Samstag, 27. Juni 2015 126 Kommentare

Sommersalat mit Halloumi & Wassermelone für Florette

Enthält Werbung* für Florette

Vielleicht habt ihr es schon auf dem einen oder anderen Blog gesehen: Florette* hat gerade eine sehr schöne Aktion mit dem Motto "7 Blogger, 7 schnelle Salatideen" am Start. Am Montag gab es Rucola mit knusprigen Kichererbsen, Avocado und Feta bei Nadine, am Dienstag Mango-Avocado-Mozzarella-Salat bei Mia, am Mittwoch Falafelsalat bei Ina, am Donnerstag BBQ-Salat mit Nektarinen und gerösteten Kichererbsen bei Juliane und am Freitag Blattsalat mit Balsamicokirschen und Ziegenkäse im Speckmantel bei Sophia. Und am Samstag? Genau, am Samstag kommt das Sams.


Nee, Quatsch. Jetzt aber mal Schluss hier mit den blöden Witzchen! Das ist schließlich keine Spaßveranstaltung, das ist ein ernsthafter Blog. So. Heute präsentiere ich euch also meine Interpretation eines schnellen Sommersalates: Mangold, Spinat und Rucola mit gebratenem Halloumi, Wassermelone, roten Zwiebeln, schwarzen Oliven und einem Limetten-Minz-Dressing. 


(Rätselbild: Welchen Film stelle ich hier dar?)

Die Florette-Salate kennt ihr bestimmt - das sind die, die man netterweise nicht einmal mehr waschen muss und die trotzdem schön frisch und knackig sind. Gibt es zum Beispiel beim REWE im Kühlregal. Und so habe ich mich tatsächlich nach meiner fragwürdigen Aktion mit der verkippten Sahne nochmal hingetraut, um 3 Tüten "Zart & Feurig"* (Spinat, Mangold, Rucola) einzukaufen. Zum Glück ist diesmal nichts Peinliches passiert...


Es ist sogar etwas sehr Schönes, Herzerwärmendes geschehen. Außer der Salatmischung, 3 Packungen Halloumi und 6 Kilo Wassermelone (ja, für Shootings braucht man immer etwas größere Mengen als für den normalen Verzehr) hatte ich noch ein Feierabendbierchen fürs Männchen gekauft - putzende, kochende und Bier ranschaffende Traumfrau, die ich bin. Und wisst ihr was? Die Kassiererin an  Kasse 1 fragt mich doch glatt nach meinem AUSWEIS! Ahahaha. Yippieyayeah! Ich hätte die Gute umknutschen können. Früher wäre ich zu Tode beleidigt gewesen, hätte versucht, möglichst erwachsen zu gucken und mit betont tiefer, arroganter Stimme zu antworten. Aber mit 31 lächelt man selig in sich hinein und bedankt sich.


Zurück zum Salat. Angesichts der 742 Möglichkeiten, so eine Salatmischung zu pimpen, bin ich zuerst ein bisschen durchgedreht und hatte auf meiner Ideenliste neben Halloumi und Wassermelone noch die folgenden Zutaten stehen: 

Papaya
Chorizo
Amaranth-Pops
Pinienkerne
Erdbeeren
Bacon
Tahinisoße

Alles einzeln oder in Zweierkombis ohne Frage sehr lecker, aber in der Summe entpricht es eher... naja, einer Fressorgie nachts am Kühlschrank als einem durchdachten Salatrezept. Und schnell geht so ein Salat auch nicht mehr. Es musste also selektioniert werden. Das Ergebnis mit dem Winning Team Halloumi und Wassermelone ist nun griechisch angehaucht, sommerlich, schnell gemacht und hat von allem etwas - süß, sauer, salzig und umami; fruchtig und pikant; knusprig, knackig und cremig.


Schneller Sommersalat mit gebratenem Halloumi und Wassermelone für 2 Personen:

eine Packung Halloumi, ca. 250g (mehr schadet auch nicht)
Pflanzenöl zum Anbraten
ca. 1/2 süße, kernarme Wassermelone
1 kleine rote Zwiebel
frischer Blattsalate-Mix
schwarze Oliven aus dem Glas

Dressing:

1 ungespritzte, gewaschene Bio-Limette
eine Handvoll Minzblätter
weißer Balsamico-Essig
etwas Honig
Olivenöl
1 kleine Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer


1. Den Halloumi in Streifen schneiden. Etwas Öl in eine Grillpfanne oder in eine normale Pfanne geben und erhitzen. Den Halloumi hineingeben und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten, bis er außen knusprig und innen cremig ist. 

2. In der Zeit, in der der Halloumi brät, kann man schnell die Wassermelone und die Zwiebeln kleinschneiden.

3. Den Blattsalat-Mix mit Halloumi, Wassermelonenstücken, Zwiebelringen und Oliven anrichten. 


4. Fürs Dressing die Limettenschale abreiben und den Saft auspressen. Beides mit den Minzblättern und den restlichen Zutaten kurz im Mixer oder mit dem Pürierstab durchpürieren. Wer keine Minze mag, kann sie natürlich weglassen und eine normale Vinaigrette aus den restlichen Zutaten rühren, dann braucht man auch keinen Mixer. Den Limettensaft und die Schale empfehle ich aber auf jeden Fall, die fruchtige Säure passt perfekt zur Wassermelone. Den Salat mit dem Dressing servieren.


Was die Fotos angeht, bin ich diesmal übrigens etwas unentschlossen, ob sie stylish-clean oder einfach nur lame sind. Aber ich kann nix dafür. Das Kinfolk-Magazine ist schuld. Kennt ihr das? Ich hatte es in letzter Zeit immer wieder auf diesen monochromen Hipster-Instagramaccounts gesehen, gerne in Gesellschaft von Kaffeetassen mit Latte-Art-Kunstwerken und Lesebrillen. Da musste ich mich natürlich mal informieren, was es damit auf sich hat. 
Also, im Prinzip isses einfach ne Zeitschrift. Die viermal im Jahr erscheint und 23,50€ kostet (ihr könnt den Mund jetzt wieder zu machen). Trotzdem habe ich mir das Ding mal am Heidelberger Bahnhof gekauft, kann das ja von der Steuer absetzen. Joa... Viel Weißraum, übermäßig geschmackvolle Typographie, teuer riechendes Papier mit wertiger Haptik. Aufsätze über Wolkenbetrachtung, Essentialismus, Glashäuser im dänischen Birkenwald und Nächstenliebe. Interviews mit betont zurückhaltend, aber offensichtlich sehr teuer gekleideten dänischen Möbeldesignern, die ihr Leben und den Crinkle-Status ihrer eierschalenfarbigen Leinenbettwäsche völlig im Griff haben. Von oben fotografierte Tische aus altem Holz, darauf ganz am linken Bildrand ein paar frisch geernete Äpfel mit Blattwerk (viel), ansonsten alles sehr reduziert und in Nicht-Farben gehalten.  Rezepte für Brot mit Butter. Dänische Butter. 


Das alles stellte ich etwas von oben herab grinsend fest... Und las weiter. Ein Teil meines Gehirns erging sich in zynischem Spott angesichts dieser fast zur Religion erhobenen, puristisch-friedlichen Landidylle, ein anderer Teil war fasziniert. Vor allem von der Ästhetik. Und von so manchen Punkten wie der Leinenbettwäsche und der dänischen Butter kann ich mich ja selbst nicht so ganz freisprechen. 
So kam es, dass bei meinem nächsten Foodshooting (also diesem hier) sämtliche Farben verbannt wurden und nur edel texturiertes Leinen und Besteck aus Emaille vorkommen durfte. Leider sieht mein Salat immer noch zu frisch und zu bunt aus, um wirklich kinfolkesk zu sein. Das Verhältnis von Essen zu Tischdecke auf den Fotos muss auch noch sehr in Richtung Tischdecke verschoben werden. Aber ich arbeite dran. 


Und falls ihr nun Lust bekommen habt, 1.) Salat zu essen und 2.) diesen vielleicht in einen dänischen Birkenwald oder einfach auf Arbeit mitzunehmen, habe ich hier noch ein kleines Goodie... Ich darf nämlich im Namen von Florette an drei von euch jeweils eine dieser tollen Lunchboxen von Monbento verlosen, inklusive Besteck und perfekt abdichtendem Becher für das Salatdressing!

Teilnahmebedingungen:

1. Hinterlasst mir unter diesem Post einen Kommentar mit eurer liebsten sommerlichen Salatvariante, wenn es mal schnell gehen muss.

2. Eine E-Mail-Adresse müsst ihr nicht angeben, nur einen Nickname oder eine anonymisierte Angabe wie "Susanne K. aus H.", damit ich euch unterscheiden und ansprechen kann. Ich werde die Gewinner nämlich demnächst hier auf dem Blog veröffentlichen und bitten, sich bei mir per Mail zu melden.


Teilnahmeschluss ist Samstag, der 04. Juli 2015, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person, auch anonyme Leser, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und veröffentliche die 3 Gewinner hier auf meinem Blog. Diejenigen melden sich dann bitte per Mail bei mir und schreiben mir ihre Adresse, die ich an die Agentur von Florette weitergebe. Der Versand der Lunchbox erfolgt direkt über die Agentur von Florette. Alle Daten werden selbstverständlich nur für den Versand der Lunchbox verwendet und danach gelöscht. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Morgen geht es dann bei Yvonne mit einem sehr leckeren Salatrezept weiter (ich weiß schon, was es sein wird, ätschi) und am Montag erfreut uns Nadine nochmal mit einen Überblick über alle Salatrezepte plus einem Bonusrezept. Für ausreichend Salatideen für den Sommer dürfte also gesorgt sein!

Habt ein schönes Wochenende - ich schwanke bei der Planung noch zwischen das Sams lesen, Dirty Dancing gucken, Bier an Kasse 1 kaufen gehen oder doch Kinfolk Magazine lesen...

PS: Nein. Dirty Dancing steht nicht wirklich zur Debatte.



Montag, 22. Juni 2015 45 Kommentare

Filzkugelteppich mit Rautenmuster fürs Schlafzimmer

Enthält Werbung* für Filzkugelteppiche.de

Kennt ihr den Song "Ironic" von Alanis Morissette? Bestimmt. Wusstet ihr auch, dass keine der dort geschilderten Situationen wirklich die Definition von Ironie erfüllt? Es sind einfach nur unglückliche Zufälle. Aber egal - worauf ich eigentlich hinauswollte, ist die Zeile: "It's like ten thousand spoons when all you need is a knife". Eines meiner All-Time-Fave Songzitate, passt immer wieder zu allen möglichen Situationen. Zum Beispiel zu unserem neuen Filzkugelteppich* im Schlafzimmer: It's like ten thousand Schlafzimmerteppiche when all you need is a Wohnzimmerteppich...


Mit unserem Schlafzimmer bin ich am zufriedensten von all unseren Räumen. Schön stringent durchgezogener skandinavischer Stil, schlichte Lieblingsstück-Möbel wie das Boxspringbett und der Nachttisch von Ferm Living, weiße Wände, bisschen Holz und Pflanzengrün. Passt. Auch mit dem Wolkenteppich aka plattgetretener Kaugummi hatte ich mich ganz gut arrangiert. 


Die momentane Baustelle ist das Wohnzimmer! Nur so am Rande, der zuletzt bestellte graue Teppich mit weißem Maroc-Muster fürs Wohnzimmer erwies sich als hellgrün und ging wieder zurück. Ganz ähnlich wie der weiße Teppich mit grauem Rautenmuster, den ich davor fürs Wohnzimmer bestellt hatte. Der war nix, weil die Rauten blau waren. Aaargh. Habe jetzt den dritten Versuch gestartet. Schwarzes Maroc-Muster auf weißem Teppich - wird sich dann wahrscheinlich als ockerfarbenes Muster herausstellen. 


Jedenfalls, großes Teppichdrama im Wohnzimmer und überhaupt. Kann den ganzen Raum grad nicht mehr sehen. Im Schlafzimmer dagegen - alles super. Also was spielt das Leben mir zu? Einen wunderschönen Schlafzimmerteppich aus Filzkugeln, der das eh schon optimale Schlafzimmer noch optimaler macht. Weiß mit Rautenmuster im perfekten Grauton. Na gut, gibt Schlimmeres.


Letzten Winter hatte ich mir schon einen Filzkugelteppich bei FilzKugelTeppiche.de* gekauft. Ihr erinnert euch vielleicht? So ein runder, blaugrauer... Der passte nur leider nicht mehr so gut ins Farbkonzept, als die blaugraue Wand im Schlafzimmer weiß übermalt wurde. Nun bekam ich eine Anfrage, ob ich so richtig offiziell mit FilzKugelTeppiche.de zusammenarbeiten möchte. Aber bitte, gerne - Unternehmen, bei denen man schon vorher "privat" Kunde war, sind mir sowieso die liebsten. 


Ich durfte mir also einen neuen Filzkugelteppich fürs Schlafzimmer aussuchen und diesmal wurde es keine der vielen fertigen Farbkombis, sondern ich habe mir einen Teppich spezialanfertigen* lassen. Da ist im Prinzip alles möglich: Rautenmuster, Punktemuster, Streifen, Karos, andersfarbiger Rand, runde Form, rechteckige Form, unifarbig, mehrfarbig... was man nur will. Die Größe kann man aus einer großen Auswahl von vorgeschlagenen Größen wählen oder benutzerdefiniert angeben, also komplett selbst bestimmen. Und was die Farben der Filzkugeln angeht, hat man die Wahl aus 65 Farbtönen! Also ein absolutes Wunschkonzert. 


Die Filzkugelteppiche werden in Nepal von Hand hergestellt. Hier gibt es weitere Infos, unter welchen Bedingungen die Handwerkerinnen arbeiten*. Die meisten von ihnen haben keine formale Ausbildung, bekommen aber für ihre Filzkugelteppich-Arbeit ein Gehalt, das 2-3 mal so hoch wie das Durchschnittsgehalt in der Umgebung ist. Sie können von zu Hause aus arbeiten und so bei ihren Kindern bleiben. 


Wenn man seinen Filzkugelteppich bekommt, hängt daran übrigens ein Schild mit dem Namen der Dame, die den Teppich angefertigt hat. Meine Filzkugelkünstlerin heißt Binita Khadka - hier* kann man Fotos von allen Frauen sehen und "seiner" Kunsthandwerkerin sogar eine Mail schicken, um sich für den Teppich zu bedanken.


Ich muss Binita nun ganz dringend schreiben und ihr meine höchste Bewunderung ausdrücken. Erinnert ihr euch noch an meinen Versuch, einen Filzkugelteppich selbst herzustellen? Tscha. Ein Untersetzer ist es geworden, nach 3 Stunden Murksen und Fluchen. Vielleicht schicke ich Binita mal ein Foto davon... Sie lacht sich höchstwahrscheinlich kaputt über mein eher so mittelschönes Ergebnis.


Auf jeden Fall bin ich superglücklich mit den fluffig weißen und perfekt symmetrisch angeordneten Filzbällchen, die ich jetzt jeden Morgen beim Aufstehen unter den Füßen habe. Und mit dem Grauton, der weder grün noch blau ist, sondern GRAU und der perfekt zu meinen Ballerinas passt. 


Eigentlich wäre genau dieser Filzkugelteppich in Weiß mit grauen Rauten auch perfekt fürs Wohnzimmer, oder? Die Größe kann man ja frei wählen. Nur billig wird das dann nicht gerade, klar. Das muss ich noch mal durchdenken... Jetzt warte ich aber erstmal auf den weißen Teppich mit schwarzem Maroc-Muster, leg ihn hin, finde den Farbton unpassend und schicke ihn zurück. Ich halte euch auf dem Laufenden!

PS: Was die Nicolas-Vahé-Limo auf der Hälfte der Bilder macht, kann ich euch beim besten Willen nicht sagen. 


Dienstag, 16. Juni 2015 59 Kommentare

Mangomousse mit Eisteesirup aus Løv Organic Früchtetee

Enthält Werbung* für Løv Organic

Einige von euch fanden den letzten Post zu meinem Arbeitsalltag im Home Office ja ganz spannend und freuen sich schon auf Teil 2. Wollt ihr schon mal eine kleine Preview, was ich nachmittags so treibe (außer Mangomousse shooten, offensichtlich)? Gerne: 1000 Quadratmeter große Supermärkte komplett einsauen, zum Beispiel. 


Gestern Nachmittag war ich beim REWE, um die Zutaten für die Mangomousse mit Eisteesirup einzukaufen. 7 Mangos (handverlesen, die schönsten!), Kokosflocken, Minze, gesüßte Kondensmilch, Eier, Schlagsahne. Und Gulasch, fürs Abendessen. Das alles wurde schön in meine bloggereske Korb-Schultertasche von Tine K geschmissen und obendrauf noch eine Familienpackung Weichspüler gepackt.


Ihr könnt es euch denken, oder? Natürlich hat sich eine Ecke von der Gulaschpackung unter dem Gewicht des Weichspülers in die Aludeckel von beiden Bechern Sahne gepiekt. Ja, von BEIDEN. Ich frage mich ernsthaft, wie zur Hölle das Gulasch das gemacht hat. Dass mal ein Aludeckel gepierct wird, ist ja quasi Alltag, aber zwei... Respekt. Ich habe es erst bemerkt, als ich kurz vorm Weinregal stehen blieb und mir die Sahne kalt und nass an den Beinen runterlief.


Zuerst war ich gar nicht mal überrascht - wie gesagt, auslaufende Sahnebecher gehören zu meinem Leben dazu wie Zähneputzen. Ich dachte nur so: "Ach, das wieder." Aber diesmal war der ganze Boden voll mit Sahnepfützen und man konnte meine Spur von der Weinabteilung über die Putzmittelabteilung bis hin zur Fleischabteilung zurückverfolgen. Kontrollblick in die Tasche - iiieeeh. Meine armen Mangos. Die Plastiktüte mit den Mangos hatte es besonders schlimm erwischt. Wie reagiert man also als studierter Bildungsbürger? Genau: Als erstes IMMER die Mangos retten! Und zwar, indem man panisch einmal quer durch den Supermarkt zur Obstabteilung am Eingang zurückrennt, um eine frische Tüte für die Mangos zu holen. Mit weiterhin tropfender Tasche. Ja, sehr intelligent. Damit war dann der komplette REWE voll mit Schlagsahne. 


Die eingesaute alte Tüte und die inzwischen leeren Sahnebecher flogen in den wohl eigens für solche Fälle aufgestellten Kundenmülleimer in der Obst- und Gemüseabteilung. Leider stand da kein Kundenschrubber mit Kundenputzeimer und Kundenwischtuch, so dass ich wohl oder übel einem Mitarbeiter von meinem Sahnetrail beichten musste. Habe mir dafür natürlich den jüngsten und männlichsten ausgesucht. Ging dann voll in Ordnung.
Ich hatte zwar ein etwas schlechtes Gewissen, dass nun jemand anderes meine Sauerei wegputzen musste, aber oh well... Während des Pflegepraktikums hatte ich ganz andere Dinge von anderen Menschen weggemacht. Kann also ruhig auch mal jemand meine Sahne wegputzen. 


Ich brauchte also nur noch neue Schlagsahne (und neue Klamotten und eine Dusche). Hatte mich bisher immer gefragt, warum man eigentlich die teure Rama Cremefine kaufen soll, wenn man auch die billige Ja!-Schlagsahne für ein paar Cent haben kann... Tja. Jetzt weiß ich es. Die Cremefine ist in einer Plastikflasche mit versiegeltem Plastikschnappverschluss.


Also hoffentlich macht ihr das Rezept für die Mangomousse mit Eisteesirup fleißig nach und findet es lecker, damit sich die komplette Einsauung des REWE gelohnt hat. Männchen mochte die Mousse jedenfalls sehr gerne. Sie schmeckt zusammen mit dem Eisteesirup total sommerlich und fruchtig, die Kombi kann ich euch sehr empfehlen! Natürlich kann man den Eisteesirup auch über Eis oder in Getränken verwenden, wie man eben möchte.
Und denkt beim Einkaufen dran: Wenn ihr ähnlich geschickt seid wie ich, lieber nicht die Billigsahne mit den Aludeckelchen kaufen!


Mangomousse mit Eisteesirup für 4 Personen:

Mangomousse:
1 frisches Eiweiß
250 ml Schlagsahne
3 essreife Mangos
150ml gesüßte Kondensmilch (die dickflüssige, Milchmädchen)
20g Sofortgelatine in Pulverform

Deko:
1 Mango
Kokosflocken
frische Minze

Eisteesirup:
500ml heißes Wasser
300g Zucker


Mangomousse:

1. Das Eiweiß in einem sauberen, fettfreien Gefäß steif schlagen.

2. Die Schlagsahne ebenfalls steif schlagen.

3. Mangos schälen, entkernen und das Fruchtfleisch so fein wie möglich pürieren. Klappt ganz vorzüglich im Thermomix (gute 30 Sekunden auf Stufe 9, damit das Mangopüree richtig smooth wird), aber natürlich auch mit einem Stabmixer oder Standmixer. 

4. Die gezuckerte Kondensmilch und die Sofortgelatine zum Mangopüree geben und nochmal gut pürieren, bis alles vermischt ist. Extra Zucker braucht man nicht, die Süße von Mangos und Kondensmilch reicht normalerweise aus.

5. Nun sofort den Eischnee und die geschlagene Sahne unterheben, bis die Mousse glatt ist - aber nicht kräftig rühren, damit die Mousse fluffig bleibt. Mousse in eine Schüssel füllen und ca. 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. 

6. Die Mangomousse mit Eisteesirup, Mangostückchen, Kokosraspeln und Minze garnieren. Tipp: Mit einem Melonenlöffel kleine Mangokugeln formen. 


Eisteesirup aus Früchtetee:

1. Drei gut gehäufte Esslöffel losen Tee (oder 5 Beutel) mit 500ml heißem Wasser überbrühen und mindestens eine Stunde ziehen lassen. Der Tee soll richtig stark werden. Am besten geeignet ist exotischer Früchtetee* (der von Løv Organic schmeckt richtig schön tropisch und süß), Zitronentee oder Pfirsichtee. Ansonsten könnt ihr auch einfachen Schwarztee aufbrühen und mit Fruchtsaft mischen. Bei Schwarztee würde ich die Ziehzeit aber etwas verkürzen, damit es nicht bitter wird... Am besten zwischendurch mal probieren!

2. Den Tee nach der Ziehzeit einmal durch einen Papierfilter laufen lassen, um die Trübstoffe herauszufiltern.

3. Den gefilterten Tee in einem kleinen Topf mit 300g Zucker verrühren, unter Rühren aufkochen und 3-4 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und in eine kleine, heiß ausgespülte Glasflasche geben. Hält sich ca. 2 Monate im Kühlschrank.

(Pssst, das Gießfoto / zweite Foto in diesem Post habe ich aus shootingtechnischen Gründen mit Honig gemacht, nicht mit Eisteesirup - also nicht wundern, der Sirup wird bei weitem nicht so zähflüssig)


Wenn ihr nun auch Lust bekommen habt, mit Früchtetee kreativ zu werden: Teilt doch bis zum 30. Juni eure eigene sommerliche Kreation aus Früchtetee mit dem Hashtag #lovorganicfruits bei Instagram oder Facebook. Das kann ein Cocktail sein, ein leckerer Eistee, ein Teesmoothie oder Früchtetee-Eis... Unter allen Teilnehmern verlost Løv Organic 6 Gutscheine im Wert von jeweils 60€ für den Onlineshop*. Also nix wie los - etwas Leckeres aus Früchtetee fabrizieren, fotografieren, verhashtaggen und teilen! Die genauen Teilnahmebedingungen findet ihr hier*. 

Und denkt an die Rabattcodes:

LOVORGANICFRUIT - freie Versandkosten nach Deutschland und Österreich auf alle Früchtetees
NICESTTHINGS15 - 15% Rabatt auf alle Biotees (leider nicht in Verbindung mit dem Versandkostengutschein)


...and you will know me by the trail of Schlagsahne.

  

Freitag, 12. Juni 2015 132 Kommentare

Mein Arbeitsalltag als Selbständige & Milka Choco Break Verlosung

Enthält Werbung* für Milka

Immer wieder lustig: Dieser Moment, wenn wir neue Leute kennenlernen und die Sprache darauf kommt, was wir eigentlich arbeiten, Männchen und ich. Der Herr ist fein raus, er kann dann locker-lässig „Arzt“ antworten und alle machen ooohhh und aaahh. Könnte ich theoretisch auch sagen, ich habe das Studium auch komplett abgeschlossen mit der Lizenz zum Arztsein. Aber ich habe mich nach dem Staatsexamen ja zu meinem eigenen Wohl und zu dem meiner Patienten dafür entschieden, mich in einem völlig anderen Bereich selbständig zu machen (in diesem Post könnt ihr mehr zu dieser Entscheidung nachlesen). Meine Antwort also: „Freie Fotografin, Stylistin und Bloggerin“ - und alle schweigen betreten. Einer fragt dann meistens vorsichtig: „Und was machst du da genau?“
Ja, was mache ich da eigentlich genau und wie strukturiere ich meinen Arbeitstag im Home Office? Wie schafft man es, sich ohne regelmäßige äußere Zwänge zur Arbeit zu motivieren - und wie schafft man es, als Selbständiger überhaupt mal abzuschalten und Pause zu machen? Das fragt ihr euch vielleicht auch und deswegen erzähle ich euch heute mal ein bisschen was davon. Da das ein Riesenthema ist, gibt es heute die erste Tageshälfte bis 12 Uhr, Teil 2 mit der zweiten Hälfte kommt demnächst. 
Und weil es so schön zum Thema Abschalten und Durchatmen passt, darf ich zum Schluss noch drei große Probierpakete mit Milka Choco Break* verlosen, dem neuen Riegel für die kleine Pause am Vormittag. Also schön der Märchentante zuhören, am Ende gibt’s Schoki!


Starten wir gleich mal mit einem Skandal - ich stelle mir keinen Wecker. Aber stopp, jetzt nicht neidisch werden: Ich habe einen Männchenwecker. Er geht nämlich immer relativ früh aus dem Haus und ich stehe genau dann auf, wenn er die Tür hinter sich zuzieht. Das ist meistens sieben Uhr irgendwas (Naja, gut… sagen wir 07:58h). Also keine Spur von Bohème-Dasein, nech. Hier wird fleißig gearbeitet!
Wenn ich allerdings von meiner Freundin Rebecca höre, dass sie schon um 05:25h aufsteht, überkommt mich das kalte Grauen. Ich bin sowas von eine Eule und wäre morgens um 5 ungefähr mit einem rohen Ei ohne Schale vergleichbar. Dafür kann ich sehr gut bis nachts um zwei durcharbeiten.


Die beste Motivation zum Aufstehen: Essen. Morgens könnte ich manchmal vor Freude schreiend im Kreis rennen, dass man nach der langen Nacht endlich wieder was essen kann! Das war übrigens nicht immer so. Als ich noch regelmäßig um sechs Uhr morgens aufstehen musste, hat mir das so dermaßen den Appetit verschlagen, dass ich gar nichts frühstücken konnte. Aber das ist ja jetzt zum Glück vorbei und ich haue gut gelaunt rein. Meistens gibt es bei mir Müsli mit Joghurt und frischen Beeren, dazu eine Kanne Tee. Ich esse zwar fast alles, auch gerne Austern oder Rosenkohl, aber Milch und Kaffee mag ich nicht.


Jetzt ist es ca. viertel nach acht. Zeit fürs Bad. Klingt komisch, aber ungeduscht, ungeschminkt und mit wirren Haaren kann ich nicht richtig denken. Also auch wenn ich den ganzen Tag im Home Office verbringe, mache ich mich trotzdem so fertig, als würde ich das Haus verlassen. Einzige Ausnahme: Die Kleidung. Da geht mir nix über die Jogginghose. Wobei ich mit der durchaus auch das Haus verlasse. Nun ist es ca. viertel nach elf.


Scherz - sagen wir, viertel vor neun. Und jetzt kommt noch ein kleiner Spleen von mir, ein Monki-Vera-Special, für das ich mir aber einfach die Zeit nehme, weil ich es KANN: der Aufräum- und Putzgang durch die Wohnung. Mit Krümeln auf der Küchenarbeitsfläche kann ich nämlich auch nicht gescheit denken, eine Runde mit dem Glasreiniger durch die Wohnung ist also existenziell wichtig. Vor allem müssen auch die Männernester vom Vorabend, bestehend aus Socken, leeren Flaschen, Schokoladenpapierchen und 742 Fernbedienungen, weggeräumt werden.


Wäsche waschen, Spülmaschine ausräumen, Staubsaugen - das alles mache ich jetzt. Es ist zwar nicht so, dass ich so viel weniger verdienen würde als Männchen oder viel weniger arbeiten würde, aber meine Arbeit macht mir einfach Spaß und ich habe mehr Freiheiten als er (Arzt sein ist so garstig dieser Tage… der Arme, ihr macht euch keine Vorstellung davon). Deswegen haben wir die Abmachung, dass ich mich komplett um den Haushalt und ums Essen kümmere und ihn da völlig entlaste. Die einzigen Dinge, die er putzt, sind sein Fahrrad und die Objektive. Den Rest mache ich. Ich kann das eh viel besser.
  

Nun ist es ca. halb zehn und Madame bequemt sich dann auch mal an ihren Schreibtisch. Ja, schon ein kleiner Luxus, so spät mit der Arbeit anzufangen. Aber wie gesagt, dafür mache ich auch nicht um 18h Feierabend, sondern arbeite mit einer kleinen Unterbrechung fürs Abendessen oft bis mitten in der Nacht weiter. 
Mittlerweile laufen viele meiner Fotojobs übrigens unabhängig vom Blog. Also auch wenn ich längere Zeit nichts poste, heißt das nicht, dass ich gerade mit einem kühlen Cocktail auf einem donutförmigen Schwimmring im Pool rumchille.


Jetzt werden Mails beantwortet, Rechnungen geschrieben und Buchhaltung gemacht (Himmel, musste ich da viel Neues lernen und was habe ich mich da blöd angestellt - aber langsam geht es). Auch für Social Media nehme ich mir morgens meistens ein paar Minuten. Eine Stunde später habe ich dann alle Früchtemüslis in meiner Facebook-Timeline geliket, eine lustige Kolumne über Zeitmanagement gelesen und weiß, dass meine wahre Nationalität Irisch ist. Ähm, ja… Ihr seht das Problem? Es ist nicht ganz ohne, sich immer wieder selbst disziplinieren zu müssen. Im Prinzip gehört Liken, Vernetzen und sich Informieren ja auch durchaus zum Bloggerjob dazu, aber man muss eben Grenzen ziehen. Da helfen klar vorgegebene Time-Out-Zeiten und eine To-Do-Liste, die man sich gleich morgens macht. Der Endorphinkick, etwas von dieser Liste streichen zu dürfen, sorgt dann meistens dafür, dass sich das Rumgepennere bei Facebook oder Instagram in Grenzen hält.


Gegen elf Uhr vormittags, wenn der ganze Routine-Bürokram erledigt ist, ist dann erstmal eine kleine Pause als Belohnung angesagt. Als nächstes stehen nämlich kreative Aufgaben an wie die Ausarbeitung von Konzepten, Stylings, der Aufbau von Foto-Sets und natürlich Fotografieren und Bildbearbeitung. Deswegen gönne ich mir ganz bewusst eine Auszeit, nach der es dann schwungvoll weitergehen kann (motivierende Autosuggestion hab ich drauf, wa?). Und: Ich renne wieder vor Freude schreiend im Kreis, weil wieder gegessen werden darf. Yay!


Seit mir der Weihnachtsmann in Gelb vor ein paar Tagen ein großes Paket gebracht hat, ist dieser Snack meistens Milka Choco Break*. Ich bin übrigens mordsmäßig stolz, dass ich nicht in meiner üblichen Art sofort das ganze Paket weginhaliert habe, sondern mir die Riegel schön einteile. Weil ich so diszipliniert bin, ha! Und naja, ein bisschen auch wegen meiner Lifesum-App.
Milka Choco Break ist ganz neu, habt ihr die Packungen schon mal im Supermarkt gesehen? Ich nämlich noch nicht. Aber haltet mal Ausschau danach, ist lecker. Milka Choco Break besteht aus einem ziemlich dicken Stück Schokolade zwischen zwei Keksen, die entweder mit Haferflocken oder Leinsamen bestreut sind.
  

Getreu dem Motto „Guter Morgen - Schöner Tag“ ist Milka Choco Break übrigens extra für die Pause am Vormittag gedacht. In der Mitte haben die Riegel so eine Sollbruchstelle, damit man sie theoretisch noch mit der liebsten Kollegin teilen kann… Hahaha. Als gieriges Einzelkind fühle ich mich von dieser Sollbruchstelle definitiv nicht angesprochen. Wie gut, dass ich ganz alleine von zu Hause aus arbeite ;)
Wenn ihr aber etwas sozialer drauf seid als ich, könnt ihr euch auf der Homepage von Milka Choco Break mal die Munter-Morgen-Motti* anschauen. Das sind kleine Nachrichten, die ihr personalisieren und ganz einfach mit Freunden teilen könnt. Unter allen, die ein Munter-Morgen-Motto geteilt haben, werden übrigens 1000 Probierpakete verlost! Also falls ihr bei meiner Verlosung kein Glück hattet, könnt ihr es auch dort versuchen.

Ansonsten habt ihr hier und jetzt die Chance auf eines von 3 Probierpaketen, in denen von jeder Sorte Milka Choco Break (Leinsamen und Haferflocken) jeweils 3 Packungen à 3 Riegel enthalten sind.
  

Teilnahmebedingungen:

1. Hinterlasst mir unter diesem Post einen Kommentar mit dem Vermerk, dass ihr gewinnen wollt. Erzählt mir auch gerne, wie euer Vormittag so aussieht, ist aber kein Muss.

2. Eine E-Mail-Adresse müsst ihr nicht angeben, nur einen Nickname oder eine anonymisierte Angabe wie "Susanne K. aus H.", damit ich euch unterscheiden und ansprechen kann. Ich werde die Gewinner nämlich demnächst hier auf dem Blog veröffentlichen und bitten, sich bei mir per Mail zu melden.


Teilnahmeschluss ist Samstag, der 20. Juni 2015, 23:59. Teilnehmen kann jede natürliche Person, auch anonyme Leser, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich lose mit dem Zufallsgenerator random.org aus und veröffentliche die 3 Gewinner hier auf meinem Blog. Diejenigen melden sich dann bitte per Mail bei mir und schreiben mir ihre Adresse, die ich an Milka weitergebe. Der Versand der Gewinnpakete erfolgt direkt über Milka, alle Daten werden selbstverständlich nur für den Versand der Gewinnpakete verwendet und danach gelöscht. Wenn ihr unter 18 seid, fragt bitte vor der Teilnahme eure Eltern um Erlaubnis. Das Gewinnspiel findet nur auf dem Blog statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


So. Wir sind nun ungefähr bei 12 Uhr mittags und ab jetzt wird wirklich gearbeitet, bis spät in die Nacht ;) Als kleine Vorschau schon mal ein Behind The Scenes-Bild von einem Shooting, wo ich für einen Kunden eine Lampe fotografiert habe. Die Raufasertapete habe ich hinter einem weißen Backdrop versteckt, den ich mit lila-weiß gepunktetem Tape an der Wand festgeklebt habe. Die Lampe hängt am Stiel von unserem Schrubber, der mit demselben Tape am Kamerastativ befestigt ist. Jaja, wir arbeiten hier nur hochprofessionell!

Mehr Behind The Scenes-Bilder gibt es dann in Teil 2. Habt ein schönes Wochenende!


Donnerstag, 11. Juni 2015 27 Kommentare

Sommerrollen / Summer Rolls mit yumtamtam

Enthält Werbung* für yumtamtam

Manchmal habe ich ja meine kleinen Motzphasen. So wie letztens beim Abendessen: "Meh. Bloggen macht voll fett. Ständig hockt man nur regungslos vorm Laptop rum und photoshoppt seine Fingernägel, starrt auf den blinkenden Cursor, schreibt 10x täglich die gleiche Standardabsage an Agenturen, wühlt in HTML-Codes und klickt in der Facebook-Timeline auf so einen Mist wie "Test: Welchen Tod würdest du bei einer Zombie-Apokalypse sterben?!""
By the way, ich würde nach 8 Minuten Wegrennen Seitenstechen bekommen und in Cuxhaven von einem Zombie gebissen werden. Wollte erst beleidigt sein, aber in 8 Minuten von Heidelberg nach Cuxhaven ist beachtlich, da darf man schon mal Seitenstechen bekommen. Läuferehre gerettet.

Summer Rolls Recipe

Jedenfalls. Bloggen macht fett. 80% der Zeit bringt man regungslos vorm Laptop zu mit oben genannten Beschäftigungen und die restlichen 20% shootet man sowas wie zuckrige Cronuts und Rhabarbercurd und stopft es nach dem Shooting unkontrolliert in sich rein.

Sommerrollen Rezept

Mein ruhiges, bedachtes Männchen meinte dann: "Dann shoote doch mal was Gesundes. Etwas, das wir sowieso jeden Tag essen." Ich so: "Ja genau. Hirsepampe mit Zucchinibrocken und zerrupftem Lachs. Schön sieht's aus."

Rezept für Sommerrollen

Aber manchmal kommt die Lösung tatsächlich in Form einer Agenturmail (sinngemäß): "Liebe Vera, bei Youtube gibt es einen neuen Kochkanal powered by Edeka, yumtamtam*. Es sind unter anderem schon Rezeptvideos für gratinierten Spargel* und Sommerrollen* online. Kannst du dir vorstellen, ein Rezept nachzukochen und darüber zu bloggen?"


Ich saß dann erstmal wieder eine halbe Stunde regungslos vorm Laptop und schaute mir die Videos an. 3 junge Foodies (Felix Denzer, Melissa Lee und Felicitas Then) leben in einer Koch-WG, verpassen sich Frisuren mit asiatischen Essstäbchen, machen lustige Schnarchgeräusche und nehmen fragwürdige Posen in Bezug auf Spargelstangen ein ;) Hihi. Ich hatte Spaß. Nach 2 Folgen ging es mir dann ein bisschen wie bei Game of Thrones und Family Guy und ich war im "Eine Folge geht noch"-Modus. Anders als bei Family Guy möchte man bei den yumtamtam-Folgen jedoch das Meiste sofort nachmachen und bekommt sogar gute Tipps, zum Beispiel wie man Eier schmerzlos trennt* oder warum Kaugummikauen gegen das Heulen beim Zwiebelschneiden* hilft.

Reispapier falten für Summer Rolls

Also nicht die zehnte Standardabsage zurückgeschrieben, sondern eine Zusage. Natürlich habe ich die Sommerrollen nachgekocht. Das war ja genau das, was ich wollte: Gesund, leicht, total vertretbar als Everyday Food und trotzdem lecker sowie optisch perfekt zum Verbloggen geeignet. Ich habe die Summer Rolls dann nach dem Shooting zwar auch wieder unkontrolliert aufgefuttert - noch am Shootingset im Schlafzimmer, im Stehen, und ziemlich gierig (bewusstes Genießen üben wir noch). Aber hey, das ist ja praktisch nur Gurke und Karotte. Kein Vergleich zu der Nummer mit dem Rhabarbercurd letztens...

Sommerrollen mit Garnelen, Glasnudeln, Gurke

So ganz ohne Fingernägel-Photoshopping-Session ging allerdings auch die Sommerrollen-Bildbearbeitung nicht ab ;) Ein Blogger muss tun, was ein Blogger tun muss. 

Summer Rolls Food Photography

Für 8 Summer Rolls à la yumtamtam* (2 Personen) braucht man:

8 Blätter Reispapier (Asialaden oder größerer Supermarkt)
1/4 Gurke
1 mittlere Karotte
etwas Salat
80g Glasnudeln (ungekocht)
24 Garnelen
200g Hähnchenfilet oder Putenfilet
geröstetes Sesamöl
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
1 TL Sambal Oelek (oder, mein Tipp: 1 EL Tamarindenpaste)
1 EL Honig
2 EL Sojasoße
Salz, Pfeffer
frischer Koriander
1 Limette

süßsaurer Chilidip für Sommerrollen

1. Das Gurkenviertel waschen, längs halbieren, das weiche Innere mit einem Löffel rauskratzen. Karotte schälen. Salat waschen. Das ganze Gemüse in feine Streifen schneiden. 

2. Glasnudeln 2-3 Minuten in heißem Wasser einweichen, abtropfen lassen.

3. Garnelen in etwas Öl anbraten, beiseite stellen.

4. Geflügel in ganz kleine Stücke schneiden. Sesamöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch hacken und darin anbraten. Geflügel zugeben und scharf anbraten. Sambal Oelek und / oder Tamarindenpaste sowie den Honig zugeben und vorsichtig karamellisieren lassen. Mit Sojasoße ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen. 

5. Ein Reispapierblatt kurz in Wasser einweichen, bis es gelatineartig und flexibel wird. Auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Jeweils ein paar Gurkenstifte, Karottenstifte, Salastreifen, Glasnudeln, Garnelen und Geflügelstückchen im oberen Drittel platzieren, mit frischen Korianderblättern garnieren und mit Limettensaft beträufeln. Zur Summer Roll einrollen (die perfekte Rolltechnik wird sehr gut im Video* gezeigt). Mit den restlichen Reispapierblättern ebenso verfahren.

6. Dazu schmeckt ein Erdnussdip sehr lecker, das Rezept dafür findet ihr in den Kommentaren unter dem Video. Für die Fotos war der mir allerdings zu, äh, braun. Er schmeckt aber wirklich köstlich.
Ich habe außerdem noch etwas schwarzen Sesam über die Sommerrollen gestreut. Ach ja, und mein "Koriander" ist eigentlich Melisse. Der echte Koriander hatte nicht mehr genug Spannkraft für schöne Fotos. Ihr versteht. 

Summer Rolls Food Styling

Die Schieferplatten, auf denen die Summer Rolls drapiert sind, sind übrigens das erste Dekozeugs / Geschirr, das ich mir selbst gekauft habe. Damals noch in meiner alten Studentenwohnung, schön mit Hochglanztisch und im Asialook:

Wohnung im Asialook

Frisuren mit asiatischen Essstäbchen hatte ich übrigens auch zu der Zeit. Hach... Die nächsten 2 Stunden werde ich nun regungslos am Laptop hockend verbringen und alte Fotos anschauen. Und vielleicht ein bisschen vor lauter Nostalgie heulen, so wie Chevy Chase an Weihnachten auf dem Dachboden mit den alten Familienvideos. Dabei wollte ich eigentlich für die Zombieapokalypse trainieren laufen gehen... Aber egal, wir hatten ja gestern ein leichtes Essen!