Samstag, 31. August 2013 244 Kommentare

Feigen Soufflé, Acapulco Chair and Indigo Home Giveaway

Enthält Werbung* für Indigo Home

Die Beschaffung von Foodprops (zu deutsch: unnötiges Zeugs, das man sonst niemals verwenden würde, um sein Essen für Fotos so richtig reißerisch herzurichten) ist bei weitem nicht immer trivial. Vor einiger Zeit hatte ich bei Galeria Kaufhof violette Auflaufförmchen gesehen - die Foodbloggerin in mir kreischte mich herrisch an, diese sofort vollständig aufzukaufen. Mein vernünftiges Ich mit der Stimme meines Männchens und einer lustigen Schirmmütze von der Sparkasse hielt dagegen: Brauchst du nicht, hast du schon, Kleinvieh macht auch Mist. Beide einigten sich auf die denkbar schlechteste aller Möglichkeiten - ich kaufte genau EIN violettes Auflaufschälchen. Leute, bitte, was soll das? So spare ich weder Geld noch kann ich das einzelne Schälchen für Foodfotos hernehmen. Denn wie jeder weiß, gehört mindestens ein zweites Schälchen voll mit Wasauchimmer dekorativ in den unscharfen Hintergrund geparkt - bokehlicious, you know (das war der letzte Gedankenstrich für heute - ich versuche es zumindest).


Als dann so langsam die ersten Feigen in den Geschäften auftauchten, fesselte das hysterische Fräulein Foodbloggerin das bedachte Sparkassenmännchen mit Bakers Twine an einen Stuhl und brachte ihn mit Panzertape zum Schweigen (Masking Tape hätte hier nicht geholfen und das war dann auch die letzte Klammer für heute). Soll heißen: Ich lief zum Kaufhof, um die restlichen violetten Auflaufschälchen endlich aufzukaufen. Aber, wie man sich unschwer denken kann, waren die violetten Auflaufförmchen inzwischen ausverkauft. Stattdessen alles voll mit Türkis, Apfelgrün und Orange - gaaaarstige knallbunte Retrofarben, neinneinnein, ich MAG euch nicht! Orange vor allem auch noch, brrrr.


Na gut, wir haben in Heidelberg ja den Luxus zweier Kaufhöfe. Aber wie sollte es anders sein, auch im zweiten Kaufhof gab es nur noch Schälchen in Prilblumenfarben. Violett sei aus dem Sortiment genommen worden. Also Plan B: Auf nach Mannheim. Im großen Kaufhof am Paradeplatz wieder nix...  Ich dachte wirklich schon, das wird nichts mehr, aber dann im vierten Anlauf, also im zweiten Mannheimer Kaufhof, stand alles voll mit den violetten Schälchen... und nicht nur das, sie waren auch noch reduziiihiiieeert! Foodblogger-Ich und Sparkassenmännchen-Ich waren beide glücklich. Das geplante Feigensoufflé hatte ein adäquates Zuhause gefunden und ich fühlte mich mal wieder in meiner Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Mentalität bestärkt. Yesss.


Feigensoufflé für 4 Portionen:

75g Zucker
2 Eier, getrennt
70g Mehl
30g Speisestärke
100g Crème Fraîche
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker

5 Feigen


1. Den Zucker mit den beiden Eigelben schaumig schlagen. 

2. Mehl und Stärke mischen und unterrühren.

3. Crème Fraîche unterrühren.

4. Salz und Vanillezucker unterrühren.

5. Die beiden Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

6. Die Feigen waschen und in kleine Stücke schneiden, diese in den Teig geben und umrühren.

7. Teig in 4 ofenfeste VIOLETTE Schälchen füllen (Foodblogger lassen hier nochmal ein paar Feigenstückchen locker von oben auf den Teig fallen) und im auf 200°C vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten backen.

(Bitte seid nicht so blöd wie ich und schaltet aus Versehen den Grill ein. Das führt dazu, dass man nach 10 Minuten das dunkelbraune Soufflé panisch aus dem Ofen reißt - nur um festzustellen, dass der Teig innendrin noch roh ist. Mist.)


Aber warum über ein verbocktes Soufflé aufregen, wenn man das Wohnzimmer schön hat? Ich habe sogar eine Rechtfertigung für den schicken neuen Stuhl: Bisher war in unserem Wohnzimmer praktisch keine Kommunikation möglich. Ein Dreier-Ektorp als einzige Sitzmöglichkeit legte nahe, sich mit etwaigem Besuch nicht zu unterhalten, sondern wie die Hühner nebeneinander auf der Stange zu hocken und einhellig geradeaus auf den Fernseher zu starren. Das ist jetzt dank günstigem, aber schönem Acapulco-Chair-Lookalike alles anders (guter Rationalisierungsversuch, ne?). Man kann sich gegenüber sitzen, Blickkontakt halten und lange Gespäche über Hemingways Eisbergmodell führen... Ach, was rede ich. Eigentlich wollte ich den Stuhl bloß HABEN und drauf sitzen darf niemand, weil da schon mein neues Lieblingskissen sitzt. So.

  
Kissen, Küchentücher und Servietten in diesem Post habe ich allesamt von Indigo Home*. Die schönen Drucke werden von Hand im Block-Printing-Verfahren hergestellt und ich finde sie sehr stilvoll und edel - vielleicht auch etwas für euch? Für den Fall habe ich ein kleines Giveaway für euch, und zwar darf ich ein Paket aus Kissenhülle und Küchentuch, jeweils mit Wunschprint, an eine(n) von euch verlosen! Hier seht ihr mal eine kleine Auswahl an möglichen Prints. Der Gewinner kann natürlich unterschiedliche Prints für Kissen und Küchentuch wählen, zum Beispiel ein Kissen im Chevronprint und ein Küchenhandtuch mit Palmenblattmuster...



Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt. Ein zweites Los gibt es, wenn ihr Indigo Home hier auf Facebook euer Like gebt, schreibt das dann bitte auch in euren Kommentar.
Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Dienstag, der 03. September 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person mit Adresse in der EU, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und kontaktiere dann den Gewinner zur Übermittlung der Adresse und der Wunschprints. Die Adresse und die Wunschprints gebe ich an Indigo Home weiter, das Set aus Kissenhülle und Küchentuch wird direkt von Indigo Home an den Gewinner verschickt. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

  
Kissenhüllen Palmenblatt und Chevron: Indigo Home*
Küchentuch Palmenblatt und Pinselstriche: Indigo Home*
Servietten Pinselstriche: Indigo Home*
Stuhl Copacabana: Maisons Du Monde
Konsoltisch Newport: Maisons Du Monde
Lampenfassung mit Holzkugeln: DIY
gerahmte Drucke: DIY
Teppich: House Doctor Maria
Glasvase: Tine K Home
Auflaufförmchen: Kaufhof
Messer: Opinel
violetter Teller: Butlers
schwarzes Besteck: Zara Home
Zweig vom Feigenbaum: aus dem Garten der Eltern meiner Besten, danke!! :)
Hübsche Feigenaufbewahrung aus Emaille: Flohmarkt mit Nadine² 

² nicht gesponsert und ohne Haare ziehen ♥ (Stiiiiimmt Nadine, ich habs gleich nachgetragen ;) )
  

Schwarz, Weiß, Grau und dunkles, entsättigtes Violett sind übrigens immer noch meine Lieblingsfarben... ein neues Blogdesign steht ja schon ewig auf meiner To Do Liste und falls ich irgendwann mal Zeit haben und dazu kommen sollte, dann wird es genau diese Farben haben. Habt ein schönes Spätsommerwochenende!

Montag, 26. August 2013 37 Kommentare

Brombeercrumble Rezept für Nadine

Heute nur mal ein ganz schnelles Hallo - mehr Bilder und das Rezept für Brombeer-Crumble gibt es bei Nadine von Dreierlei Liebelei. Für sie habe ich nämlich diesen kleinen Gastpost fabriziert. Ihren Blog kennt ihr wahrscheinlich schon, oder? Wenn nicht, ganz unbedingte Empfehlung. Ich wette, ihr werdet ihre Rezepte, Interior-Ideen, Hochzeitstipps, Reiseberichte und DIYs lieben.


Brombeer Crumble geht bei uns im Spätsommer (und nicht nur dann) einfach immer. Es ist super schnell und unkompliziert gemacht, extrem wandelbar und man kann sich auch noch auf die ach so gesunden Früchte rausreden ;) Das schöne Geschirrtuch habe ich von Indigo Home, mehr dazu und eine Überraschung für euch gibt es im nächsten Post. Bis dahin alles Liebe und macht es euch gemütlich, trotz des verregneten Montags - oder gerade deswegen!


Freitag, 23. August 2013 61 Kommentare

Grapefruit Rosé Drink

Enthält Werbung für Bertine

Naaaa, habt ihr eure Steuererklärung schon fertig? (Mein geschicktester Opener ever, yeah - SO erfreut man seine Leser.) Also ich ja schon, hähä. Und ich habe wieder einmal festgestellt: Ich bin komisch. Wem bitte macht es Spaß, bei Hunderten von Belegen das Datum zu suchen (findet das erstmal, manche verstecken das aufs Hinterhältigste), es gelb zu textmarkern, die Belege dann alle chronologisch zu ordnen und die einzelnen Positionen mit Datum und Zweck in eine Exceltabelle einzugeben? Mir. Die Autosumme zu beobachten ist faszinierender als Fernsehen ("Neiiiiinnn, wenn ich da in der Spalte ne Zahl hinzufüge, ändert sich die Zahl da unten ja von ganz alleine!!!"). Und in der Disziplin Kontobewegungen screenshotten schaffe ich mittlerweile 5 pro Sekunde. Man muss sich halt nur erstmal einen Ruck geben. Die ersten 6 Monate des Jahres saß ich nur da und habe misstrauisch meine Kiste mit den unsortierten Belegen beäugt. Die Stapel wurden immer größer und untendrin bildete sich schon Braunkohle (echt wahr, nichts liegt mir ferner als unangemessene Übertreibungen). Aber irgendwann dachte ich mir na hopp Frollein, vom Zugucken wird es ja auch nicht besser. Und siehe da, es macht mir ja Spaß (wie letztes Jahr, Überraschung). Fast so viel Spaß wie die Belohnungssüppelei danach...


Zur Feier des Tages gab es nämlich mal lecker Weinchen, gemischt mit Grapefruitsaft (oh Gott, ich blogge gerade über Geld und Alkohol... how to blog with integrity - NOT). Aber das "Rezept" ist einfach zu gut, das muss ich euch mitteilen. Man kippt einfach nur zwei Flüssigkeiten zusammen und hat den köstlichsten, fruchtigsten Aperitif / Willkommensumtrunk / Steuererklärungsbelohnungsdrink ever. Es gibt doch manchmal diese Kombis, wo sich ganz simple Dinge aufs Vortrefflichste ergänzen und in ihrer Symbiose zu mehr werden als die Summe ihrer Zutaten: Erdbeeren und Sahne. Baguette und Salzbutter. Und Roséwein und Grapefruitsaft. In Frankreich auch "Rosé Pamplemousse" genannt und sogar fast schon ein Klassiker...


Zutaten:

700ml Roséwein (muss nicht mal ein besonders guter sein, siehe Foto)
400ml Grapefruitsaft / Pampelmusensaft (frisch gepresst oder gekauft, pinker oder gelber, egal)
Eiswürfel
Minzblättchen (nur wenn man Foodblogger ist)


So geht's:

1. Grapefruits halbieren und 400ml Saft pressen. Ob man pinke oder gelbe Grapefruits nimmt ist egal, es schmeckt beides gleich gut. Alternativ einfach Grapefruitsaft kaufen, es tut dem Endergebnis keinen großen Abbruch.

2. Den Grapefruitsaft in eine Karaffe geben und mit 700ml von ca. 8°C kaltem Roséwein aufgießen. Hier könnt ihr auch mal einen billigen Côtes de Provence nehmen oder, wie wir, einfach was vom Aldi (der Côtes de Provence wäre mir ja vom Etikett her lieber gewesen als Rheinhessen, aber es passte farblich nicht).

3. Eiswürfel in Gläser geben und mit dem Grapefruitwein aufgießen. Und natürlich unbedingt mit einem Minzblättchen dekorieren.


Was die Mengen angeht könnt ihr spielen, die sind nirgends festgeschrieben. Wenn ihr lieber nur einen ganz leichten Weintouch möchtet, dann mischt einfach halb-halb oder nehmt sogar mehr Grapefruitsaft als Wein. Das ist das Schöne an dem Rezept, es verzeiht alles. Billiger Wein, gekaufter Grapefruitsaft, Mischungsverhältnis vergessen? Egal. Einfach zusammenschütten und es wird schon irgendwie lecker sein.


Ich trinke ja im Alltag selten bis nie Alkohol und nach zwei Schlückchen von meinem korallrosa Mädchentrendgetränk, mehr Saft als Wein,  fing es dementsprechend mit der unkontrollierten Kicherei an. Das Männchen fühlte sich natürlich gleich berufen, sehr passend dazu zu gröhlen: "Heute saufen wir uns zuuuuu..." Ähm ja. Ihr seht schon, es war ein Exzess sondergleichen.


Apropos Koralle, bei neuen Farbtrends bin ich ja immer erstmal skeptisch. So geschehen, als mir Ende 2012 klar wurde: Kupfer ist Trend. Ich erstmal so, näää, Kupfer, das ist ja ne warme Farbe und sowas kommt mir nicht ins Haus. Und bei Koralle, uuuuh, das ist ja gefährlich nah dran an der Hassfarbe schlechthin, Orange. Tja und wenn es dann langsam auch in der letzten Provinzzeitschrift auftaucht, ja DANN fällt mir auf: Hey. Eigentlich gar nicht mal schlecht! Daher läuft Madame jetzt mit diesem schönen korallfarbenen Shopper von House Doctor rum - und hofft insgeheim, mal auf einen Rosé Pamplemousse eingeladen zu werden und dann wie auf Foto 4 mit farblich zum Drink passender Tasche da zu stehen und zu denken: Hach, was sind wir heute wieder stylish. 
Die geometrischen Formen hatten sich dagegen sofort bei mir durchgesetzt. Hallo?! Ich bin ein Monk, immer her damit. Wobei meine neue Schale von www.bertine.de mehr so eine Geometrie zweiter Ordnung hat... sie ist durchaus symmetrisch, wie ich nach stundenlangem Glotzen festgestellt habe. Aber eben nicht so in your face, und das gefällt mir. Gleichseitige Dreiecke sind ja für Anfänger.


korallfarbener Shopper von House Doctor: Bertine
geometrische Metallschale von House Doctor: Bertine
Teppich: House Doctor Maria
  

So... also wie war das jetzt mit eurer Steuerklärung? Hmmmm? Aber viel wichtiger ist ja: Was genehmigt ihr euch als Belohnung nach solchen Aktionen? Habt ein wunderschönes Wochenende, ihr Lieben!


PS: Den Duft "Vanille Coco" von Comptoir Sud Pacifique hat gewonnen: Beate H. (ohne Blog), Kommentar vom 17.08., 10:45! Ganz herzlichen Glückwunsch, ich schreibe dir gleich eine Mail!


PPS: Die geometrische Schale ist in natura hellbeige, ich hatte sie mit reinweißer Acryl-Sprühfarbe von Rico nachlackiert. Inzwischen hat sie schon wieder einen neuen Anstrich bekommen und ist schwarz... steht ihr auch gut.

Freitag, 16. August 2013 168 Kommentare

Eiscreme Sandwiches mit Kokos

Enthält Werbung für Parfumdreams.

Sagt mal, herbstelt es bei euch auch schon an jeder Ecke? Letzten Monat lag der Herbst/Winterkatalog von Impressionen im Briefkasten, bei H&M hängen die ersten Strickpullis, bei Instagram sah ich schon Kürbissuppe und in meiner Facebook-Timeline wurde bereits mehrmals der Herbst ausgerufen. Stopp! Es ist August, der klassische Sommerferienmonat, die Sonne knallt vom blauen Himmel und die Freibäder werden dieses Wochenende überfüllt sein. Der Herbst kommt noch früh genug und in unseren Breiten dauert diese komisch-nasskalte Mischmaschjahreszeit, die sich aus Herbstende, Winter und Frühlingsanfang zusammensetzt, doch eh fast ein Dreivierteljahr. Lieber den Sommer noch richtig auskosten, zum Beispiel mit Kokos-Eiscreme-Sandwiches...


Okay, seien wir ehrlich, in 2 Wochen ist September und das ist nun mal kein Hochsommer mehr. Aber mir fällt es leichter, den Sommer gehen zu lassen, wenn ich ihn so richtig ausgesaugt und in meinen Kopf gebrannt habe. Wenn ich weiß: Ich war im Meer schwimmen und habe mir danach beim Trocknen am Strand fast einen Sonnenbrand geholt. Ich habe das gute Zitroneneis von unserem Italiener gegessen und kam mit dem Essen kaum hinterher, weil es so schnell geschmolzen ist. Ich habe mit Freunden gegrillt, war am See, bin barfuß über die Wiese gelaufen, habe lange Sommernächte auf dem Balkon verbracht, habe Wassermelonen und Erdbeeren gegessen bis mir schlecht wurde. Mit diesen Erinnerungen im Kopf werde ich mich dann doch irgendwann still und leise auf den gemütlichen Herbst freuen...


Was steht auf eurer Sommerliste? Habt ihr das schon alles gemacht? Ansonsten, jetzt oder nie. Tragt euer Lieblings-Sommerkleid, so oft ihr könnt. Springt nochmal ins kühle Wasser. Hört eure Sommerhits, macht Picknick mit Freunden, verbringt die Abende draußen. Und esst Eis! Jawoll, das ist ein Befehl! (Wie, ihr mögt gar kein Eis? Tss, immer diese Befindlichkeiten...) ;) Das passende Rezept für leckere Milchschnitten Kokos-Eiscreme-Sandwiches bringe ich euch auch gleich mit. Vielleicht habt ihr ja Lust, das am Wochenende mal auszuprobieren?


Für ca. 8 Eis-Sandwiches, Eiscremerezept abgewandelt von hier und Teigrezept abgewandelt von hier:

Eiscreme:
300g Zucker
300g Wasser
1 Dose Kokosmilch
100g Kokosraspeln
1 Becher Schlagsahne (es geht auch Sojasahne)

Teig:
120g Butter, geschmolzen (+ etwas Butter zum Fetten für das Blech)
120g Zucker
1 Ei
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
120g Mehl
60g Kakaopulver


Eiscreme:

1. Zucker und Wasser in einen Topf geben und unter Rühren so lange köcheln, bis sich der Zucker gelöst hat und ein Sirup entstanden ist. Vom Herd nehmen.

2. Kokosmilch und Kokosraspeln unterrühren, abkühlen lassen.

3. Sahne steif schlagen und unterheben. Die Creme ca. eine Stunde in den Tiefkühler stellen. In der Zeit den Teig machen...

Teig:

1. Die geschmolzene Butter in einer Schüssel mit dem Zucker verrühren. Abkühlen lassen.

2. Das Ei, den Vanillezucker und das Salz mit dem Handrührgerät unterrühren, bis eine einheitliche, cremige Masse entsteht. 

3. Unter Rühren das Mehl und das Kakaopulver dazugeben, weiterrühren bis der Teig glatt ist.

4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen (das Blech vorher mit Butter fetten, damit das Backpapier am Blech klebt und nicht verrutscht). Das Backpapier nochmal mit Butter fetten, ihr habt also folgende Schichten: Blech - Butter - Backpapier - Butter.

5. Den Teig ganz gleichmäßig ca. 5mm dick rechteckig auf dem Backpapier ausstreichen (z.B. mit einem Esslöffel). Das Blech wird dabei nicht ganz ausgefüllt, das macht aber nichts.

6. Ca. 10 Minuten im auf 180°C vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene backen. Dabei Ober- und Unterhitze verwenden, keine Umluft - der Teig trocknet sonst zu sehr aus. Auf Bild 1 oben sieht man das Blech, wie es gerade aus dem Backofen kommt. Kurz abkühlen lassen.

Zusammenbauen:

1. Den "Kuchen" mit dem Backpapier auf die Arbeitsfläche ziehen und an der langen Seite halbieren. Die beiden Hälften sollten sich von selbst vom Backpapier lösen.

2. Die vorbereitete Creme mit einem Esslöffel gleichmäßig auf die eine Kuchenhälfte streichen (Bild 2), ca. 1cm dick.

3. Die andere Kuchenhälfte darauf legen und ganz leicht andrücken. (Bild 3)

4. Überschüssige Creme von den Rändern entfernen und das Ganze ca. 3 Stunden in den Tiefkühler stellen.

5. Mit einem scharfen Messer 1 Schnitt längs (parallel zur langen Seite) und 3 Schnitte quer (parallel zur kurzen Seite) machen, also 8 Sandwiches ausschneiden. Dabei das Messer nach jedem Schnitt abwischen (Bild 4). Die fertigen Eiscreme-Sandwiches nochmal eine halbe Stunde in den Tiefkühler stellen bzw. dort aufbewahren.

Wer Zeit sparen will, kann natürlich auch gekaufte Eiscreme verwenden und diese etwas antauen lassen, damit sie cremig wird und sich leichter verstreichen lässt. Und wer kein Kokos mag, nimmt einfach eine andere Sorte.


Ich für meine Teile bin allerdings gerade kokosverrückt ohne Ende: Kokoseis, Kokosduschgel, Kokosmilch im Essen und Kokosparfum - das gehört zu meinem "ich führe mir den Sommer explizit vor Augen"-Programm ganz unbedingt dazu! Diesen Sommer war... ääh, IST es "Vanille Coco"* von Comptoir Sud Pacifique*. Kokosdüfte sind ja oft ziemlich eindimensional bzw. quietschsüß, aber dieser hier ist etwas gediegener. Er startet zwar leicht milcheismäßig (eigentlich genauso, wie die Kokossandwiches geschmeckt haben) mit viel cremiger Kokossahne in der Kopfnote, aber mit der Herznote wird er dann richtig gut. Da kommt etwas dunkle Vanille dazu, plus tonkabohnenartige Anklänge vermischt mit ein wenig Sonnenöl. Vielleicht kennt ihr diesen undefinierbaren Duft nach Sommer, den man nach einem Strandtag mit immer wieder Eincremen, Kekse essen und in der Sonne liegen einfach an sich hat? Exakt so duftet Vanille Coco. Den gibt es heute für euch zu gewinnen...


Für mich selbst habe ich mir bei Parfumdreams* zwei weitere Düfte von Comptoir Sud Pacifique ausgesucht: Zum Einen Aqua Motu*. Aqua Motu ist ein frischer aquatischer Duft. Wenn Vanille Coco so duftet wie ein Tag auf dem Strandtuch in der Sonne, dann duftet Aqua Motu wie ein Tag auf dem Surfbrett im Wasser. Türkis, frisch, klar, salzig, ganz leicht algig - aber trotzdem ist da immer noch diese Sommerwärme von aufgeheiztem Sand und Dünengras dahinter. Normalerweise sind aquatische Düfte eher nicht mein Fall, weil sie für mich schnell mal nach Mann riechen. Aber hier fehlt dieses Rasierwasserartige zum Glück und es bleibt die Mischung aus frischer Meeresbrise und warmem Sand - auch wenn es widersprüchlich klingt, dieser Duft kann irgendwie warm und kalt gleichzeitig. Bei Parfumo finden ihn ja einige ganz schrecklich, vielleicht wegen der leicht algigen Note. Aber für mich riecht er wirklich genauso, wie es letzte Woche am Meer in der Bretagne gerochen hat - also ich mag ihn :)

    
Zum anderen wollte ich mal Vanille Extrème* von Comptoir Sud Pacifique ausprobieren. Die Marke liebe ich seit jeher, in diesem Post von 2011 tauchte schon Vanille Amande auf einem Foto auf - wenn man das Foto nennen kann was ich da fabriziert habe, hrhr. Vanille Extrème ist nun sicher nicht allgemeinverträglich, es ist ein klassischer Gourmand und wenn man nicht nach Essbarem riechen will, dann wird man sich mit diesem Duft schwertun. Dabei ist er nicht einmal nur süß - er riecht eher nach der Kruste auf einer Crème Brulée oder nach schwarzer mexikanischer Vanille, fast ein bisschen rauchig und so dunkel, dass er nicht kindlich, sondern im Gegenteil ziemlich sinnlich wirkt.
  
   
Am besten gefällt mir aber nach wie vor Vanille Coco*, den ich auch schon vorher selbst besaß und den ich deshalb als Gewinn für euch ausgesucht habe (ihr bekommt natürlich den originalverpackten Duft 100ml im Wert von 63,70€, das auf dem Foto ist mein eigener). Als kleinen Sommerverlängerer für einen von euch, damit es nicht nur bei meinem Befehl, Eis zu essen, bleibt... und daran denken wir natürlich noch nicht, aber auch im Herbst und Winter sind kuschelige Gourmanddüfte nicht zu verachten ;)

 Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt.
Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Montag, der 19. August 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und kontaktiere dann den Gewinner zur Übermittlung der Adresse. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet. Das Eau de Toilette versende ich selbst an den Gewinner. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Düfte von Comptoir Sud Pacifique: Parfumdreams*
Holzschiffchen: Happyconfetti
Holzuntergrund: DIY

*Danke an Parfumdreams für die drei Düfte!


So, ich hoffe, euch ist von diesem Sommer-Kokos-Vanille-Overkill nicht schlecht geworden. Die Frage, ob ihr Kokos mögt, hätte ich vielleicht vorher stellen sollen... Ansonsten: Wie verlängert ihr euren Sommer? Ich wünsche euch ein schönes, sonniges Wochenende!

Montag, 12. August 2013 86 Kommentare

Reisetipps für die Bretagne

Meine Bretagne. Alles in allem habe ich dort fast zwei Jahre meines Lebens verbracht und es zieht mich immer wieder dorthin. Es ist wie nach Hause kommen. Meistens fahre ich spontan los, früh morgens wenn noch alles schläft, mit dem ersten Zug von Mannheim nach Paris Est. Dann in die Métro 4 Richtung Mairie de Montrouge, am Gare Montparnasse aussteigen und über das längste Laufband das ich kenne, zu den Grandes Lignes. Wenn dann endlich das Gleis vom TGV nach Brest angezeigt wird und ich von der Wartebank aufstehe, fühle ich mich wie eine verdammt coole Sau. Brest ist eine räudige Hafenstadt am westlichsten Ende Europas, zerbombt im zweiten Weltkrieg und aus grauem Beton wieder aufgebaut, der Rum aus Übersee liegt in der Luft, es wird geflucht und auf den Boden gespuckt, aber Brest hat Größe. Im Hafen liegt die Abeille Bourbon, ein Seenotschlepper mit 21.800 PS, der während der rauen Winterstürme die havarierten Tanker vor der bretonischen Küste aufsammelt. Die Menschen hier jammern nicht, sie machen einfach. "Ici on n'parle pas d'sa misère et encore moins de son courage" - hier spricht man nicht von seiner Not und noch weniger von seinem Mut. Das sagt zumindest Soldat Louis in "C'est Un Pays". Und das gilt nicht nur für Brest, sondern für die ganze Bretagne.


Uuuh, das war jetzt kitschy. Und leicht seltsam, haha. Wenn ihr nicht schon längst aufgehört habt zu lesen, denkt ihr wahrscheinlich: "Ööh... warum zur Hölle kommt die uns jetzt mit der PS-Zahl von Seenotschleppern? Und tut das Not, hier so pathetisch zu werden?" Tja, ich rede mich einfach mal damit raus, dass ein bisschen Personality ja den Unterschied zwischen Blogs und Zeitschriften ausmacht. Jetzt wisst ihr, dass die Tante hinter den aufgestylten Beerentartes die Bretagne liebt und Seenotschleppern emotional verbunden ist. Juhu.


Ach so, und wo wir schon gerade auf der Metaebene sind: Bei diesem Post sind auch Schnappschüsse und Handybilder dabei. Mit Sand / Salzwasser vermischter Wind und Spiegelreflex mit Lieblingsobjektiv drauf ist nämlich keine so gute Kombi. Fotografisch gesehen finde ich daher eigentlich nur das erste Bild schön, aber die Fotos zeigen einfach das, was ich mag... Strandtage, Krabben fischen in den Felsen oder im glitzernden Wasser weit rausschwimmen... (neeeiiin, wir werden jetzt nicht schon wieder kitschy)


Jedenfalls... wo waren wir? Genau, der TGV nach Brest. Ich beobachte die Leute und rate, wer bis Brest sitzen bleibt. Meistens stimmt es. Ich höre Soldat Louis, Manau (La Tribu De Dana, kennt ihr vielleicht) und Nolwenn Leroy, obwohl mein Musikgeschmack sonst eher in die andere Richtung geht: eklektisches Alternative für sich selbst zu ernst nehmende Freaks. Rennes, St-Brieuc, Guingamp, Morlaix... und dann endlich Brest, endlich meine Lieben wiedersehen, endlich crevettes roses und cidre brut, bis spät in die Nacht mit allen zusammensitzen, über die Pariser Métro schimpfen und dann ins vertraute Bett fallen (ich gebs auf, Bretagnegeschwätz ohne Pathos iss nich).


Schon am ersten Tag schmeißt man alle Zivilisationsmerkmale von sich. Weg mit Handtasche und Nagellack, weg mit den Seidenballerinas und rein in die gemütlichen Flipflops. Die Füße werden ab jetzt eh dauersandig sein. Wir verbringen die Tage draußen, am Meer, in Wind, Sand und Sonne. Irgendwann zieht man nach einem Strandtag nicht mal mehr etwas über. Man läuft einfach im Bikini zum Auto zurück und setzt sich auf ein Handtuch. Innerlich noch total ausgekühlt vom 17°C kalten Wasser und mit Wasserperlen auf der Haut im von der Sonne aufgeheizten Auto aufwärmen, es gibt nichts Besseres. Wobei, doch: Picknicks am Meer, Sonnenuntergänge...


Wenn das Wetter mal nicht sooo gut ist (joa, soll vorkommen in der Bretagne), gehen wir auf die pêche à pied - vorausgesetzt der Koeffizient ist hoch, sprich bei Ebbe geht das Meer schön weit raus. Dann werden massenweise kleine Felsen und Tümpel freigelegt, in denen leckere Crevettes rumschwimmen. Hier auf dem Bild sind uns gleich vier Crevettes ins Netz gegangen, die zwei kleinen sowie die beiden Fische wurden aber sofort wieder ins Meer zurückgeworfen. In Butter gebraten geben sie eine wunderbare Vorspeise ab (die Crevettes, nicht die Fische). Dazu frisches Baguette... herrlich.


Nicht so herrlich: die etwas dämlich um die Hüfte gebundene Fleecejacke. Aber wie gesagt, Stylingstress gibt es in der Bretagne nicht. Wozu auch, wenn außer ein paar Fischen und Steinen niemand in der Nähe ist.


Also selbst auf die Gefahr hin, dass es nächstes Jahr ein bisschen voller an den Stränden wird: Die Bretagne kann ich euch als Urlaubstipp uneingeschränkt empfehlen. Nicht zuletzt wegen des Essens. Es ist sowieso schon auf französisch gehobenem Standard lecker, dazu kommt noch frischer Fisch bzw. Meeresfrüchte plus eine gute regionaltypische Landwirtschaft. Mal ein paar in den Raum geworfene Must Eats: Frisches Baguette mit Salzbutter, gratinierte Austern (die von Prat Ar Coum sind super), Crêpes in allen Variationen (göttlich auf kleinen Festchen, frisch gemacht mit warmer Butter und knirschendem Zucker), Moules Frites, gegrillte Makrelen, die bretonische Fischsuppe mit Käse und Croûtons, überbackene Jakobsmuscheln, Cidre von Le Brun, Kouign Amann (ein Kuchen aus leicht knusprigen gebutterten Teigschichten), Sandmöhren, Artischocken, die süßen Erdbeeren aus Plougastel... hütet euch allerdings vor Far Breton, ein widerlicher, garstiger Eierkuchen mit Backpflaumen - uärgs, wer denkt sich bitte sowas aus? Naja, ist wie alles auf der Welt Geschmackssache. Austern und Muscheln sind sicher auch nicht everybody's darling.


Aber so schön es auch war, ich freue mich auch wieder auf den Alltag. Neue Wohnprojekte umsetzen, den Altweibersommer genießen, Pflaumenkuchen und Wespen (eigentlich nervig, aber als stimmungstragendes Element gehören sie irgendwie dazu), wieder eine gescheite Internetverbindung haben... ich bin nach dem Urlaub generell immer hochmotiviert und freue mich aufs Ausmisten, Aufräumen, neue Inspirationen umsetzen!


Geht es euch auch so? Was sind eure Projekte für den Spätsommer? Und wie ist es bei euch, wart ihr dieses Jahr schon im Urlaub, geht ihr noch, wart ihr vielleicht auch schon mal in der Bretagne?

***

Die Z-Lampe von Takatomo hat gewonnen: Sabine, herzlichen Glückwunsch!! Ich schreibe dir gleich!



Freitag, 2. August 2013 186 Kommentare

DIY: Himmeli + Working Space Ideas

Enthält Werbung* für Takatomo und Connox

Warum ich gerade jetzt einen Schreibtisch brauche, ist mir absolut schleierhaft. Da studiert man jahrelang vor sich hin, wälzt Tausende von Seiten im Herold und im Exaplan, kreuzt Altklausuren ohne Ende und schreibt Patientenberichte - aber Madame zieht es vor, keinen Schreibtisch zu besitzen. Wozu auch? Gelesen wird im Bett (Schande über mich von wegen Schlafhygiene und so, ich weiß - das könnte meine chronischen Schlafstörungen erklären). Gekreuzt wird mit dem iPad auf dem Sofa im Wohnzimmer und die Patientenberichte werden am Laptop in der Küche geschrieben, in unmittelbarer Nähe zum Kühlschrank. Aber einen Schminktisch, jaaa, DAS hatte ich. Jetzt habe ich das Bücherwälzen und Altklausuren kreuzen dank bestandenem Examen hinter mir und was ist? Ein Schreibtisch muss her. Aber da greift wie so oft mein Lieblingszitat: "Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist die Welt erklärt." (Mark Twain)


Ich glaube, das war einfach wieder meine unbändige Umräum- und Umdekorierlust. Wir können schon absolut froh sein, dass ich die Wandfarbe diesmal in Ruhe gelassen habe (wenn auch nur aus Zeitmangel). Aber gewerkelt habe ich trotzdem (Basteln klingt immer so lächerlich, dabei sind das hier höchst ernstzunehmende Projekte, jawollja): Und zwar habe ich ein Himmeli ge...äääh... werkelt! Einige von euch haben es vielleicht schon bei DaWanda gesehen, wo ich für den Trendreport exklusiv ein Himmeli in Pastellfarben fabriziert habe (neinneinnein, wir sagen nicht Basteln). Das Gleiche gibt es jetzt nochmal in Weiß für uns privat, da es farblich besser passt, und für euch alle nochmal hier auf dem Blog, damit es niemand verpasst.


Was ist eigentlich ein Himmeli? Das ist eine skandinavische Weihnachtstradition: An den langen Abenden vor Weihnachten sitzt man am Kaminfeuer zusammen und bastelt in mühevoller Kleinarbeit diese Mobiles aus Stroh und Schnur. Und wer jetzt denkt "Oh bitte, geh mir fort mit Weihnachten" - ganz meine Meinung. Aaaaber so ein Himmeli kann ja auch supersommerlich sein! Einfach Papierstrohhalme in hellen, leichten Farben verarbeiten und voilà, ein Sommerhimmeli dreht sich leise im Wind.

1. Man braucht:

Strohhalme aus Plastik oder Papier
feste Schnur, z.B. Stickgarn
Schere, Bleistift, Lineal

2. Für einen "Diamanten" (Untereinheit des Himmelis) benötigt man 12 Halme - also entweder lässt man 12 Halme so wie sie sind für einen großen Diamanten oder man halbiert 6 Halme für einen kleinen Diamanten. Dazu die Länge des Strohhalms mit dem Lineal messen, mit Bleistift die Mitte markieren...

3. ...und durchschneiden.

4. Wichtig: Die Enden mit der Schere jeweils abschrägen, dann fügt sich das Himmeli besser zusammen. Dabei den Halm nicht drehen (siehe Bild)!

5. Nun Schnur in der Länge von 8 Halmen plus eine kleine Zugabe zum Knoten abmessen.

6. 4 Halme auffädeln, so hindrehen, dass sich aufgrund der Abschrägungen eine Raute ergibt und fest zusammenknoten. Dabei ein kurzes und ein langes Fadenende stehen lassen.

7. Zwei weitere Halme auf das lange Fadenende auffädeln...

8. ...und dieses um den gegenüberliegenden (unteren) Pol der Raute schlingen. Die dritte Kante ist gerade entstanden.

9. Wieder zwei Halme auffädeln...

10. ...und am Ausgangspol (oberen Pol) der Raute gut festknoten. Das war die vierte Kante.

11. Nun ein neues Stück Schnur, so lang wie vier Halme plus Zugabe zum Knoten, an einer der seitlichen Ecken festknoten. Also nicht an den Polen, sondern an einer Äquatorecke.

12. Halm auffädeln...

13. Schnur um die nächste Äquatorecke schlingen.

14. Nächsten Halm auffädeln...

15. ...und die Schnur um die wiederum nächste Äquatorecke schlingen. Beim Schlingen immer darauf achten, die Schnur nicht außen um die Halme, sondern wirklich um den "Skelett"faden im Inneren der Halme zu schlingen! Sonst wird das Himmeli wabbelig.

16. Wenn ihr einmal rund seid, Schnur verknoten und alle Schnurreste bis auf den langen Faden am oberen Pol abschneiden. Das erste Basiselement ist fertig!


Jetzt macht ihr einfach (höhö) ganz viele davon und knotet sie nach Belieben aneinander. Man kann auch asymmetrische Formen erzeugen, indem man die Halme bei Schritt 3 nicht in der Mitte auseinanderschneidet, sondern z.B. im Verhältnis vom Goldenen Schnitt.

Es dauert gar nicht mal sooo lange, wie man vielleicht meinen könnte. Mein Himmeli hatte ich an einem Vormittag fertig. Und schwierig ist es auch nicht. Probiert es einfach mal aus, auch ein einzelner solcher Diamant ist schon eine schöne Deko! 
  

Selbstgewerkelt sind übrigens auch diese Origami-Stiftebehälter aus Papier. Die Anleitung dazu habe ich bei Luzia Pimpinella gefunden, wo Stephanie von Stylingfieber (einer meiner neuentdeckten Lieblingsblogs) einen ganz tollen Gastpost geschrieben hatte: DIY-Origami-Windlichter. Das Prinzip ist einfach und Stephanie hat es wunderbar erklärt... und man kann es auf alle möglichen Arten variieren! Windlichter, Stiftebecher, vielleicht könnte man auch eine Lichterkette passend zum Geometrie-Trend auf diese Art und Weise basteln (waaah, jetzt habe ich es doch gesagt)...

Edit: Da die Origami-Behälter so super angekommen sind, hat Stephanie das Ganze nochmal als PDF aufbereitet und auf ihrem eigenen Blog Stylingfieber zum Download zur Verfügung gestellt! HIER geht's lang.


Der Schreibtisch selbst hat tatsächlich nur 39 Euro gekostet, dank Ikea. So konnte ich diese neuerliche Umgestaltung dann auch vor dem Männchen rechtfertigen. Andere Frauen kaufen sich für 50€ neue Flipflops... ;)
   

Der ganze Kruscht, der farblich nicht passt, wird in den schwarzen Boxen untergebracht. Die (bzw. der) eine oder andere erkennt es vielleicht, ich habe in der neuen Papeterieabteilung von Ikea zugeschlagen. Relativ unkontrolliert wurden Notizbücher, Masking Tapes und Wabenbälle (seht ihr ein andermal) in die gelbe Tasche geworfen. Aber ich bereue nichts.


Da wir bereits eine Schreibtischlampe als Nachttischlampe umfunktioniert haben, musste für den Schreibtisch eine andere Lösung her. Von Takatomo habe ich diese wunderbare kleine Tischleuchte von Leitmotiv bekommen, die ich gerade wegen ihrer bauhausmäßigen Schlichtheit ganz toll finde. Bei ihrem Anblick muss ich immer "form follows function" denken...


Gefällt sie euch? Ich habe mit Marcus von Takatomo ausgemacht, dass ich eine "Z"-Lampe in Wunschfarbe (Verfügbarkeit vorausgesetzt) an eine(n) von euch verlosen darf. Hier mal ein paar Beispiele, es gibt noch mehr Farben:

 Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt und wenn ihr mögt, schreibt gerne auch eure Wunschfarbe dazu.
Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Montag, der 05. August 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und kontaktiere dann den Gewinner zur Übermittlung der Adresse. Diese gebe ich ausschließlich an Takatomo weiter, die Lampe wird also direkt von Takatomo an den Gewinner verschickt. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Den Grilleimer aus dem letzten Gewinnspiel hat übrigens gewonnen: Christine von BeingOnCloud9! Ganz herzlichen Glückwunsch! Ich schreibe dir gleich eine Mail :)

Schreibtisch, Aufbewahrungsboxen, Notizbücher, Tapes: Ikea
Lampe "Z" von Leitmotiv: Takatomo*
Eames Plastic Side Chair: Connox*

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Außerdem habe ich noch ganz tolle Neuigkeiten: Ich darf Teil des wunderbaren Callwey-Projektes "Wohnideen aus dem wahren Leben" sein! Vor einigen Monaten schon bekam ich eine liebe Mail von Caroline vom Callwey-Verlag - mit der Frage, ob ich nicht Lust hätte, an einem Blogger-Wohnbuch mitzuarbeiten. Na klar hatte ich Lust! Die Deadline für die Einreichung von Fotos und Texten war zwar nur eine Woche nach meinem Staatsexamen, aber das war für mich kein Hinderungsgrund. Also sagte ich zu und schrieb in dieser einen Woche in einer Art Hauruck-Aktion und in langen Nachtschichten all meine Texte und machte alle Fotos ...ich hatte ja damals keine Ahnung, WAS für ein großartiges Buch das wird und wer da alles mitmacht! Decor8, Vosgesparis, Happy Interior BlogStylizimo... ähm, und ich?! Puh. Mit meinen in einer Woche geknipsten Bildchen - und zu dem Zeitpunkt war ich noch an allen Ecken und Kanten unzufrieden mit unserer Wohnung. Aber jetzt ist es so wie es ist und ich freue mich auf den 19. September 2013 - das ist nämlich der Erscheinungstermin. Also merkt euch dieses Datum vor, das Buch verspricht genial zu werden...
So, das war heute ganz schön viel auf einmal... ein DIY, mein neuer Schreibtisch, eine Verlosung, eine Gewinnerin und "mein" erstes Buch! Genauso turbulent geht es gerade in meinem Leben zu und ein Ereignis jagt das nächste. Da denkt man, nach dem Examen kehrt erst mal Ruhe ein, aber nix da... Ich hoffe, ihr seht es mir nach, wenn ich es in dieser Zeit nicht immer schaffe, all eure Kommentare zu beantworten. Es liegt ganz bestimmt nicht daran, dass ich eure Kommentare nicht wertschätze - ganz im Gegenteil. Wegen des Austausches sind wir ja hier und das ist es, was das Medium Blog überhaupt erst so besonders macht. Und wenn ich unterwegs bin und per Mail auf dem Handy einen neuen Kommentar lese, dann fragt mich meine Begleitung manchmal, warum ich so glücklich vor mich hin grinse. Das Grinsen möchte ich euch eigentlich zurückgeben. Ich gebe mein Bestes - aber das ist im Moment leider nicht immer gut genug. Also drücke ich euch alle einmal ganz fest an dieser Stelle und sage vielen, vielen Dank!