eben hingelegten kurzen Teigstreifen.

4. Jetzt die anderen Längsteigstreifen nach hinten klappen, also die, die eben liegengeblieben sind.



5. Wieder einen kurzen Teigstreifen hinlegen...

6. ...und die weggeklappten Streifen wieder zurückklappen (Ich hoffe, dass man das so verstehen kann :D) Immer schön drauf  achten, dass keine großen Lücken zwischen den Streifen entstehen. Also im Prinzip wie das, was man in der Grundschule mal mit bunter Wolle gemacht hat... Weben, genau.

7. Das fertig gewebte Rechteck genau in der Mitte durchschneiden, so dass ungefähr 2 Quadrate entstehen. 

8. Ein Quadrat mit dem Papier hochheben und möglichst gleichmäßig über eine umgedrehte, leicht eingeölte, feuerfeste Schüssel legen. Überschüssigen Teig abschneiden. Aus den abgeschnittenen Teigresten kann man noch einen Rand für die Teigschüssel basteln. Mit dem anderen Quadrat genauso verfahren.



9. Die umgekehrten Schüsseln mit ihren Teigmützen auf einen Rost stellen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober- und Unterhitze ca. 15-20 Minuten goldbraun backen. Rausholen. Teig noch auf den Schüsseln belassen, bis er komplett erkaltet ist.

10. Die Schüsseln abheben und mit Rucola, Granatapfelkernen, Schinken, Parmesanhobeln und Dressing füllen (oder mit was immer man möchte). Das Dressing läuft natürlich durch die kleinen Löcher, also fürs Real Life noch einen Teller drunter einplanen ;)
   




Also lasst euch nicht davon abschrecken, dass die Körbchen ja schon ganz gut was hermachen. Okay, es ist natürlich mehr Aufwand als sich eine Milchschnitte auszupacken. Aber viel länger als Auflauf machen dauert das hier auch nicht, für Gäste z.B. ist es auch toll und es ist echt nicht so schwer, wie es vielleicht aussieht.
  



Allein schon wegen dem mit leckerem Dressing vollgesogenen Körbchenboden lohnt es sich. Das Männchen hat mir die Salatkörbchen schon fast unterm Objektiv weggerissen, weil er diese Vision von köstlich durchtränktem Pizzateig schon während meinem Shooting hatte. "Können wir das jetzt essen?" "Bist du bald fertig?" "Essen wir dann jetzt den Salat?" Dabei konnte es ja nicht mal kalt werden :D


Aber ja, mit noch leicht warmem Teig stelle ich mir das sogar noch besser vor. Den Duft von so frisch gebackenen, warmen Teig liebe ich ja eh... Wir sind auch gerade am überlegen, ob wir uns nicht mal einen Brotbackautomat gönnen sollen. Auf ein paar von euren Blogs habe ich schon darüber gelesen, habt ihr irgendwelche Empfehlungen (oder Warnungen, dass dies und das Modell total furchtbar ist)? Im Moment tendiere ich ja dazu, einfach die Nr. 1 von brotbackautomaten-test.de* zu nehmen, Unold 8695 von Lidl. Ist auch nicht so teuer für den Anfang. Hat den zufällig jemand von euch und kann berichten?

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Und dann muss ich euch gleich nochmal um eure Meinung anhauen. Und zwar überlege ich (Bianca hat mich auf den Gedanken gebracht, weil sie es sich auch überlegt hatte), die Kommentarfunktion für die Zeit, wo ich jetzt lerne, abzustellen, da ich nun fast gar nicht mehr zum Zurückschreiben komme. Ihr schreibt immer so liebe, persönliche Sachen wo man richtig merkt dass ihr mitlest und interessiert seid, und mir ist es dann immer so arg, wenn ich nicht antworten kann. Aber meine Zeit ist echt superknapp mit dem 100-Tage-Lernplan und ich bekomme grad ja nicht mal mehr regelmäßige Postings hin. Da dachte ich, wäre es vielleicht fairer euch gegenüber...? Wobei mir eure Kommentare natürlich auch ziemlich fehlen würden. Hmmm...was meint ihr?

Samstag, 5. Januar 2013 266 Kommentare

Cotton Love

Endlich wieder bloggen! Die letzten Tage war ich ja, wie ihr vielleicht gemerkt habt, von morgens bis abends mit so netten Dingen wie der Chorioretinopathia centralis serosa beschäftigt (Chorio... was? Hab jetzt schon wieder vergessen was das ist, meeh). Aber ich gebe mein Bestes und lerne brav, muss halt sein. Einen Tag in der Woche habe ich mir allerdings jeweils lernfrei eingeplant, um da immer ein paar Posts für die kommende Woche vorbereiten zu können. Heute war also mein erster Blogsamstag der Akutlernphase, und yey, mir gehts gleich wieder besser... Habe das alles echt vermisst!


Tja, die Weihnachts- und Silvesterzeit ist jetzt wirklich vorbei. Und wisst ihr was, ich genieße es irgendwie. Klar, die ganze Feierei ist toll, aber jetzt ist einfach mal wieder Ruhe. Das Glitzerlichtergesindel ist verräumt, der Baum ist draußen (schon länger wegen garstigen Baumläusen... grrr) und die Wohnung habe ich mal wieder ordentlich grundgeputzt und aufgeräumt. Schlichte weiße Deko, ein paar Baumwollblüten... und so ganz heimlich warten wir schon auf den Frühling. Und jetzt nicht lachen, aber diese Stimmung wird für mich gerade perfekt verkörpert durch... mein Nachtkleid. Ja richtig, mein Nachtkleid :D Weiße, weiche, saubere Frische-Wäsche-Baumwollstimmung.


Eine liebe Leserin von mir, Nine aus dem Allgäu, ist nämlich gelernte Maßschneiderin und hat jetzt ihr eigenes Label "Landkind"* gegründet. Sie hat mich um ein bissl Starthilfe gebeten - nichts lieber als das, liebe Nine! Ihre Kollektion ist nämlich superschön. Es gibt Nachtkleider* aus reiner Baumwolle mit ganz zarten, schlichten Spitzendetails; Schürzen*, wie sie die hübschen bayerischen Landmadln schon zu Großmutters Zeiten getragen haben; Unterröcke* und Muffs*, Dirndl* und Corsagen*. Also ganz traditionelle Kleidungsstücke, aber schöner, schlichter und moderner. Ihr wisst ja, dass ich auch so ein kleiner Shabby-Freak bin, und das hier ist praktisch Shabby zum Anziehen. 

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Das Nachtkleid* ist (wie alles andere von ihr auch) von Nine selbst entworfen und handgeschneidert. Das ist irgendwie ein ganz anderes Gefühl... mein Kleiderschrank ist sonst ja eher voll mit H&M-0815-Sachen made in Bangladesh. Früher ging es mir auch oft nur darum, möglichst viele verschiedene Klamotten zu haben. Gekauft, ein- oder zweimal angezogen, dann gefiel es mir nicht mehr oder hatte Pilling und was Neues musste her. Inzwischen hat sich mein Geschmack jedoch ein bissl gefestigt und es klingt vielleicht abgegriffen, aber so ein Nachtkleid ist einfach was fürs Leben. 


Allein schon von der Passform her - da passe ich auch noch schwanger oder später mit metabolischem Syndrom rein. Musste mich da erst dran gewöhnen und dachte, dass es zu weit ist. Aber ist klar: Die Bewegungsfreiheit braucht man nachts, da ist nämlich nix mit dehnbaren 90% Polyacryl, 10% Elastan - einfach nur 100% reine, feste Baumwolle (Ich muss Bügeln lernen. Dringend.). Außerdem suggeriert mir das Nachtkleid somit, dass ich eine schlanke Elfe bin und noch ganz viel essen kann. Yey.


Oh, und das Kopfkino. Das geht hier ungefähr so: Vor dem Schlafengehen schaue ich noch mal im Stall nach den Ziegen und sage ihnen gute Nacht. Mit einer Laterne laufe ich über den Hof und wasche mich in der Küche bei Kerzenschein mit kaltem Wasser aus einem Holzbottich (ok, das ist auch nur in der Theorie romantisch). Ich ziehe das Nachtkleid über, mit dem Kerzenhalter in der Hand steige ich dann die Holztreppe hoch und lege mich in das große alte Bett aus dunklem Holz, in dem schon meine Urgroßeltern geschlafen haben. Und was Romantisches muss noch rein, also... sagen wir mal, ich würde noch mal den Liebesbrief vom Jungen vom Nachbarshof lesen oder so :D You get the idea.


Am nächsten Morgen verwandele ich mich dann mit dieser von Nine handgehäkelten Merino-Pudelmütze* in eine unschuldig verarmte junge russische Zarin. Und es passieren ganz viele romantische Sachen wie in Dr. Schiwago. Nicht, dass ich den Film jemals gesehen hätte - aber was man so gehört und auf den Langnese-Eispackungen gesehen hat, passt halt so schön. Davon abgesehen steht der Film ganz oben auf meiner To-Watch-Liste :)


So, jetzt hab ich euch aber genug Quatsch erzählt. Als Dankeschön für eure Geduld beim Lesen könnt ihr nämlich noch etwas gewinnen: Und zwar diese ebenfalls von Nine handgenähte Schürze* aus reiner Baumwolle! Ich dachte das passt ganz gut, weil eine Schürze Einheitsgröße hat und die meisten von euch ja auch recht koch- und backaffin sind ;)


Schön, gell? Darin könnt ihr dann dem Jungen vom Nachbarshof einen mit viel Liebe selbstgebackenen Blaubeerkuchen überreichen. Ein leichtes charmantes Erröten dabei nicht vergessen. Äääh... ja. Also zu den Teilnahmebedingungen: 

Hinterlasst mir unter diesem Post einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr die Schürze gewinnen wollt. Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Samstag, der 12. Januar 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person mit Adresse in Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch anonyme Leser. Ich lose mit Zufallsgenerator aus und kontaktiere dann den Gewinner. Die Schürze schicke ich dem Gewinner als versichertes Postpaket zu. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und beim Kodak-Giveaway haben je einen 50€-Gutschein gewonnen: Liz, Mama Mademoiselle und Angel of Berlin. Ich kontaktiere euch gleich noch persönlich. Herzlichen Glückwunsch!