Dienstag, 28. Mai 2013 191 Kommentare

Bärlauchsuppe + Sweet Paul Jahresabo für euch

Yey, ich bin Arzt! Was für ein merkwürdiges Gefühl. Von einem Studenten trennen mich ja nur 320 mehr oder weniger sinnvolle Multiple Choice-Fragen und zwei Tage garstige praktische Horrorprüfung. Aber trotzdem wäre ich jetzt theoretisch berechtigt, mit Stethoskop um den Hals zum Einkaufen zu rennen und alle anderen Kunden an der Kasse wegzuschubsen oder mir auf der Straße wildfremde Menschen zu schnappen und diese zu untersuchen. Oder so ähnlich. Wie war das noch gleich? :D Diese Bärlauchsuppenfotos hat euch jedenfalls die Frau Dokter gemacht, also bitte jetzt mal mit ordentlich Respekt anschauen, nech ;))) (und nicht nach der Doktorarbeit fragen, bitte, danke, hust)


Nach der praktischen Prüfung am Dienstag und Mittwoch bin ich dann erstmal wie ein angeschossenes Reh aufs Sofa gefallen und habe einfach nur geschlafen. Mein erster Gedanke als ich wieder aufgewacht bin war aber gleich: "Der Bärlauch!!!" Ich wollte ja schon eeewig was damit kochen, hatte zuletzt aber keinen mehr in den Geschäften gesehen und dann vor der Prüfung keine Zeit mehr gehabt, welchen zu suchen. Bei Günays Garten gab es aber doch noch welchen - ich danke den Prüfungsverwaltungsmenschen also von Herzen, dass sie mir (eigentlich entgegen meinem Wunsch) einen recht frühen Prüfungstermin zugeteilt hatten. Sonst wäre die Bärlauchzeit nach meiner Prüfung vielleicht endgültig vorbei gewesen. Nicht auszudenken!!!


Übrigens, das was ich euch da so hinterlistig als Bärlauchblüten verkaufen möchte, ist irgendein Unkraut aus unserem Innenhof. Hättet ihr eh gemerkt, ne? Beim gekauften Bärlauch sind ja leider meistens keine Blüten dabei. Aber Bärlauch-Foodstyling ohne zarte weiße Blüten? No way. Ich hatte ja schließlich schon eine Bärlauch-Shooting-Mindmap gegimpt und daran muss sich immer überaus rigide gehalten werden.


Und dann hab ich noch was ganz Schlimmes gemacht, das ihr so bitte nie, nie nachmacht!! Versprochen? Okay, also: Der Bärlauch war zum Teil schon bisschen schlapp und da hab ich... ähm, hust... Maiglöckchenblätter mit auf die Fotos gezerrt (wer das auf den Bildern erkannt hätte, bekommt die goldene Botanikerpalme). Genau, das giftige Gewächs, das man genau so wie die Herbstzeitlose nie, niemals mit Bärlauch verwechseln sollte, wenn man selber welchen sammelt! Ich wusste ganz genau, wo in meinem Setting der Bärlauch liegt und wo das Maiglöckchen, Essen und Gift hatten immer gebührenden Abstand und ich hab auch nie erst die Maiglöckchenblätter und dann das Essen angefasst oder so. Aber please don't EVER try this at home!!! Mir wird im Nachhinein selbst ganz anders, wenn ich dran denke. Soviel dazu, was man nicht alles für schöne Fotos tut...


Ach so, ja. Das Rezept. Falls ihr nach der Maiglöckchengeschichte jetzt überhaupt noch Appetit habt ;) Ist ne Eigenkreation und ich mach es immer ein wenig anders, aber jetzt hab ich mal auf die Mengen geachtet und so wird es auf jeden Fall lecker (also natürlich nur, wenn man Bärlauch mag):

für 2 Personen

eine kleine Zwiebel
150g Bärlauch
150g weich kochende Kartoffeln
2 EL Olivenöl  
100ml Weißwein
300ml Gemüsebrühe
100g Crème Fraîche
Salz
schwarzer Pfeffer



1. Die Zwiebel schälen, fein hacken.

2. Den Bärlauch auf seine Echtheit hin prüfen (die Blätter leicht reiben, wenn es nicht nach Knoblauch riecht - WEG damit), waschen, putzen und fein hacken.

3. Die Kartoffeln waschen, schälen, in kleine Würfel schneiden.

4. Olivenöl in einen Topf geben und die Zwiebeln darin glasig andünsten.

5. Bärlauch und Kartoffeln dazugeben und kurz mit anbraten.

5. Mit dem Weißwein ablöschen, Gemüsebrühe dazugießen und ca. 20 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

6. Vom Herd nehmen und mit dem Stabmixer gut durchpürieren; geht natürlich auch im Mixer.

7. Durch ein Sieb streichen.

8. Mit Crème Fraîche, Salz und Pfeffer verfeinern.

Dazu schmeckt gut ein rustikales Baguette (Tipp für Heidelberger: Baguette D'Alsace von Göbes in der Sofienstraße oder in der Plöck) oder knusprig gebratener Bacon.



Außerdem möchte ich euch als Dankeschön für eure Geduld mit mir in der langen Lernphase noch einen ausgeben! Und zwar ein Jahresabo der großartigen Zeitschrift Sweet Paul*. Paul Lowe ist einer meiner liebsten Foodstylisten überhaupt und zusätzlich zu seinen leckeren Rezepten gibt es in Sweet Paul auch noch Do It Yourself- und Dekoideen. Das könnte euch ja eventuell auch gefallen, dachte ich ;)

*Werbung

 Eine kleine Aufgabe gibt es aber dazu, und zwar sucht der süße Paul ein neues Zuhause. Sprich, wo in eurer Stadt / in eurem Ort hättet ihr gerne mal die Möglichkeit, in Sweet Paul zu blättern? Das kann euer Lieblingscafé sein, ein Bastelladen oder eine Dekoboutique, eine gemütliche Bäckerei, eine Strandbar, ein Hotel oder sonst irgendeine Location, wo ihr euch gerne aufhaltet... Schreibt mir diesen besonderen Ort also einfach in euren Kommentar, gerne auch mit der Adresse der Location dazu. Die Redaktion schaut sich die von euch genannten Plätze auch an und vielleicht liegt schon bald Sweet Paul an eurem Lieblingsplatz aus! Der Gewinner bekommt sein Jahresabo aber natürlich komfortabel nach Hause geschickt ;) Also kurzgefasst:
   
Hinterlasst mir unter diesem Post einen Kommentar mit dem Vermerk, an welchem Ort ihr gerne mal in Sweet Paul blättern würdet. Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Dienstag, der 04. Juni 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus, kontaktiere dann den Gewinner und werde eure Adresse zur Zusendung des Abonnements an Sweet Paul weiterleiten. Die Angabe von Kontaktdaten wie E-Mail-Adressen erfolgt auf eigene Gefahr; diese werden nur für die Gewinnvermittlung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


An dieser Stelle möchte ich auch schnell noch die Gewinnerin des 50€-Gutscheins für eine Kameratasche von Photoqueen verkünden, und zwar ist es die liebe Julia von Junifaden! Herzlichen Glückwunsch liebe Julia, ich schreibe dir gleich noch persönlich!


Und alle anderen, wie immer: Nicht traurig sein! Wie ihr seht schau ich ja, dass ich jetzt wieder öfter was für euch habe.  In der Hoffnung, dass es irgendwann jeden mal mit einem Gewinn erwischt :)

❋❋❋

weiße Schüssel: Anthropologie*
Geschirrtuch: Bungalow 
Löffel: Familie
Blechdose: von Mama aus Frankreich


Und ihr, mögt ihr Bärlauch auch so gerne oder ist euch das zu knoblauchig? Habt ihr diese Saison was damit gekocht? Ein etwas anderes Rezept für ein Bärlauchsüppchen (mit karamellisierten Kirschtomaten!!) gibt es übrigens auch bei der lieben Rebecca. Das werde ich die Tage wohl auch noch ausprobieren!
Ich werde mich dann mal wieder an all das begeben, was während der Lernphase so liegengeblieben ist: E-Mails und Kommentare, die dringend noch beantwortet werden müssen, die Steuererkärung, Wäscheberge und so. Ihr kennt das ja. Aber natürlich werde ich meine neugewonnene Freiheit auch noch etwas genießen und das Schlafzimmer fertig umgestalten (der Streichdruck hat wieder zugeschlagen - haut mich, aber das Altrosa im Schlafzimmer ist weg) ;) Mehr dazu bald! Und wie Nadine immer so lieb sagt: Habt es schön!


Edit: Ihr Lieben, den Doktortitel hab ich ja noch gar nicht. Daher auch "bitte nicht nach der Doktorarbeit fragen" ;) Erstmal bin ich einfach nur Arzt - man kann ja auch ohne den Doktortitel ganz normal als solcher arbeiten, da reicht das Staatsexamen mit der Approbation. Viele Jungärzte arbeiten zunächst ohne den Titel, weil eher wenige mit Abschluss des Studiums auch gleich schon die Dissertation fertig haben. Lustigerweise ist man für viele Patienten aber trotzdem Herr oder Frau Doktor, wenn man nur genügend Autorität ausstrahlt und ganz in Weiß würdevoll herumschwebt (in meinem Fall aber leider ein Fail: "Schwestaa??? Isch hob Schmetze in de Fieß!"). Aber so oder so, ich erhole mich jetzt erstmal von den Prüfungen, bevor es weitergeht :)


Montag, 13. Mai 2013 94 Kommentare

Rhabarber Limonade aus Rhabarbersirup & Bloomy Days

Werbung* für BloomyDays

"Das ist jetzt aber nicht das DIY, das sie letzte Woche versprochen hat?" Nee. Sorry ihr Lieben, Frau Grobmotorikerin hat da so ein bisschen was verbockt. Nun ja, ich arbeite dran und in der Zwischenzeit lade ich euch einfach auf eine Rhabarberlimo ein, ja? Okay, das ist fies, ihr bekommt die Limonade ja gar nicht wirklich. Aber ich hocke ja auch gerade in Kuscheldecke mit Tee auf dem Sofa, während draußen der Regen an die Fenster klatscht, und denke an den sonnigen Samstagabend auf dem Balkon zurück. Also eine Runde Rhabarber-Phantasielimo für uns alle.


Die Idee, Rhabarberlimo zu machen, hatte ich praktisch aus dem Briefkasten gefischt. Zuerst kam der liebe DHL-Mann und brachte mir mein Testabo von Bloomy Days* - frischhellgrüne Schneebälle und dunkelpinkfarbene Nelken. Sorry, ich immer - nein, ich kann nicht einfach nur "grün" oder "pink" sagen. Aber die Farben sind wichtig... schaut mal auf die schönen Blumen, die da oben links in der Ecke vom ersten Bild schon mal hervorgucken und dann schaut auf den Rhabarber... klar, nech?? 
Dann zog ich die neue Ausgabe des Food-Magazins Deli aus dem Briefkasten und fand darin ein ziemlich leckeres Rezept für Rhabarbersirup. Konzept: Check.


Das Rezept für den Rhabarber Sirup findet ihr HIER, aber ich habe es etwas abgewandelt. Daher schreibe ich es nochmal auf, wie ich es gemacht habe. Ich habe einfach einen leichten Sirup aus dem Rhabarber gekocht, den man dann nach Belieben mit süßem Sprudel zu Limonade oder mit Sekt zu einem leckeren Sommercocktail für Balkonabende aufgießen kann.

Rezept für Rhabarber Limonade aus Rhabarbersirup

Zutaten für ca. 500ml Rhabarbersirup bzw. 1,5 Liter Rhabarberlimo:

1500g Rhabarber
100g Erdbeeren (für die Farbe ;) )
20g Ingwer
100g Zucker
400ml Wasser

Für Limo oder Bowle aufgießen und dekorieren mit:

1 Liter süßem Sprudel
oder 1 Liter Sekt
Eiswürfel
Minzblättchen


1. Den Rhabarber waschen und putzen, die faserige Haut wegen der Farbe aber ruhig dranlassen. 

2. Rhabarber in kleine Stücke schneiden.

3. Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden.

4. Erdbeeren putzen, waschen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden.

5. Rhabarber, Ingwer, Erdbeeren, Zucker und Wasser in einem Topf aufkochen.

6. 10 Minuten leicht köcheln, dann vom Herd nehmen und noch 30 Minuten ziehen lassen.

7. Alles in ein feines Sieb geben und durchstreichen.

8. Abkühlen lassen - fertig ist der Sirup.

9. Den Sirup nach Geschmack ca. im Verhältnis 1/3 (Sirup) zu 2/3 (Sprudel, Sekt) mit süßem Sprudel oder Sekt aufgießen, mit Eis und Minze dekorieren.

Den übrigen "Rhabarberschlamm" kann man übrigens lecker als Kompott essen. Zum Wegwerfen ist der viel zu schade!


Oh übrigens. Die Kiste. Ihr habt ja bestimmt entdeckt, wie schön abgeranzt und dekorativ-kaputt die ist, oder? Und einige haben vielleicht sogar gedacht: "Moment, ist die nicht von Butlers?" Stimmt. Aber als ich sie bei Butlers gekauft hatte, war sie noch ganz neu, glatt und glänzend und die Idee "coole Vintage-Getränkekiste" kam etwas gewollt und nicht gekonnt rüber, fand ich. Aber wozu gibt es Kinderarbeit? Hihi - nein wartet, lasst es mich erklären. Ich hatte mir also die Kiste geschnappt und bin damit runter in unseren Innenhof gelaufen. Das gute Teil mal ein bisschen über den Hof treten, dachte ich mir. Ich setzte mich also auf die Steinstufen unter den Kastanienbäumen und fing an, die Kiste ordentlich über den Boden zu reiben. Wahrscheinlich kritisch beäugt von allen lieben Rentnerinnen, die nachmittags so auf den Balkons zu sitzen pflegen...


Auf einmal so: "Was machst du da?" Vor mir stand ein superputziges kleines Mädel mit einer durchaus beeindruckenden Schnodderspur zwischen Nase und Mund (ich find sowas irgendwie unheimlich süß... aaah, die Hormone). Tja. Wie erklärste jetzt der dreijährigen Sophia (Name geändert), dass du dabei bist deine Food-Props fürs Shooting zu pimpen, damit das dekorative Vintage-Konzept überzeugender rüberkommt? Das versteht ja nicht mal ein normaler Erwachsener, der nicht gerade bloggt oder sonst in der Branche arbeitet. Ich so: "Ähm... also ich habe Limonade gemacht und möchte die gerne in diese Kiste stellen, um dann schöne Fotos davon zu machen. Und ich finde es hübscher, wenn die Kiste etwas alt und kaputt aussieht." Sophia: "Ah okeee!!!" - strahlt mich an und setzt sich neben mich auf die Steinstufe. Grinst weiter und greift nach der Kiste. "Was steht da?" Ich so: "Market Place... das ist Englisch und heißt Marktplatz. ...Willst du mir helfen? Die Kiste einfach so ein bissl über den Boden reiben?" Sophia: "Ja!!!" Und das gute Kind fängt an, eifrig meine Getränkekiste zu shabbysieren. Hat sie super gemacht, oder?


Naja, ich hatte sie ihr nach 30 Sekunden schon wieder panisch entrissen, aus Angst sie könnte sich dabei irgendwie wehtun. Nachdem ich Sophia auf ihre Fragen hin dann noch vorgelesen hatte, was auf allen Schlüsseln an meinem Schlüsselbund draufsteht ("Wilka", "Silca", "BKS" - finden Kinder sowas echt interessant??), habe ich die Kiste selbst fertig shabbysiert und bin ganz stolz damit wieder hochgerannt zum Männchen. Rhabarberlimosetting aufgebaut und dann erstmal selber davorgestanden und es schön gefunden. "Guck mal, die Kiste erinnert doch jetzt an laue Frühsommerabende auf der weitläufigen Terrasse eines alten französischen Weinguts, oder?" (noch mehr schmückende Adjektive und ich breche) ...Männchen: "Oder an 10 Minuten sinnloser Gewalt. Außerdem würde ich sagen, Terrasse eines englischen Weinguts." Da hat er natürlich mal wieder Recht.


Jedenfalls hat die Rhabarberlimo super lecker geschmeckt, auf dieses frisch-süß-säuerliche stehe ich ja total. Und wenn man dazu noch den Blick über einen rhabarberfarbenen Blumenstrauß schweifen lassen kann - herrlich...


Wie schon erwähnt, habe ich diesen schönen Strauß aus Schneebällen und Nelken von Bloomy Days* zum Testen zugeschickt bekommen. Falls euch Bloomy Days tatsächlich noch nicht auf dem einen oder anderen Blog begegnet sein sollte, erkläre ich das Konzept dahinter mal.

Bloomy Days ist ein Schnittblumen-Abonnement, das einen per Post immer mit frischen und ausgefallenen Blumensträußen versorgt, für 19,90€. Zwei Punkte sind mir an Bloomy Days positiv aufgefallen, die es von der Masse abheben und zu etwas Besonderem machen: 

Zum einen, man kann sich das Abo absolut frei selbst einteilen. Man kann wählen, ob man jede Woche, alle zwei Wochen oder nur jeden Monat einmal frische Blumen bekommen will. Auch mehrmals in der Woche ist möglich. Man kann wählen, wie viele Sträuße man pro Lieferung haben will und man kann das Abonnement jederzeit von heute auf morgen stoppen und jederzeit wieder einsteigen. Man verpflichtet sich also zu gar nichts.

Zum anderen, es sind einfach mal andere Blumen als ständig nur Rosen Tulpen Nelken (okay, das mit den Nelken war jetzt ein schlechtes Beispiel) Die Blumen werden jeden Dienstag frisch auf dem Großmarkt ausgesucht und es sind auch mal edle oder ungewöhnliche Arten dabei, die man sonst eher nicht kennt. Der Schneeball von letzter Woche scheint ja ein saisonaler Geheimtipp zu sein, ich kannte diese Art jedenfalls vorher nicht. Erst war ich ja etwas skeptisch, da es ein eher empfindliches Gehölz ist, das viel Wasser braucht - daher stand auf der beiligenden Anleitung, dass man die Stiele vorher mit einem Hammer faserig klopfen soll. Aber mit dem Hammertrick (unter ungläubigen Blicken des Männchens - sinnlose Gewalt die Zweite, jetzt spinnt se komplett) steht der gute Schneeball nun tatsächlich schon eine ganze Woche lang!
Und ja, es ist immer eine Überraschung, was für Blumen man denn nun bekommt. Aber hier seht ihr mal die Sträuße der letzten Wochen, und ich finde, man kann den Bloomies da schon vertrauen:






Schaut auch unbedingt mal bei Nadine von Dreierlei Liebelei vorbei! Sie hat ihr Bloomy-Sträußchen mit einer köstlichen Rhabarber-Streusel-Tarte assoziiert und mal wieder allerschönste Foodphotography abgeliefert: klick. Und bei Rebecca von Verlockendes gibt es gleich mehrere Rhabarberideen... ein perfekter Rhabarber-Baiser-Kuchen und ein Rhabarbertrifle, stilvoll dekoriert wie immer, so dass man am liebsten gleich mal bei ihr vorbeifahren würde. klick.

So... das hier wird nun aller Voraussicht nach der letzte Post vor meiner mündlichen Prüfung sein. Also nicht wundern, wenn ich mich jetzt noch mal ein bisschen rar mache. Bald wird hier hoffentlich wieder alles normal laufen! 


PS: Ich war ja schon ein bisschen stolz, dass mein Blog über Essen und farblich dazu passende Geschirrtücher auf dem Zeit-Blog "Heiter bis glücklich" vorgestellt wurde. "Ein Schöngeist"... ui, das geht runter wie Honig, ganz lieben Dank! Ich habe dafür auch den berühmten Proust-Fragebogen für Blogger ausgefüllt... ihr wollt nicht wissen, wie lang ich daran gesessen habe. Ich meine, für die ZEIT - waaah! Wenn ihr also wissen wollt, wann ich die Unwahrheit schreibe oder was mich im Netz am meisten stört, dann könnt ihr euch mein Interview gerne mal durchlesen (HIER)


Mittwoch, 8. Mai 2013 133 Kommentare

Fresh Green Month of May

Werbung*

Stellt ihr euch auch manchmal vor, dass die Natur im Frühling explodiert? Ich denke das immer. Jedes Jahr. Anfang April fange ich an, die noch fast kahlen Bäume zu beobachten. Ich bin mit ihnen aufgeregt, warte ungeduldig auf den Tag, an dem auf einmal alles voll mit frischen grünen Blättern und Blüten ist. Es kommt immer so plötzlich. Und dann ist er da, der Mai. Ich möchte nur noch rausrennen in all das sonnige Maigrün, junge Lindenblätter essen und weiße Blütenblätter auf mich rieseln lassen!


...ähm, was hab ich da über Lindenblätter geschrieben? Vergesst das bitte ganz schnell wieder. Ja, ich nasche im Frühling gerne mal an den frischen grünen Trieben. Genauso, wie ich den Duft von frisch gemähtem Gras liebe und eigentlich viel lieber Grassalat als Möhrensalat essen würde, wenn das ginge. Aber mal ganz abgesehen davon, dass es ziemlich bescheuert aussieht (mmmh, lecker Baum, da nehm ich mir doch mal ein Blättchen): Man muss schon wissen welche Bäume man anknabbert. Nicht an Straßen, nicht im Unterholz, nicht alle Sorten und nicht Nachbars Zierkirsche... also nicht nachmachen, offiziell spreche ich hier KEINE Empfehlung aus, ja? Gut. Die Freakshow hätten wir dann für heute auch abgehakt.


Am Sonntag hatte ich das Männchen dann überredet, mal ein bisschen mit seiner Raupe Nimmersatt ins Grüne zu fahren. Ich hätte kreischen können vor Freude über die Sonne, den blauen Himmel, die grünen Wiesen und die blühenden Kirschbäume... ich bin da eh schon ein totaler Suchti (kann es bitte das ganze Jahr über Mai sein?) und nachdem ich die letzten Tage nur mit meinem ollen Fallbuch Chirurgie eingesperrt war, umso mehr.


Bei so schönem Wetter tausche ich meine Jogginghose dann auch gerne mal gegen ein Kleid und Gummistiefel aus. Für die ich übrigens ein bisschen geschimpft bekommen hab: Hunters wollte ich ja schon immer und nun hielt ich es einfach nicht mehr aus. Zumindest mal anprobieren wollte ich sie und hoffentlich feststellen, dass sie mir überhaupt nicht passen... tja, nur leider passierte das Unvermeidliche und die Dinger passten, sogar an meinen relativ strammen Waden. Das war ja meine stille Hoffnung, dass mit den Stiefeln zu der Muffintaille auch noch Muffinwaden hinzukommen. Aber nee... nun gut, musste ich sie wohl behalten (kann ich dann auch nix mehr dafür). Die Rechnung hatte ich also schön ganz zuunterst im Karton versteckt und den diskret im Schlafzimmer deponiert. Seitens des Männchens hatte ich nämlich eh schon mit nicht allzuviel Verständnis für überteuerte Gummistiefel gerechnet. Aber was macht er? Er traute mir da wohl zu Recht nicht ganz und hat sich die Rechnung dann doch mal geschnappt. Ups. "Du Stinker! Was willst du denn mit Gummistiefeln für 120€?" Ich: "Die sind halt "by appointment of her majesty the Queen", guck mal... (zeige ihm das Logo)" Er: "Gehst du jeden Samstag auf die Fasanenjagd oder was, dass du solche Stiefel brauchst? Du gehst ja nichtmal auf Festivals, weil es dir da zu schlammig ist. Außerdem hast du schon Gummistiefel."


Hmja. Ich habe ihm dann erklärt, dass meine anderen Gummistiefel zu eng geworden sind und dass ich aber unbedingt welche brauche, um keine Grasmilbenbisse zu bekommen. Und dass das jetzt ne Investition fürs Leben ist. Und was sieht bitte besser zu einem leichten Sommerkleid aus als so richtig derbe Gummistiefel? Na eben.


Dafür wurde wenigstens meine geliebte neue Fototasche vom Männchen abgesegnet. Die liebe Britta von PhotoQueen* hat mir da nämlich einen guten Rabatt drauf gegeben. ...Hey, das wäre doch die perfekte Ausrede in Zukunft: "Stinker, warum haben wir schon wieder neue Küchenhandtücher?" "Habsch gesponsert bekommen"... "Und was macht das neue Kissen da auf dem Sofa?"... "Habsch gesponsert bekommen"... Manchmal stimmts ja sogar ;)

Aber zurück zur Fototasche. Bisher hatten wir ja nur so ein relativ hässliches Männermodell aus grauem Sicherheitsgurt-Material, irgendwie sah es nicht mal professionell aus, sondern mehr so nach deutschem Urlauber auf Mallorca... jedenfalls nichts, was ich auch so für jeden Tag als Handtasche hergenommen hätte. Aber meine Shutterbag Safari* ist jetzt mal riiichtig schick. Das wäre allein so schon die perfekte Handtasche für mich, aber dazu kommt nun noch, dass sie ein mega ausgeklügeltes Innenleben zur Aufbewahrung von unserer kompletten Fotoausrüstung hat. Die Kamera, bis zu 3 Objektive, kleiner Laptop, passt alles rein und ist gut geschützt durch variable Zwischenposter. Den Kleinkram wie Speicherkarten und Akkus kann ich perfekt in die vielen kleinen Fächer reinmonken und für alles andere, was Frau so braucht (habt ihr es bei Instagram gesehen?), ist auch noch Platz. Mit der Tasche könnte ich jederzeit spontan das Land verlassen.


Mir hatte nun die Safari Purple von Shutterbag* am besten gefallen, es gibt aber natürlich noch viele andere Modelle von Jo Totes, Epiphanie, Kelly Moore... allesamt stylish, extra für uns Mädels. Aber sogar für Männer gibts einige schöne Modelle, die nicht in your face nach Fototasche aussehen. Und da ich weiß, dass viele von euch auch gerne fotografieren, soll eine/r von euch auch einen Rabatt bekommen. Gewinnen könnt ihr einen

50€-Gutschein

von PhotoQueen* für den Kauf einer Kameratasche! Ganz billig sind die guten Stücke ja nicht, also falls ihr bis jetzt noch mit euch gehadert habt (oder euer Liebster auch ein Auge auf eure Einkäufe hat ;) ), wäre das ja vielleicht eine willkommene Ausrede Zugabe.

Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt. Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch. Das Bild könnt ihr gerne mitnehmen, es ist aber kein Muss.

Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 15. Mai 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus, kontaktiere dann den Gewinner und werde ihm den 50€-Gutscheincode per E-Mail übermitteln. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Gutschein gilt für den Kauf einer Kameratasche bei www.photoqueen.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Und für alle gibt es noch einen 10€-Gutschein für Photoqueen mit dem Code Nicest Things, gültig bis zum 18. Juni 2013!


Und jetzt sagt mir bitte, dass ihr auch hin und wieder mal eure Kleider-, Taschen- oder Dekorechnungen versteckt :D Wir lesen uns bald wieder mit einem kleinen DIY und bis dahin wünsche ich euch den schönsten, grünsten, frischsten und sonnigsten Mai!

Sonntag, 5. Mai 2013 71 Kommentare

Pfannkuchen Rezept: Mini Pancakes mit Blaubeeren und Ricotta

Werbung* für home24.de

Eigentlich sollte es heute um Bärlauch gehen. Ich hatte schon alles vorbereitet: Ein Rezept rausgesucht, ein Schneidbrett mit Lasur in Palisander auf alt getrimmt und ein passendes grünes Geschirrtuch besorgt. Den Bärlauch selbst hatten wir letzten Samstag im Aldi gesehen - na perfekt dachte ich mir, das scheint dann wohl grad Allerweltsware im Supermarkt zu sein. Gestern wieder einkaufen gewesen und was ist? Kein Bärlauch. Nicht bei Aldi, nicht bei Lidl, nicht mal in Deutschlands bester Obst- und Gemüseabteilung 2012 bei Rewe. Sagt mal, habt ihr den allen weggekauft? Gnaaah! Ich kann so nicht arbeiten. Wenn ich einmal eine Mindmap zu einem Thema gemacht habe, bin ich nicht mehr flexibel. Musste ich nun aber. Gerettet hat mich wie so oft mein Männchen, das Blaubeeren in den Einkaufswagen legte. Die passenden "Food-Props" (so nennt man das unnötige Geschirr, das Blogger für ihre Posts ansammeln) in Blau-Weiß-Türkis hatte ich auch. Yeeess.

Mini Pfannkuchen mit Blaubeeren und Ricotta

Auf Instagram und Facebook hatte ich euch dann nach guten Rezeptideen gefragt. Danke für die vielen tollen Vorschläge! Aber letztendlich habe ich mir ganz was anderes rausgesucht: Dieses Rezept bei Lecker, Mini Pfannkuchen mit Ricotta und Blaubeeren minus die Orange (aus farblichen Gründen, eh klar, oder?). Ja ich weiß, ich bin furchtbar... warum frage ich euch dann erst. Da könnt ihr euch mit meinem Männchen die Hand geben, der kennt den Laden hier nämlich schon. Er sagt dann immer gleich: "Warum fragst du mich eigentlich, du machst doch eh was du willst?". Riiiichtig.
 
Blaubeer Ricotta Mini Pancakes
 
Für ca. 10 Blaubeer Ricotta Mini Pfannkuchen:

100g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 EL Butter
1 Ei
100ml Buttermilch
2 EL Ricotta
Pflanzenöl
150g Blaubeeren

Pfannkuchen Rezept Mini Pancakes mit Blaubeeren

1. Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen.

2. Die Butter schmelzen.

3. Die abgekühlte, flüssige Butter in einer anderen Schüssel mit dem Ei und der Buttermilch mit dem Handrührgerät zu einer homogenen Masse verrühren.

4. Die Trockenmischung mit dem Mehl aus Schüssel 1 zu der Butter-Ei-Buttermilchmischung geben, wieder gut verrühren.

5. Zum Schluss den Ricotta unterrühren.

6. Öl in einer Pfanne erhitzen, mit einem Esslöffel 3 kleine Teigkleckse in die Pfanne machen und darauf gewaschene Blaubeeren verteilen. Auf mittlerer Hitze braten, bis die Teigoberfläche nicht mehr glänzt. Wenden und nochmal ca. 1-2 Minuten braten.

Mini Pfannkuchen mit Blaubeeren und Ricotta Rezept
  
Diese Blaubeer-Ricotta-Pancakes sind so gut!! Am Rand schön knusprig, in der Mitte ganz saftig und fruchtig... am besten schon warm aus der Pfanne essen. Das Rezept ist super unkompliziert und schnell, wäre also auch was für ein Sonntagsfrühstück oder ein Picknick. Ich musste es heute Nachmittag übrigens dreimal machen, 10 solche Miniküchlein sind ja nix für einen ausgewachsenen Mann. Jetzt kann ich es auswendig.
 
Tolix Stuhl weiß und Blaubeer Pancakes
    
Und wie vielleicht schon einige von euch bei Facebook mitbekommen haben: Wir wollen (äääh... also ich will) unsere Küche nach meiner mündlichen Prüfung mal ein bisschen umdekorieren. Mit den schwarzen Fronten war ich ja nie so glücklich, aber ich denke, in diesem Nordic Black & White-Stil könnte es was werden. Ein schwarzer Retro-Kühlschrank ist schon in Planung, außerdem ein größerer Küchentisch, eventuell streiche ich auch die Wände... das Jadegrün ist zu hell. Die Kamera denkt immer das sei Weiß und verhackt mir den kompletten Weißabgleich beim Fotografieren. Das werde ich wohl noch mal dunkler überstreichen (jaaa, es ist wichtig, dass unsere Küche eine gute Fotokulisse abgibt)

Was wir aber schon mal haben, ist so ein schicker Tolix-Lookalike-Stuhl*. Um den Küchentisch will ich nämlich ein paar Designklassiker-Stühle mischen, also zu dem Metallstuhl noch einen weißen Eames Chair und zwei so schwarze Stühle mit Sprossenlehne im Artek-Style. Den Metallstuhl mag ich schon mal richtig gerne mit seinem abgeranzten Industrial-Design!

Blaubeeren und weißer Tolix Stuhl in der Küche

Tolix Metallstuhl: home24.de*
Teppich: Ikea Solröd
Esstisch: Ikea Ingo, weiß gestrichen
Geschirrtuch: Bungalow Neem
weiße Pappschalen-Porzellanschüssel: Anthropologie
weiße und türkisfarbene Latte Schüssel: Anthropologie
Keramik Messbecher Set: Anthropologie


Blaubeer Pfannkuchen mit Ricotta

Nächste Woche gibt es übrigens ein paar Fotos von draußen (Sonne, blühende Bäume, ich hüpfe über die Wiese, das ganze Programm). Wir waren heute Mittag nämlich auf unserer geheimen Lieblingswiese... es war einfach nur herrlich, mal an der frischen Luft zu sein. Jetzt habe ich wieder ein bisschen Energie, um ab morgen wieder fleißig für den Endspurt zu lernen. Und ihr, hattet ihr ein schönes Wochenende? Konntet ihr die Sonne genießen? Habt ihr auch was Süßes gebacken?

  ❋❋❋

PS: Ach so, und natürlich noch das Ergebnis vom Giveaway. Gewonnen hat Verena (25.04., 20:10), herzlichen Glückwunsch! Ich schreibe dir gleich eine Mail :)
Und für alle anderen gibt es bald wieder eines...