Mittwoch, 27. November 2013 268 Kommentare

DIY: Christmas Decorating Ideas

Das Allerschönste an Weihnachten ist ja gar nicht mal so sehr der Heiligabend, sondern vor allem die Weihnachtszeit davor - zumindest mir geht es so, was meint ihr? Wir werden bald wieder losziehen und uns einen Tannenbaum schlagen, Baumschmückbier trinken, auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt heiße Feuerwurst essen und uns die Hände am Glühwein vom heiteren Christkind wärmen, durch den ersten Schnee stapfen und kuschelige Abende auf dem Sofa mit Filmklassikern und Flauschdecke verbringen.

  
Und ich werde die Weihnachtsdeko in Angriff nehmen - was mich allerdings jedes Jahr in mittlere Verzweiflungszustände versetzt. Ich bin da nämlich ein bisschen speziell. Also Grün geht ja mal gar nicht und Rot auch nicht, das ist mir alles zu warm und zu intensiv und zu bunt und überhaupt. Auch Gold fällt aus. Man munkelt zwar, dass Gold das neue Kupfer sei, aber sowas zündet bei mir ja eh immer erst, wenn der Trend schon fast wieder vorbei ist. Und "Warme Farben sind des Teufels" ist für mich ungefähr das, was für andere Menschen ihr "Carpe Diem" ist. Engelchen und Glocken und Glitzer iss auch nich. Und Nikoläuse sowieso nicht.


Was bleibt? Grau, Schwarz und Weiß mit Naturtönen. Strick, Sterne, Holz und (falsches) Fell. Und Waldtiere in homöopathischen Dosen (Sorry Mum, ich weiß, du hasst Hirsche!). Insgesamt also eine reduzierte Weihnachtsdeko, oder einfach nur Winterdeko, im nordischen Stil.


Ihr habt euch jetzt bestimmt schon gefragt, was dieser komische Kasten mit den Halbkugeln darin sein soll? Das ist mein Adventskalender. Praktisch ein LastLastLast-Minute-Projekt, weil ich auf den letzten Drücker auch einen haben wollte. Männchen findet das Teil totalen Bullshit, wahrscheinlich, weil er auch den Wäschekorb von Ferm Living nicht mag, der mich dazu inspiriert hat (den hatte ich mal hier bei Instagram gepostet). Aber so lange er mir nette Kleinigkeiten unter die mit schwarzer Farbe angesprühten Plastik-Halbkugeln legt, ist mir das gerade mal wurscht. Er bemängelt halt, dass der Adventskalender keine Zahlen hat... nun ja, sehe ich irgendwo ein. Aber irgendwie konnte ich mich aus optischen Gründen nicht dazu durchringen. Ein paar Halbkugeln muss ich auch noch ansprühen, also bitte noch nicht zu genau nachzählen ;) Die Kiste ist eine einfache Schubladenbox aus dem Bauhaus, ohne Schubladen und weiß angemalt.
Bei Steffi von Cuchikind gibt es übrigens eine ganz tolle Adventskalender-Aktion (klick), bei der jeden Tag ab dem 01.12. ein anderer Blogger etwas Kreatives mit diesen Allround-transparenten-Plastikkugeln anstellt. Vielleicht findet ihr da ja auch etwas Inspiration...


Jetzt aber zurück zur übrigen Dekoration. Ich habe einfach mal ein paar Tipps zusammengestellt, wie man eine skandinavisch angehauchte Weihnachtsdeko selber machen kann. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden, aber mir kamen beim Dekorieren ein paar Ideen und vielleicht kann der eine oder andere ja etwas damit anfangen...


1. Wer gerne schlicht und mit kühlen Farben dekoriert (Schwarz, Weiß, Grau), sorgt anderweitig für ein bisschen Wärme: Materialien wie Strick, Fell und Holz wärmen kühle Farben und Nicht-Farben auf. 

2. Was immer Gemütlichkeit verströmt, ohne too much zu sein: Kerzen und Teelichter. Ich habe die Teelichter einfach mit schwarzem Masking Tape umwickelt. So wirkt das Kerzenlicht alleine aus sich selbst heraus.

3. Lärchenzweige sind dieses Jahr sehr beliebt, aber gar nicht so einfach zu beschaffen. Tipp: Ganz normale Zweige in eine Vase stellen und kleine Deko-Tannenzapfen mit Draht daran befestigen (solche gibt es bereits fertig mit Draht beim Depot zu kaufen).

4. Eine weitere günstige, aber effektvolle Weihnachtsdeko zum Selbermachen sind Sterne aus Ästen: 5 gerade Äste auf dieselbe Länge zuschneiden, zu einem Stern zusammenlegen und mit Blumendraht zusammenbinden. An den Sternzacken dürfen sich die Äste gerne etwas überschneiden, das sieht natürlicher aus.

5. Weihnachtszeit ist Kissenzeit: Hier könnt ihr ruhig in die Vollen greifen und Printkissen, Strickkissen, Zottelkissen und einfarbige Kissen nach Lust und Laune mixen. So lange die Farben in einer Palette bleiben, kann dabei wenig schiefgehen.

6. Musstet ihr in der Schule auch häkeln? Jetzt ist es ja wieder voll im Trend und zum Glück auch leichter als Stricken. Ein grob gehäkelter Untersetzer aus dicker Wolle ist schnell gemacht und schützt den Tisch vor heißen Teetassen.

7. Weihnachtliche Motive, die sich auch in eine schlichte Deko gut einfügen, sind zum Beispiel Sterne, stilisierte Tannenbäume, grafische Diamanten und Eiskristalle. Große Holzsterne sind edle Statement-Stücke und machen ordentlich was her, ohne kitschig zu wirken.


Ein Shop, der diese nordisch-schlichte Gemütlichkeit zelebriert und daher im Moment voll auf meiner Linie liegt, ist Dein Lieblingsladen*. Die schwarzen Holzsterne*, das Hirschkissen* und das Zottelkissen* habe ich allesamt dort gefunden. Die beiden Inhaberinnen, Anke und Kirsten, sind zwei sehr sympathische Powerfrauen und sie engagieren sich nicht nur für ein schönes Zuhause und einen schicken Kleiderschrank, sondern auch für ernstere Themen: Sie haben exklusiv für Dein Lieblingsladen ein limitiertes Seidenarmband mit einer vergoldeten, silbernen oder bronzenen Feder herstellen lassen, von dessen Erlös jeweils ein Euro an die Deutsche Kinderkrebsstiftung gespendet wird. Seid ihr auch dabei? Das Armband findet ihr HIER* in Gold*, Silber* und Bronze*. Den Farbverlauf in Braun und Mauve finde ich zusammen mit dem bronzefarbenen Federanhänger so dermaßen edel, dass ich es trotz der tendenziell warmen Farben gerade ständig trage ;)

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Und falls ihr gerne einen Zuschuss für eure Weihnachtsdeko (oder für einen schicken neuen Wintermantel*?) hättet, dann haben Anke und Kirsten etwas für euch: Ich darf heute an einen von euch einen 50€-Gutschein für Dein Lieblingsladen verlosen!

Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt.
Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Samstag, der 30. November 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person weltweit, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und kontaktiere dann den Gewinner zur Übermittlung des Gutscheincodes. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und für alle Neukunden gibt es ab sofort 10% Rabatt mit dem Code NICEST THINGS! Die Lieferung ist bis zum 31.12.2013 deutschlandweit versandkostenfrei.


Holzsterne: Dein Lieblingsladen*
Hirschkissen: Dein Lieblingsladen*
Zottelkissen: Dein Lieblingsladen*
Charity-Wickelarmband aus Seide mit Anhänger: Dein Lieblingsladen*
Jahreskalender 2014 in schwarz-weiß: Coco Lapine (sehr stilvoller Shop und Interior-Blog - love it!!)
Mugtail Tasse Eichhörnchen von Kinto: Design3000
Couchtisch Tablo von Normann Copenhagen: Spürsinn24
Glasvase von Tine K Home: Martha's*
graues Fake-Fell, schwarze Kissen: Ebay
Acapulco-Chair: Maisons Du Monde

Apropos Mugtail-Tasse - sagt mir bitte mal ganz ehrlich, wie findet ihr die? Ich fand sie ja heiß. Aber vom Männchen kam ein Aufschrei des Entsetzens, das könnte ich der Oma nebenan für ihre Nippes-Sammlung schenken und das wäre ja wohl mit Abstand das Schrecklichste, was ich je angebracht hätte. Jetzt bin ich verunsichert, denn er hat an sich einen sehr guten Geschmack. Was meint ihr? Und wie sieht eure Weihnachtsdeko dieses Jahr aus?

Sonntag, 24. November 2013 75 Kommentare

Hungrig Auf Neues: Cinnamon Cookie Christmas Trees

"Heute esse ich mal nur Dinge, die unter Kniehöhe im Regal liegen" - ähm, okay? Darauf wäre ich jetzt von selbst nicht unbedingt gekommen. Aber ja, warum eigentlich nicht.... Ich habe allerdings den leisen Verdacht, dass unsere Inspirationssätzchen von REWE immer extravaganter werden.  Irgendwann sollen wir eine Flak aus Bärchenwurst bauen und nur Dinge essen, die wir tätowierten Männern aus dem Einkaufswagen geklaut haben. Ich seh's kommen. Ich habe Angst.
 

Jetzt gar nicht mal so sehr vor den tätowierten Männern. Sondern eher davor, dass ich das Ganze dann nicht mehr ästhetisch ansprechend umgesetzt kriege. Das war ja mit der heutigen Kniehöhe-Challenge auch schon wieder so eine Sache...

Keksbäumchen mit Zimt

Vor allem: Das war keine Challenge, die ich durch zu Hause hocken und grübeln lösen konnte. Da musste ich los, in den Supermarkt, und erstmal gucken, was da so alles in Bodennähe rumliegt.


Ob es Ärger gegeben hätte, wenn ich einfach alle Zutaten für ein hübsches, leckeres Essen in die unteren Regale geräumt hätte? Ich stell mir das gerade so vor: Ich im Handschuhsheimer REWE, vor dem Pastaregal hockend und die Kartons mit den fotogenen De Cecco-Nudeln vom obersten ins unterste Regal packend. Irgendwann wäre bestimmt ein entsetzter Mitarbeiter aufgetaucht und hätte mich (zu Recht, ähem) angenölt. Und ich hätte dann ganz entrüstet sagen können: "Also hören Sie mal, ich bin hochoffiziell designierte Bloggerin für die aktuelle REWE-Kampagne. Bitte belästigen Sie mich nicht bei der Ausübung meiner Arbeit, danke."


Habe ich mich aber natürlich nicht getraut. Stattdessen ist mir aufgefallen, dass unter Kniehöhe vor allem mal billige Basics liegen - ihr wisst schon, die mit dem dunkelblauen Zustimmungswörtchen und dem Ausrufezeichen drauf. Sehr gut. Puderzucker, Mehl, die billigen Eier aus Bodenhaltung... damit lässt sich doch was machen. Die Eier aus Freilandhaltung musste ich leider liegen lassen, da sie sich auf Armhöhe befanden. Tut mir ja leid für die Hühner, aber ich hatte nun mal meine Vorschriften.
 

Gekauft habe ich dann Folgendes: Eier, Mehl, Puderzucker, Zucker, Butter und Zimt (die Gewürze sind im Regal alphabetisch sortiert, Zimt steht ganz unten). Wer den Handschuhsheimer REWE kennt, kann ja mal kontrollieren gehen - steht wirklich alles unter Kniehöhe! Ein Päckchen mit Kakaopulver ist mir leider aus der dritten Regaletage auf den Boden gefallen und lag dann auch unter Kniehöhe. Huch, sowas aber auch (und nein, mit den Freilandeiern hätte ich das nicht machen können). Insgesamt konnte ich damit dann genau das backen, was ich schon seit letztem Jahr Weihnachten backen wollte: Die genialen Keksbäumchen nach dem Vorbild von Moje Wypieki! Ha. Allerdings musste ich das Rezept komplett ändern, denn Honig, Backpulver und Lebkuchengewürz standen alles andere als unter Kniehöhe im Regal.


für  ca. 6 Bäumchen:

200g weiche Butter
100g Puderzucker
250g Mehl
1 Eigelb
5 EL Kakaopulver
1TL Zimtpulver

2 frische Eiweiß
130g feiner Zucker


1. Butter, Puderzucker, Mehl, das Eigelb, Kakaopulver und Zimt in eine große Schüssel geben. Mit den Händen verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist (ich ziehe dafür immer Einmalhandschuhe an). Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. eine Stunde in den Kühlschrank legen.

2. Arbeitsfläche bemehlen und Teig darauf ca. 2-3mm dick ausrollen. Jetzt braucht ihr Terrassenausstecher, also die gleiche Form in verschiedenen Größen, am besten Blumen, Kreise oder Sterne. Solche Sets gibt es fertig zu kaufen, in Heidelberg zum Beispiel bei Grünvogel in der Ziegelgasse oder für alle Nicht-Heidelberger im Newstalgie-Onlineshop (klick). Für einen Baum mit jedem Ausstecher einmal eine Blume ausstechen. Also für 6 Bäume insgesamt  6 mal die größte Blume, 6 mal die nächstkleinere Blume und so weiter.

3. Backblech mit Backpapier auslegen und die ausgestochenen Plätzchen ca. 15 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze backen.

4. In der Zeit das Royal Icing machen: In einem fettfreien, hohen Gefäß die zwei frischen Eiweiß steif schlagen. Dann den Feinzucker langsam einrieseln lassen. Dabei weiterrühren, bis sich eine feste, cremige Masse bildet.

5. Wenn die Plätzchen fertig gebacken und etwas ausgekühlt sind, die Bäume zusammenbauen: Die größte Blume vor sich legen, darauf einen großzügigen Klecks Royal Icing verteilen, darauf die nächstkleinere Blume legen, wieder Icing (diesmal etwas weniger) und so weiter...wer (wie ich) Eiweiß nur in gegartem Zustand zu sich nehmen will, kann die Bäumchen vor dem endgültigen Verzehr nochmal kurz bei geringer Hitze (ca. 150°C) in den Backofen packen, bis das Icing leicht überbräunt ist.


Vor lauter Freude über die Keksbäumchen habe ich dann leider ganz vergessen, dass ich mich ja den ganzen Tag lang von Dingen, die unter Kniehöhe im Regal liegen, ernähren sollte. Theoretisch wäre das kein Problem... zum Abendessen noch eine Packung Gnocchi mit passierten Tomaten, dazu Romana-Salatherzen, fertig. Praktisch war mir aber ohnehin so schlecht von den 6 Keksbäumchen (Männchen hatte Dienst - ich alleine zu Hause mit 6 Keksbäumchen - NICHT gut), dass ich außer Tee eh nix mehr zu mir genommen habe.

Übrigens: REWE meinte, wir könnten ruhig auch selber mal Ideen für mögliche Challenges anbringen. Habt ihr eine Idee, was für eine Challenge ich mal gestellt bekommen sollte? Also wenn euch was einfällt, was Lustiges, was Schwieriges, was richtig Fieses... immer her damit. Versprechen kann ich natürlich nichts, aber ich kann es ja mal weiterleiten!

Terrassenausstecher: Newstalgie
Present Time Yeddi Schale grau: Geschenketräume*
Aufkleber für Vorratsgläser: Kukuwaja*
schwarzer Acryllöffel: Heim und Söhne

*Werbung


http://www.rewe.de/besser-leben/hungrigaufneues.html


***

Und noch ein kleiner Tipp für alle, die Beatas Schmuck auch so gerne mögen: Sie hat eine wunderschöne neue Kollektion mit filigranen, schlichten Schmetterlingen entworfen. Auf ihrem Blog verlost sie noch bis heute um Mitternacht drei Butterfly-Geschenksets mit einem Butterfly-Schmuckstück nach Wunsch!

Zur Verlosung auf dem Amberemotion-Blog geht es HIER lang. Viel Glück!


Montag, 18. November 2013 44 Kommentare

Hungrig Auf Neues: Chia Samen Drink + Spekulatius-Shake

Werbung für REWE

Puh, mit dieser Challenge hat mich REWE ganz schön aus meiner Komfortzone geholt: "Heute esse ich den ganzen Tag nur Flüssiges" - das heißt also, wenn man nicht über den ganzen Tag 3 Liter Gemüsebrühe trinken will, mindestens drei verschiedene Mahlzeiten. Und das wiederum heißt: Kein einheitliches Fotokonzept! Waaaah. Nun hätte ich ja an sich den Realismus zu Gunsten der Ästhetik jederzeit mit Füßen getreten und doch nur ein exemplarisches Esstrinkdingsbums geshootet. Aber uns so listig rauswieseln dürfen wir nicht. Wir sind zwar völlig frei darin, WIE wir die Themen umsetzen. Aber wir sollen sie wörtlich nehmen.


Okay. Also zeige ich euch heute drei verschiedene flüssige Mahlzeiten, mit denen man trotzdem relativ satt und ausgewogen ernährt, ja sogar lecker, durch den Tag kommen sollte. Es geht los mit einem Chia-Blaubeer-Drink zum Frühstück, zum Mittagessen gibt es Erbsen-Kartoffel-Suppe, zwischendrin immer wieder Tee und zum Abendessen einen Sojamilch-Bananen-Spekulatius-Shake. Also nix mit Detox oder so. Aber wenn man die Petersilie mitrechnet, sind es 5 a day an Obst und Gemüse und es kommen so gesunde Dinge wie die aktuell ja sehr gefragten Chia-Samen, Mandelmilch und Sojamilch vor.


Als ich das erste Mal etwas von Chia-Samen las, dachte ich, da hätte jemand einen Buchstabendreher und es ginge um Chai. Falsch gedacht. Chia-Samen sind vergleichbar mit Leinsamen: Die Pflanze heißt Salvia hispanica (ja, die gleiche Gattung wie Salbei) und wurde ursprünglich von Mayas und Azteken angebaut. Das Tolle daran ist ihr hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen, Antioxidantien und Proteinen. Wenn die Samen mit Flüssigkeit in Berührung kommen, quellen sie auf und bilden eine schleimige Hülle - wie eben auch Leinsamen. So halten sie lange satt und (wie umschreibe ich das jetzt elegant?... ach, am besten gar nicht) fördern die Verdauung. Also perfekt zum Frühstück, wenn man den ganzen Tag nur Flüssiges zu sich nehmen soll. Man kann sie aber auch gut zu Müsli, in Backwaren oder zu Früchten essen.


Für den Drink habe ich einfach Chia-Samen mit Mandelmilch verrührt und mit etwas Agavendicksaft gesüßt. Und damit es ein bisschen leckerer ist, kam noch gepresster Blaubeersaft dazu (die sind innendrin ja durchsichtig-grün und gar nicht blau, Skandal!). Vom Geschmack her sind die Chia-Samen nussig, wirklich ein bisschen wie Leinsamen. Es gibt sie im Reformhaus oder in der Bioabteilung im Supermarkt.


So. Frühstück geschafft. Zum Mittagessen wollte ich dann etwas Substantielleres haben. Sagt man so? Das englische "substantial" ist jedenfalls das, was ich meine.


Also habe ich einfach Zwiebeln und geschälte Kartoffeln in einem Topf angebraten, mit Weißwein abgelöscht, Erbsen dazugegeben, alles mit dem Pürierstab durchgemixt (er war mein bester Freund am "Heute esse ich nur Flüssiges-Tag!) und mit Brühe und Crème fraîche aufgegossen. Salz, Pfeffer, Petersilie, fertig. Die Mengen wähle ich immer nach Gefühl, da ist kein Extra-Rezept nötig. So eine Suppe kann man fast endlos variieren, mit Brokkoli, Pilzen, Blumenkohl, Spargel, Kürbis...
  

Die Löffel habe ich übrigens hergestellt, indem ich einen echten Löffel auf Blätterteig gelegt habe und die Umrisse mit einem Messer nachgefahren bin. Backen, fertig. Und natürlich habe ich die Teiglöffel nicht gegessen, was denkt ihr denn?! Die sind ja schließlich nicht flüssig, nech. Die habe ich also nur ganz brav als Deko verwendet. Schwören würde ich das aber nicht ;)
 

Zum Abendessen (oder eher am Spätnachmittag) gab es dann das Allerleckerste von allem: Spekulatiusshake! Da ich unser Heilfasten noch in grauslicher Erinnerung habe, wollte ich sowas auf keinen Fall wieder erleben und habe mir daher noch was richtig Nettes zum Abschluss gegönnt. Ich sag es mal so: Essen ist zwar wichtig und natürlich achtet man grundsätzlich auf eine gesunde Ernährung. Aber hin und wieder sollte man auch den Spaßfaktor nicht aus den Augen verlieren. Außerdem muss sich gesund und lecker ja nicht zwingend ausschließen. In diesem Fall tut es das allerdings schon ;)
 

Der Versuch, eine Banane und Sojamilch zusammen mit den Keksen zu pürieren, war zwar ganz nett, aber das kann auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich eine ganze Handvoll köstliche Spekulatiuskekse in dem Shake versteckt. Immerhin muss man so keinen zusätzlichen Zucker mehr verwenden und auch keine Sahne, da die Kekse für Süße und Cremigkeit gleichzeitig sorgen.


Obendrauf noch ein paar Spekulatiusbrösel als Topping... herrlich. Probiert das wirklich mal: Einfach nur ein paar Spekulatiuskekse, (Soja)milch und eine Banane zusammen pürieren. Funktioniert übrigens auch sehr gut mit Haferkeksen, Frühstückskeksen oder Amarettini.


Habt ihr euch schon mal den ganzen Tag nur von Flüssigem ernährt? Habt ihr noch Ideen, was flüssig und trotzdem lecker und sättigend ist?


http://www.rewe.de/besser-leben/hungrigaufneues/



Sonntag, 17. November 2013 41 Kommentare

Rezept für Mini-Donuts aus dem Donutmaker

Heute mal nur ein ganz kurzes Hallo von mir, das sich hoffentlich automatisch freischaltet, während ich auf der Blogst-Konferenz in Essen bin! Alle 6 Blogger haben von REWE nämlich eine Special-Aufgabe gestellt bekommen, die wir nicht primär auf unseren Blogs, sondern auf Instagram (ihr findet mich dort als nicestthingscom) beantworten sollen: "Heute koche ich meine Lieblingsfarbe".

Hm. Als allererstes stellte sich mir die Frage: Bin ich jetzt ehrlich? Ich hätte ja mal schnell Rot, Gelb oder Grün zu meiner Lieblingsfarbe ernennen können und dann einige Möglichkeiten gehabt. Aber ihr kennt mich ja nun schon ein bisschen und hättet mir das wahrscheinlich nie und nimmer abgenommen - warme, bunte Farben sind des Teufels und so. Nee nee, zu meiner Vorliebe für Farben, die zum Teil nicht mal welche sind wie Weiß, Grau und Schwarz, musste ich wohl stehen. Das Einfachste schien mir da noch Weiß zu sein. Und WEHE jemand schreibt jetzt, dass das keine Farbe sei ;)

Also habe ich Kokosdonuts aus fast nur rein weißen Zutaten gebacken. Das Ergebnis kommt zumindest auch relativ weißlich daher...


für 18 Mini-Donuts:

120g Mehl
1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
65g Zucker
Mark einer Vanileschote
75ml Milch
2 El Pflanzenöl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Ei
1 Prise Salz

fürs Topping:

etwas Kokossirup oder neutraler Sirup
Kokosflocken

1. Alle Zutaten für die Donuts mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verrühren. 

2. Donutmaker vorheizen, ggfs. fetten und den Teig mit einem Löffel in die Mulden geben. Je nach Gerät backen, bis die Anzeige blinkt oder bis man selber der Meinung ist, die Donuts sind jetzt gut. Herausnehmen und kurz auf einem Kuchengitter o.Ä. abkühlen lassen.

3. Kokossirup und Kokosflocken in zwei separate Schälchen geben. Die Donuts erst im Sirup, dann in den Kokosflocken wälzen.

4. Wer keinen Donutmaker hat, kann natürlich auch Teigkringel in der Fritteuse ausbacken oder sogar für den Backofen habe ich da schon Rezepte gefunden. Da braucht es aber einen etwas anderen Teig, also das Rezept hier ist leider nur für den Donutmaker geeignet!

***

So. Und jetzt seid ihr dran: Was ist eure Lieblingsfarbe und wie würdet ihr sie kochen? Wenn ihr auch Lust bekommen habt, Teil dieser Aktion zu werden, dann:

- Postet ZWEI Bilder davon auf INSTAGRAM - eines mit den Zutaten vorher und eines vom fertigen Gericht
- Verwendet bei jedem Bild den Hashtag #hungrigaufneues
- Die Bilder können bis zum 23.11 auf Instagram gepostet werden. Danach endet die Aktion.

Ich bin schon ganz gespannt auf eure Fotos! Und nun bin ich auch schon wieder weg - ihr lest am Montag wieder von mir.

http://www.rewe.de/besser-leben/hungrigaufneues.html

Dienstag, 12. November 2013 59 Kommentare

DIY: Adventskalender Stadt aus Papierhäuschen

Eigentlich hätte es der Adventskalender mit den Säckchen von letztem Jahr (klick) ja noch mal getan - WENN ich nicht das Säckchen mit der 14 zum Pfeffer hämmern benutzt hätte. Ich musste ja letzten Winter unbedingt diesen tollen Mix aus schwarzen, weißen und grünen Pfefferkörnern und rosa Beeren von Schuhbeck haben (maßlos überteuert, aber als Geschenk, gerne). Dass wir damals noch gar keine Pfeffermühle hatten, war unerheblich. Wozu gab es schließlich die bereits geleerten Stoffsäckchen von Männchens Adventskalender? Also füllte ich immer, wenn es etwas mit Pfeffer geben sollte (und das war oft), die Körner in ein solches Säckchen, schnappte mir den Zimmermannshammer, legte das Säckchen auf den Boden und prügelte darauf rum, bis wir frisch gemahlenen Pfeffer hatten. Unsere Nachbarin unter uns war dann irgendwann ein bisschen stinkig. Und das Säckchen mit der 14 drauf sah aus, als wäre ein Laster drüber gefahren. Also erbarmte sich das Männchen und kaufte eine Pfeffermühle (der Gute, ich hatte ja immerhin seinen Adventskalender kaputt gemacht)...


Dann war irgendwann das Teesieb in der Spülmaschine, und das kleine Handsieb, das ich als BackUp zum Tee aufbrühen verwende, auch. Ich wollte aber Tee. Sofort. Also schnappte ich das Säckchen mit der 21, füllte den losen Tee da rein, hängte das Säckchen in die Teekanne und hatte meinen Tee. Wie das Säckchen danach aussah und dass das in der Waschmaschine NICHT nochmal rausgegangen ist, brauch ich euch nicht erzählen. Die restlichen Säckchen sind dann in Panik geflohen.
   

Tja, und der Papierwald-Adventskalender (klick), den ihr übrigens auch im neuen DaWanda-Lovemag und auf der Homepage als Download (klick) findet... der ist nix fürs Männchen, denn unter die meisten Bäume passen nicht mal Minisalamis ;)

Adventskalender DIY Stadt Häuser Papier

Jedenfalls, ich schuldete ihm einen neuen Adventskalender. Dieses Jahr gibt es nun also eine kleine Stadt mit Häuschen aus Papier, für die ich einige der Papierwald-Bäumchen sogar nochmal recyceln konnte:


Material:

Bastelvorlage Haus aus dem Internet (ich habe meine von HIER und von HIER, etwas abgewandelt)
dünneres Schreibpapier zum Übertragen der Vorlage
Tonpapier oder Scrapbookingpapier in Wunschfarbe
Masking Tape
alte Zeitschrift zum Unterlegen
Bleistift, Kugelschreiber, Lineal
Schere, Kleber
Zahlensticker (die HIER sind super... das mitgelieferte Filzauto einfach ignorieren oder einem vorbeilaufenden Kind schenken)

für die Wölkchen:

Draht
Tesafilm
weißes Papier
Lochstanzer für die Schneeflocken - oder man verwendet die Innenteile von den Zahlenstickern 6, 8,9 und 0

  
1. Da wir keinen Drucker haben, habe ich die Haus-Vorlage auf dem Laptop als Bilddatei gespeichert, aufgerufen, ein normales Blatt Schreibpapier auf den Bildschirm gelegt und die Vorlage mit Bleistift vorsichtig abgepaust.

2. Ein Tonpapier auf eine alte Zeitschrift legen und das Blatt mit der Vorlage auf dem Tonpapier festtapen, damit nichts verrutscht. (Bild 1)

3. Nun mit Kugelschreiber und Lineal alle Linien so fest nachfahren, dass sie sich auf das unten liegende Tonpapier durchdrücken. Die Vorlage entfernen. (Bild 2)

4. Entlang der äußeren Linien ausschneiden. Das Häuschen lässt sich dank der eingedrückten Linien nun sehr gut falten - das ist der Vorteil bei der Methode ohne Drucker. Man kann die Vorlagen natürlich auch gleich auf dem Wunschpapier ausdrucken, muss dann aber zum Falten ein Lineal o.Ä. zur Hilfe nehmen. (Bild 3)

5. Klebstoff auf die Laschen auftragen und das Häuschen zusammenkleben. (Bild 4)

6. Mit Zahlenstickern von 1 - 24 dekorieren.

7. Die Wolken sind einfach aus weißem Papier ausgeschnitten und mit Draht und Tesafilm hinten an den Häusern befestigt. Für den Schnee weitere Drahtstücke hinten an den Wolken festtapen und darauf kleine weiße Punkte kleben. Die Punkte kann man entweder aus weißem Papier ausstanzen oder aber man hat Glück und die Zahlensticker sind so konstruiert, dass nach Abziehen der Zahlen 6,8,9 und 0 kleine Kreis-Sticker auf dem Trägerpapier verbleiben ;)


So eine kleine Stadt gab es übrigens auch letztes Jahr bei Yvonne von Fräulein Klein, allerdings noch viel detaillierter, sogar mit Giebelhäuschen im Amsterdam-Stil. Schaut mal HIER, ist die nicht schön? Und Häuschen hat dieses Jahr auch Michèle von Lililotta gebaut, zu bewundern HIER - also dass die Fotos nichts geworden sein sollen, kann ich so nicht bestätigen, ich mag sie sehr! Auch die liebe Saskia von Saskia Rund Um Die Uhr hat schon einen tollen Adventskalender gezeigt, mit ziemlich genial verschlossenen Pappbechern und Bommeln, HIER. Und bei meiner lieben Rebecca von Verlockendes gibt es gleich drei Adventskalenderideen mit Schwarz, Weiß, Kupfer und Sternen, HIER! Ich bin schon ganz gespannt, was in den nächsten Tagen noch so an Adventskalendern in meiner Blogroll auftauchen wird...


Und ja, ein paar Häuschen fehlen noch... ich bin im Moment wegen diverser Dinge ziemlich im Stress und mache es deswegen so, dass ich nur jeweils ein Häuschen pro Tag baue. Wenn man damit früh genug anfängt, geht sich das bis zum 1. Dezember bestens aus und es ist eine ganz gute Methode, auch mit wenig Zeit aufwändigere Kalender zu realisieren. Daher zeige ich euch den Kalender auch schon JETZT und nicht erst Ende November, denn vielleicht geht es einigen von euch ja ähnlich. Dann legt am besten gleich los - ich predige es mir auch täglich: "EIN Häuschen am Tag geht immer. EIN Häuschen am Tag tut nicht weh". Und weil das ab heute streng genommen nur noch für 18 Häuschen reicht: Ein Papierbaum dauert 90 Sekunden ;)


Die Frage "Adventskalender füllen für Männer" hat sich dieses Jahr übrigens auch schon geklärt: "Machst du mir wieder Wurst rein?" Aber gerne doch! Hach, er ist so pflegeleicht ♥

Papier, Draht und Sticker: Idee Creativmarkt
Masking Tape: Miamore


Macht ihr dieses Jahr einen Adventskalender selbst? Wie sieht er aus und was kommt rein?

Montag, 11. November 2013 43 Kommentare

Hungrig auf Neues: Seelenwärmender Herbsteintopf

Sooo, heute ist dann wieder reguläre Challenge-Time (mehr Infos HIER). Sorry, dass es durch das Special am Samstag hier gerade sehr foodlastig zugeht. Normalerweise schiebe ich ja immer einen Interior / DIY / Photography-Post zwischen all das Essen, damit es nicht so langweilig ist; das habe ich nun wegen dem Special nicht geschafft. Aber ich werkel schon seit Tagen an unserem Adventskalender und mich kribbelt es in den Fingern, endlich darüber zu bloggen! Der Post ist bereits fertig und wird gleich morgen online gestellt... damit was Schönes "oben" ist, während ich am Wochenende auf der Blogst in Essen bin und daher nicht posten kann.


 (Örgs, den Topfrand hätte ich auch mal sauberwischen können... naja, ist eben authentisch so, ne? :) )

Also, zur Challenge. Diesmal hieß es "Heute koche ich mal nur mit einem Topf". Joa... Eintopf, ne? Hach, was sind wir wieder kreativ. Leider bin ich wirklich an diesem banalen Gedanken hängengeblieben, da mir einfiel, was es gerade alles für tolles Herbstgemüse gibt: Rote Kartoffeln, bunte Rüben, Pastinaken, Rote Bete, Auberginen... so richtig deftiges, gutes Wurzelgemüse (die Auberginen nicht, schon klar), das uns zusammen mit Speck, Rotwein, Knoblauch und Kräutern an einem verregneten Novembertag so richtig schön von innen wärmt.


Problem nur: Ich hatte keinen schönen Topf. Nur so modernes hochfunktionales WMF-Transtherm-Zeugs, das nicht wirklich viel Gemütlichkeit und authentische französische Weingutsküchenstimmung ausstrahlt. Daher bin ich einen Tag vor der Deadline abends noch schnell in die Stadt gesaust, im seligen Gottvertrauen, schon einen gusseisernen Charaktertopf für bitte nicht mehr als 40€ zu finden (es muss ja nicht gleich Le Creuset sein). Am liebsten lila. Und glaubt es jetzt oder nicht, aber ich bin fündig geworden! TK Maxx, ich liebe dich. Was die Beschaffung von Foodprops angeht, habe ich irgendwie immer mehr Glück als Verstand...


Das Rezept ist diesmal eine spontane Eigenkreation aus allem, was ich in der Gemüseabteilung hübsch fand. Dementsprechend könnt ihr es auch einfach abwandeln. Hier mal ein paar Anregungen, was man so alles in einen herbstlichen Eintopf packen kann:

Kürbis
Kartoffeln
Karotten
Bunte Rüben
Schwarzwurzeln
Pastinaken
Petersilienwurzeln
Sellerie
Auberginen
Rote Bete
Topinambur
Champignons
Fenchel
Lauch
Mangold

Generell versuche ich immer, saisonales Gemüse zu kaufen - ihr wisst schon, die Geschichte mit dem optimalen Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Und leckerer ist es auch. Allerdings bin ich nicht anhedonistisch genug veranlagt, um einfach nur weichgekochtes Gemüse in rauen Mengen zu essen. Ein paar Spaßzutaten müssen schon dazu: Viel Speck oder Chorizo, Knoblauch und Zwiebeln, Rotwein und Kräuter, und das Ganze am besten in einer Brotschüssel serviert. DANN macht Eintopf richtig Spaß! Ich war überrascht, wie gut es dann letztendlich geschmeckt hat. Denn ganz ehrlich, ohne die Challenge hatte ich Gemüseeintopf jetzt nicht unbedingt in meinem Standardrepertoire ;)


Für 4 Personen:

3 EL Pflanzenöl
300g Speck, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gepresst
2 Schalotten, gewürfelt
1500g herbstliches Gemüse, bunt gemischt, siehe Liste oben - gewaschen, ggfs. geschält und gewürfelt
100ml Rotwein
+/- 300ml Gemüsefond, Gemüsebrühe oder auch Tomatensaft
Kräuter: Petersilie, Rosmarin, Thymian...
Salz, Pfeffer, Chili
200g Chorizo, in Scheiben


1. Öl in einen großen Topf geben.

2. Gewürfelten Speck, gepressten Knoblauch und gewürfelte Schalotten dazugeben, anbraten.

3. Das gewürfelte Gemüse dazugeben (Kartoffeln, Kürbis, Karotten, also das ganze harte Gemüse, kann sofort in den Topf, zarteres Gemüse wie Lauch oder Mangold erst später (5-10 Minuten vor dem Servieren) dazugeben. Gemüse ein wenig mit anbraten.

4. Mit Rotwein ablöschen und mit Fond / Brühe aufgießen. Mit den Flüssigkeitsmengen könnt ihr spielen - ich mag es lieber mit weniger Flüssigkeit und stückig, auch, weil dann die Brottassen nicht so schnell durchweichen. Aber jeder wie er möchte, von der Konsistenz her ist von Ratatouille bis Suppe alles denkbar!

5. Ca. 20-30 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

6. Mit Kräutern, Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.

7. Wer mag, kann zum Schluss noch in Scheiben geschnittene Chorizo darübergeben.

8. Wer den Eintopf in Brotschalen servieren möchte: Bei den meisten Bäckereien kann man Brotschüsseln in Auftrag geben und am nächsten Tag abholen (hier in Heidelberg zum Beispiel bei Göbes oder Grimm). Ich musste wegen meiner schlechten Planung Spontaneität auf das vorhandene Brotangebot zurückgreifen - so wurden die Portionen etwas größer in ihren 500g-Brot-Schüsseln. Aber macht ja nichts ;)

 
Also so ein herbstlicher Eintopf ist ja schon was Nettes - das perfekte wärmende Soulfood! Was würdet ihr mit nur EINEM Topf kochen?


http://www.rewe.de/besser-leben/hungrigaufneues.html


Samstag, 9. November 2013 52 Kommentare

Hungrig Auf Neues: Kuchen mit Herz / Chocolate Chai Cake

Ja, ist denn heute schon wieder Challenge-Time (mehr Infos HIER)? Nicht ganz. Das hier ist nämlich keine banale Challenge, das hier ist ein Special. Damit uns Bloggerleins nicht langweilig wird und damit wir auch mal schön miteinander spielen, sollten wir diese Woche zu dritt ein romantisches Dinner servieren: Susann und Yannic von Krautkopf die Vorspeise, Mel von GourmetGuerilla das Hauptgericht und ich das Dessert.


Ein romantisches Dinner? Ach herrje. Das scheint ja ein feststehender Begriff zu sein und so oft wie man von romantischen Dinners hört und liest, hat da bestimmt jeder schon vielfältige Erfahrungen gesammelt und eine ganz genaue Vorstellung davon, wie so etwas auszusehen hat. Ich nicht.

Chai Kuchen mit Herz

Trotz meiner nun fast 30 Jahre und einer langjährigen Beziehung bin ich ein absoluter Romantisches-Dinner-Noob. Aber wen wundert's - ich war ja auch nicht in der Tanzstunde und hatte noch nie Karies, bin also in jeder Hinsicht ein komischer Mensch. Während am Wochenende also alle Menschen ihre romantischen Dinners haben, danach Foxtrott tanzen und mit Zahnschmerzen einschlafen, gammeln das Männchen und ich auf der Couch und ziehen uns französisches Autorenkino auf Arte rein.


Da französische Filme im Gegensatz zu amerikanischen aber meistens nicht mit einem romantischen Dinner enden, sondern eher damit, dass am Ende alle tot sind, half mir das bei dieser Special-Challenge auch nicht weiter. Nach einem Mailwechsel mit den beiden anderen Blogparteien stand aber zumindest schon mal ein Konzept fest: Wir machen ein Love-Menu. Ein bisschen ayurvedisch, ein bisschen aphrodisierend und das alles auf einem hellen Untergrund.


Zu meiner Schande muss ich gestehen: Obwohl auf meiner Examensurkunde dick und fett "Wahlfach Naturheilverfahren" steht, musste ich nochmal googlen. Wie war das gleich mit Ayurveda? Ah ja, diese verschiedenen Typen... der dicke Hitzkopf, der immer Gurke essen soll um sich abzukühlen. Und der dürre, verfrorene Künstler, dem Verdaungsfeuer fehlt und der demnach heiß und würzig essen soll. Die Schnittmenge mit aphrodisierenden Lebensmitteln schienen mir vor allem Gewürze zu sein: Ingwer, Vanille, Anis, Zimt, Kardamom. Und Schokolade. Hmm... klingt ja fast wie mein Chaisirup-Rezept vom letzten Jahr (klick)!


So kam mir die Idee, einen Mini-Chaikuchen mit Herz für zwei mit einer saftigen Schokoladen-Ganache zu backen. EINEN Kuchen für ZWEI nicht etwa, weil ich nur einen einzigen passenden Teller hatte. Nee nee. Sondern damit die beiden Turteltäubchen schön über dem Kuchen die Köpfe zusammenstecken und sich Gabel für Gabel immer näher kommen. Sowas ist nämlich unheimlich ROMANTISCH!!! Hier sich mal bitte die Stimmlage von Luise Koschinky, der alten Romantiksau, vorstellen (klick) - öh ja, wir schauen dann doch nicht nur Arte... Und da ich von Leonors Geisterkuchen zu Halloween so begeistert war (klick), dachte ich mir, das probierst du jetzt auch mal. Allerdings nicht gleich mit einem Geist, sondern erstmal mit einem einfachen Herz.


Kuchen mit Herz für 2 Personen bzw. eine Mini-Kastenform von 14x7cm:

250g Mehl
100g Zucker
1/2 TL Backpulver 
3 Eier
100ml Öl
80ml Chai-Sirup
50g Kakaopulver 
Butter zum Fetten der Form

Für den Sirup:
200ml Wasser
70g brauner Zucker
2 Beutel Schwarztee
2 Zimtstangen
2 Sternanis
1 Vanilleschote
10 Kapseln Kardamom
10 Nelkenstifte
ca. 1cm frischer Ingwer, in Scheiben geschnitten
wenige bunte Pfefferkörner
1 Prise geriebener Muskat
1 Teelöffel gemahlener Zimt
  
Für die Ganache:
 100g Zartbitterschokolade
100ml Schlagsahne


1. Für den Sirup Wasser und Zucker aufkochen, Teebeutel reinhängen und Gewürze (je nach Geschmack) zugeben. 10 Minuten köcheln, Teebeutel rausnehmen, weitere 10 Minuten köcheln. Durch einen Filter oder ein feines Sieb abgießen und beiseite stellen.

2. Mehl, Zucker, Backpulver, Eier, Öl und 80ml vom Chaisirup (für den Rest findet ihr sicher Verwendung in heißer Milch oder im Kaffee...) aus Schritt 1 mit dem Handrührgerät miteinander verrühren.

3. Die eine Hälfte vom Teig in eine zweite Schüssel gießen und mit dem Kakopulver dunkel färben. Die andere Teighälfte bleibt hell.
  

4. Form fetten und zunächst einen kleinen Kuchen mit dem hellen Teig backen (Ober- und Unterhitze, 160°C, ca. 20 Minuten). Kuchen aus der Form holen und in dicke Scheiben schneiden. Aus den Scheiben Herzen ausstechen. Restlichen Teig aufessen ;) (natürlich geht es auch andersrum, wenn man lieber einen hellen Kuchen mit dunklem Herz haben möchte - dann einfach zuerst den dunklen Teig backen).

5. Aber bleiben wir, um Verwirrung zu vermeiden, bei einem dunklen Kuchen mit hellem Herz: Nun die Form wieder buttern, eine dünne Schicht dunklen Teig in die Form geben und kurz backen, ca. 5 Minuten. Dann die Herzen aus dem hellen Teig dicht an dicht mit der Spitze nach oben, also "kopfüber" auf die Schicht dunklen Teig legen. Den restlichen dunklen Teig darübergießen. Wieder ca. 20 Minuten bei 160°C backen. Falls die Herzen Auftrieb haben und hochkommen, während dem Backen einen alten Stahlspieß o.Ä. mittig längs über die Form legen und die Herzen so am Auftauchen hindern. Den Spieß kann man nach dem Backen wieder aus dem Kuchen ziehen. (Oh je, versteht man das??)

6. Schokolade im Wasserbad schmelzen, Sahne zugeben, glatt rühren und den fertig gebackenen Kuchen damit übergießen.
       

Ein bisschen tricky ist diese Geschichte mit dem eingebackenen Herz ja schon. Wie ihr an dem einen Bild sehen könnt, habe ich noch einen hellen Kuchen mit dunklem Herz gemacht, bei dem wollten sich die Herzen allerdings drehen und lagen dann eben schief im Kuchen. Nehmt bei diesem Rezept also im Zweifel lieber etwas weniger Backpulver, um einen möglichst schweren und dichten Teig zu erhalten. Sonst schwimmen die Herzen nach oben oder die Konturen werden unscharf, da der dunkle Teig in die Luftlöcher der hellen Herzen fließt.
Der Kuchen ist dank des Chaisirups im Teig auf jeden Fall sehr lecker, dank der Gewürze und der Schokolade ganz bestimmt äußerst aphrodisierend und auch fast schon ein bisschen weihnachtlich ;)
Was hättet ihr als Nachtisch für ein romantisches Dinner gemacht?
   

http://www.rewe.de/besser-leben/hungrigaufneues.html