Sonntag, 30. März 2014 47 Kommentare

Osterbrunch-Rezepte: Hefehasen und DIY Löffeleier

Enthält Werbung* für Bertine

Bei uns Bloggern ist das ja immer komisch: Ostern, Weihnachten und Silvester werden oft schon Wochen vor dem eigentlichen Fest "vorgefeiert", damit wir die Dekoideen, Rezepte und DIYs noch rechtzeitig an die Leser weitergeben können. So habe ich dann letzte Woche mal ein paar Ideen für ein Osterfrühstück bzw, einen Osterbrunch auf meinem guten alten Fotohintergrund mit Voilegardine links und Reflektor rechts inszeniert. 
Vorstellen müsst ihr euch aber natürlich, dass wir an einem sonnendurchfluteten, frischen Frühlingsmorgen mit Freunden am liebevoll gedeckten Tisch saßen, durch die weit geöffneten French Windows der Duft von blühenden Kirschbäumen und Vogelgezwitscher hereinwehte und dass kleine Mädchen mit Gänseblümchenkranz in den Haaren und weißen Kleidern um den Tisch rannten und es kaum erwarten konnten, nach dem Osterbrunch endlich auf Ostereiersuche zu gehen. Ist klar, ne?

Oster-Frühstückstisch mit Hefezopf

Übrigens, wo ihr gerade schon bei den Zauberhaft-Phantasien seid: Diese Hefewürste da sind Hasen.  Kleine süße Osterhäschen. Wenn man ganz fest daran glaubt, erkennt man es! Die Öhrchen oben, dann der Kopf und eine putzige kleine Puschel-Blume... seht ihr es? Ja?? Danke :)
Und die Eier auf dem nächsten Foto sind keine echten Eier, sondern selbstgemachte Löffeleier mit einer Cheesecake-Creme und Maracuja-Soße. Sehen aber ziemlich echt aus, oder? Okay, bis auf die Eierschale aus Schokolade natürlich. 

Löffeleier selber machen mit Frischkäsecreme und Maracujasoße

Die Hefe-Hasen und die DIY-Löffeleier wären also die beiden Osterbrunch-Ideen, um die es heute gehen soll. Eigentlich hatte ich noch Spiegeleier in einer Blumen-Ausstechform gebraten, die ich zusammen mit dem Blumen-Toast zeigen wollte, aber kein einziges Foto davon ist was geworden... naja, passiert. Konzentrieren wir uns also auf die Häschen und die Eier.

Dekoideen für den Ostertisch

Osterbrunch-Rezept von HIER für 12 Orangen-Osterhasen aus süßem Hefeteig:

4 Tassen Mehl (Sorry, ich habe keine Angaben in Gramm, da es ein amerikanisches Rezept ist. Nehmt einfach eine kleine Tasse zum Abmessen, ca. 250ml - Hauptsache, die Relationen stimmen. Oder rechnet es hier um.)
1 Pack Trockenhefe
1 1/4 Tassen Milch
1/2 Tasse Butter
1/3 Tasse Zucker
1/2 TL Salz
2 Eier
2 EL geriebene Orangenschale aus dem Päckchen
  
Deko Ideen Ostern Frühstück Tisch

1. 2 Tassen von dem Mehl mit der Hefe in einer Schüssel vermischen und zur Seite stellen.

2. Milch, Butter, Zucker und Salz in einem mittelgroßen Topf vermischen und vorsichtig erwärmen, bis die Butter gerade so geschmolzen ist. Nicht kochen!

3. Die warme Milchmischung zur Mehl-Hefe-Mischung geben. Mit dem Handrührgerät (Knethaken) zu einem glatten Teig verkneten. 

4. Die Eier und die Orangenschale mit einarbeiten.

5. Nun die restlichen 2 Tassen Mehl dazugeben und den Teig weiterrühren, bis dieser gerade so nicht mehr klebt. Bei Bedarf mehr Mehl nehmen. Dann noch ca. 5 Minuten mit den Händen kneten, der Teig soll elastisch sein.

6. Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen. Wenn er doppelt so groß geworden ist, mit der Faust reinschlagen.

7. Den Teig portionsweise auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 5mm dick ausrollen. In ca. 2cm breite Streifen schneiden. Streifen zu einer Wurst rollen und wie ein enges "U" auf der Arbeitsfläche hinlegen. Den linken Teil vom U über den rechten legen, dass eine Art Aidsschleife entsteht (sorry, aber mir fällt grad kein besserer Vergleich ein). Dann den nun unten liegenden Strang nochmal über den oberen legen. Die überstehenden Teigzipfel als Hasenöhrchen in Form kneifen oder schneiden. Aus Teigresten kleine Kugeln drehen und diese als Hasenschwänzchen andrücken.

8. Häschen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und ca. 12 Minuten bei 190°C Ober- und Unterhitze backen.

9. Wer mag, rührt noch eine Glasur aus Orangensaft und Puderzucker und bestreut die Hasen mit Hagelzucker.

Geschirr in Pastellfarben

Die Idee für die gefüllten Schokoeier habe ich von Raspberri Cupcakes und sie nur etwas abgewandelt. Die Schokoladenei-Form könnte man theoretisch selbst machen, indem man ausgeblasene Eierschalen mit Schokolade ausgießt, aber von Milka gibt es praktischerweise solche hohlen Schokoeier, die mit Schokolinsen gefüllt sind. Schaut mal im Supermarkt danach, hier gab es die sogar in unserem kleinen Penny-Markt.

Schokoladeneier mit Cremefuellung

Für 4 selbstgemachte Löffeleier / Cremeeier:

4 hohle Schokoladeneier, z.B. von Milka
200g Frischkäse
80g Zucker
1 Becher Schlagsahne
3 EL Marmelade mit Maracuja-, Mango- oder Aprikosengeschmack
ca. 1 TL Milch
ca. 1 TL Maracujasaft


Hefezopf mal anders in Hasenform

1. Die Schokoladenei-Hohlkörper mit einem Messer vorsichtig köpfen.

2. In einer Schüssel Frischkäse und Zucker verrühren. Die Sahne schlagen und unterheben. Diese Masse mit einem kleinen Löffel oder einer Tortenspitze in die hohlen Schokoeier füllen.

3. Aus Marmelade, Milch und Maracujasaft die orangefarbene Fruchtsoße zusammenrühren, die wie Eidotter aussehen soll (dafür ist die Milch, um das Ganze etwas trüber und damit echter aussehen zu lassen). Mit den Mengen muss man etwas spielen, je nach Konsistenz der Marmelade. Auf jedes Ei einen Klecks dieser Soße geben - fertig! Ein supereinfaches Rezept, das aber eine Menge hermacht.

Geschirr von Bloomingville

Teller in Pastellrosa und Pastellgelb von Bloomingville: Bertine*
runde Schälchen in Pastellrosa und Pastellgelb von Bloomingville: Bertine*
eckige Schälchen in Pastellrosa und Pastellgelb von Bloomingville: Bertine*
Eierbecher in Pastellrosa und Pastellgelb von Bloomingville: Bertine*
rosafarbenes Küchentuch mit Halbkreisen von Ferm Living: Bertine*

Den Fotountergrund Ostertisch habe ich in Rosa und Pastellgelb gedeckt und mit ein paar gelben Blumen dekoriert. Ich kann mir gerade nichts Österlicheres vorstellen als diese Farbkombi und kann mich daran gar nicht sattsehen! Ihr werdet dieses Farbkonzept also noch ein, zwei Mal hier sehen müssen und so wird es dann wohl auch bei uns aussehen, wenn wirklich Ostern ist ;) Das Geschirr ist übrigens sogar gerade reduziert bei Bertine. 

Also vielleicht habt ihr ja Lust, euren Ostertisch mit Hefehäschen und Fake-Eiern zu decken, wenn ihr dann in 3 Wochen "in echt" Ostern feiert! Wünsche euch einen schönen Sonntag!


Donnerstag, 27. März 2014 38 Kommentare

DIY: Dip Dye Papierlampe + Bettwäsche von By Nord

Es gibt ja verschiedene Arten von Trends. Bei manchen denkt man sich nur so "Really? Och nööö, hier mach ich aber wirklich nicht mit." und ist fast froh, wenn sie wieder vorbei sind. Neon war so ein argwöhnisch von weitem beäugter Trend für mich. Oder Hirschgeweihe und Trophäen an der Wand. Eulen. Auch mit zu offensivem Mid-Century-Style habe ich so meine Probleme...


Dann gibt es diese Trends, da denkt man: "Really? Och nööö, hier mach ich aber wirklich nicht mit." Es dauert dann ein paar Wochen oder gerne auch Monate, und auf einmal findet man sie doch ganz toll. So geschehen bei mir und Chevron. Oder Kupfer - wobei ich mich mittlerweile an beiden Trends auch wieder sattgesehen habe. 
  

Und schließlich gibt es Trends, da denkt man sich: "Oh yeah." und ist gleich dabei. Diese haben zumindest bei mir auch immer eine längere Halbwertszeit, wie zum Beispiel schlichte, von der Natur inspirierte Fotoprints in schwarzweiß oder der Ombré bzw. Dip Dye Trend für Wohnaccessoires.  
By the way... mal eine ganz dumme Frage, wie heißt es eigentlich korrekt? Ombré mit accent aigu im Sinne von "schattiert" oder Ombre, einfach wie "Schatten"? Wäre ja beides denkbar, mit oder ohne accent, Adjektiv oder Substantiv. Jedenfalls ist es mir da auch egal, dass der Ombre-Trend nicht mehr der Allerfrischeste ist - mir gefällt dieses sanfte Farbfading einfach total!


Letztendlich ist es mit den Trends ja eh so eine Sache. Etwas nur machen, weil es Trend ist und obwohl es einem eigentlich gar nicht wirklich gefällt, ist Quatsch - klar. Aber genauso ist es Unsinn, sich künstlich etwas zu versagen oder sich davon zu distanzieren, nur WEIL es Trend ist, wenn es einem eigentlich doch gefällt. Trends ganz entspannt als Fundgrube für neue Ideen zu sehen, aus der man sich rauspickt, was einem gefällt - das klingt für mich nicht schlecht. Und ganz letztendlich muss man vielleicht gar nicht erst anfangen, groß über das Thema zu philosophieren. Als Blogger begleitet einen das Thema halt ständig, aber ich verschone euch jetzt mal lieber mit noch mehr plattem Geschwätz und zeige euch einfach, wie man die Ombre / Dip Dye Papierlampen macht.


Material für eine Dip Dye Ombré Papierlampe:

eine Reispapierlampe, z.B. Regolit oder Väte von Ikea
Acrylfarbe 
ein großer Krug mit Wasser
ein großes Glas zum Mischen
Pinsel
Blatt Papier für Farbproben
Fön


1. Einen kleinen Klecks der gewünschten Farbe in das Glas geben oder die Wunschfarbe selbst anmischen. Ich wollte ein kühles Grau mit gaaanz leichtem Violettstich, daher habe ich noch etwas Blau und Lila dazugegeben.

2. Die Farbe nun vorsichtig mit etwas Wasser verdünnen. Das soll der dunkelste Ton des Farbfadings werden. Gar nicht verdünnen ist keine so gute Idee, da man dann nicht diesen schönen transparenten Effekt bekommt und die Farbe viel zu sehr deckt. Am besten auf einem Blatt Papier testen, wann die gewünschte Intensität erreicht ist.

3. Nun die Farbe mit dem Pinsel spiralförmig vom Rand der Papierlampe ausgehend auftragen. Nach ein oder zwei Runden (viele Papierlampen haben ein Gerüst aus Stäbchen, an dem man sich gut orientieren kann), einen kleinen Schluck Wasser aus dem Krug in das Glas mit der angemischten Farbe geben und diese somit etwas verdünnen. Ein oder zwei weitere Runden malen, dann wieder ein bisschen mehr Wasser zur Farbe geben... und so weiter. Je nachdem, wie viel Wasser man auf einmal dazugibt, bekommt man einen sanfteren oder kontrastreicheren Ombré-Verlauf.

4. Die Lampe zwischendurch immer mal wieder vorsichtig trockenfönen, weil die Farbe durch das Trocknen an Intensität verliert und nochmal ganz anders rauskommt. Außerdem wollen wir ja nicht die komplette Papierlampe einweichen, da diese sonst vielleicht einfach zusammenflatscht.


Man muss halt ein bisschen probieren, wie die Farbe aufs Verdünnen reagiert und wie es am besten aussieht - ein Universalrezept, wieviel Farbe genau und wieviel Wasser man nehmen soll, gibt es hier nicht. Ihr seht ja, dass mein einer Ombre Lampion recht dunkel geworden ist und der andere eher hell und dass der Verlauf bei dem einen Lampion etwas abgehackter ist als bei dem anderen. Aber dafür, dass so eine Ikea Papierlampe um die 6 Euro kostet, kann man sich den Spaß ja mal erlauben.


Im Nachhinein dachte ich, dass die Dip Dye Papierlampen in einem zarten Rosa oder Mintgrün vielleicht noch schöner gewesen wären. Vielleicht wäre das eine Idee für eine Gartenparty? Man muss die Papierlampen ja nicht wirklich ans Stromnetz anschließen und als Lampe verwenden, sondern man kann sie auch einfach als Deko-Lampions in eine Zimmerecke oder in einen Baum über eine schön gedeckte Sommertafel hängen! In Gruppen sieht das sicher besonders schön aus. Clara meinte bei Facebook schon sehr treffend: Wie Wolken!
Ja, und was wie gesagt mein zweiter, persönlicher Lieblingstrend ist: Schlichte, schwarzweiße Fotoprints von Naturmotiven. Schon lange, lange hatte ich die Bettwäsche von By Nord im Auge, die fast schon Kult ist und die man immer wieder mal auf den skandinavischen Designblogs sieht. Sie ist so glatt und fest, dass sie nach dem Bügeln fast wie Porzellan aussieht, sich aber auf der Haut cremigweich anfühlt... ist es sehr over the top, wenn ich das jetzt mit kühler Sahne vergleiche? Wer die Bettwäsche kennt, weiß, was ich meine. Also eine ganz tolle, hochwertige Qualität und zum nordisch-ruhigen Stil in unserem Schlafzimmer passt sie einfach perfekt. 


Und auch, wenn ich die Bettwäsche fast eher als zeitlosen Designklassiker und nicht als Trend bezeichnen würde - was sind denn eure liebsten Trends zur Zeit? Was glaubt ihr, was kommt und was könnt ihr gar nicht mehr sehen? Marmor ist bei mir übrigens noch in der "Och nööö"-Phase, ich habe aber das Gefühl, das könnte sich noch ändern...

Sonntag, 23. März 2014 168 Kommentare

DIY: Kleid aus T-Shirt machen - ohne Nähen

Enthält Werbung* für Lille Mus

Ich bewundere ja immer diese Frauen, die perfekt gestylt in der Stadt rumlaufen. Schöne Lederjacke, passendes Tuch dazu, Schuhe wie frisch aus dem Geschäft und lauter kleine Outfit-Details, die aber alle zusammen passen. Wie machen die das?? Bei mir reicht es meistens nur zu Leggins mit Sack, wunderschön kombiniert mit ausgelatschten Lederballerinas und einer Primaloft-Sportjacke für optimale Bewegungsfreiheit bei leichten alpinen Touren. Die Leggins ist meistens noch voll mit Mehl oder sowas, weil ich gerade am Backen war und zu spät bemerkt habe, dass wir keine Hefe mehr haben -> Sportjacke über und schnell los, sch***egal wie es aussieht - und so sieht es dann auch aus.


Leggins übrigens im schönsten Fall. Auch Jogginghose kommt durchaus mal vor. Aber im Ernst, ich sehe in Jogginghose viel besser aus als in einem feinen Kleid! Und dazu kommt ja auch, das hatte ich glaub ich schon mal erzählt, meine Koumpounophobie. Erklären kann ich den Begriff jetzt nicht,  sorry - wenn ihr ihn googelt, versteht ihr, warum ;) Dadurch fallen halt Unmengen an Kleidungsstücken einfach weg, also sowas wie schicke Mäntel, die meisten Jeans (Gott, war ich als Achtzehnjährige froh um die Flare Nixie von Miss Sixty!), viele Jacken, Blusen, das geht halt alles nicht. 


Außerdem fühle ich mich nur in kalten Farben mit Graustich wohl. Und viel Gedöns an meinen Klamotten mag ich auch nicht, es muss alles schön schlicht sein. Aber bitte trotzdem etwas Besonderes und natürlich herzzerreißend schön! So. Das ist auch die Erklärung dafür, dass ich meine Klamotten oft selber mache oder irgendwas an ihnen rumbastele, abschneide, oder was auch immer. 


Bei Pinterest hatte ich mal ein Tutorial gesehen, wie man praktisch ohne Nähen ein ziemlich schönes Kleid aus einem alten, riesigen Männer-T-Shirt herstellen kann. Leider hatte ich das damals nicht gespeichert, aber aus der Erinnerung habe ich es noch hinbekommen. Es ist also gar nicht so kompliziert, wie es aussieht - und für mich genau die richtige Kombi aus schlicht und doch besonders!


Man braucht:

großes Männer-T-Shirt, am besten 3XL oder so
Schere oder Cutter (Schere klappte bei mir besser)
Holzbrett, über das man das T-Shirt ziehen kann
Tape 
optional Nadel und Garn 
kontrastfarbiges Shirt zum Drunterziehen


1. Zunächst im Abstand von ca. 2cm am Halsausschnitt entlang schneiden, um den Ausschnitt weiter zu machen. 

2. Das Shirt über ein altes Brett ziehen, damit es etwas unter Spannung steht und man eine Unterlage zum Schneiden hat.

3. Mit Tape ein symmetrisches Dreieck auf der Rückseite vom Shirt abkleben.

4. Jetzt in regelmäßigen Abständen von ca. 1-2cm Streifen schneiden.

5. Den zweiten Streifen nehmen und erst unter, dann über den ersten Streifen legen.

6. Während man den zweiten Streifen noch festhält, den dritten Streifen nehmen und erst unter, dann über den zweiten Streifen legen - also im Prinzip einfach durch die Schlaufe durchziehen, die man in Schritt 5 aus dem zweiten Streifen gemacht hat. Immer so weiter...

7. Den letzten Streifen in der Mitte durchschneiden und um den vorletzten Streifen festknoten. 

8. Das Shirt ist jetzt im Prinzip fertig und kann oversize getragen werden, mit einem kontrastfarbigen Top darunter, falls man nicht so viel Rücken preisgeben will. Ich wollte es außerdem lieber etwas taillierter haben und habe dazu einfach noch die Ärmel abgeschnitten, die Seitennähte vom T-Shirt gegriffen (direkt unter dem Ärmelansatz) und vorne unter der Brust zusammengeführt. Mit ein paar Nadelstichen sichern. Aus einem der Abschnitte einen Streifen schneiden und um die Nahtstelle festnähen, um diese zu kaschieren. Das sieht dann ein bisschen aus wie die Schleife auf meiner Clutch...


...und das ist jetzt auch die perfekte Überleitung zu meinen neuen Lieblingssachen von Lille Mus*. Lara, die Shopinhaberin und Designerin, habe ich kennengelernt, als sie bei DaWanda interviewt wurde und meinen Blog als Lieblingsblog genannt hat. Nochmals vielen lieben Dank dafür, Lara :) Ich für meine Teile habe mich sofort in ihre handgemachten Lederaccessoires verliebt, die ich vorher noch gar nicht kannte. Wir haben dann ein bisschen hin- und hergeschrieben und heute möchte ich euch Laras Label gerne vorstellen.


Allein ihr Shopdesign ist schon so wunderschön und perfekt (monkartig) farblich abgestimmt in Grau, pudrigem Mint / Petrol und Radiant Orchid, schöner kann ich es mir eigentlich kaum vorstellen. Sie entwirft und näht ihre komplette Produktpalette selbst: Clutches, Beuteltaschen, geflochtene Lederarmbänder, Ketten, Ohrringe, Schlüsselanhänger, Haarblüten... Und das in praktisch allen Farben. In einer ihrer Mails schrieb sie mir mal, dass sie mittlerweile so viele Lederhäute unter ihrem Bett liegen hat, dass sie fast jeden Farbwunsch erfüllen kann. Besonders toll finde ich ja auch die Sachen in Radiant Orchid!


"Lille Mus" ist übrigens Dänisch und bedeutet "kleine Maus", das soll nochmal den schlichten, hochwertigen und skandinavisch angehauchten Stil unterstreichen. Für mich mit all meinen kleinen Klamottenspleens (grins) sind ihre Sachen jedenfalls perfekt - das meinte ich oben mit schlicht, ohne viel Gedöns, aber trotzdem herzzerreißend schön ;) Und weil es praktisch jedes Teil in allen Farben gibt, schaffe ich es endlich auch mal, mit farblich perfekt passenden Outfit-Details zu glänzen.

Uuund: Damit sich auch eine von euch von der Qualität von Laras handgemachten Accessoires überzeugen kann, darf ich heute einen 50€-Gutschein für Lille Mus verlosen!



Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr den Gutschein gewinnen wollt.
Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch. Viel Glück!

Teilnahmeschluss ist Donnerstag, der 27. März 2014, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person aus Deutschland, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und kontaktiere dann den Gewinner zur Übermittlung des Gutscheincodes.  Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktdaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Clutch Sophia in Mintblau: Lille Mus*
Flechtarmbänder in Mintblau und Grau: Lille Mus*
Blatt-Ohrringe in Mintblau: Lille Mus*
Männer-T-Shirt: C&A

So, das Frollein Fashionqueen werkelt dann mal weiter in Jogginghose in der Küche rum. Einen schönen Sonntag wünsch ich euch!


***

Den 50-Euro-Gutschein für Lille Mus hat gewonnen: Smilla! Herzlichen Glückwunsch! Deine Mail-Adresse habe ich ja, ich melde mich ganz bald bei dir mit dem Gutscheincode!

Und für alle anderen gibt es als besonderes Extra, da euch die Leder-Accessoires von Lille Mus so gut gefallen haben und ja leider nur einer gewinnen kann, einen 10% Gutschein auf alles ohne Mindestbestellwert! Der Gutscheincode lautet nicestthings, ist bis zum 30.04. gültig und nicht auf die Versandkosten anrechenbar. Viel Spaß beim Shoppen :)


***

PS: Für Melli und alle anderen, die an der Schleife vorne am Kleid interessiert waren: Ich hab mal versucht, das Prinzip aufzumalen:


1. So liegt das Shirt mit abgeschnittenen Ärmeln vor euch. Da es sehr groß ist (XXXXL), ist es an den Seiten auch sehr breit...

2. Den oberen Teil der Seitennähte, also direkt unter dem Ärmelausschnitt, fasst man jetzt und legt ihn vorne über das Shirt.

3. Dann beide Zipfel zusammennähen und die Naht unter einem rumgewickelten und festgenähten Stoffband verstecken (kann man von den zuvor abgeschnittenen Ärmeln nehmen).

Donnerstag, 20. März 2014 45 Kommentare

Oster-DIY: Teebeutel selber machen mit Løv Organic

Enthält Werbung für Løv Organic*

Bäääm! Heute sind meine Fotos mal so richtig im Farbkasten ausgerutscht. Also nix mit vornehm entsättigt und so. Heute knallt's. Das muss der Früüühling sein, hihi. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal so für Apfelgrün und Pink begeistern kann - aber ich kann, und wie! Solche Farben machen doch einfach nur gute Laune, oder? Allerdings müssen sie schon von einem zartrosa Hintergrund eingefasst, abgerundet und in Schach gehalten werden. So als sanfte, aber bestimmte Farbgouvernante für meine kleinen wilden Frühlingsfarben...

Hände mit Teebecher Lov Organic

Worum es heute aber eigentlich gehen soll, sind die kleinen wilden Frühlingsvögel, die ich gewerkelt habe. Für eine Osteraktion von Løv Organic* sollten sich nämlich ein paar Blogger von Ostern inspirieren lassen: ein Osterfrühstück, eine frühlingshafte Dekoration, etc... Ich fand ja schon immer diesen kleinen Vogel, das Symbol von Løv Organic, toll und wollte den unbedingt frühlingshaft-österlich ausschlachten (na das liest sich jetzt etwas brutal, aber egal). Ich dachte mir also, warum machste denn nicht mal Teebeutel selber in der Form von dem kleinen Vogel? Als Ostergeschenk oder als Highlight zum Osterbrunch?

Lov Organic Tee Teebeutel selber machen DIY

Die Idee ist zugegeben etwas ambitioniert gewesen, und es gehört nicht gerade zu der Sorte DIY-Projekte mit minimalem Aufwand und maximaler Wirkung. Eher andersrum. Aber wenn man doch so ein wunderschönes, geeignetes Firmenlogo hat und dann noch Tee verkauft, liegt es doch eigentlich ganz nahe, seinen Tee mal in Vögelchen-Teebeuteln zu präsentieren! Liebes Løv Organic*, das wünsche ich mir von euch: Eine Limited Edition solcher Birdy-Teabags ;) Ihr findet bestimmt einen Weg, solche Teebeutel effizienter zu produzieren als ich mit zwei Stück pro Stunde. Aber wenn man mal ein bisschen Zeit hat und für jemand Besonderes etwas Liebevolles werkeln will, ist es schon machbar. 

Teebecher und Teedosen von Lov Organic

Man braucht:

Vorlage für das Motiv (in verschiedenen Größen aus dem Internet ausgedruckt)
dünnen Baumwollstoff, am besten Batist - durchlässig, aber fest genug gewebt, um ihn vernähen zu können
Bleistift
Schere
Nähnadel
weißes Garn
Tee (ich hatte Løv Is Good* und Wild Berry*)
Bäckergarn
festes Papier, um den Täääg daraus auszuschneiden
doppelseitiges Klebeband

Tutorial für selbstgemachte Teebeutel

1. alle Materialien auf einen Blick...

2. Den gewaschenen und gebügelten Batist auf die Vorlage legen und den Vogel mit Bleistift  nachzeichnen. Das Ganze zweimal. Kleinere Details der Vogelform habe ich etwas vereinfacht, man macht sich sonst beim Nähen unglücklich.

3. Die beiden Vögelchen ausschneiden. Wer sich am Bleistift stört und den nicht im Tee haben will, schneidet einfach etwas innerhalb von der Bleistiftlinie. 

4. Die beiden ausgeschnittenen Vögel passgenau aufeinander legen und nun mit Nadel und Faden am Rand zusammennähen. Ein ca. 3cm großes Stück zunächst offenlassen...
   
Anleitung Teebeutel selber machen

5. ...da dann den Tee reinfüllen und fertig zunähen. 

6. Für die Schnur nun ein Stück Bäckergarn (weil lebensmittelecht - ich habe aus ähem, farblichen Gründen Stickgarn genommen, wird mich aber auch nicht umbringen) zurechtschneiden und mit der Nadel durch den Schnabel vom Vogel ziehen.

7. Aus passendem Papier eine Blattform ausschneiden. Der Werbeprospekt von Løv Organic war wie gemacht dafür!

8. Die ausgeschnittenen Blätter mit doppelseitigem Klebeband an der Schnur befestigen.

DIY Handmade Teabags

So, das liest sich ja jetzt erstmal nicht sehr kompliziert - und ist es eigentlich auch gar nicht, nur eben ein bisschen zeitaufwändig! Aber ich musste die Idee ja sozusagen erstmal entwickeln und meine ersten Versuche waren komplett für die Tonne. Leider habe ich vergessen, davon Fotos zu machen. Ich glaube, ihr hättet Spaß daran gehabt! Aber ich beschreibe es einfach mal...

Teebeutel in Vogelform

Teebeutel-Vögelchen 1.0 habe ich nämlich noch versucht, nach dem Zusammennähen von drei Vierteln auf links zu drehen. Also so, wie man es mit einem Kissenbezug machen würde, damit die Nähkanten am Ende innen liegen und nicht sichtbar sind... ihr versteht, ne? Was damit endete, dass mein Vögelchen so aussah, wie etwas, was Männchen manchmal über die Figuren diverser Frauen sagt: Wie ein vollgesch*** Strumpf. 

Bastelidee für Ostern

Das Vögelchen ist für die auf-links-dreh-Taktik halt viel zu filigran und die ganzen kleinen Ecken und Kanten kommen dann gar nicht mehr richtig raus. Es sah einfach nur völlig deformiert aus! Aber ich musste ja erstmal drei solcher Vögelchen herstellen, um zu merken, dass es einfach an der Technik lag und nicht an meiner mangelnden Expertise - es wurde nämlich selbst mit Übung nicht besser. Aber gerade bei Teebeuteln sind solche sichtbaren Nähkanten ja gar nicht schlimm und als ich den ersten nicht auf links gedrehten Vogel fertig hatte, musste ich einsehen, dass ich die drei auf links gedrehten Vögelchen wohl besser wieder aufschneide (so wurden die Vögelchen dann doch noch im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschlachtet).

DIY Ideen Frühling Ostern

So war ich dann bis nachts um 3 mit Vögelchen 1.0 aufschneiden, Tee wieder befreien, neue Vögelchen 2.0 nähen und mit Tee wieder vollstopfen beschäftigt. Also falls ich euch jetzt nicht eh schon komplett demotiviert habe und ihr trotzdem noch minimal Lust dazu habt, Vögelchen-Teebeutel herzustellen, dann beachtet einfach nur eine Sache: NICHT auf links drehen! Dann ist es durchaus machbar und sieht auch ganz nett aus :)


apfelgrüne Teetasse: Lovely Mug*
grüne Teedose: Løv Is Good* (Zimt, Ingwer, Kardamom, Anis...)
pinkfarbene Teedose: Wild Berry* (Hibiskus, Hagebutten, Preiselbeeren, Himbeeraroma...)


Mit NICESTTHINGS20 bekommt ihr 20% Rabatt!


PS: Minas Buch hat gewonnen: Smartie! Herzlichen Glückwunsch, ich schreibe dir nachher noch eine Mail!


Samstag, 15. März 2014 224 Kommentare

Brot im Blumentopf / Tontopf backen

Letztes Jahr um diese Zeit hockte ich täglich bis zu 9 Stunden verstört in der Sofaecke und kreuzte irgendwelche mehr oder weniger sinnvollen Prüfungs-Altfragen (Was spricht als Zeichen der Monoklonalität am ehesten für eine CLL? Vermehrte Expression von CD 34, vermehrte Expression von CD 4, fehlende Expression von CD19 oder vielleicht doch das Fehlen der Howell-Jolly-Körperchen?) Ähm, joa. Mal zum Kühlschrank gehen und gucken, was da so drin ist. Und dann mit 3 Kinder Pingui intus mit zugekniffenen Augen auf irgendeine Antwort klicken. Falsch, natürlich. ...kurz und gut: mein letzter Frühling war nicht gerade schön. 

Brot im Blumentopf Rezept

Ich starrte immer aus dem Fenster und dachte: " Frühling, komm bloooooß nicht. Frühling, bleib weg. Bitte Regen und Schnee. Danke." Denn mal ehrlich, sich in der Sofaecke mit Howell-Jolly-wasauchimmer rumschlagen und die Instagram-Timeline voll mit Kirschblüten, Füßen in Ballerinas auf Krokuswiese und vor den Sonnenuntergang gehaltener Eiscreme haben, geht ja wohl mal gar nicht (Das Handy einfach auslassen? Keine Option). Im Nachhinein ist mir das jetzt ein bisschen unheimlich - wir hatten ja wirklich nochmal Schnee im März und der April war so kalt und verregnet wie lange nicht mehr. Ups. Es tut mir aufrichtig leid! Aber es hat sich ja gelohnt. Meine Teilnehmerurkunde fürs Studium hab ich bekommen und diesen Frühling darf ich nun als Selbständige mit etwas flexiblerer Zeiteinteilung genießen. Yey!

Brot im Tontopf backen

Und gestern war dieser eine besondere Tag, an dem man das erste Mal im Jahr Ballerinas trägt... an dem man das erste Mal nur im T-Shirt rausgeht und die Sonne auf der Haut genießt (Vitamin D, go!!!)... an dem man verliebt die blühenden Mandelbäume anstarrt und an dem man sich überhaupt völlig frei und glücklich und fast schon sommerlich fühlt (Montag bis Donnerstag war zwar auch schon geniales Wetter, aber die Arbeit musste ja auch erledigt werden).

Villa Vanilla Blog Buch

Für ein kleines Picknick mit Fotosession an meinem Lieblingsort, der nur minimales Trespassing erfordert, habe ich Brot im Blumentopf nach dem Rezept von der lieben Mina gebacken. Minas Blog Villa Vanilla kennt ihr bestimmt, oder? Seit sie im Mai 2012 ihren Blog gegründet hat, lese ich jeden einzelnen Post von ihr und sauge die helle, leichte, wunderschöne Stimmung ihrer Interior-, Food- oder DIY-Fotos auf. Sie ist so eine Liebe und ich freu mich sehr, dass wir mittlerweile öfter hin- und hermailen. Noch mehr hab ich mich gefreut, als dieses Jahr im Januar ihr erstes Buch "My Villa Vanilla - Wohnen, wie es mir gefällt" bei Busse Seewald erschienen ist - und als Mina mir ein handsigniertes Exemplar davon schenkte!

Picknick Ideen Frühling Sommer

Wenn man EIN Buch an diesem ersten, sonnigen, freien Tag im Jahr auf einer Decke unter einem Baum durchblättern will, dann dieses. Mina hat nicht nur ein wunderschönes Haus, sondern auch einen wunderschönen Garten (auf den ich als Stadtkind so riiiichtig neidisch bin, hihi). Dieser Garten hat  alte, rauschende Bäume, in deren Blattwerk Mina in lauen Sommernächten Gläser mit Teelichtern hängt... in ihm feiert sie Lampionfeste ganz in Weiß, stellt eine Leiter an einen Apfelbaum, serviert zur Erdbeerzeit ihr Erdbeer-Spezial-Dessert, hängt blütenweiße Wäsche an die Leine und macht spontane Picknicks in selbstgebauten Zelten. In einem Wort: Hach! 

Picknick unter Baum auf Wiese Bild

In ihrem Buch hat sie auch einige tolle Rezepte und eines wollte ich sofort ausprobieren: Das Brot im Blumentopf bzw. Brot im Tontopf. Das ist nämlich die perfekte Idee für ein frühlingshaftes Picknick! Unkompliziert zu backen, leicht zu transportieren, gesund und zusammen mit ein paar Dips ist es ein komplettes, zufriedenstellendes Essen. 

Styled Shoot Picknick Sommer

Minas Rezept für 4 Blumentöpfe, Durchmesser ca. 10cm:

500g Mehl
1/2 TL Zucker
1 Würfel Hefe
1/4l lauwarme Milch
2 Eier 
3 El Butter
2 TL Salz
Milch zum Bestreichen
...und ich habe noch eine Handvoll frische Kräuter in den Teig gegeben


1. Die Blumentöpfe müssen natürlich neu und sauber sein. Zunächst werden sie wie ein Römertopf gewässert, also ca. 2 Stunden in kaltes Wasser gelegt. Die Töpfe danach oberflächlich trocknen lassen und mit Backpapier / Backpergament, Alufolie (oder Bacon??) auslegen, damit das Loch unten im Topf verschlossen ist. Also entweder man legt die Töpfe komplett mit Backpapier oder Bacon aus, was ja hübsch aussieht, wenn es oben etwas herausschaut, oder man schneidet nur einen Kreis aus Alufolie oder Backpapier aus und legt diesen unten in den Topf. Dann schaut oben nichts heraus, man muss die Seiten vom Tontopf dann aber gut fetten. 

2. Den Hefeteig herstellen: Ich mache es immer so, dass ich einen Vorteig ansetze, also das Mehl in eine Schüssel gebe, eine Mulde forme, den Zucker da hinein gebe, die Hefe dazubröckele und alles mit einem Schluck von der lauwarmen Milch übergieße. Das dann erstmal 20 Minuten ruhen lassen, damit die Hefe schön angezüchtet wird. Dann einfach die restlichen Zutaten hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf etwas Mehl dazunehmen.

3. Den Teig in der Schüssel lassen, mit einem Küchenhandtuch abdecken und bei Zimmertemperatur so lange gehen lassen, bis er doppelt so groß geworden ist. Nach Ende der Gehzeit habe ich noch eine Handvoll frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie) locker eingeknetet.

4. Den Teig in 4 gleich große Kugeln teilen, jeweils eine in einen vorbereiteten Tontopf geben und nochmal 15 Minuten gehen lassen.

5. Die Oberfläche vom Teig dann mit etwas Milch bepinseln und alles im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen. 

6. Mit Sour Cream oder anderen Dips am besten noch warm direkt aus dem Blumentopf genießen!

Brot im Tontopf Rezept

Wenn ihr jetzt auch gerne Minas schönes Buch mit dem tollen Frühling-Sommer-Outdoor-Feeling hättet, habe ich good news: Mina lässt ein weiteres Exemplar davon für eine(n?) von euch springen, natürlich mit persönlicher Widmung!

Hinterlasst mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr das Buch gewinnen wollt.
Außerdem brauche ich irgendeine Kontaktmöglichkeit, wie ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Das muss keine E-Mail-Adresse sein, ein Bloglink, Facebooklink etc. reicht auch. Viel Glück!!


Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 19. März 2014, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person aus Deutschland, auch anonyme Leser. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und kontaktiere dann den Gewinner zur Übermittlung der Adresse. Das Buch wird direkt von Mina  an den Gewinner versendet. Die von euch ggfs. angegebenen Kontaktdaten wie E-Mail-Adressen werden nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

***

...das Wetter ist heute zwar schon wieder garstig (Wer von euch schreibt Staatsexamen und hat es verflucht? Hmm...?!), aber ich sag mir dann immer: Jetzt ist der Sommer noch am längsten! Ich schick euch ganz viel locker-leichte, sonnige Frühlingsstimmung, habt ein schönes Wochenende!


PS: Das ist ja sehr lieb, dass mir einige jetzt alles Gute für das Staatsexamen wünschen, aber wie gesagt, habe ich es zum Glück schon LETZTES Jahr im Frühling hinter mich gebracht. Da bestehe ich bitte drauf, dass dieser Horror vorbei ist ;)

Sonntag, 9. März 2014 94 Kommentare

Blogging Tips And Tricks: Behind The Scenes II

Soll ich mal ganz ehrlich sein? In letzter Zeit bin ich oft ein wenig blogmüde. Dann denke ich, willst du jetzt wirklich zum 742sten Mal Pies, Cakes oder Tartelettes backen, sie auf einem ranzigen Holzuntergrund mit einem Sabre-Löffelchen anrichten und ne dekorative Teedose ins Bokeh packen? Come on. Hat man schon tausendmal gesehen, allein schon auf meinem eigenen Blog. Es kommt mir alles so langweilig und beliebig vor, so austauschbar, so überall gleich. Langfristig ist daher mein Plan, mal ein bisschen aus diversen ungeschriebenen Blogger-Gesetzen auszubrechen und einfach mal was ANDERES zu machen (ich weiß zwar noch nicht konkret, wie, aber der Gedanke ist da). Kurzfristig will ich heute ein bisschen was über die Wahrheit hinter der hindrapierten Zauberhaft-Ästhetik erzählen und dabei auch ein paar Tipps und Tricks verraten. So zur Abwechslung. Vor etwas über einem Jahr hatte ich übrigens schon mal einen Behind The Scenes-Post gebloggt, aber seitdem hat sich einiges getan... Also - erwartet keine schönen Fotos! Die meisten Bilder in diesem Post wurden mit dem Handy gemacht, während die Dicke (so nennen wir unsere DSLR) mit den Hochglanzbildchen beschäftigt war... 

Tipps und Tricks für Blogger

Hier auf dem ersten Bild seht ihr mal meinen Schreibtisch im unaufgeräumten Zustand. Okay, ich weiß, das ist immer noch sehr ordentlich... aber das liegt daran, dass ich einfach ein kleiner Monk bin und im Chaos nicht arbeiten kann. Jetzt extra Unordnung hindrapieren, die in echt gar nicht vorkommt, wäre ja auch nicht Sinn der Sache, gell? Was ihr aber seht, ist die kleine gelbe Packung mit meinen Vitamin-D-Tabletten (wenn Apple halt auch keine Tageslichtlampen in seine Retina-Displays einbaut, schmoll) und meine über alles geliebte Gaming-Maus von Razer, die gute alte Diamondback, falls das jemandem was sagt. Sie ist eigentlich total eklig, da sich die Softgummi-Beschichtung schon in Fetzen ablöst, aber wir haben so etwas wie eine Beziehung. 


Equipment, Utensilien, Materialien

Fotohintergründe und Foodprops

Bei Facebook und Instagram hatte ich ja gefragt, was euch denn so an Hintergrund-Info zum Blog interessieren würde. Ganz viele haben das sehr wörtlich genommen und wollten gerne meine Fotohintergründe sehen. Als da wären: Der größte und tollste Hintergrund aus echt siffigem Holz mit grauweißer Patina, den wir mal in der Pampa gefunden haben. Ein weißer, den wir aus einer alten Bierbank gesägt und vorne weiß und auf der Rückseite schwarz bemalt haben. Noch ein brauner, den ich noch nie benutzt habe. Der kleine weiße ist ein Regalbrett aus dem Baumarkt, das ich mit Resten von den Vinyl-Klebedielen aus unserer Küche beklebt habe. Der kleine dunkelbraune ist auch ein Regalbrett aus dem Baumarkt, mit Holzlasur in Palisander gepimpt. Und das kleine türkisfarbene Teil ist eine alte Obstkiste. Die werden alle auf dem Balkon gelagert. Und als Ergänzung zu den Holzhintergründen habe ich noch große Blätter aus Zeichenkarton in allen möglichen Farben aus dem Werkelgeschäft, siehe nächstes Bild.

Daneben seht ihr einen Teil meiner Foodprops-Sammlung. Ihr wisst schon... all die verschiedenen Schälchen, Gläschen und Teller, die jeweils höchstens als Zweierpärchen vorkommen und zum Teil nur ein einziges Mal für ein Shooting hergenommen wurden. Ja, es ist ein Riesen-Kuddelmuddel und wirklich gute Aufbewahrungstipps kann ich hier kaum geben. Manches fliegt auch beim Alltagsgeschirr rum, manches im Kleiderschrank... Ich hoffe nur, dass ich NIE wieder den untersten Teller brauchen werde.

beste Vollformatkamera und Objektive

Aber das wichtigste Equipment überhaupt neben den ganzen Untergründen und Props ist natürlich die Dicke. Es ist eine Canon EOS 6D und im Vergleich zu unserer alten Sony A55 liebe ich den Vollformatsensor dafür, dass man auch bei fiesen Lichtverhältnissen gute Bilder hinbekommt! Allerdings muss ich sagen, dass ich das ISO selbst bei schlechtem Licht nur ungern hochknalle - auch, wenn die Kamera das in einem großen Bereich ohne nennenswertes Bildrauschen mitmacht. Lieber nehme ich Stativ und Kabel-Fernauslöser, lasse das ISO bei 100 und belichte dafür länger. Bei Food geht das ja.

An Objektiven verwende ich nur zwei verschiedene: Meine große Liebe, das Tamron 90mm f/2.8 Makro, das dem State of The Art 100mm-Makro von Canon fast in nichts nachsteht (außer im Preis, höhö). Das nehme ich vor allem für Food, Portraits und Produktfotos. Für Interior-Fotos nehme ich das Tamron 24-70mm f/2.8. 

Ansonsten, wie gesagt: Ein Stativ (Benro Travel Angel), ein Kabel-Fernauslöser (weil man damit bei Food- oder Dekofotos von hinter der Kamera auslösen kann, für Selfies macht eine kabellose Remote über den Sensor vorne an der Cam natürlich mehr Sinn), Batteriegriff für lange Shootings und ein großer 5 in 1 Faltreflektor von Delamax. Mehr Equipment braucht's für den Alltag nicht, da ich meine Blogbilder immer bei Tageslicht mache. Wir haben zwar auch noch ein richtiges kleines Studio im Männchenzimmer, mit Softboxen, externen Funkblitzen und Lichtzelt, aber das ist für die Arbeit, nicht für den Blog ;) 


Planung, Ideenfindung, Konzeptentwicklung

Blogplaner Zeitmanagement für Blogger

Dann war die Frage, wie plane ich meine Blogposts? Bereite ich diese vor oder schreibe und veröffentliche ich spontan? Woher kommen die Ideen? Auf letzteres antworte ich immer, dass es nichts gibt, was keine Inspiration sein kann. Angefangen von den üblichen Verdächtigen wie Pinterest, Zeitschriften, andere Blogs können das auch Reisen sein, der Wochenmarkt, die Jahreszeiten, ein Stadtbummel, ein Traum, ein Notstand, den man versucht, zu lösen (Designerporzellan ist zu teuer -> selber machen)... 
Alle Ideen sammele ich in meinem Ideenbuch, das ihr oben seht. Wenn ich dann einen konkreten Blogpost plane, wie hier das Advertorial für Geschenketräume, bekommt das eine eigene Seite im Ideenbuch. Ich mache mir dann immer eine Mindmap mit allen Ideen zum Post, einer Einkaufsliste, dem Rezept und meistens male ich das Farbkonzept auch mit auf.
Übrigens blogge ich nie vor! Meine Posts sind in sich zwar sehr durchgeplant, aber andererseits doch so jahreszeiten- und stimmungsabhängig (vor allem die Texte), dass mir Vorbloggen einfach nicht liegt. Ich lebe ein bisschen in meinen Posts und konzentriere mich immer nur auf den, der gerade aktuell ist. Die Fotos sind meistens einen Tag vorher entstanden und die Texte sind spontan, wie es spontaner nicht mehr geht.
Alles in allem, also mit Ideenfindung, Konzeptentwicklung, Einkaufen, Backen / Dekorieren, Shooting, Bildberbeitung und Text schreiben benötige ich für einen Post mndestens 2, meistens eher 3 Tage. 


Shooting, Setting, Aufbau... oder: "Woher kommt das schöne Licht?"

Setting für Foodshooting

Wo es in eurer Wohnung das beste Fotolicht hat, findet ihr am besten einfach durch Probieren heraus. Bei uns ist es im Schlafzimmer! Das große Fenster, mit einer leichten Voilegardine davor, ist die perfekte Softbox. Das Licht lasse ich von der Seite auf mein Set einfallen, denn direkt von vorne wirkt es doch oft sehr plakativ und flach (und ich stehe mir selbst im Licht) und von hinten... naja, Gegenlicht kann interessant sein, aber es passt nicht zu jedem Setting.  Für einen schönen Lichteinfall von links lege ich also meinen Untergrund längs auf das Bett (mit einem Tuch drunter) und bounce das Licht mit dem großen Faltreflektor von rechts wieder zurück, damit keine harten Schatten entstehen. Hier zum Beispiel für die Blutorangen-Charlotte... Für etwas dramatischere Schatten (kann bei dark-and-moody-Schokoladenbildern gut kommen) lasse ich den Reflektor einfach weg.

Fototipps für Blogger

Eine Zeitlang habe ich auch gerne auf dem Balkon fotografiert, wie hier die Mousse Au Citron, gerade an leicht bewölkten Tagen ist das wie eine natürliche Softbox und an dunklen Wintertagen hat man da wenigstens noch ein bisschen Chance auf gutes Licht. Aber nachdem ich nun zwei Winter hintereinander Frostbeulen an den Fingern hatte (Kamera bedient sich so schlecht mit Handschuhen), shoote ich fast nur noch drinnen. Die Sony ist drinnen im Winter zum Teil an ihre Grenzen gekommen, aber mit der 6D ist das nun kein Problem mehr. 

Kreative Foto Ideen

Und manchmal shoote ich sogar ganz draußen, irgendwo auf dem Feld. Hier fand ich die Abdeckung von Bauers Klärgrube so hübsch, dass ich meinen Johannisbeerkuchen zwei Kilometer zu Fuß ins Handschuhsheimer Feld getragen habe. 

Tageslicht Reflektor Shooting

Oben seht ihr nochmal ein Setting mit demselben Prinzip - Gardinen-Softbox und Reflektor, aber etwas abgewandelt für ein Deko-Foto. Das war für mein Origamikranich-DIY. Und ihr seht auch, dass jenseits vom Reflektor das Chaos losbricht!


Bildbearbeitung

Lightroom Bildbearbeitung Tipps Tricks Tutorial

Lightroom goes a long way. Fast hätte ich eben als Antwort auf die Frage "Woher kommt das schöne Licht?" geschrieben: Aus Lightroom! Denn schaut mal, wie hoffnungslos das Bild vom After-Eight-Kuchen-Shooting aus der Kamera kam: Viel zu dunkel, verk*ckter Weißabgleich, ein einziges schwarzes Loch statt glänzender Schokolade. Aber wenn man im RAW-Dateiformat fotografiert (Bitte, macht das! Man kann sooo viel noch aus vermeintlich versemmelten / zu dunklen Bildern damit rausholen!), braucht man in Lightroom nur die Belichtung und den Weißabgleich korrigieren, vielleicht ein paar Lichttupfen mit Hilfe des Radialfilters auf Stellen wie Minzblättchen setzen und schon ist alles schön (ihr könnt ja mal auf dem Screenshot links spickeln, was ich an dem Foto so alles gemacht habe). Lightroom and RAW can do magic!!! Mehr Details wären einen eigenen Post wert, daher belasse ich es hier erstmal dabei...


The Lost Corners oder: "Warum haben deine Zimmer immer nur drei Wände?"

Schlafzimmer Kleiderschrank Boxen

Ich musste so lachen: Einer Leserin war aufgefallen, dass ich bei Interior-Posts immer nur höchstens 3 Wände von jedem Zimmer zeige. Stimmt! Warum das so ist, kann ich euch sagen, ihr denkt es euch eh: Die vierte Wand ist alles andere als blogtauglich. Aber ich dachte, für einen Behind-The-Scenes-Post wäre es mal ganz witzig, diese Lost Corners zu zeigen. Oben seht ihr also, neben der für den Blog geschönten Perspektive, mal die andere Seite von unserem Schlafzimmer: Mein 0815-Möbelhaus-Kleiderschrank - aber ein Raumwunder ist er, sogar einige Foodprops kamen ja darin unter - mit buntem Boxen-Gesindel obendrauf und Hintergrund-Gedöns hinter der Tür (da verstecken sich auch die Staubflusen).

Und hier das Wohnzimmer, das hat sogar zwei vierte Wände: 

TV Bank Wohnzimmer Lowboard

Die karge TV- und Technik-Ecke (Zum Glück ist Männchen ein Meister des Kabelmanagements), bei der mir jegliche Dekolust vergeht... und das unvermeidliche Expedit mit bunter Trivialliteratur drin und einer mit LEDs beleuchtbaren Hausbar unter Palmen darauf. 80er-Jahre-Fototapetenfeeling deluxe. Das sind eben so die Ecken, wo der Männergeschmack sich auch mal durchsetzen darf. Wobei ich seine Vorliebe für einen guten Hendricks-Gin durchaus teile.

***

Puh, das war jetzt ein ganz schöner Brocken an Post! Ein paar einzelne Fragen gab es aber noch, die so in kein übergeordnetes Thema gepasst haben und die ich trotzdem noch beantworten mag:

- Hast du helfende Hände bei deinen Posts oder machst du alles ganz alleine?
- Grundsätzlich bin ich da ein bisschen wie eine neurotische Mutter und lasse niemand an meinen Blog ran. Allerdings hilft mir mein Männchen, wenn es darum geht, Fotos zu machen, auf denen ich drauf bin. Gerade bei Outdoorshootings - er fotografiert ebenfalls gerne und gut und ich mag die meisten Fotos, die er von mir macht, sehr.

- Wie sieht dein Umfeld dein Hobby, lesen die deinen Blog?
- Ja, es gibt glaube ich niemanden in meinem Umfeld, der nicht von meinem Blog weiß. Ob sie ihn lesen, ist eine andere Sache. Meine Familie und ein paar Freunde lesen immer fleißig mit, das weiß ich, allerdings gibt es natürlich auch einige, die die Themen einfach nicht interessieren. Das erwarte ich aber auch nicht von meinen Jungsfreunden.

- Wie machst du deine Blogartikel im Internet präsent und "verstreust" sie?
- Das ist ein weites Feld und wäre einen eigenen Post wert, wenn man richtig auf die Suchmaschinenoptimierung eingehen will. Wichtig sind da aussagekräftige Überschriften, gute Namen für die Bilddateien, alt-Tags und eine gewisse Keyworddichte. Grundsätzlich teile ich einen Blogpost nach seiner Veröffentlichung zeitversetzt auf meinen verschiedenen Social Media Kanälen, also Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest. 

- Wie hast du dein Blogdesign so toll hinbekommen?
- Mein Blogdesign basiert auf der Minima-Vorlage von Blogger und ich habe es selbst angepasst. Ich habe viel rumgegoogelt und mir nach und nach ein bisschen HTML und CSS beigebracht, bin aber längst kein Profi darin. Grundsätzlich halte ich es gerne schlicht, denn wo nicht viel ist, kann man auch nicht viel falsch machen. Auf Copypastelove gibt es sehr gute Tipps für alles, was mit Blogdesign zu tun hat.

***

So, habt noch Fragen? Manchmal übersieht man selber ja das Wichtigste oder das Interessanteste...  Also wenn noch Fragen da sind, stellt sie gerne in den Kommentaren. Wenn ich es schaffe, trage ich die Antworten dann hier im Post nach!


Nachgetragene Antworten:

Evelyn - grööööhl, ich schmeiß mich weg! Sehr gut beobachtet. Er IST urdeutsch :D Und hätte er einen Becher von Design Letters, wäre da ein D drauf. Den Becher mit dem Y habe ich rein aus ästhetischen Gründen gekauft. Ich habe nämlich eine kleine Schwäche für vertikal-axialsymmetrische Buchstaben und dem Kerl isses egal, woraus er trinkt ;)