Dienstag, 24. Dezember 2013 44 Kommentare

Weihnachtsfrühstück: Pancakes, Glögg und gebrannte Mandeln

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Einen wunderschönen guten Heiligabend-Morgen! Ist heute überhaupt jemand online oder seid ihr alle damit beschäftigt, noch panisch die letzten Geschenke zu kaufen, sie einzupacken, die Haarkur einwirken zu lassen und euch im Supermarkt noch schnell die letzten Kumquats und Karambolas zu sichern? Ich bin heute jedenfalls mit meiner letzten REWE-Challenge dran. Die Aufgabe war: "Heute frühstücke ich wie der Weihnachtsmann"...


Tja, wie frühstückt der Weihnachtsmann? Was ist das überhaupt für einer, vom sozialen Background her und so? Der allgemeine Konsens geht dahin, dass er in Lappland wohnt, adipös ist und wahrscheinlich ein Alkoholproblem hat (rote Knollennase, gerne mal Rhinophym googeln).

Weihnachtsfrühstück: Karamell Pancakes, gebrannte Mandeln, Glögg

Pfannkuchen Stapel mit Karamellsauce

Das wiederum legt den Schluss nahe, dass seine Frau Bloggerin ist: Er muss ständig den in Massen produzierten Süßkram aufessen und verbringt die Abende alleine und depressiv auf dem Sofa, während seine Frau bis nachts um zwei auf ihren Laptop einhackt. Was soll man da auch anderes tun, als zu saufen? Also halten wir schon mal fest: Sein Frühstück wird eine ordentliche Kalorienbombe sein, es ist wahrscheinlich bloggeresk angerichtet und es kommt Alkohol darin vor.


Weiterhin hat der Weihnachtsmann heute morgen sicher nicht viel Zeit. Er muss ja heute mit einem aus transportlogistischer Sicht völlig ungeeigneten Fahrzeug (Rentierschlitten) den DHL-Mann für die ganze Welt machen (er war früher übrigens wirklich DHL-Mann - so hat er auch seine Frau, die Bloggerin, kennengelernt). Sein Frühstück muss er also möglichst ohne Besteck schnell runterschlingen können und es muss was dabei sein, was er sich für unterwegs mitnehmen kann. 


Also eigentlich ist es ja total logisch: Der Weihnachtsmann frühstückt einen enormen Stapel Pancakes mit Karamellsoße, stürzt dazu mehrere Becher Glögg (schwedischen Glühwein) mit ordentlich Rum drin runter und nimmt sich für seinen langen Arbeitstag eine große Portion gebrannte Mandeln mit. Seine Frau hat ihm das Ganze natürlich noch ein bissl nett hergerichtet und konnte weder auf Tine K-Windlichter noch auf Wabenbälle, eine Styler-Tortenplatte und ein schwarz-weißes Farbkonzept verzichten. 


Gebrannte Mandeln:

(Das Rezept ist aus "Familien-Rezepte" von Christiane Quenstedt und Cornelia Borisch - eine liebe Kollegin von mir und ihre Schwester haben da ein ganz wunderbares Kochbuch im Scrapbooking-Stil komplett selbst auf die Beine gestellt! Schaut mal HIER bei Dawanda)

200g Zucker
125ml Wasser
200g ganze Mandeln
Zimt nach Belieben

Alle Zutaten in eine beschichtete Pfanne geben, aufkochen und unter ständigem Rühren weiterköcheln, bis die Zuckermasse hart und krümelig wird. Unbedingt weiterrühren, bis alle Mandeln wieder getrennt und von der Masse bedeckt sind. Auf einem Backpapier verteilen und abkühlen lassen.

Glögg Rezept

Glögg

500ml Rotwein
50ml Rum
50g Zucker
zwei Zimtstangen, ein paar Nelken, ein paar Kardamomkapseln...
Rosinen und geschälte Mandelstifte

Rotwein, Rum, Zucker und Gewürze in einen Topf geben und leicht erwärmen, nicht kochen (ca. 60°-70°C). 30 Minuten ziehen lassen, dann die Gewürze mit einem Sieb herausfiltern. Glögg noch einmal erwärmen, ein paar Rosinen (gehören klassischerweise dazu, ich habe sie aber weg gelassen) und geschälte Mandeln hineingeben und servieren. Ich habe noch ein paar Schneeflocken aus dünnen Apfelscheiben zur Dekoration ausgestochen.

Karamell-Pfannkuchen

300g Mehl
1 EL Backpulver
500ml Milch
3 Eier
3 EL Zucker
1 EL Öl
1 Prise Salz
Karamellsoße

Mehl und Backpulver in einer Schüssel mischen. Milch dazugießen und gut verrühren.  Eier, Zucker, Öl und Salz hinzufügen und rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Pfannkuchen in einer beschichteten Pfanne backen, mit Karamellsoße schichten und servieren.


So... dann hoffe ich mal, dass der Weihnachtsmann nach dem ganzen Glögg nicht zu besoffen ist und es noch schafft, euch allen schön eure Geschenke zu bringen! Wenn ihr nicht die ersehnte Tortenplatte von ihm bekommen solltet, hat sie vielleicht seine Frau heimlich für sich selbst aus dem Sack geklaut. Furchtbar, diese Blogger ;)

Jedenfalls: Fühlt euch gedrückt für ein tolles Jahr mit euch, eure vielen lieben und lustigen Kommentare, einfach dafür, dass ihr da seid. Ich wünsche euch ein richtig schönes, gemütliches und tolles Weihnachtsfest!




Wabenbälle aus Papier: Party Princess
Stricktasse: Depot
Glitzerlöffel: Sabre, gekauft bei Kockerols Ambiente am Markt (Frau Kockerols versendet auch gerne auf Anfrage!)

Sonntag, 22. Dezember 2013 40 Kommentare

DIY: Gift Wrapping Ideas + Kubus By Lassen

So this is Christmas... hach, ich bin ein furchtbarer Weihnachtsjunkie, ihr auch? Amerikanische Filme haben mir irgendwie ein ganz bestimmtes Bild von Weihnachtsromantik vermittelt, dem ich jedes Jahr gnadenlos hinterherrenne. Mit Stechpalmen geschmückte Treppengeländer aus weißem Holz, Have Yourself A Merry Little Christmas in Dauerschleife, Rumknutschen unter dem Mistelzweig, Hand in Hand durch den verschneiten Central Park wandern und danach ein bisschen was bei Tiffany shoppen, dabei eine wollweiße Bommelmütze und glänzende Augen haben, dann in das weiß gestrichene, adrette Vororthäuschen der oberen Mittelklasse zurückkehren und sich die Hände an einer Tasse Eggnog wärmen, die Gans in den Ofen schieben und mit perfekt gestärkter Schürze auf das Klingeln der mit Geschenken bepackten, lachenden und durcheinanderredenden Verwandtschaft warten. Also im Prinzip das Chevy Chase Szenario, minus explodierte Katze und abgefackelter Opa.


Leider ist unsere kleine Altbauwohnung mitten in der Stadt nicht groß genug, dass wir die gesamte Verwandschaft unterbringen könnten und die Muddi (=ich) ihre amerikanische-Hausfrauen-Performance hinlegen könnte... also muss ich noch ein bisschen weiter träumen. Zumindest die Geschenke sind schon mal verpackt, wie sich das für eine ordentliche Weihnachtsmuddi gehört! Dieses Jahr sind die tragenden Elemente dabei Schneeflocken aus Bügelperlen, selbst bestempeltes Papier und Sterne aus Holzkugeln. Farbkonzept: Na was wohl (wobei bei mir so langsam Blautöne das Schwarz-Weiß ablösen...  aber davon mehr im Neuen Jahr).

   
Was mir allerdings erst eingefallen ist, als es zu spät war: Nicht-designaffine Beschenkte könnten das in Anlehnung an Pia Wallen bestempelte Geschenkpapier leicht mit einem Soldatenfriedhof verwechseln. Nun ja.

   
Das bestempelte Papier und die Schneeflocken aus Hama-Perlen sind ja im Prinzip selbsterklärend. Im Weihnachtsbuch von Fräulein Klein gibt es z.B. eine schöne Anleitung. Die Sterne sind allerdings nicht ganz so trivial (ich habe mich beim ersten Versuch zumindest schwergetan) und da bei Instagram schon die Frage danach aufkam, gibt es hier eine ausführliche DIY-Anleitung:


Man braucht: 

30 gleich große Holzperlen mit Loch
dünnen Draht
Schere

1. Ein langes Stück Draht abschneiden, ruhig mal einen Meter. Kürzen kann man ihn immer noch, aber wenn der Draht nicht reicht, muss man komplett von vorne anfangen.

2. 12 Perlen auf den Draht auffädeln.

3. Den Draht noch einmal durch alle Perlen durchfädeln, so dass ein Ring entsteht.

4. Ring fest zuziehen. Dabei drauf achten, dass ein Drahtstück möglichst lang bleibt. Das andere Ende kann ganz kurz sein, damit macht man nichts mehr außer es am Ende mit dem Rest vom langen Draht zu verzwirbeln.

5. 2 Perlen auf das lange Drahtstück auffädeln.

6. Dieses durch die übernächste Perle fädeln. Also eine Perle überspringen (siehe Bild).

7. Festziehen.

8. Wieder 2 Perlen auffädeln und den Draht durch die übernächste Perle ziehen.Das Ganze machen, bis man einmal rum ist - also 6 mal, wenn man von den 12 Ausgangsperlen durch jede zweite den Draht durchzieht.

9. Nun den Draht durch die erste Perle des Zweierpärchens aus Schritt 5 ziehen. Man landet so praktisch auf der Spitze der Sternzacke. Eine Perle auffädeln.

10. Den Draht durch die zweite Perle des Zweierpärchens hindurch wieder zur Zackenbasis führen und festziehen - die erste Sternzacke ist fertig.

11. Nun in die erste Perle des nächsten Zweierpärchens einstechen und so weiter, bis jede Sternzacke eine Spitze hat. Insgesamt 6 mal.

12. Nochmal alles schön festziehen, die beiden Drahtenden zusammendrehen und was zu lang ist, abschneiden. Man kann das Ganze auch mit Stoffschnur machen, dann empfiehlt sich aber eine Nadel als Fädelhilfe und der Stern wird insgesamt etwas weicher. Es sieht aber u.U. schöner aus, weil man die Perlen noch fester aneinanderziehen kann (letztes Foto ist mit Schnur gemacht, Foto 1-11 mit Draht). 


Eines der Geschenke war übrigens für mich und wurde auch schon ausgepackt. Es kam von der dänischen Marke "By Lassen"* und darin war dieser wunderhübsche Kerzenständer Kubus 4. Dass ich eine kleine Schwäche für Designklassiker habe, wisst ihr ja und den Kubus hatte ich mir schon eeeewig gewünscht. Seinen Kultstatus in Skandinavien kann ich definitiv nachvollziehen. Er schafft diesen Spagat zwischen absoluter Reduziertheit und Schlichtheit im Design einerseits und... ja, Spannung, Faszination anderereits (blöder Nominalstil, aber darauf war ich jetzt durch den ersten Satzteil festgelegt). Er wirkt einfach nicht langweilig, da er aus jedem Blickwinkel anders aussieht und Freunde der Mathematik zu endlosem Philosophieren anregen kann. Und ja, ich habe auch eine Schwäche für Mathematik. Schlagt mich, aber jetzt ist es raus.


Er kam zum Glück gerade noch rechtzeitig, um dieses Jahr unser Adventskranz zu sein. Man hat natürlich unheimlich viele Möglichkeiten, ihn als solchen noch zu dekorieren, aber ich wollte einfach erstmal seine Schlichtheit genießen und habe lediglich 4 graue Ombre-Kerzen mit einem Farbfading (erkennt man das auf den Bildern?) reingesetzt. Da brennt er nun heute am vierten Advent in voller Schönheit...


Kerzenständer "Kubus 4": By Lassen*
Mini-Wabenbälle: Party Princess
Holzperlen, Bügelperlen, Zahlenanhänger, Stempelfarbe, Papier und Bänder: Idee Creativmarkt
Stempel Kreuz und Tanne: DIY aus Moosgummi
Flauschteppich: Ebay

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So, dann werde ich jetzt mal noch möglichst viele Klischees von meiner Weihnachts-Kitsch-Liste versuchen umzusetzen (zumindest für einen Eggnog aus Hirschtassen müsste es reichen). An Heiligabend kommt noch die letzte REWE-Challenge online und dann gibt es hier auch erstmal eine kleine Pause.
Wie habt ihr denn dieses Jahr eure Geschenke verpackt? Habt einen schönen vierten Advent!

Mittwoch, 18. Dezember 2013 36 Kommentare

Schlafzimmer Deko Ideen in Grautönen, skandinavisch schlicht

Werbung* für Connox und Geschenketräume

Wohooo! Der letzte REWE-Post ist fotografiert, getextet, eingereicht und geht an Heiligabend online.   Nichts gegen die Challenges, ich hatte wirklich Spaß dabei, aber nach all dem Food tut auch mal wieder etwas Interior ganz gut. Auf dem Balkon kann ich jetzt eh nicht mehr shooten, weil ich die glorreiche Idee hatte, einen Fotountergund mal komplett mit Puderzucker zu bestäuben, um eine zauberhafte Schneelandschaft vorzutäuschen (für die Keksbäumchen hier). Der Puderzucker hatte sich dann aber leider ganz zauberhaft auf dem kompletten Balkonboden verteilt und bis ich genug Antrieb zum Wegputzen gesammelt hatte, hatte es GEREGNET. Mit dem zauberhaften Effekt, dass der GANZE Balkon jetzt klebt. Manchmal zieht es sogar Fäden, wenn man drüberläuft. Waaah! Wie soll ich das jemals nochmal sauberkriegen?! Ich glaube, ich ignoriere es einfach, dann verwindet es sicher irgendwann von selbst... auf Wegputzen hab ich nämlich immer noch keine Lust (das "Selber schuld, Schlampe!" das mir die Überhausfrau in meinem Kopf zuzischt, ignoriere ich einfach mal dezent).


Also Balkontür zu, drinnen weitershooten. Zur Zeit befindet sich nämlich mal wieder das Schlafzimmer auf der Abschussliste. 2012 hatten wir ja noch ein Schlafzimmer im Shabby-Stil (und rosaaa, hrhr... bzw. gelbrosa, weil mein alter Laptop einen perversen Blaustich hatte), dann wurde es etwas nordischer und geradliniger und im Moment versuche ich, diesen Stil einfach noch konsequenter durchzusetzen und mit verschiedenen Grautönen zu experimentieren.


Was unbedingt raus musste: Der Kronleuchter. Dafür haben wir jetzt so eine Hipster-Origami-Papier-Faltlampe.
Die Bettwäsche mit dem Schnörkelschrift-Aufdruck Savon-Paris-Lavande-blabla wurde durch Leinenbettwäsche in zwei Grautönen von H&M (die ist nicht ungebügelt, das muss so!) und ein anthrazitfarbenes Spannbetttuch von TK Maxx ersetzt.
Statt der Lamellen-Nachttische gibt es einen der für die FürSie vergewaltigten Frosta-Hocker von Ikea (aber ohne Strickstulpen!!!)
Wäschesack mit Vintage-Aufruck raus, Ferm Living Wäschekorb rein (Männchen mag das arme Ding zwar nicht, aber da muss er jetzt durch).
Und vors Bett kam noch ein grau-schwarzer Zickzackteppich von Bloomingville.
An der Schreibtisch-Ecke hat sich nichts geändert, die habe ich jetzt nicht nochmal fotografiert.  Gehört zwar eigentlich nicht in ein Schlafzimmer, aber wir hatten keine andere Möglichkeit... Anschauen könnt ihr euch die andere Seite des Raumes HIER.
   

Was übrigens auch nicht mehr so ganz passt: Das Bett und die Kommode im Landhausstil, HIER auf dem ersten Bild zu sehen. Leider habe ich dafür noch keine Ersatzteile gefunden, bei denen sich absolutes Habenwollen einstellt. Klar, Bett und Kommode aus der schlichten Malm-Serie von Ikea gehen immer. Aber um jetzt mal etwas theatralisch zu werden: Das wäre wie eine halbherzig geführte Beziehung, nur um nicht allein zu sein, die große Liebe jedenfalls nicht!  Daher habe ich für die Fotos die Kommode einfach mal weggerückt und das Bett umgedreht - ihr dürft jetzt ruhig die Augen verdrehen ;) Ich habe auch schon meine gerechte Strafe dafür, weil das Bett nach zweimaligem Drehen um 180°C jetzt wieder quietscht. Mist.
   

Da seht ihr übrigens mal mein neues Schätzchen, dem wir das Ende der gelbstichigen Fotos zu verdanken haben. Jetzt kann ich meine Interiorfotos also auch mit einem zufällig hindrapierten Macbook veredeln. Yesss.


Und damit das nicht nur ein "Ällabätsch, guckt mal was ich alles hahaaab"-Post wird, hier noch ein bisschen Mehrwert in Form von 6 Ideen "How to style your bedroom":

1. Darauf könnte ich immer wieder rumreiten, daher wird das gleich Punkt 1: Die Nachttische müssen keine Nachttische sein! Das ist vielleicht nur mein persönlicher Tick, aber Möbel, die offensichtlich als Nachttisch konzipiert wurden und auch nur als solcher zu gebrauchen sind, mag ich nicht. Es gibt so viel mehr, was man als Nachttisch verwenden kann: Hocker, Beistelltische, Weinkisten, Strickpoufs, Zeitschriftenstapel, Trittleitern... you get the idea.

2. Das Schlafzimmer ist ein Raum zum Entspannen, daher achtet hier ein bisschen auf Ordnung. Es sollte nicht zu vollgestellt sein und vor allem auch kein Parklager für ausrangierte Möbel, also regelmäßig ausmisten. Stauraum kann man auf zurückhaltende Art mit Einbauschränken, einer schlichten Kommode, einem Stapel schöner Kisten oder ganz einfach unterm Bett schaffen.

3. Die Ordnung sollte sich auch in einem ruhigen, harmonischen Farbkonzept widerspiegeln. Es ist sicherlich Geschmackssache, aber ich mag hier vor allem die ganze Palette der Grautöne, von dunklem Anthrazit bis hin zu hellem Lichtgrau, gemixt mit Schwarz, Weiß und ein paar bläulichen oder grauvioletten Akzenten. Taupe, Schlamm, Schiefer - alle diese entsättigten Farben, die eigentlich keine sind, sind super fürs Schlafzimmer geeignet.

4. Betten so zu machen, dass sie gut aussehen, ist gar nicht so trivial (ich kann es jedenfalls nicht). Da uns zudem auch noch eine schöne Tagesdecke fehlt, ist meine Lösung: Kissen. Einfach eine Menge davon auf dem Bett verteilen und schon sieht es nach was aus. Natürlich wieder auf eine harmonische Farbpalette achten, gerne innerhalb dieser mit ein oder zwei gemusterten Akzentkissen experimentieren. In der Praxis wird das ganze Kissengesindel allerdings vor dem Schlafen aus dem Bett gefegt... aber das hier sind ja auch keine Tipps, wie es am praktischsten ist, sondern wie es schön aussieht.

5. Die Bettwäsche macht viel aus. Sie ist ja oft nicht ganz billig, aber hier lohnt sich die Investition in schöne, hochwertige Sets, die auch gut zum Gesamtkonzept des Raumes passen. Darkwing Duck-Bettwäsche macht selbst ein Schlafzimmer mit Boxspring-Bett und Artemide-Nachttischlampen kaputt.

6. Das "Big Blank Wall"-Problem: Wir haben es leider auch. Wenn man nicht gerade ein aufsehenerregendes Kopfteil am Bett hat, sieht es über dem Bett schnell kahl aus. Ideen wären hier z.B. ein großer moderner Druck, eine Bilderleiste, ein schlichtes Regalbrett als Ablage für Bücher und ausgesuchte Lieblingsstücke, ein großes Brett aus zusammengesetzten Holzpaneelen als Kopfteil oder, wenn sie geschmackvoll sind, durchaus auch Wandsticker (hört sich erstmal schrecklich an, ich weiß). Ich denke da eher an sowas wie unbunte Konfettipunkte oder auch überdimensional große sich überlappende Kreise... weniger an verschnörkelte "Carpe Diem" Schriftzüge. Aber auch hier gilt wie überall: Jedem das Seine und über Geschmack lässt sich nicht streiten.

Beistelltisch: Muuto "Around" via Connox*
    

Hättet ihr denn noch Tipps für ein schönes, ganz schlichtes Bett und etwas Kommodenartiges? Ich wäre sehr dankbar.  Und was für einen Stil mögt ihr in eurem Schlafzimmer?

***

Den 50€-Gutschein für den Newstalgie-Onlineshop hat gewonnen: Ina von Petite Saigon! Herzlichen Glückwunsch, ich melde mich gleich noch per Mail bei dir :)

Donnerstag, 12. Dezember 2013 211 Kommentare

Alfajores Con Dulce De Leche + Giveaway

Werbung* für Newstalgie

Guten Tag. Benötigen Sie eine vielseitige, flexible Foodbloggerin, die alle kulinarischen Bereiche sicher bedient? Nehmen Sie doch mich. Ich kann Tannenbäume ausstechen, Schneeflocken ausstechen und neuerdings sogar Wolken ausstechen. Keksteig mit Butter, Keksteig ohne Butter, Keksteig mit Butter und ein wenig Vanilleextrakt - alles ist möglich, es soll ja nicht langweilig werden. Ausstechkekse in Form von Engelsflügeln, Sternen, Diamanten und einer anderen Schneeflockenart sind in Planung. Eventuell auch noch Schneeflocken in einer anderen Größe. 

Alfajores Kekse mit Dulce De Leche Füllung

...oh no. Da steh ich in der Küche, bin hochmotiviert und denke, jetzt backe ich mal was ganz Neues... und eine halbe Stunde später erwische ich mich dabei, wie ich doch wieder wie besessen mit einer Ausstechform auf einen ausgerollten Teigfladen einsteche. Ich weiß auch nicht, warum mir das immer passiert?! Egal was ich anfange zu backen, es wird immer Ausstechzeug draus. Hilfe. Wahrscheinlich stehe ich nachts schlafwandelnd auf und steche wie eine Wahnsinnige Herzen, Sterne, Kraken, Facebook-Icons und die Umrisse von Baden-Württemberg aus. Und futter dann alles auf. Das würde zumindest einiges erklären. 

Riess Emaille Geschirr und Alfajores Kekse

Naja, aber das hier sind ja keine schnöden Kekse. Das sind Alfajores, eine Art spanisches bzw. südamerikanisches Shortbread, gefüllt mit pervers süßer Milchkonfitüre aka Dulce De Leche - ein Figurkiller erster Güte, aber leider geil. Vielleicht kennt ihr diese Caramel-Creme von Bonne Maman? So ähnlich schmeckt Dulce De Leche. Man kann es als Brotaufstrich verwenden, als Soße zu Eis, auf Waffeln und Crêpes, im Kaffee, im Joghurt... am besten stellt man sich gleich einen ganzen Vorrat davon her.

Dulce De Leche selber machen

Ich habe ein bisschen recherchiert und es gibt wohl zwei Hauptmethoden, um Dulce De Leche herzustellen: 
Für die erste gibt man einen Liter Milch in einen Topf, fügt 300g Zucker und etwas Bourbonvanille hinzu und lässt das Ganze unter Rühren so lange einköcheln, bis es die gewünschte karamellbraune Farbe annimmt. Das dauert leider bis zu zwei Stunden. Wenn man nicht sowieso gerade mit der besten Freundin telefoniert - eher unpraktisch. 
Für die zweite kauft man gesüßte Kondensmilch in der Dose (Milchmädchen), gießt sie in eine kleine flache Auflaufform und deckt die Form mit Alufolie ab. Die kleine Form in eine größere, mit Wasser gefüllte Auflaufform stellen. Das Ganze ca. 60 Minuten bei 220°C in den Backofen stellen (je nach Leistung des Backofens). Hat den Vorteil, dass man nicht rühren muss und in der Zeit bequem etwas anderes machen kann. Nur gegen Ende der Backzeit sollte man hin und wieder mal checken, wie der Bräunungsgrad so ist. Bei mir war die Masse danach etwas stückig, aber einmal mit dem Stabmixer durch und alles ist wieder gut.

Nachtrag: Genau, einige von euch meinten schon richtig, dass man auch einfach eine geschlossene Dose Milchmädchen ca. 2h in einem Topf mit kochendem Wasser dümpeln lassen kann. Das wollte ich allerdings nicht empfehlen, denn wenn man nicht aufpasst und das Wasser verkocht, könnte die Dose angeblich explodieren. Man muss also immer sorgfältig Wasser nachgießen, damit die Dose ständig davon bedeckt ist. Und man kann den Bräunungsgrad halt nicht mitverfolgen. Aber wenn ihr nicht so verpeilt seid wie ich und aus 5 Minuten E-Mails checken schnell mal 2 Stunden werden lasst (huch, was hat denn jetzt in der Küche so geknallt?!), dann ist das sicher die praktischste Methode von allen.

In Schraubgläser gefüllt, hält sich das Dulce De Leche im Kühlschrank einige Monate. Verschenken kann man es bestimmt auch gut...

Kekse in Wolkenform ausstechen

Für die Alfajores:

200g Mehl
50g Speisestärke oder Maisstärke
1 Teelöffel Backpulver
100g weiche, gewürfelte Butter
150g Zucker
2 Eier, 1 Eigelb
1 Vanilleschote

1. Mehl, Stärke und Backpulver mischen.

2. In einer großen Schüssel die weiche Butter mit dem Zucker und den Eiern mit dem Handrührgerät schön fluffig-cremig schlagen. 

3. Mark der Vanilleschote auskratzen und zur Eiermischung geben.

4. Die Mehlmischung langsam in die Eiermischung einrieseln lassen und weiterrühren, bis ein glatter Teig entsteht.

5. Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

6. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 4mm dick ausrollen (also etwas dicker als normale Ausstecherle), irgendwelche Formen ausstechen (klassischerweise Kreise, ich fand Wölkchen schön...) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

7. Alfajores ca. 10 Minuten bei 190°C backen. Abkühlen lassen und aus je zwei Alfajores mit einem TL Dulce De Leche Sandwiches bauen. Achtung, die Dinger haben Suchtpotential! Eigentlich ist einem schon schlecht, aber man will immer weiteressen. Teufelszeug.

Alfajores mit Dulce De Leche

Für solche Aktionen wie die Dulce De Leche-Herstellung mag ich mein Emaille-Geschirr von Riess sehr gerne: Es kann sowohl Herd als auch Backofen und ich könnte es aus ästhetischen Gründen ewig anstarren (auch zwei Stunden lang, eventuell). Und damit eine/r von euch sich auch damit eindecken kann, hat mir Chris von Newstalgie einen 50€-Gutschein zum Verlosen zur Verfügung gestellt! Von dem Gutschein kann sich der Gewinner natürlich auch alles andere aus dem Newstalgie-Onlineshop* bestellen, ihr werdet nicht zum Riess Emaille-Geschirr* gezwungen. Da gäbe es zum Beispiel Ausstechformen* ohne Ende (auch die Umrisse von Baden-Württemberg), flauschige Kissen und Decken von Fussenegger, die original Tolix Stühle und Hocker (gut, da wäre es nur eine kleine Anzahlung), edle Quicheformen in Schwarz, Weiß und Rot... ach ihr findet schon was, da bin ich mir sicher.

Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt.
Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch.

Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 15. Dezember 2013, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person weltweit, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und kontaktiere dann den Gewinner zur Übermittlung des Gutscheins. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktdaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Emaille Geschirr Hellblau und Alfajores Rezept

Acryllöffel: wieder von Sabre, große Liebe, die zerre ich im Moment auf JEDES Foto...  gekauft bei Kockerols Ambiente am Markt (Frau Kockerols versendet auch gerne auf Anfrage!)
Geschirrtuch: Butlers
Häkeldings (Topflappen klingt ja spießig und Deckchen erst recht, uärgs): DIY
Wolken-Ausstechform: Miss Etoile

Übrigens, kann gut sein, dass euch die Bilder etwas blaustichiger / ausgewaschener vorkommen als gewohnt... ? Ich bin ja von PC zu Mac gewechselt und abgesehen davon, dass ich jetzt ein Riesenchaos habe und ständig auf der Suche nach verlorenen Mails und Dateien bin (und immer ungewollt Safari schließe, wenn ich nach alter Gewohnheit unten links auf der Tastatur  irgendwas+cmd+Q für ein @ drücken will, aber cmd+Q ist auf dem Mac ja das Kürzel für schließen, gnaaah), ist das Retina Display viel brillanter und weniger blaustichig als das von meinem alten Laptop. Führte dazu dass ich, als ich meine Mac-bearbeiteten Fotos gestern nochmal probehalber auf dem alten Rechner ansah, fast hintenüber gefallen bin und überall nochmal ein bisschen Clarity und Kontrast angehoben habe. Auf dem Mac waren sie brillant, aber auf meinem alten Mädchen ausgewaschen, etwas gegenlichtig und grau, obwohl ich in Lightroom eigentlich die Kontrastkurve mit der alt-Taste und den Schwarz- und Weiß-Reglern optimiert hatte. Die Blaustichigkeit habe ich belassen, da mein alter Laptop definitiv im falschen Farbraum unterwegs war und viiieeel zu blaustichig, was dazu führte, dass meine Fotos früher oft einen Tick zu warm waren. Klar, ist alles eine Kalibrierungsfrage und man kann es nicht jedem Monitor recht machen. Und irgendwann müssen wir uns mal einen gescheit kalibrierten Eizo oder NEC-Monitor kaufen. Aber bis dahin versuche ich den besten Kompromiss für alle Bildschirme zu finden - mit leichter Bevorzugung vom Mac, einfach, weil ich selbst nun mal einen habe und wohl auch einige meiner Leser und Kunden, Medienvolk halt. Wenn es bei euch ganz komisch aussieht, bitte schreien, danke!

Uuuund ich muss dringend mal die alternativen Schriften in meinem Quellcode anpassen. Sehe jetzt erst mit dem Mac, dass in Safari ja eine Serifenschrift aus meiner ersten Wahl Calibri wird, aber online bevorzuge ich dann doch serifenlose Schriften.

So, ich muss jetzt schlafen gehen und werde euch den Post morgen Mittag freischalten. Habt ihr schon mal Dulce De Leche gegessen? Ich könnte mir vorstellen, dass man es dann entweder hasst oder liebt... auf welcher Seite steht ihr?

Samstag, 7. Dezember 2013 71 Kommentare

Hungrig Auf Neues: Schneeflocken-Marshmallows selber machen

Heute ist wieder REWE-Challenge-Time - zum vorletzten Mal schon! Obwohl ich oft am Rande der Verzweiflung war und ordentlich geflucht habe, bin ich nun fast ein bissl traurig... und euch schien es auch ganz gut gefallen zu haben, oder? Ihr habt jedenfalls viele tolle Vorschläge gemacht, als ich euch das letzte Mal nach Ideen für ein neues Challenge-Thema gefragt hatte. Einen Vorschlag hatten gleich mehrere: "Heute koche ich ein Gericht, dessen Zutaten alle mit demselben Buchstaben beginnen". Bitte sehr: Schneeflockenmarshmallows aus Staubzucker, Stärke, Speisegelatine und Sonnenblumenöl in heißer Schokolade mit Sahne :)


Eigentlich wollte ich ja sogar nur Zutaten mit dem Anfangsbuchstaben meines Namens, V wie Vera, verwenden. Aber das Gericht, das dabei herausgekommen wäre (jahaa, auch da hätte ich eines gehabt), passt so gut zum nächsten geplanten Post mit Gewinnspiel, dass ihr darauf noch ein bisschen warten müsst. Kommt also auch noch! Für den REWE-Post habe ich stattdessen einfach den Anfangsbuchstaben von meinem Zweitnamen genommen: S wie Susanna.


Ich gestehe es gleich, ich habe ein bisschen geschummelt. Als internetaffines Persönchen habe ich natürlich sofort Google angeschmissen und "Lebensmittel mit S" eingegeben, statt mich brav mit Inspirationsbuch und Kuli in die Grübelecke zu setzen und Brainstorming zu machen. Aber effektive Informationsbeschaffung ist ja auch eine Leistung und ich habe tatsächlich ein paar alphabetische Auflistungen gefunden...


Zwischen Stinkdistel, Spanferkel und Salmonellen (whaaat?!) gab es zum Glück auch verwertbarere Lebensmittel wie Stärke und Speisegelatine. Staubzucker sage ich übrigens schon seit... äääh, immer. Wie sagt ihr denn dazu, doch nicht etwa Puderzucker? ;) Marshmallows selber machen wollte ich schon lange, also passte es perfekt. Und weil ich den Ehrgeiz hatte, dass auch das Endprodukt wieder mit S anfängt, wurden es eben Schneeflockenmarshmallows.


Als Grundrezept habe ich das Rezept von der Naschkatze genommen, musste die Butter aber aus naheliegenden Gründen durch Sonnenblumenöl ersetzen und den Vanillezucker streichen. Wobei... wenn es Speisegelatine gibt, gibt es sicher auch Speisebutter. So als Gegensatz zur  Bodybutter. Und Speisevanillezucker. Als Gegensatz zu... ach egal.
    

Für eine ca. 30x15cm große Form:

1EL Sonnenblumenöl 
2EL Speisestärke
250g + 2EL Staubzucker (Puderzucker geht unter Umständen auch ;) )
2 Päckchen gemahlene Sofortgelatine (diese 30g-Beutel, die man kalt anrühren kann und die jeweils 6 Blatt Gelatine entsprechen)
200ml Süßwasser (dieses ganz normale Wasser, das aus der Leitung kommt)
(Nehmt ruhig noch 1 Päckchen Vanillezucker oder etwas Vanillearoma mit rein!! Ihr müsst euch ja keiner Challenge stellen.)
   
1 Becher Schlagsahne
nach Belieben etwas Süßwasser zum Aufgießen (merke: Sahne + Wasser = Milch) 
100g Schokolade


   
1. Eine Tarte- / Auflaufform mit dem Sonnenblumenöl gründlich fetten.
 
2. 2EL Staubzucker mit 2EL Speisestärke mischen und die Form mit einem Teil dieser Mischung bestäuben. Den Rest für später zur Seite stellen.

3. 250g Staubzucker in eine Schüssel geben (und, wenn man nicht gerade eine Challenge hat, 1 Päckchen Vanillezucker oder etwas Vanillearoma dazugeben).

4. 2 Beutel gemahlene Sofortgelatine (insgesamt 60g, entspricht 12 Blatt Gelatine) mit 200ml lauwarmem Süßwasser verrühren, bis sich das Pulver gut gelöst hat. Das ist ein anderes Verhältnis als auf der Packung empfohlen, aber die Gelierwirkung soll hier ja auch richtig knallen.

5. Die gelöste Gelatine in die Schüssel zum Staubzucker gießen und sofort mit dem Handrührgerät verrühren. Die anfangs cremige Masse wird ziemlich schnell gummiartig - hier muss man jetzt mit ein bisschen Gefühl den Zeitpunkt abpassen, wo die Masse gerade noch dickflüssig und gut gießbar ist. Zu diesem Zeitpunkt die Masse schnell in die geölte und bestäubte Tarteform gießen und wenn nötig, noch etwas glattstreichen.

6. Die Form mit der Marshmallowmasse in den Kühlschrank stellen. Bei mir war sie nach einer halben Stunde fest.

7. Die Masse mit der restlichen Staubzucker-Stärke-Mischung bepudern und in Stücke schneiden oder Schneeflocken ausstechen. Klebrige Schnittkanten wieder einstäuben.

8. Für die heiße Schokolade habe ich Sahne mit Wasser aufgekocht und Schokolade darin geschmolzen. Aber macht euch eure heiße Schokolade einfach so, wie ihr es gewohnt seid! Die Marshmallows darauf schwimmen lassen und freuen.
  

Wenn man den Dreh mit der schnell aushärtenden Marshmallowmasse einmal raus hat, geht es eigentlich ganz leicht. Ich hatte ja großen Respekt vor selbstgemachten Marshmallows, nachdem ich Dons sehr witzigen Bericht (klick) dazu gelesen hatte. Aber so gern ich euch auch einen ähnlich lustigen Chaosbericht geliefert hätte, langweiligerweise hat mit diesem vereinfachten Rezept alles geklappt. Vom Geschmack her lohnt es sich auf jeden Fall, mal selber Marshmallows zu machen! Sie sind saftiger, fluffiger und schmecken nicht so nach zähem Bauschaum wie die gekauften. Mit den Aromen kann man spielen, zum Beispiel kann ich mir auch gut Kokos-, Orangenblüten- oder Sternanisgeschmack vorstellen... hey, das wäre sogar mit S gewesen :) Habt ein schönes Wochenende!



Tasse: Depot
Acryllöffel: Sabre, gekauft bei Kockerols Ambiente am Markt (Frau Kockerols versendet auch gerne auf Anfrage!)
Schneeflockenausstecher / Fondantcutter (für die detaillierte Schneeflocke): TK Maxx
Tarteform: Städter
Armstulpen: ??? (last-last-last season)


http://www.rewe.de/besser-leben/hungrigaufneues.html


Freitag, 6. Dezember 2013 45 Kommentare

DIY: Ikea Hack - Frosta Hocker

Kennt ihr das? Ihr macht irgendwas - Fotos, Deko, Bildbearbeitung, was auch immer - und findet es in dem Moment ganz knorke oder doch zumindest total okay. Und dann, ein oder zwei Monate später, denkt ihr: Waaah! Was zur Hölle...? Mir geht es gerade so mit den Hockern in diesem Post. Und wohlgemerkt, ich spreche hier nicht von Jugendsünden wie Fishbone-Kapuzenpullis oder Buffalo-Plateauschuhen. Es handelt sich um ein paar MONATE Zeitdifferenz. Die Story ist folgende: Im Sommer fragte die FürSie an, ob ich nicht für ein Extra-Heft einen weihnachtlichen Ikea-Hack beisteuern möchte. Also irgendein Ikea-Basis-Teil kaufen und es kreativ, individuell und weihnachtlich weiterverarbeiten. Na klar, gerne. Ich also ab zum Ikea, die Frosta-Hocker hatte ich wegen der nicht ganz geringen Ähnlichkeit zum Alvar Aalto-Designerstück eh schon eine Weile auf dem Schirm, und drei Stück davon gekauft (die sind ja wirklich günstig, 7,99).


Dann habe ich überlegt, wie man die Hocker verweihnachtlichen könnte - mitten im August (immer wieder schön, dieses antizyklische Arbeiten). Ich schiebe das jetzt einfach mal auf die an dem Tag herrschenden 30°C und darauf, dass wir einen Tag später in den Sommerurlaub fahren wollten, ich noch nicht gepackt hatte und daher etwas im Stress war, aber naja, aus nachträglich gereifter Sicht muss ich jetzt ziemlich über meine Idee lachen. Stricksocken für einen Hocker? Was zur Hölle....? Friert der oder was? Und die Sitzfläche mit dem Ikea Fake-Fell zu verkleiden und auf den dritten Hocker eine Schneeflocke zu schablonieren, naaaaja. Heute hätte ich das alles ganz anders gemacht: Die Hocker in dem schönen hellen Birkenholzton belassen und nur einzelne weiße Akzente gesetzt (Eva hat es schön gemacht, klickt mal!). Auf den ganzen pseudoweihnachtlichen Kleinkitsch verzichtet. Und IRGENDWIE so fotografiert, dass man die Struktur von unserer Raufasertapete nicht ganz so prominent wahrnimmt.


Aber mein höchstes Bestreben war ja, das Hochsommershooting zu kaschieren und auf Teufel komm raus Weihnachtsstimmung übers Knie zu brechen. Also die unvermeidliche Lichterkette hingeknallt, wie wild mit Teelichtern um mich geschmissen und zur Sicherheit (damit es auch nur ja JEDER merkt, dass es hier um Weihnachten geht) XMAS aus schwarzem Papier ausgeschnitten und das Thema somit auch noch mal schriftlich auf den Fotos vermerkt. Luise Koschinsky würde sagen: Sch*** die Wand an, ist das WEIHNACHTLICH!!!


Wirkt das Kissen mit dem Norwegermuster nicht auf eine ganz subtile Art winterlich-gemütlich? Haha. Nein, ganz ehrlich, ich muss über meine Performance immer noch lachen. Eigentlich wollte ich die Hocker auch gar nicht bloggen, aber mein Männchen meinte, ich soll ein schlaues Mädchen sein und den ohnehin fabrizierten Cont... äääh, Inhalt nun auch nutzen (Blogst-Konferenz-Insider: Jedesmal, wenn man das Wort mit C sagt, stirbt ein Einhorn). 
Jedenfalls könnt ihr meine Weihnachtshocker nun tatsächlich in der aktuellen Ausgabe der FürSie im Weihnachts-Extraheft sehen - zusammen mit Ideen von Was Eigenes, Titatoni und 3 anderen tollen Bloggern, die ich bis jetzt noch gar nicht kannte (und die ich eigentlich auch gerne namentlich nennen und verlinken würde, aber ich habe das Heft gerade nicht zur Hand, sorry!)
Eine weitaus schnellere und praktikablere Ikea-Weihnachtshack-Idee als Strickstulpen für einen Hocker (ich frage mich immer noch, warum??!) findet ihr übrigens HIER bei Clara von Tastesheriff. Schaut euch das mal an, das nenne ich mal stimmungsvoll und nachmachgeeignet!

Habt ihr das auch manchmal, dieses "Was habe ich mir dabei nur gedacht"-Gefühl? Und habt ihr euch schon mal ein Ikea-Teil geschnappt und selbst umgestaltet?

Sonntag, 1. Dezember 2013 73 Kommentare

Hungrig Auf Neues: Bleeding Heart Cake / Blutender Herzkuchen

Enthält Werbung* für REWE

Nicht erschrecken - in eurer Leseliste tummeln sich heute bestimmt Kerzenschein, Sterne, Adventskränze, kleine Rehe, Beschaulichkeit und Lichterglanz. Aber: "Heute koche ich mal ein Gericht, das aussieht wie aus einem Horrorfilm". Als Inspiration bekam ich ein Bildchen von einem aus Hackfleisch geformten abgetrennten Fuß, in dem noch ein Knochen (aus Ei?) steckte. Liebes REWE, really?!? Da habt ihr wahrscheinlich gemerkt, dass die Tante von Nicest Things eine kleine Ästhetikfetischistin ist, und gedacht, hrhr, jetzt soll sie mal was richtig Hässliches machen, hm? Und das nicht etwa zu Halloween, wo es ja noch ganz gut gepasst hätte, nee, das jetzt bitte pünktlich zum ersten Advent... ach, du liebe Güte. Man reiche mir mein Riechsalz.

Kuchen blutendes Herz

Stellt euch meine erste Reaktion auf das Horrorfilm-Briefing ungefähr so vor: Das PDF-Dokument geöffnet auf meinem Rechner, ich davor, mir beide Hände vor die Augen haltend und hin und wieder mal zwischen zwei Fingern durchlinsend, ob der Inspirationssatz vielleicht inzwischen verschwunden war. Den Gefallen tat er mir natürlich nicht. Aber gut. Wenn es einfach wäre, wäre es ja keine Challenge.

Bleeding Heart Cake

Und außerdem will ich jetzt mal nicht so tun, als würde mich ein blutendes Herz verunsichern. Wenn ich ehrlich bin, ist Kill Bill (aber nur der erste Teil!) einer meiner all-time-Lieblingsfilme und ich habe durchaus etwas für mit Blut bespritzte, rachsüchtige Bräute übrig. 

Blutender Herzkuchen

In unserem DVD-Regal befinden sich alle Tarantino-Filme bis auf Django Unchained. Ich habe Braindead, Bad Taste und Night Of The Living Dead gesehen. Sprich, ich hatte dann doch ziemlich schnell Spaß an der Horror-Challenge...

Bleeding Heart Cake, perfect for Halloween

Bei Pinterest hatte ich irgendwann mal ein Bild von einem blutenden Herzkuchen gesehen - nur leider nicht gepinnt, weil man über Pinterest ja seine visuelle Ästhetik definiert und da gehören blutende Herzen bei mir nicht so unbedingt dazu. Aber fasziniert hatte es mich doch. Leider habe ich den Pin nicht mehr gefunden, aber ich habe es aus der Erinnerung noch ungefähr zusammenbekommen. Wenn ihr einen Link zu einem blutigen Herzkuchen habt, gerne posten.

Blutendes Herz als Kuchen

So habe ich es gemacht:

1. Ca. 1000g von einem Standard-Kuchenteig anrühren (z.B. das halbe Rezept von HIER). Ich habe meinen Teig noch mit etwas Kirschsirup gefärbt - kommt zwar nicht so toll wie mit der Profi-Ami-Speisefarbe, aber ich finde es so appetitlicher.

2. Den Teig in 3 Portionen à ca. 333g teilen. 

3. Eine Herzbackform (siehe Foto, z.B. von TK Maxx) fetten und die erste Portion Teig backen: Ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene bei 170°C Ober- und Unterhitze. Kuchen aus der Form holen, Form auswaschen, wieder fetten, die nächste Portion Teig backen und wiederholen - bis man 3 herzförmige Kuchen gebacken hat.

4. Aus einem der drei Herzkuchen mit einem Dessertring o.Ä. ein Loch ausstechen. Jetzt hat man zwei ganze Herzkuchen und einen Herzkuchen mit Loch.

5. Auf einen der ganzen Herzkuchen irgendeine fette Creme streichen - Buttercreme oder, weil ich Buttercreme ja nicht so mag, Mascarponecreme. Die kann man auch wieder mit etwas Kirschsirup färben. Die Creme dient dazu, dass die blutige Sauce später nicht vom Kuchen aufgesogen wird. So eine Art Dichtungsmasse oder Isoliercreme.

6. Den Herzkuchen mit Loch auf den mit Creme bestrichenen ganzen Herzkuchen legen und das Loch auch gut mit Creme ausstreichen. Dabei etwas über die Ränder hinaus arbeiten (siehe Bild)

7. Fertige Dessertsauce (Tipp: Amarena! Lecker!) oder pürierte Beeren bis zum Rand in das mit Creme ausgekleidete Loch füllen. Das wird das Blut.

8. Auf den dritten ganzen Herzkuchen wieder "Isoliercreme" streichen und ihn als Deckel mit der Cremeseite nach unten auf die beiden anderen Kuchen setzen. Jetzt hat man ein dreistöckiges Herz voll mit Blut.

Anleitung und Rezept für einen blutenden Herzkuchen

9. Den blutigen Kuchen außen wie man möchte verzieren - ich habe wieder Mascarponecreme mit Kirschsaft genommen und obendrauf eine Schicht Kirsch-Götterspeise gestürzt, die ich zuvor ebenfalls in der Herzform zubereitet hatte.

Blutendes Herz Kuchen backen Anleitung

10. Das blutende Herz am besten auf einer weißen Platte servieren, damit das Blut beim Aufschneiden so richtig schön zur Geltung kommt. Und zum Anschneiden natürlich das fürchterlichste Messer nehmen, das ihr habt.

Bleeding Heart Cake Recipe

Vielleicht wäre so ein blutiger Herzkuchen ja auch eine Idee für den Valentinstag? So als kleiner Anti-Kuchen zu all dem herzallerliebsten Herziblümchentäubchengedöns?

Blutender Herzkuchen mit Messer

Aber verzichtet lieber auf die Inszenierung des blutenden Herzkuchens mit Amarenasauce all over auf einem weißen Top. Das suggeriert zwar düster-romantische Geschichten von erstochenen Liebhabern und blutigen Umarmungen, aber es ist eine Riesensauerei. Die Sauce befand sich nämlich nach kurzer Zeit nicht nur auf meinem Top, sondern auch auf meinem Unterarm, von da aus kam sie irgendwie auf meinen Schreibtisch, auf den Fernauslöser, auf den Küchenfußboden und in meine Haare (wenn ihr es doch nicht lassen könnt, tragt wenigstens einen schwarzen (!) BH unter dem weißen Top... weiter ins Detail gehen möchte ich nicht, gnaaah!).

Blutender Herzkuchen für Halloween oder den Valentinstag

Nja, wie gesagt... sorry für die fröhlichen Splatterspielchen am ersten Advent. Woanders gibt es Kerzenschein, hier blutige Mördermesser. Aber es ist nicht meine Schuld, hehe. Und man hätte es noch weeeiiiitaus ekliger umsetzen können ;)


http://www.rewe.de/besser-leben/hungrigaufneues.html


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Den 50€-Gutschein von Dein Lieblingsladen hat gewonnen: Tanja! (Kommentar Nr.164 vom 28.11.2013, 09:53) Herzlichen Glückwunsch, ich schreibe dir gleich noch persönlich eine Mail :)