Sonntag, 27. Oktober 2013 64 Kommentare

DIY: Origami Diamanten aus Papier falten

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Heute gibt's mal wieder ein DIY. Nein, keine Sorge - ich erzähle euch nicht schon wieder, wie man Porzellan bemalt... könnte man bei den Bildern ja vielleicht denken ;) Die Tassen und die Vase sind zwar wirklich selbstbemalt (siehe mein Tutorial HIER), aber darum geht es heute nicht. Ich brauchte nämlich nur passendes Geschirr zu unserer neuen Wohnzimmerdeko: Origami-Diamanten zum Aufhängen (oder wahlweise rumliegen lassen)!
  
  
Bei Minieco hatte ich ein Template für 3D-Papierdiamanten entdeckt und sofort abgespeichert, allerdings habe ich mich dann zwei Monate lang vor der Diamantenproduktion gedrückt. Sieht ja schon ziemlich kompliziert aus, oder? Heute habe ich mich dann allerdings doch mal getraut. Bei dem garstigen Wetter kann man ja eh nicht viel anderes anstellen... und so schwer wie es aussieht, ist es gar nicht! Also falls ihr nun auch Lust dazu bekommen habt, hier ist die Anleitung:


Man braucht:

ausgedrucktes Template von Minieco (HIER)
Schere
Lineal
Nadel (oder irgendetwas anderes Spitzes)
Klebstoff
Zahnstocher oder Schaschlikspieße
Schnur zum Aufhängen
evtl. Acrylfarbe oder Farbspray

  
1. Das Template mehrmals ausdrucken. In verschiedenen Größen sehen die Diamanten noch schöner aus, also wer mag, auch gerne nochmal auf 90%, 80%, 70%, 60% verkleinert ausdrucken. Viel kleiner macht allerdings keinen Sinn, da es dann zu schwierig wird, die Diamanten zu basteln. Wer die Möglichkeit hat, kann das Template auch gleich auf buntem Papier ausdrucken, dann spart man sich das Anmalen später.

2. Entlang der äußeren Linie ausschneiden.

3. Die ausgeschnittene Form auf eine alte Zeitschrift legen und alle Linien mit einer Nadel nachfahren, damit sie sich leichter falten lassen. Dabei unbedingt ein Lineal zur Hilfe nehmen, sonst werden die Linien nicht gerade.

4. Umdrehen.
 
 
5. Jetzt ist es einfacher, als man denkt: Ein "Vorfalten" der Knicklinien ist durch die Nadelaktion nicht nötig. Einfach eine Lasche mit Klebstoff bestreichen und unter die folgende Sternzacke kleben. Dann die nächste Lasche mit Klebstoff einstreichen, unter die folgende Zacke legen und kurz andrücken. Und so weiter...

6. Mit dem Fingernagel wie auf dem Bild gezeigt die rautenförmigen Flächen nach innen drücken. Mehr muss man nicht machen, der Diamant nimmt fast ganz von selber die richtige Form an.

7. Zum Aufhängen das spitze Endstück von einem Zahnstocher abschneiden (ca. 2-3cm, je nach Größe der Diamanten). Die Schnur mit einem festen Doppelknoten an der schmalen Spitze befestigen.

8. Mit den Nadel mittig ein Loch in die Oberseite des Diamanten pieken und das Loch mit einem Schaschlikspieß vergrößern. Das kleine Spießstückchen mit der Schnur durchstecken - das Holzstück verkantet sich im Inneren des Diamanten und hält die Schnur damit fest. 
  
   
Wer mag, kann die Diamanten nun noch mit Acrylspray oder Acrylfarbe bemalen. Nur drauf achten, das Papier nicht komplett durchzuweichen. Die fertigen Diamanten kann man zum Beispiel an ein paar Zweige oder demnächst an den Weihnachtsbaum hängen, in eine Schale legen, Geschenke damit dekorieren oder sogar kleine Geschenke direkt darin verpacken (Geschenk in den Diamanten legen, bevor man die letzte Lasche zuklebt). Vielleicht auch eine Adventskalender-Idee - falls man die Nerven hat, 24 Stück davon herzustellen?!?


Übrigens ist mein armes Männchen nun wohl komplett blogtraumatisiert. Ich saß so im Wohnzimmer und befestigte gerade die Schnüre zum Aufhängen an den Diamanten, da kam er angelaufen: "Die Schnüre sind doch viel zu kurz! Du musst da viel längere Schnüre dranmachen!" Ich: "???" (Ich hatte ca. 30cm Schnur an jedem Diamanten befestigt, das war sogar auf Überschuss kalkuliert, damit ich später noch Spielraum habe) Er so, ganz aufgeregt: "Na wenn die dann von der Decke hängen, hängen die doch viel zu weit oben!" - der arme Kerl ist immer noch im Pompom-Aufhängemodus vom Halloween-Sweettable. Ich konnte ihn dann aber beruhigen, dass er nicht schon wieder sinnloses Papiergesindel an unseren hohen Altbaudecken befestigen muss und dass ich die Diamanten lediglich an die Zweige in der Vase hängen will.


Außerdem habe ich heute Nachmittag endlich mal meinen neuen "Lovely Night"* Tee von LØV Organic* eingeweiht. Eigentlich ist es ein koffeinfreier Beruhigungstee für den Abend mit u.a. Lindenblättern, Honeybush, Kamille, Zimt und Birnenaroma, aber da die Dose farblich so toll zu den Papierdiamanten passt, gab es ihn gleich zum Basteln Werkeln dazu. 
Das perfekte Podest für den Diamantenstrauch ist nun unser ebenfalls neuer Beistelltisch von Spürsinn24*, den ich mir schon ewig gewünscht hatte und der nun endlich angekommen ist. Jetzt steht auf meiner Wohnwunschliste momentan nur noch ein schöner Massivholztisch für die Küche, in der Art wie es sie HIER* bei Frohraum* gibt. Und eine neue Wandfarbe fürs Schlafzimmer. Und eine neue Wandfarbe für die Küche! Davon ganz bald mehr ;)

Tee "Lovely Night": LØV Organic* (20% Rabatt mit NICESTTHINGS20)
Vorlage für Papierdiamanten: Minieco
Teppich: House Doctor Maria 
Selbstbemalte Tassen und Vase: Depot
Löffel: Sabre

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Wie habt ihr den Sonntag verbracht? Auch mit Basteln (dieses furchtbare Wort!!), Tee trinken und Wohnungspläne schmieden oder habt ihr was Spannendes gemacht? :)

Donnerstag, 24. Oktober 2013 46 Kommentare

Hungrig Auf Neues: Pilzsuppe mit Kräuterseitlingen

Enthält Werbung* für REWE

Bisher hatte ich ja immer Glück mit meinen wöchentlichen Food-Challenges (Details HIER). Okay, "Heute esse ich nur Dinge, die es in Scheiben gibt" war ein bisschen tricky. Aber "Heute esse ich mal etwas, was ich noch nie gegessen habe" oder mein aktuelles Inspirationsthema, "Heute koche ich mal in 10 oder 15 Minuten ein frisches Gericht", ist doch beides ganz gut machbar.  Und auf die nächste Challenge freue ich mich auch schon, weil ich da etwas machen kann, was sowieso schon lange auf meiner To-Cook-Liste steht. Was, verrate ich aber noch nicht...


Diesmal sollte es also ein frisches Gericht sein, das man in 10 bis 15 Minuten zubereiten kann... praktisch in der Zeit, die eine Fertigpizza im Backofen verbringt. Ich meine, nichts gegen Fertigpizza - manchmal WILL man ja genau diesen Geschmack und eben bitte gerade nichts Frisches! Aber oft greift man ja auch mangels Ideen immer wieder auf dasselbe Ruckzuck-Essen zurück. Und weil man vielleicht auch denkt, dass man in 10 bis 15 Minuten eh nichts "Richtiges" kochen kann...


Meine Antwort darauf ist: Pilzsuppe mit Kräuterseitlingen.

Pilzsuppe mit Kräuterseitlingen Rezept

Wie richtig eine Pilzsuppe mit Kräuterseitlingen jetzt ist und ob das überhaupt als Essen oder nur als Trinken gilt, sei mal dahingestellt. Wenn ich ehrlich bin, wollte ich sowieso etwas mit Pilzen kochen und bloggen und habe nun einfach nach einer Möglichkeit gesucht, wie ich dem Motivationssatz meine eigenen Pläne aufzwingen konnte. Aber die Suppe war nach 15 Minuten fertig, sie bestand aus frischen Zutaten und satt waren wir danach auch! Gilt also.

    
Zutaten für 2 Portionen Pilzsuppe mit Kräuterseitlingen:

400g frische Pilze (Steinpilze oder Kräuterseitlinge, man kann aber auch Pfifferlinge oder braune Champignons verwenden)
1 Zwiebel
1 kleine Kartoffel
40g Butter
200ml Weißwein
200ml Sahne
evtl. etwas Brühe, um die Flüssigkeit zu regulieren
Salz
Pfeffer
1 Handvoll glatte Petersilie
1 Handvoll gehobelter Parmesan



1. Pilze putzen und in Stücke schneiden (4min.)

2. Zwiebel schälen und in Würfel schneiden (2min.)

3. Kartoffel schälen und reiben (3min.)

4. Butter in einem Topf schmelzen und Pilze, Zwiebel und Kartoffel kurz darin anbraten. (3min.)

5. Mit Weißwein ablöschen (1/2min.)

6. Sahne dazugeben (1/2min.)

7. Mit dem Pürierstab kurz durchpürieren und je nach gewünschter Konsistenz etwas Brühe zugeben (die, äh, ja, steht so fertig in der Küche rum... bei euch nicht?!) (1/2min.)

8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken (1min.)
  
9. Mit Petersilie und Parmesan servieren (1/2min.)


Je nachdem wie geschickt man mit dem Messer ist und ob man alle Zutaten und Gerätschaften (und fertige Brühe, ähem) in der Küche sofort findet, dauert es natürlich länger. Aber ich bin jetzt einfach mal von etwas Kochübung und einer aufgeräumten Küche ausgegangen. Wie das bei uns selbstverständlich immer der Fall ist, bei euch nicht?!


Falls ihr Kräuterseitlinge übrigens noch nicht kennt, sie sind Steinpilzen vom Aroma und der Bissfestigkeit her sehr ähnlich. Sie sind aber Zuchtpilze, das heißt, nicht so selten wie die Steinpilze, das ganze Jahr über zu haben und man muss sie laut Marktfrau auch nicht waschen. Zu putzen gab es auch kaum etwas - also perfekt  für die 15-Minuten-Challenge. Was kocht ihr denn, wenn es schnell gehen und trotzdem frisch sein soll?



Dienstag, 22. Oktober 2013 60 Kommentare

How To: Autumn Photography

Ich hoffe, ihr habt die Nase noch nicht voll vom Herbst. Heute kommt nämlich nochmal ein kleiner Post dazu. Denn obwohl es hier gerade ziemlich stressig ist, habe ich es mir inzwischen so richtig im Herbst gemütlich gemacht. Man mag gegen Klischees haben was man will, aber viele sind halt auch einfach schön! Lange Waldspaziergänge in der Golden Hour, in der Dämmerung heimkommen und sich an einem Flammkuchen aufwärmen. Oder mit den neuen Lieblingsstiefeletten durchs Laub rascheln und immer ganz verliebt auf die eigenen Füße runterstarren. Bunte Blätter, Strickschals... ich habe mir sogar, ganz hipster,  einen PSL (Pumpkin Spice Latte, ein von Starbucks kräftig beworbenes Heißgetränk mit dem Geschmack von Zimt, Ingwer, Muskat, etc., das tatsächlich ganz in Ordnung ist, wenn es auch gegen selbstgemachten Chaisirup nicht ankommt) gegönnt. Yeah. Bei unseren Waldspaziergängen sind auch ein paar Fotos entstanden und ich dachte mir, vielleicht habt ihr ja Lust auf ein paar Anregungen und Tipps zum Fotografieren im Herbst.

 
1. Klar, wenn man an den Herbst denkt, denkt man zuerst an gelbe und rote Blätter und leuchtend warme Farben. Aber man muss nicht jedem Herbstbild auf Teufel komm raus einen Orangefilter verpassen. Der Herbst hat auch andere Farben: Grau, erdiges Braun, Violett, fahles Eierschalenweiß... man kann also sehr gut auch mal aus dem typischen Herbstfarbschema ausbrechen!

2. Der melancholische, wenn man will sogar etwas morbide Herbst ist die perfekte Kulisse für...hm. Wie nenne ich das jetzt... heißt das Conceptual Photography? (Na super, Madame will Tipps geben und checkt's selbst nicht. Egal.) Jedenfalls für solche Shootings, die peinlich sind. Wo ihr euch trotz 8 Grad Außentemperatur in ein weißes Nachthemd werft, euch mit depressivem Habitus unter einen großen Baum fläzt und so tut, als wärt ihr geradewegs einem Bon Iver-Video entsprungen. Oder ihr steht mal morgens ganz früh auf und lauft im Frühnebel über ein einsames Feld (ein geduldiger Fotokollege wie mein Männchen ist bei solchen Shootings von Vorteil, mit dem Fernauslöser stelle ich mir das schwierig vor). Schaut euch einfach Plattencover und Videos von den einschlägigen Alternativebands an (The Jezabels, Bon Iver...). Dann wisst ihr, was zu tun ist.


3. Natürlich wollen wir die warmen Indian-Summer-Töne trotzdem nicht von der Bettkante stoßen. Bunte, fallende Blätter in der Golden Hour sind einfach Herbststimmung schlechthin. Blöd nur, dass die Blätter nicht auf Befehl in größeren Mengen dann von den Bäumen fallen, wenn man gerade den Finger am Auslöser hat. Also helfen wir ein bisschen nach und werfen einen Arm voll bunter Blätter in die Luft, während sich Freundin, Mann oder ein sonstiger netter Mensch mit dem Fokussieren rumschlägt. Ist bei solchen Fotos nicht so einfach, aber mit Serienbildmodus, etwas kleinerer Blende und kurzer Belichtungszeit schafft man es irgendwann, die Blätter schön scharf zu freezen.

4. Dieses Bild bringt gleich drei Tipps in einem mit: Erstens, macht euch dreckig. Wenn man sich einfach mal skrupellos auf den Waldboden legt, kann man sehr schöne Detailaufnahmen von Laub und Kastanien machen, vom Lichteinfall auf der am Boden liegenden Blätterdecke etc. 
Zweitens: Sucht Kontraste. Das leuchtende Rot-Orange dieses Blattes wirkt am besten vor dem blaugrünen Hintergrund, den der Wald hier netterweise gleich mitlieferte. Braune Kastanien in ihrer noch grünen Schale, ein grünblauer Fluss unter rot und gelb belaubten Bäumen oder einfach ein knallfarbiges Blatt auf dem fahlen, verwitterten Grau einer Steintreppe wären weitere Ideen...
Drittens: Gebt euch nicht zufrieden mit den Blättern und sonstigem Herbstgesindel, das gerade zufällig mal rumliegt. Man tut der Natur nichts, wenn man den Bildbereich etwas aufräumt, d.h. hässliche, graue Blätter entfernt und dafür die schöneren Exemplare nach vorne holt. Dass die grüne Kastanie genau in der Schärfeebene des roten Blattes liegt, war kein Zufall. Nur sollte man nicht gerade irgendwelche Büsche ausreißen oder umpflanzen - ist klar. Haltet auch ein bisschen die Balance und versucht, euer Setting trotzdem möglichst natürlich aussehen zu lassen.


5. Lauft nicht immer nur auf den 0815-Spazierwegen, auf denen einem im Fünfminutentakt die Kassiererin vom Aldi und der Mathelehrer des Sohns entgegen kommen. Die Leute am Weitergehen hindern ("Stop!! Hier wird fotografiert!!") ist sicher nicht jedermanns Sache und wegstempeln macht auch nur eine gewisse Zeit lang Spaß. Ein weiterer Vorteil von menschenleeren Gegenden ist: Die Landschaft ist auch oft schöner. Wenn man außergewöhnliche Fotos machen will,  muss man auch mal außergewöhnliche Dinge tun (okay, dafür ist Bild 5 jetzt natürlich kein gutes Beispiel, aber nur mal so generell)... ;)

6. Ich habe neue Schuhe! Öhm ja. (von Bullboxer, da bei Instagram schon Fragen kamen) Das hat jetzt nicht wirklich einen Mehrwert für euch, aber ich musste sie euch einfach zeigen. Um jetzt noch auf Biegen und Brechen einen Tipp draus zu machen: Fotografiert ungewöhnliche Motive. Das Heidelberger Schloss in der goldenen Oktobersonne ist sicherlich hübsch, aber das gibt es eben schon hunderttausendmal und viel Drama, Melancholie oder Gänsehautstimmung bringt so ein Bild nicht (es sei denn, es geht wettertechnisch gerade die Welt unter - schlechtes Wetter ist fototechnisch oft ganz und gar nicht zu verachten!!). Ein paar abgeranzte Stiefel auf einer siffigen Steintreppe erzählen dagegen vielleicht schon eine kleine Geschichte...
   

7. Die Zeit, in der die Blätter bunt sind, ist nicht besonders lang. Ein regnerischer, stürmischer Tag Ende Oktober und alles liegt unten. Also nutzt (wenn möglich) den Moment, morgen kann der Wald schon wieder ganz anders aussehen. Außerdem ist es auch interessant, dass die verschiedenen Bäume verschiedene Zeiten haben, in denen sie die Farbe verändern. Das ist sehr unterschiedlich - je nachdem wo man wohnt, wie die Temperaturen sind und so weiter. 
Und noch ein kleiner Tipp, der sich aus diesem Bild ergibt: Bunte Blätter, Lichtflecken und Sonne, die durchs Laub scheint, sind die perfekte Hilfe, um das Bokeh bewusst zu gestalten. Das hat hier auf dem Bild noch nicht so ganz optimal geklappt, da das gelbe Bokeh ganz schön knallt und den Blättern im Vordergrund zum Teil etwas die Show stiehlt bzw. von der Bildaufteilung her etwas unglücklich sitzt. Aber vom Prinzip her ist es klar, nech? 

8. Geht ruhig auch mal auf bildfüllende Strukturen: ein Strickmuster aus weicher Wolle, die raue Rinde eines Baumes, eine Kiste voll mit glatten, glänzenden Äpfeln... gerade im Herbst gibt es vieles, was sich schön in diesem "Wallpaper"-Stil fotografieren lässt.

So - auf die technischen Aspekte und die Bildbearbeitung möchte ich hier nicht weiter eingehen, da es den Rahmen sprengen würde bzw., da ich da selber noch sehr viel lernen muss. Es sollten nur einfach mal ein paar Ideen sein, die mir so beim Sichten unserer Bilder gekommen sind und mit denen ihr vielleicht etwas anfangen könnt. Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder Korrektheit erhebe ich natürlich nicht - man kann die meisten Dinge von zwei Seiten sehen und die eine Wahrheit gibt es sowieso nicht. Wenn ihr noch mehr Tipps habt, freue ich mich sehr darüber! Habt ihr dieses Jahr schon Herbstfotos gemacht?


PS: @Kim und alle, die sich auch dafür interessieren: Wir haben eine Canon 6D und alle Bilder in diesem Post wurden mit dem Tamron 90mm f/2.8 Objektiv gemacht!

Sonntag, 20. Oktober 2013 34 Kommentare

Apfel-Karamell-Millefeuille aus Apfelscheiben mit Pecannüssen

Werbung für REWE

Challenge-Time! Mein Inspirationsthema diesmal: "Heute esse ich nur Sachen, die es in Scheiben gibt" (was es mit meiner wöchentlichen Food-Challenge auf sich hat, könnt ihr HIER nachlesen). Puh... Toast mit Scheiblette von morgens bis abends oder was? Theoretisch hätte ich darüber jetzt durchaus bloggen können - wir bekommen ja außer den Inspirationssätzchen keinerlei Vorschriften und es darf wohl gerne auch mal etwas provokanter sein. Aber nein. Toast mit Scheiblettenkäse ist ja nun nicht so hübsch.
     
Apfel Karamell Millefeuille mit Karamell Sauce und Nüssen
      
Dann dachte ich an ein Millefeuille aus Auberginen, Tomaten und Mozzarella, aber irgendwie... auch nicht so inspirierend. Nicht saisonal typisch, schon ziemlich bekannt und farblich schwierig in ein Konzept einzubauen. Allerdings fand ich das Prinzip schon mal gut. Und die 3 genannten Problemchen ließen sich ja elegant beseitigen, wenn man das Schema einfach auf herbstliches Obst anwenden würde! Man hätte jetzt natürlich ganz fancy mit einer Schichtung von dreierlei Fallobst in Scheiben ankommen können, zum Beispiel Apfel, Birne und Quitte. Aber das fällt mir leider auch erst jetzt ein, wo ich etwas übermüdet am Laptop sitze und diesen Post schreibe.
  
Apfel Millefeuille mit Nüssen und Karamellsauce
   
Wobei, es braucht ja nicht immer viele Zutaten für ein leckeres Ergebnis... es müssen nur die richtigen sein. Kennt ihr diese Dreamteams, die wie füreinander geschaffen sind? Erdbeeren und Sahne, Baguette und Salzbutter, oder eben... Äpfel und Karamell? Und wenn ich an Äpfel und Karamell denke, denke ich auch immer an Zimt und an Nüsse. Äpfel in Scheiben... dazwischen geschichtet Zimt und Pecannüsse... und über alles eine Karamellsoße. Yesss. Ideenfindungsphase beendet. Ich habe ein bisschen in der Küche rumprobiert und gebe euch das Rezept mal so weiter, wie ich es lecker fand. Aber es lässt sich natürlich ganz leicht variieren. Das Tolle an Scheiben ist ja, dass man alles Mögliche an leckerem Zeug dazwischen packen kann :)

Apfelscheiben mit Nüssen schichten, backen und mit Karamellsauce servieren
    
Apfel-Karamell-Millefeuille, mit Pecannüssen geschichtet, für 6 Personen:

6 Äpfel, zum Beispiel Boskoop oder Cox Orange

Füllung: 
80g Butter
50g brauner Zucker
1 gestrichener TL Zimt
20g Mehl
1/2 Bio-Zitrone
 ca. 50g gehackte Pecannüsse (oder auch gebrannte Mandeln)

Karamellsoße:
125g Butter
250g Zucker
150ml Milch
     
Rezept für Apfel Millefeuille aus Apfelscheiben und Pecannüssen mit Karamellsauce
  
1. Füllung vorbereiten: Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Von der Platte nehmen und Zucker, Zimt und Mehl unterrühren. Die ungespritzte halbe Zitrone gut waschen, die Schale abreiben und zur Buttermischung geben. Dann die Zitronenhälfte auspressen und den Saft ebenfalls zur Mischung geben. Verrühren.
   
2. Äpfel waschen, trocknen und mit einem scharfen Messer jeweils den oberen und den unteren Teil abschneiden, mit ca 1-2cm Abstand. Nicht wegwerfen, das werden "Fuß" und "Deckel" für die Apfeltürmchen. Aus dem Mittelstück mit einem Entkerner das Gehäuse entfernen. Das Mittelstück in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden. Dabei die Scheiben so liegen lassen, wie man sie geschnitten hat, um die Äpfel leichter wieder zusammenbauen zu können.

3. Pecannüsse hacken. 

4. Jetzt schichten: Den Fußteil eines Apfels mit einem Pinsel mit der noch warmen Butter-Zimt-Mischung bestreichen. Gehackte Pecannüsse darübergeben, die nächste Apfelscheibe darauf legen, wieder mit der Butter-Zimt-Mischung bestreichen, Pecannüsse drüberstreuen und so weiter. Zum Schluss den Apfelteil mit dem Stiel wieder aufsetzen. Den Vorgang für die restlichen Äpfel wiederholen.

5. Die geschichteten Äpfel in eine Backofenform geben (evtl. mit einem Zahnstocher sichern) und im vorgeheizten Backofen bei 190°C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten backen. Die Backzeit hängt von der Größe eurer Äpfel und der Leistung des Backofens ab und kann variieren.

6. In der Zeit die Karamellsoße machen:  Butter in einem Topf schmelzen, Zucker dazu geben und beides zusammen bei mittlerer bis hoher Hitze aufschäumen lassen. Unter Rühren beobachten, wie das Karamell langsam Farbe annimmt. Währenddessen in einem anderen Topf die Milch erwärmen, nicht kochen. Wenn das Karamell eine schöne hellbraune Farbe hat, die warme Milch langsam dazu gießen. Vorsicht, die Mischung ist sehr heiß und kocht sofort auf. Es bilden sich erst kleine Klümpchen, diese lösen sich dann aber unter Rühren wieder.

7. Die fertig gebackenen geschichteten Äpfel mit der Karamellsauce servieren.
    
Apfelscheiben schichten mit Karamell Sauce und Nüssen

Fertig gebacken sehen diese Apfel-Millefeuilles zwar auch nicht sonderlich hübsch aus (laut Männchen "etwas heruntergekommen", daher gibt es auch nur ein Foto aus der "fertig gebacken"-Serie)...

Apfel Karamell Millefeuille mit Pekannüssen geschichtet

...aber die mit Karamell und Nüssen geschichteten Apfelscheiben sind wirklich lecker - ob als herbstlicher Nachtisch oder nachmittags als kleiner Snack zum Tee. Von der Kaloriendichte her wäre man damit durchaus für den ganzen Tag versorgt, womit auch das "Heute esse ich NUR Dinge, die es in Scheiben gibt" abgehakt wäre. Wer trotzdem noch etwas Herzhaftes braucht, kann ja abends noch ein Kartoffelgratin mit Auberginen-Tomaten-Mozzarella-Millefeuille und Gurkensalat drauflegen. Und zum Frühstück - na was wohl, natürlich einen hübschen und gesunden Scheiblettentoast.
 
     



Donnerstag, 17. Oktober 2013 97 Kommentare

Halloween Sweet Table in Black and White

"Ein Sweet Table? Wie lame. Das ist doch langsam total ausgelutscht." meinte mein Senior Style and Trend Consultant, aka Männchen, als ich ihm von meinen Halloweenpartyplänen erzählte. Yep... ihr lest richtig, das aus dem Mund eines Mannes. Ich musste so lachen, der arme Kerl scheint schon komplett geschädigt zu sein von seinem Leben mit einer Bloggerin. Ich meine, normalerweise wissen Männer ja nicht mal, dass Sweet Tables überhaupt existieren! Sie dann aber gelangweilt als last season und totally overrated abzustempeln - das schafft nur ein Bloggerinnenmann.
    

Ich hatte allerdings den Verdacht, dass er auch einfach nur einer erneuten Massenproduktion von ungenießbarer (aber eben reinweißer) Buttercreme aus Schweineschmalz vorbeugen wollte (wie letztes Jahr für meine leuchtenden Geistercupcakes, klick). Vor Buttercreme aus Schweineschmalz fürchtet er sich nämlich. Verständlicherweise.

Halloween Sweet Table

Und, was er auch nicht so gerne macht: "Pömpel" aufhängen. Pömpel gehören allerdings zu einem leitliniengerecht aufgebautem Sweet Table ganz unbedingt dazu und da er ein ganz ein Guter ist, hat er sich des "Papiergesindels" dann doch angenommen. KÖNNTE aber auch an meiner unwiderstehlichen "ich bin ein hilfloses Frauchen mit Bambiblick und viiieeel zu klein, um meine Lieblingspuschel an der bösen hohen Decke aufzuhängen"-Performance gelegen haben ;)


So, hier mal ganz ungewohnt im Querformat der Überblick über den kompletten Halloween Sweet Table.
 Von links nach rechts gibt es 4 süße Sachen:

Schwarze Karamelläpfel an ihren blairwitchesken Stielen (Idee von HIER)
Fondanttorte mit Geistern (à la Martha Stewart)
Black Velvet Gespensterkuchen (à la Cake Time)
Schwarz glitzernde Vogelkekse (à la Sara Belle / Camillestyles)

...und ein DIY als Halloween Deko Idee:

mit Netzstrumpfhosen dekorierte Kürbisse
   
   
Die Anregungen für die einzelnen süßen Sachen hatte ich mir nach und nach bei Pinterest zusammengesammelt (wenn ihr mir da folgen wollt: HIER) und war dann hochmotiviert, im Stil von Martha Stewart den perfekten Sweet Table hinzulegen Plan: Mit adrett hochgesteckten Haaren und gestärktem Schürzlein in der blitzblanken Küche stehen und glücklich vor sich hin lächelnd den Fondantglätter schwingen. Nur hatte ich zwei Dinge vergessen: 1. Ich habe keine Zeit. 2. Ich und Fondant, wir mögen uns nicht. Dasselbe gilt für Buttercremes, Frostings und Glasuren. Endete bisher immer alles mit Verwüstung, Tränen und komischen Notlösungen wie eben die Sache mit dem Schweineschmalz.


Aber wozu hat man eine geniale Cake Designerin direkt in der Nachbarschaft? Leonor von Leonor's Sweet Creations hatte mir schon letztes Jahr für meinen Paris Sweet Table mit perfekten Macarons ausgeholfen. Ich laufe also mit einer kleinen Zeichnung zu ihr hin und frage: "Kannst du mir 6 Äpfel mit matter schwarzer Karamellglasur überziehen? Und eine weiße Fondanttorte backen? Und einen schwarzen Kuchen, in dem, wenn man ihn aufschneidet, ein Gespenst erscheint? Mit Augen? Und Mund?" Jeder andere hätte gesagt, du spinnst. Aber nicht Leonor. Sie fragt nur "Bis wann?" und sagt, dass sie solche kleinen Herausforderungen liebt! Und jetzt schaut euch mal diesen Kuchen an:


Der Wahnsinn, oder? Mit Augen! Und Mund!! Der kleine Geist heißt jetzt Kasimir (in Erinnerung an unsere Birnengeister von vorletztem Jahr) und es ist strengstens verboten, mehr als die halbe Torte zu essen. Strengstens!! Genauso perfekt sind die Caramel Apples und die weiße Fondanttorte geworden - Leonor ist einfach eine Künstlerin. Sie macht neben Torten und Kuchen übrigens auch Cupcakes, Macarons, Cookies und Cake Pops, außerdem kann man bei ihr Workshops buchen. HIER auf ihrer Homepage seht ihr noch mehr von ihren Kunstwerken... und HIER ist ihre Facebookseite... also wenn ihr aus dem Raum Heidelberg seid, kann ich sie euch wirklich nur empfehlen!


Ein bisschen was habe ich aber doch noch selbst gemacht, denn so ganz feudal alles delegieren, das wäre dann ja auch langweilig. Die kleinen Geister auf der Fondanttorte entstammen meiner Spritztüte (Marshmallow Fluff, Palmin soft, Puderzucker, Vanille).

Halloween Bird Cookies Hitchcock

Die Vogelkekse / Bird Cookies sind selbst gebacken, verziert und beglittert (schwarzes Fertig-Icing und essbaren Glitter gibt es z.B. von Wilton). Die Äste in den Candy Apples sind selbst gesammelt und weiß angesprüht. Und für die Kürbisse habe ich in das Fußende von ansonsten nicht tragbaren Strumpfhosen jeweils ein Mini-Loch geschnitten, das dann über den Stiel gezogen und die restliche Strumpfhose auf der Unterseite vom Kürbis einfach abgeschnitten.


       
         
Übrigens eine weitere Eigenart von Bloggerhaushalten: Man feiert alle Feste grundsätzlich zwei Wochen früher, um die Deko noch fotografieren und den Lesern rechtzeitig zeigen zu können. Also vielleicht war für euch ja noch die eine oder andere Anregung für ein Halloween in schwarz-weiß dabei - wenn ihr es denn mögt und feiert? Ansonsten muss ich nochmal mein Männchen befragen, was denn statt Sweet Tables gerade so cool und angesagt wäre. Ich halte euch auf dem Laufenden!

PS: Hier noch mal meine älteren Halloween-Posts, falls ihr noch mehr Ideen sucht:

Birnengeister
Fledermausdeko
Dia De Los Muertos Sugar Skull Make Up
Glow In The Dark Geistercupcakes und Hexencupcakes


***

Das Buch "Wohnideen aus dem wahren Leben" hat gewonnen: Ju (Mammilade), Kommentar vom 9. Oktober, 17:20h. Herzlichen Glückwunsch! Ich schreibe dir gleich noch persönlich!
 

Sonntag, 13. Oktober 2013 54 Kommentare

Hungrig auf Neues: Warmer Quinoa Salat mit Avocado

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Ein bisschen von außen vorgegebene Struktur ist manchmal gar nicht schlecht. Als Kind von zwei eher antiautoritären Spätachtundsechzigern habe ich es nämlich nicht immer so mit der Disziplin... einerseits bin ich meinen Eltern furchtbar dankbar dafür, dass ich weder ausgepeitscht noch zum Cellounterricht verdonnert wurde und meine Hausaufgaben nur machen musste, wenn ich selber Bock drauf hatte - nach dem Motto, das Kind wird schon merken was Not tut und was nicht. Ein Traum von Kindheit. Nur leider hat das Kind bis heute kein sonderlich ausgeprägtes internalisiertes Strukturierungssystem entwickelt (wie ihr an meinem Geschwätz merkt, hat es für ein abgeschlossenes Studium plus Klugsch***diplom aber trotzdem gereicht ;) ). Ich prokrastiniere, verschiebe und träume vor mich hin, dass es nicht mehr feierlich ist...


Von daher ist es vielleicht ganz heilsam, dass ich nun für die nächsten drei Monate an einem ziemlich spannenden Projekt teilnehmen werde - und zwar an der von Rewe unterstützten Aktion "Bleib hungrig auf Neues!" Zusammen mit fünf anderen deutschen Foodbloggern (klick) bekommen wir jede Woche eine Challenge - ab heute, drei Monate lang, also insgesamt zwölfmal. Das Einzige, was uns vorgegeben wird, ist ein wöchentliches Inspirationsthema - diese Woche war es "Heute esse ich mal etwas, was ich noch nie gegessen habe". Dazu können wir uns dann auf unserem Blog austoben. Wir sind völlig frei in der Umsetzung und ich weiß selber noch nicht, was da so alles an Challenges auf uns zukommen wird...


Ich hatte lange überlegt, ob ich mitmachen will. Einfach mal ein, zwei Wochen gar nicht bloggen ist jetzt nämlich nicht mehr drin. Aber ich dachte, mir wird das mal ganz gut tun! Eigentlich soll ich ja eh nichts anderes tun als das, was ich sowieso schon mache: Über Essen bloggen, so wie ich es möchte, nur eben regelmäßig und mit kleinen Inspirationsstupsern. Heißt aber auch, dass ich ab jetzt nicht mehr nur einmal pro Woche bloggen werde, sondern mindestens zweimal - denn sonst bestünde mein Blog ja nur noch aus Food und so sehr ich auch Essen liebe, so gehören doch Interior und DIY genauso hier hin! Also für euch: doppelte Bespaßung ;) Für das antiautoritär erzogene Hippiekind: durchaus eine Herausforderung. Ich werde mich effizienter organisieren müssen und kann keine 2 Stunden mehr über den Weißabgleich eines einzelnen Fotos sinnieren. Aber ich nehme die Herausforderung hiermit offiziell an und ich freue mich darauf!


Mit dabei sind übrigens noch diese 5 Blogger:

Yvonne: http://fraeulein-klein.blogspot.de/ (Huhu liebe Yvonne, unsere Wege kreuzen sich mal wieder :) )
Yannic und Susann: http://www.kraut-kopf.de/blog/


So, und nun aber zum Rezept. Wir erinnern uns: "Heute esse ich mal etwas, was ich noch nie gegessen habe". Relativ schnell machte es da in meinem Kopf *bling* und ich dachte: Quinoa! (WAS ist das eigentlich??) Quinoa war für mich so ein Wort, das man zwar in letzter Zeit immer mal wieder aufgeschnappt hat, aber unter dem ich mir nie so richtig was vorstellen konnte. So ungefähr wie Content Usability. Also erstmal Wikipedia angeschmissen. Aha - man spricht es in der Originalsprache Quechua "KINwa" aus. Mit Betonung auf kin. Also ich hätte ja "kinOHa" gesagt, mit Betonung auf dem oh. Sehr schön, wieder was gelernt. Es ist eine einjährige Pflanze, die dicklichen (juhu, wir haben was gemeinsam) Blätter sind rhombisch  und die Inkas haben es wie Reis und gegen Halsentzündungen verwendet. Eine Bombe an Eiweiß, Magnesium und Eisen. Klingt ja alles ganz sympathisch, nech? Da es mich ein bisschen an Taboulé erinnert, habe ich dem guten KINwa nun einfach mal ein Rezept aufgezwängt, das meine Mama immer mit Couscousgrieß macht:


Für 4 Personen:

200g Quinoa (Bioabteilung im Supermarkt)
400ml Wasser
4 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
ca. 2cm von einer frischen Chilischote, je nach Schärfe
eine Minigurke oder 1/3 normale Gurke
2 Avocados
frischer Koriander
Saft einer halben Limette
Salz 
Pfeffer

dazu passen gut Garnelenspießchen oder etwas Chilisoße


1. 200g Quinoa in ein feines Sieb geben und unter heißem Wasser abbrausen. 

2. Gewaschenes Quinoa mit 400ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln. Dabei hin und wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Es ist fertig, wenn das Quinoa alle Flüssigkeit aufgesogen hat. Zur Seite stellen.

3. In einer Pfanne 4 EL Olivenöl erhitzen (Olivenöl immer recht sanft erhitzen). Die zwei Knoblauchzehen schälen und pressen, die 2 cm Chili in kleine Stücke schneiden und beides im Olivenöl kurz anschwitzen. 

4. Quinoa in die Pfanne mit dem Knoblauchöl geben und kurz mit anbraten. 

5. Gurke und Koriander waschen, die Gurke in kleine Würfel schneiden und den Koriander grob hacken. Beides mit in die Pfanne mit dem Quinoa geben und unterrühren. (Ja, Gurke schmeckt auch warm!! Probiert's ruhig mal.) Mit Limettensaft, Salz und Pfeffer würzen.

6. Den Quinoasalat noch warm auf 4 Schüsseln oder Teller verteilen und die in Würfel geschnittene Avovado darübergeben (eine halbe pro Portion). 

7. Wer mag, serviert dazu noch süßsaure Chilisoße oder in Knoblauch gebratene Garnelen.


Mein Männchen testet ja immer meinen Küchenoutput für euch vor - und was soll ich sagen, er mochte es. Wirklich. Ich hatte ja größere Bedenken, dass er mir das Quinoa als "Bioschlampenfutter" (not my words!) um die Ohren haut. Aber nee... Nachschlag wollte er sogar. Gut, als treusorgendes Weibchen hatte ich ihm auch noch Garnelchen dazu gemacht. Aber er hätte die ja auch einfach runterpicken und das Quinoa liegen lassen können. Und ich steh ja sowieso auf diesen Kontrast von einerseits knackig (Gurken), scharf (Chili), süßsauer (Limette), andererseits cremig (Avocado) und warm-getreidig-wohltuend (Quinoa).

...so, das war also unsere Neuentdeckung, Quinoa. Kennt ihr es? Und wenn ja, was stellt ihr denn so damit an? Freu mich über Tipps, bin ja ein absoluter Quinoa-Newbie :)

Nächste Woche wird es hier dann eine Halloweenparty geben und am Wochenende könnt ihr sehen, was ich aus der nächsten Foodchallenge gemacht habe ("Heute esse ich nur Dinge, die es in Scheiben gibt" - ähm, Toast mit Wurscht und Käse?! Muss dringend Gehirn anschmeißen. Waaah!). Habt einen schönen Sonntag!
       
     


PS: Sorry, Bezugsquellen vergessen! 

dreieckige kleine Schaufel: Anthropologie*
Bambusschiffchen: Happyconfetti 
Geschirrtuch: DIY aus altem Kissen
blaue Acryllöffel: Heim & Söhne
blaue Glasflasche: Art Château
Schale in Palmenblattform: Butlers

Mittwoch, 9. Oktober 2013 201 Kommentare

Leche Frita mit Zimt Rezept & Wohnideen aus dem wahren Leben

Werbung* für GeschenkeTräume

Spanische Desserts können was, definitiv. Im Februar hatte ich ja schon Churros gemacht, heute gab es bei uns Leche Frita zum Nachtisch. Hö, gebratene Milch? Naja, im Prinzip ist es sowas wie panierter und in Fett ausgebackener Pudding -  irgendwie werfen die Spanier ja alles in heißes Fett, was sie nur kriegen können. Sehr sympathisch. Die fragen sich nicht "Was gibt es heute zum Nachtisch?", die fragen sich "Was frittieren wir denn heute?". Toreros, Carmen, Fritteuse. DAS ist Spanien.
   
Geometrisches Geschirr von Present Time in Pastell mit Leche Frita

Nein, natürlich nicht. Wo kämen wir denn hin, wenn wir alle Länder so plakativ auf ihre Klischees reduzieren würden! Ich meine das übrigens auch ganz lieb. Eine Fritteuse ist für mich nämlich was unheimlich Tolles. Noch toller als Toreros. Also ich hoffe, nun ist jeder Spanier, der hier mitliest und eben mit einem lauten, entrüsteten "Olé!" vom Stuhl aufsprang, wieder besänftigt (neeeiiin, das mit den Klischees wollte ich doch sein lassen).

Leche Frita das spanische Dessert Rezept

Aber bevor ich hier noch öfter ins Fettnäpfchen trete (bzw. ne A****bombe in die Fritteuse mache, muaha), gehe ich mal lieber zum Rezept über. Das habe ich von HIER und habe es nur wenig abgewandelt. Wobei - beim Schwierigkeitsgrad "leicht" widerspreche ich entschieden. Aber dazu später...

das spanische Original Rezept für Leche Frita

für 16 Stück Leche Frita:

500ml Milch
4EL Zucker
Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Zimtstange
75g Butter
150g Mehl
4 Eigelb
Pflanzenöl, Mehl, 2 verquirlte Eier und Semmelbrösel zum Panieren und Braten

Zimt zum Bestreuen

(dazu schmecken z.B. pürierte Erdbeeren oder Zimtsahne)

Leche Frita mit Zimt und Sahne

1. 500ml Milch, 4EL Zucker, Schale einer ungespritzten Zitrone und die Zimtstange zusammen in einen Topf geben. Unter Rühren aufkochen. Zitronenschale und Zimtstange entfernen (Flüssigkeit ggfs. durch ein feines Sieb gießen) und zum Abkühlen beiseite stellen.

2. 75g Butter in einem anderen, größeren Topf schmelzen. 150g Mehl dazugeben und in der Butter anschwitzen. Die aromatisierte Milch zugeben und ca. 5 Minuten rührend weiterköcheln, bis sich eine Creme bildet. Den Topf vom Herd nehmen, die 4 Eigelbe unterrühren.

3. Eine Auflaufform fetten und die Masse in die Auflaufform geben. Glattstreichen und für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Gerne auch über Nacht - die Leche Frita lässt sich also auch gut vorbereiten.

4. Laut Rezept soll man den Pudding nun stürzen und in Stücke schneiden, das hat bei mir aber nicht geklappt. Das Zeug hatte ungefähr die Konsistenz von, ähm... Pudding?! Und den kann man ungefähr genauso toll in Stücke schneiden wie an die Wand nageln. Daher habe ich die Pampe in der Auflaufform gelassen, darin Quadrate geschnitten und diese dann mit einem Tortenheber auf ein daneben liegendes Backpapier bugsiert. Mit Hilfe von viel Mehl kann man die Quadrate dann auf dem Backpapier wiederherstellen und diagonal durchschneiden, damit Dreiecke entstehen (Mein Fehler, ich musste natürlich unbedingt passend zu den geometrischen Schüsseln DREIECKE haben. Wäre ich mit BATZEN zufrieden gewesen, hätte es weniger Ärger gegeben).  (BILD 1 in der etwas lieblos fotografierten Anleitungscollage - sorry, ich hatte da nen Riesenstress wegen der Dreiecke!!!)

5. Die Dreiecke von beiden Seiten mehlen, mit verquirltem Ei bestreichen und in Semmelbröseln wenden. Dabei geht die Dreiecksform natürlich kaputt, mit Tortenheber und Pfannenwender lässt es sich aber wieder rekonstruieren. (BILD 2)

6. Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Dreiecke mit dem Pfannenwender in die Pfanne gleiten lassen. Und aufatmen - sobald das Zeug in der Pfanne ist, ist alles gut. Jetzt wird der olle Pudding nämlich endlich fest und bekommt die Konsistenz von rohem Backcamembert - man muss also nicht mehr um die Dreiecksform bangen (bzw., macht lieber gleich Batzen ;) ). (BILD 3)

7. Von jeder Seite ca. 4 Minuten bei mittelhoher Hitze braten und zum Abtropfen auf Küchenkrepp legen. (BILD 4) Mit Zimt bestreut noch warm servieren, dazu ggfs. Zimtsahne, Fruchtsoßen oder was man gerade möchte reichen.

Leche Frita rezept mit Zimt

Also wenn man nicht so dreiecksfixiert ist wie ich, dann ist das eigentlich ein ganz nettes Rezept. Vom Geschmack her kann ich es ganz unbedingt empfehlen - ein bisschen so, wie es auf Volksfesten duftet... oder wie Backcamembert in süß, falls sich das jemand vorstellen kann? Nicht hübsch, aber lecker! Bei Laktoseintoleranz kann man die Milch übrigens einfach durch Sojamilch ersetzen. 

Das schicke geometrische Hipstergeschirr (das ja strenggenommen schuld an meinen Dreiecksproblemen ist), ist von dem schönen Geschenkartikel-Onlineshop* http://www.geschenke-traeume.de*. Die Serie heißt Yeddi* und ist von Present Time. Es gibt davon große Schüsseln, kleine Schüsseln, Becher und Teller - in Hellblau, Blau, Weiß, Grau, Rosé, Koralle...

GeschenkeTraeume Online Shop
 

Present Time Geschirr pastell geometrisch

Uuuund das ist jetzt die perfekte farbliche Überleitung zum nächsten Thema: Ich hatte die Ehre, bei einem tollen Buchprojekt mitwirken zu dürfen! Es heißt "Wohnideen aus dem wahren Leben", ist im Callwey Verlag erschienen und das Cover ist in Grau, Rosé und Koralle gehalten (!). Herausgeberin ist Petra Harms, mitgewirkt haben insgesamt 15 Wohnblogger aus 7 verschiedenen Ländern:

       
Wohnideen aus dem wahren Leben Callwey

Schritt für Schritt führt einen das Buch durch die verschiedenen Räume: Flur, Wohnzimmer, Küche, Esszimmer, Badezimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Kinderzimmer und Garten. Es gibt viele inspirierende Bilder, Tipps, Interviews und Zitate von den jeweiligen Bloggern. Außerdem gibt es noch Specials zu den Themen Farben, Stillleben, Proportionen, Moodboards, Aufbewahrung, Wand & Bild, Kontraste und Blumen. 

Nun ist also unsere Wohnung in einem richtigen Buch zu sehen - ist das nicht aufregend? Wobei ich ja ein bisschen unglücklich mit meinen eigenen Bildern bin. Ich hatte ja zunächst keine Ahnung, was für Koryphäen an diesem Buch mitwirken. Holly Becker, Line Klein - ähm, und ich? Hätte ich das von Anfang an gewusst, hätte ich mich wahrscheinlich gar nie getraut, zuzusagen. Aber so habe ich mal fröhlich in nur einer Woche die Bilder gemacht (Deadline war genau eine Woche nach meinem Staatsexamen), mit unserer damals noch Nicht-Vollformat-Sony-DSLR, von unserer überhaupt nicht fertig eingerichteten Wohnung mit garschtiger Raufasertapete und einer Bausubstanz, die nicht viel reißen kann - puh. Aber ja, genau das ist eben das wahre Leben und man entwickelt sich ja auch weiter. Ich freue ich mich natürlich trotzdem riesig über das Buch, es war ein wahnsinnig spannendes Projekt und eine wunderschöne Erfahrung!

(kreiiiisch - unser Wohnzimmer neben dem von Holly Becker )

Blogger Buch Wohnideen aus dem wahren Leben

Natürlich gebe ich zu der Gelegenheit einen aus, denn ihr als meine Leser seid ja nicht ganz unerheblich mit beteiligt an dieser tollen Erfahrung. Eine/r von euch kann das Buch gewinnen, und zwar so:

Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt.

Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 13. Oktober 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person mit Adresse in der EU, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus, kontaktiere dann den Gewinner und verschicke das Buch selbst. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Leche Frita mit Zimt

Also sollte unsere Wohnung je nochmal in die Verlegenheit geraten, in einem Buch zu erscheinen, dann reiße ich die Raufasertapete vorher eigenhändig runter. Ehrlich jetzt. Und Leche Frita gibt es nur noch in Batzenform. Was sind eure guten Vorsätze?