Samstag, 31. Oktober 2015 50 Kommentare

Neue Federlampe, Umräumaktion im Schlafzimmer & WestwingNow

Enthält Werbung* für WestwingNow und mintgallery.de

Es ist Freitag Abend und ich liege mit dem Laptop auf dem Bett. Die Wohnung ist gestaubsaugt, die Wäsche ist gewaschen und das Schlafzimmer ist frisch umgestellt. Zum ersten Mal seit vier Wochen jucken meine allergiegeplagten Augenlider nicht mehr, Fenistil sei Dank. Alles in allem kommt das meiner Definition von völliger Ruhe und Gemütlichkeit ziemlich nahe... Als hätte jemand den Stecker vom Rasenmäher gezogen oder als würde man auf einer lauten Party die Toilettentür hinter sich zuziehen. Herrlich. (Haben Rasenmäher überhaupt Stecker? Und was passiert, wenn man über das Kabel drübermäht? Egal. Ihr wisst, was ich sagen will.)

Bedroom with Vita Eos Feather Pendant Lamp

Als ich Anfang der Woche die Fotos für den Behind The Scenes Post gemacht habe, ist mir erst so richtig aufgefallen, WIE garstig die Chaosecke im Schlafzimmer eigentlich ist. Das konnte keinen Tag länger so bleiben. Drei Tüten voll mit Fehlkäufen habe ich in die Stadt getragen und zurückgegeben, die bereits fotografierten Dekoartikel kamen wieder in ihre Kartons und der restliche Kram wurde so platzsparend wie möglich ineinandergestapelt. Ergebnis: Die Hälfte der Kommode ist nun wieder freigelegt. 

Happy Friday Home Tree Bedsheets

Und wenn man schon mal dabei ist, kann man ja gleich noch ein bisschen umstellen. Diese Konstellation gab es tatsächlich noch nie: Kommode und Bett stehen jetzt an der linken Wand, Regal und Schreibtisch an der rechten. Die Unterteile vom Boxspringbett wandern im Moment fröhlich zwischen Wohnzimmer und Schlafzimmer hin und her, je nachdem, welches Zimmer gerade schön sein soll. 

Vita Eos Federlampe

Zusammen mit der neuen Vita Eos Federlampe und der Winterwald-Bettwäsche von Happy Friday Home fühlt es sich nun fast so an, als wäre das Schlafzimmer frisch renoviert. Die Lampe, die über und über mit Federn beklebt ist, erinnert mich ein bisschen an eine Wolke. Aus der wird es vielleicht schon bald auf die kahlen Äste der Bäume schneien... (Es ist gut möglich, dass ich heute Abend unter Fenistil-Einfluss einen riesigen Quatsch zusammenschreibe.)

Ferm Living Wire Basket als Nachttisch

Ein Leben ohne die Starbucks-Tasse ist zur Zeit offensichtlich nicht möglich...

Lightroom before and after editing

...ebensowenig wie ein Leben ohne Lightroom. Man merkt es deutlich, der Winter naht.

Bettwaesche Baeume ohne Blaetter happy Friday Home Blanc

Aber gerade jetzt zur dunklen Jahreszeit mag ich das viele Weiß im Schlafzimmer sehr. Die Holzdielen reißen es raus, so dass der Raum doch nie wirklich Kälte ausstrahlt. Höchstens wirkt der große Weißraum über dem Bett etwas leer.
Deswegen überlege ich, seit ich letztens eine Kooperationsanfrage von mintgallery.de (einem Online-Anbieter für kuratierte Kunst) hatte, ob sich nicht ein einziges, großes Kunstwerk gut über dem Bett machen würde - natürlich in Schwarz-Weiß, klar. Das mit fast 32 Jahren zu sagen, klingt vielleicht seltsam, aber originale Kunstwerke* haben für mich so einen erwachsenen, stilvollen Touch. Ich habe ein bisschen mit dem Kunstfinder auf der Seite herumprobiert, muss aber noch herausfinden, ob so etwas zum Raum und zu mir passt. Wenn, müsste es ziemlich abstrakt sein. Falls ihr entschlossener seid, habe ich hier auf jeden Fall schon mal einen 10% Rabattcode für mintgallery.de*, gültig bis zum 31.12.2015: N08MG1NT01 

Schlafzimmer Schwarz Weiss mit Tannenbaum-Kissen

Apropos Entschlossenheit: Sicher kennt ihr mittlerweile Westwing* oder schaut selbst regelmäßig in die Möbel- und Dekosales rein. Aber so spannend ich es auch finde, sich schnell die besten Schnapper zu sichern, so deprimierend ist es auch manchmal. Einem bestimmten Teppich, den ich damals nicht erwischt habe, trauere ich immer noch hinterher. Den letzten Bloomingville-Sale habe ich erst entdeckt, als er schon wieder vorbei war. Oder aber man bestellt kopflos etwas, aus Angst, es könnte in der nächsten Minute vergriffen sein, das man dann doch nicht wirklich braucht.


WestwingNow Produktcollage
Deswegen gibt es jetzt WestwingNow* mit einem riesigen dauerhaften Sortiment, wo man in Ruhe auch mal eine Woche länger über den Kauf nachdenken kann. Alle tollen Marken sind vertreten, von Hay und Muuto über House Doctor und Bloomingville bis hin zu MENU, GUBI und Kartell. Wenn man in einem Westwing Sale etwas verpasst, sind die Chancen also ziemlich hoch, bei WestwingNow etwas Ähnliches zu finden. Außerdem werden die Produkte dann auch sofort geliefert und man muss nicht länger darauf warten. 

Bettwaesche mit Winterwald Motiv

Falls ihr also die Sales mit den Vita Eos Federlampen oder mit der Print-Bettwäsche von Happy Friday Home verpasst habt, würde sich ein Blick ins WestwingNow-Angebot durchaus lohnen - wie die Collage oben schon andeutet.

Working Space / Cloud Wallsticker, Fliqlo Screensaver, Sac En Papier

Nun machen wir die Runde durchs Schlafzimmer eben noch komplett mit einem Blick auf die Schreibtischecke. Da ist alles wie gehabt, sogar der Wolken-Wandsticker hält nach dem 742sten Mal Umkleben immer noch. Wobei, komplett stimmt ja nicht ganz: Die vierte Wand unterschlage ich in 95% aller Posts. Das liegt daran, dass der 0815-Möbelhaus-Kleiderschrank mit Kartonsammlung obendrauf nur so mittelstylish ist. Aber wer mag, kann am Ende dieses Posts mal einen Blick drauf werfen.

Arbeitsplatz Schwarz Weiss

So, höchste Zeit zu schlafen. Mit dem Wissen, dass auch hinter Bett und Regal keine Staubflocken lauern, umgeben von einem leichten frische-Wäsche-Duft und abgeschossen mit einer Kinderdosis Fenistil geht das sicher besonders gut. Den Post schalte ich morgen Vormittag frei, jetzt ist es schon zu spät. Habt ein gemütliches Wochenende! 

(Gaaah. Aufgewacht und Augenlider jucken mehr denn je, schuppen und sind geschwollen. Scheint, als müssten die Lash Extensions wieder runter.)


Mittwoch, 28. Oktober 2015 106 Kommentare

Meine Arbeit als freie Fotografin und Bloggerin - Teil 2

Im Juni hatte ich euch ja schon von meiner Arbeit als Bloggerin, freie Fotografin und Stylistin berichtet. Da ging es vor allem um das routinemäßige Drumherum wie Tagesablauf, Haushalt, E-Mails und Buchhaltung. Leider wende ich mich manchmal etwas zu gern dem Haushalt zu, so dass ich dann mit meiner To-Do-Liste in Verzug komme - deswegen hat es mit Teil 2 ein wenig gedauert. Aber hier ist er nun. Heute geht es also um die eigentliche Arbeit, die Fotoshootings. Dazu gibt es wieder ein paar Behind The Scenes-Einblicke in diverse Blogshootings, ich zeige euch aber auch eine Auswahl meiner blogunabhängigen Projekte...


(der schöne Becher ist von meiner lieben Lena)

An dieser Stelle noch mal die Vorgeschichte für neue Leser: Eigentlich habe ich Medizin studiert, hatte aber schon während des Studiums gemerkt, dass mir das so gar nicht liegt. Gut, das hätte man sich als nicht sehr stressresistenter, sensibler Smalltalk-Verabscheuer mit zwei linken Händen, der am liebsten allein arbeitet, auch denken können. Aber als junger Mensch möchte man sich halt gerne mal etwas beweisen. "Weil ich es kann" - und ja, ich konnte es. Aber möchte ich es auch, macht es mich glücklich? Nope. Während des Praktischen Jahres habe ich jeden zweiten Tag geheult und war mehr als einmal kurz davor, alles hinzuschmeißen. Dank der wohlmeinenden Autorität eines Oberarztes und meinem Gefühl: "Nee, kannste nich bringen, so kurz vorm Ziel aufzugeben" habe ich es dann aber doch durchgezogen und den Abschluss gemacht.
Während dieser Zeit, kurz vor Beginn des Praktischen Jahres, hatte ich den Blog gegründet - als kreativen Ausgleich und weil mir in der Medizin die Ästhetik fehlte. Als ich dann das Arztdiplom in der Tasche hatte, war der Blog nebenher immer weiter gewachsen, meine Fotos wurden besser und es kamen immer mehr Anfragen von Unternehmen, die mit mir zusammenarbeiten wollten. Da dachte ich, riskier es doch einfach mal, mach dich selbständig... Als Arzt arbeiten kannst du zur Not immer noch, aber zu deinem eigenen Wohl und zu dem deiner potentiellen Patienten werd mal lieber Bloggerin und freie Fotografin. 


Und da sind wir nun. Einiges musste ich aufgeben, wie die Sicherheit einer Festanstellung, bezahlten Urlaub, eine Rentenversicherung vom Arbeitgeber, das Abschieben der Verantwortung auf andere oder den Feierabend um 18 Uhr. Mein Kopf macht nie Feierabend, er ist ständig bei irgendwelchen Konzepten - gerade wenn man von zu Hause aus arbeitet und auf Befehl kreativ sein muss, ist es schwer, sich innerlich mal ganz von allem zu lösen. Guten Gewissens abschalten und chillen schaffe ich fast nie, denn theoretisch gäbe es immer noch etwas zu tun...
Aber insgesamt mache ich meinen Job jetzt richtig gerne. Wenn mal etwas blöd läuft, sage ich mir immer: "Alles besser als Arzt" (ist für mich einfach so) und zack, bin ich geerdet, glücklich und zufrieden. 


So stehen nun mehrmals pro Woche Fotoshootings auf dem Plan. Jetzt im Herbst und Winter fange ich wegen der Lichtverhältnisse meistens schon vormittags damit an und verlege Mails, Bildbearbeitung und Buchhaltung auf den späten Nachmittag und Abend...
Naja, theoretisch. Praktisch komme ich mit den aktuellen Lichtverhältnissen überhaupt nicht klar. Da hat man sich gerade mal von seiner morgendlichen Facebook-Runde losgerissen und schon ist es wieder dunkel - was solln das, häh? Also was die Selbstdisziplin angeht, ist da definitiv noch room for improvement.


Aber jetzt gehen wir einfach mal vom Fall aus, dass ich diszipliniert war und schön brav vormittags mein Fotoset aufgebaut habe. Bei Einzelshootings ist das völlig improvisiert: Ein Tisch oder auch mal die Wäschetruhe vorm Schlafzimmerfenster, darauf ein selbst angemalter Untergrund, drumherum Chaos. Denn obwohl ich normalerweise äußerst ordentlich mit Hang zur Zwanghaftigkeit bin, wird unsere Wohnung bei den Shootings zum Messiehaus. Hier mal schnell die Schreibwarenkiste auf der Suche nach Klebeband ausgekippt, da mal den ganzen Küchenschrank ausgeleert, um an den hintersten, untersten Teller zu kommen...
Eine dezente Ungeschicklichkeit meinerseits macht es auch nicht besser. Ratet zum Beispiel mal, ob ich in den Mixtopf vom Thermi reingetreten bin, als ich nach dem Smoothie-Shooting wieder vom Stuhl geklettert bin? Der Patient wäre tot oder verletzt, so ist es nur ein Riesen-Saustall - ihr versteht.


Same here, während der Entstehung der Pfirsichkeks-Fotos: Klebstoff an Lebensmittelfarbe an Objektivdeckeln an Mascarponecreme an externen Festplatten. Möchten Sie noch ein Stückchen Kabel zu Ihrer Ziegenkäse-Pfirsich-Tarte? Bitte, gerne. 

Auch beim nun folgenden Bild fragt man sich: Was zur Hölle? Irgendwie schien beim Shooting der Delinerobox Norddeutschland eine Spitzzange unbedingt notwendig gewesen zu sein. Vielleicht, um die Kräuterbutter auf dem schwarzen Schneidbrett in appetitlichere Batzen zu zerteilen? Und ob der Kräutertopf, der da gefährlich nah an der Tischkante steht, mit seinem optimistischen "I will survive" Recht behalten wird? Man weiß es nicht. Das da vorne im Bild sind übrigens mein Lieblings-Lippenpflegestift und mein Lieblings-Nude-Lippenstift. Hat mit Norddeutschland wenig bis gar nichts zu tun. 


Außer den Shootings für den Blog arbeite ich in letzter Zeit immer mehr an blogunabhängigen Projekten. Die Fotos werden dann für Magazine, Kataloge, Werbeflyer oder Homepages verwendet. Da wäre zum Beispiel eine sehr nette Zusammenarbeit mit Montana Cans, dem internationalen Hersteller für Spraydosen und Marker, der lustigerweise hier aus Heidelberg stammt. Die Marke kommt eigentlich aus dem Graffiti- und Street-Art-Bereich, spricht jetzt aber auch mehr und mehr den DIY-Markt an. Dafür habe ich einige DIY's mit den Montana Acrylic Markern konzipiert und fotografiert. Ein paar Fotos aus dieser Serie darf ich euch hier zeigen - vielleicht entdeckt ihr sie ja mal an anderer Stelle wieder?


Hier habe ich Kleiderbügel selbst gestaltet und mich darin perfektioniert, den Fernauslöser rechtzeitig vor dem Auslösen der Kamera fallen zu lassen...


Hier wurden Vorratsgläser mit den Markern bemalt...


Und hier habe ich aus einem Backdrop von Photographer's Friend* und der Flurkonsole ein neues Wohnzimmer als Kulisse für das selbstgemalte Federbild gebaut.

*zur Verfügung gestelltes Gratisexemplar


Ein weiteres Shooting hatte ich für das neue Interior-Label Hello Sunday. Da ging es darum, Wohnaccessoires wie Wandbilder, Uhren, Kissen und Tassen in Moodfotos zu präsentieren. Noch ein Grund, warum unsere Wohnung so minimalistisch eingerichtet ist: Sie muss öfter mal als Fotokulisse herhalten und sollte stilistisch flexibel sein. Jetzt wären nur noch Wände aus Gummi mit sich von selbst wieder schließenden Bohrlöchern nice... 


So auch bei diesem Winterschlaf-Mood - also mein persönlicher Fall wäre es ja nicht, viel zu gemütlich ;) Aber gerade das macht auch mal Spaß: Einem Briefing folgend etwas zu stylen, was eben nicht dem gewohnten, eigenen Stil entspricht.



An dieser Stelle noch ein Oldie but Goldie, weil ich es so gerne mag. Das war eines meiner ersten Auftragsshootings überhaupt für eine Marke, nämlich Eat A Rainbow. Da ging es nicht um Moods, sondern um reine Produktfotografie vor neutralem Hintergrund. Trotz meiner Vorliebe für Tageslicht habe ich hier tatsächlich mal mit mehreren externen Blitzen / Softbox und Lichtzelt geshootet. Normalerweise hasse ich diesen umständlichen Technikkram und hole mir dafür gerne mal männliche Unterstützung, aber hier hat es ganz gut funktioniert.


Als Nächstes steht nun ein Buchprojekt für den Umschau Verlag an, bei dem ich die Fotos mache. Ein Blick auf das Bild oben dürfte euch das Thema verraten: Es wird sommerlich, saftig und gesund! Ist aber gar nicht so leicht, jetzt im Winter das ganze frische Obst zu besorgen. Wie mich die Verkäuferin im Biomarkt angeglotzt hat, als ich nach frischen Erdbeeren gefragt habe, könnt ihr euch vorstellen. Als sei ich der leibhaftige Teufel. Hehe. War kurz davor, sie noch nach Flugmangos zu fragen, wollte dann aber nicht quälen.
Ein komplett eigenes Buch herauszubringen habe ich bisher übrigens immer abgelehnt, auch wenn schon mehrere Anfragen kamen. Ein Buch ist eine schöne Sache, aber vor allem mal was fürs Herz. Wirklich lukrativ ist es meistens nicht, wenn man investierte Zeit und Honorar gegeneinander aufrechnet. Denn wenn schon, dann würde ich es auch so machen wollen, dass ich langfristig damit zufrieden bin, und das bedeutet Arbeit. Viel Arbeit. Bei den bisherigen Angeboten wäre das schlichtweg nicht wirtschaftlich gewesen. Und zu welchem Thema? Backrezepte, Dekotipps? Oh, come on. Da gibt es schon so viele gute Bücher, da braucht es meins nicht auch noch. Höchstens schreibe ich mal unter einem Pseudonym eine Satire auf das Bloggerleben...


Zum Schluss lasse ich euch nochmal in meine Schränke schauen, weil immer wieder die Frage kommt: "Wo packst du nur all das Geschirr und die Accessoires hin?" Im Prinzip sind es 3 Haupt-Aufbewahrungsorte: Das Sideboard im Wohnzimmer für Schälchen und Gläser... (in der Citro-Kiste ist die Bestecksammlung)


Der Schrank im Wohnzimmer für Flaschen und Dazustell-Kleinkram...


Und zwei Küchenschränke für Teller, Tassen, kleine Töpfe und Backzeug. Die weiße Tasse da oben ist übrigens kein Einhorn-Delfin-Kitsch mit "Free Hugs" Aufschrift oder so, sondern ein Geschenk von Männchen. Es steht drauf: "Some people just need a hug. Around the neck. With a rope." Eine meiner Lieblingstassen fürs Home Office.


Ansonsten läuft das Aufbewahrungsmanagement durchaus auch mal aus dem Ruder und es bilden sich solche zauberhaften Ecken wie hier im Schlafzimmer. Das ist alles noch To-Shoot oder To-Blog. Vieles davon wird nach Erledigung der Aufträge zum Glück wieder zurückgeschickt. Aber dass der Monk in mir von dieser ständig zur Arbeit mahnenden Chaosecke nicht sehr begeistert ist, könnt ihr euch vorstellen...

So, dann reicht es jetzt aber auch mal ;) Wenn ihr noch Fragen zum gesamten Thema Selbständigkeit oder Behind The Scenes habt, immer her damit in den Kommentaren. Vielleicht habt ihr auch noch Spaß an meinen früheren Behind The Scenes-Posts von 2012 und 2014. Als weiterführende Lektüre kann ich euch außerdem Nadines Serie "Meine Selbständigkeit", Julis zum Schreien komischen "Walk Of Foodfame" und Johannas Post "Von geplatzten Träumen und neuen Chancen" sehr empfehlen!


Freitag, 23. Oktober 2015 52 Kommentare

Weißer Flur, Ferm Living Wallsticker & Tray Table von MadeInDesign

Enthält Werbung* für made in design

Schon lange habe ich mich mit unserer Einrichtung nicht mehr wirklich wohl gefühlt: Der Stil war mir zu unausgegoren, bunt, kleinteilig und vollgestopft. Nicht mehr ganz das Shabby-Landhaus, aber auch noch nicht ganz die skandinavische Designerbude. Ich hatte Lust auf mehr Klarheit, Großzügigkeit, Leichtigkeit, Minimalismus... Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber Anfang des Monats kamen meine neuen Sachen von made in design* - und so langsam wird es! 


(Keine Ahnung, warum die Bilder so unscharf sind... Bei mir auf dem Rechner passt es, Blogger optimiert da wohl irgendwas dran rum)

Erste Veränderung: Der Flur musste weiß gestrichen werden. Vorher war die Wandfarbe Mintgrün, das fand ich 3 Tage lang mal ganz knorke, aber auf Dauer doch eher nicht. Naja, wenn ich mittlerweile eines kann, dann streichen. Zack, innerhalb von ein paar Stunden war alles schön weiß. Für einen dunklen, schlauchförmigen Flur ist das auf Dauer einfach die beste Wahl!


Die Shabby-Schreibtafel aus Holz, die vorher zwischen Eingangstür und Küchentür hing, kam auch weg. Stattdessen befindet sich dort jetzt der "This Week" Wallsticker von Ferm Living*. Aber so stylish das Wandtattoo auch ist, so garstig war es auch, das ordentlich und parallel an die Wand zu bringen. Filigrane, miteinander verklebte Serifenbuchstaben auseinanderzufummeln ist an sich schon kein Spaß, und wenn man dann noch ein Monk ist, der seiner Wasserwaage nicht traut und immer noch eine Kontrollwasserwaage zu Rate ziehen muss (die Naturgesetze könnten ja mal kaputt sein)... Hölle. In der Zeit hätte ich dreimal den Flur umgestrichen, aber irgendwann war dann alles an Ort und Stelle. Bis auf "Friday", das näher an Thursday als an Saturday klebt. Ich weiß. Bitte sagt nichts, es tut so schon genug weh.


Was auch nicht mehr passte, war die Garderobe aus einem weiß gestrichenen alten Bilderrahmen. Sie wurde durch den Dress-Up Kleiderständer von Nomess* ersetzt, weil ich schon seit meiner Pastellrosa-Herzchen-Tumblr-Weheartit-Phase immer mal so eine Kleiderstange mit weißen Kleiderbügeln haben wollte. 


Soweit zum neuen weißen Flur - ich bin superglücklich mit der Leichtigkeit und kann mir nicht vorstellen, das Gesamtkonzept nochmal zu ändern. Ja, wirklich! Das bleibt jetzt so. Schwör.


Nun zum Wohnzimmer. Hier nochmal der Link zum Vorher-Zustand: Zu voll, zu überladen, zu tüddelig, zu gewollt und überhaupt. Der Teppich und eine Bilderleiste sind jetzt ganz rausgeflogen, ebenso wie die schwarze Industrie-Stehlampe und einiges an Deko. Dass die Konsole verkauft und durch ein schlichtes Besta-Sideboard ersetzt wurde, habt ihr ja hier schon gesehen. 


Das alte Ektorp-Sofa wurde auch verkauft, leider lässt das neue immer noch auf sich warten. Deswegen habe ich jetzt improvisiert und ein Ersatz-Sofa aus den Unterteilen vom Boxspringbett gebaut (die Matratze allein ist immer noch dick genug, um angenehm darauf zu schlafen). Weiße Decke drüber, ein paar Kissen - gefällt mir richtig gut. So schön locker. Warum war ich eigentlich so blöd und habe ein Gervasoni Ghost bestellt, wenn man das so einfach und günstig nachbasteln kann? 


Einen etwas moderneren Touch bekommt das Wohnzimmer nun durch die klassischen weißen Tray Tables von Hay*. Die nachgemachte Arne-Jacobsen-Stehlampe kennt ihr ja schon, aber ich muss sie nochmal erwähnen, weil sie sich so wunderbar ins Gesamtbild einfügt. 


Was trotz aller Veränderung unbedingt bleiben sollte: Der weiße Bauernschrank im Wohnzimmer. Er ist zwar shabby und landhausig, aber ER schafft es, einen harmonischen Kontrast zu erzeugen. Das konnten das Landhaus-Sofa und die Landhaus-Konsole nicht. Fragt nicht warum, aber so ist es. Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich mit der Ästhetik des Impressionenkatalogs aufgewachsen bin und da ständig solche Dielenschränke rumstehen?


So, nun seid ihr wieder auf dem neuesten Stand. Das konsequente Ausmisten, Aufräumen und Verkaufen hat richtig gut getan und ich bin jetzt auch innerlich wieder aufgeräumt und hochmotiviert.


Wenn ihr schlichtes, klassisches Design auch so gerne mögt, kann ich euch den Onlineshop made in design* sehr empfehlen. Dort gibt es ein riesiges Sortiment an Designermöbeln*, Leuchten und Deko*... 


Von den großen Topmarken Hay*, Ferm Living*, Kartell* und Tom Dixon* bis hin zu neuen Insidermarken ist alles dabei. Die Bewertungen bei Trusted Shops sind sehr gut und ich kann das nur bestätigen, der Service war super und alles hat schnell und reibungslos funktioniert. 


Sogar putziges Geschirr gibt es, aaah! Ja, die Kanne in Milchtütenform* und die Becher in Pappoptik von Seletti* mussten auch noch sein. Ihr wollt nicht wissen, um wieviel ich den Gutschein, den ich von made in design bekommen hatte, überzogen habe... Ich bin mal kurz in der Schämecke. Aber hey, dafür habe ich auch ganz viele alte Sachen verkauft. 


Langsam habe ich jedenfalls das Gefühl, bei einem Stil angekommen zu sein. So lustig, wenn man sich mal die alten Wohnungsbilder von 2012 anschaut...


Wie ist es bei euch, habt ihr euren Stil gefunden?


Mittwoch, 21. Oktober 2015 53 Kommentare

Halloween Dessert: Friedhofcreme mit Grabsteinkeksen

Das wollte ich am Samstag eigentlich fotografieren, bevor mich Schaumbäder und Herbstblätter davon ablenkten: Ein Halloween-Dessert, das aussieht wie ein Friedhof, mit Grabstein-Keksen und Erde aus Oreokrümeln. Erinnert ihr euch noch? Mascarpone und Oreos hatte ich schon gekauft, aber dann waren Werkeln und Baden viel spannender. Konsequent wäre es allerdings gewesen, die für das Shooting gekauften Oreokekse gleich noch in der Badewanne aufzufuttern. Anfängerfehler - ich arbeite dran.

Halloween Graveyard Dessert With Tombstone Cookies

Also konnte ich gestern mit allen Zutaten im Haus und ganz ohne Zeitdruck den Halloween-Nachtisch herstellen (eine völlig ungewohnte Situation). Die Idee bei der Friedhofcreme ist es, eine kleine Gruselwelt in einer Dessertschale zu bauen. Oder anders gesagt: Seine kindische Seite mal wieder genüsslich auszuleben ;) 
Was unter die Kekskrümel-Friedhoferde kommt, ist zweitrangig - ein ganz normales Tiramisu mit Löffelbiscuits und Mascarpone macht den Job perfekt. Die Löffelbiscuits kann man mit Amaretto tränken und in die Grabsteinkekse kann man etwas Bittermandel-Backaroma geben, dann wird es geschmacklich rund. 

Halloween Cookies: Tombstones, Tree, Cross, Cat

Neben Grabsteinkeksen und einer schwarzen Katze wollte ich unbedingt eine geisterhaft-bleiche Silhouette eines blätterlosen Baumes auf dem Halloween-Friedhof haben. Für sowas gibt es natürlich keine Ausstecher, also habe ich einen Gruselbaum auf Papier aufgezeichnet, ausgeschnitten, auf den ausgerollten Keksteig gelegt und mit einem Messer an den Konturen entlang ausgeschnitten. Das gleiche Prozedere übrigens bei den Grabsteinen, da diese unbedingt SO un net annerschter (so und nicht anders) aussehen mussten. 

Halloween Graveyard Printables For Baking, Crafting, Decorating

Der Halloween-Baum ist nun zugegebenermaßen nur so mittelschön geworden und Männchen hatte schon wieder eine gar bösartige Assoziation mit seiner Form. Erst P.....-Kakteen, dann N...-Nachtisch - na zauberhaft. Ist mir leider erst bei der Bildbearbeitung aufgefallen. Wo ist der Smiley von dem Affen, der sich die Augen zuhält, wenn man ihn braucht? Aber ich schwöre, das war keine Absicht. Auf der Printable-Vorlage seht ihr jedenfalls, wie der Baum eigentlich hätte aussehen sollen. Wenn man beim Transfer des Keksbäumchens aufs Backblech nicht ganz so ungeduldig ist wie ich, dann klappt das auch. Die Halloween-Printables könnt ihr euch übrigens gerne speichern, ausdrucken, pinnen (wie alle anderen Bilder hier auch)... Die Formen habe ich selbst gezeichnet und ihr könnt sie gerne verwenden.

Halloween Ausstecher Katze

Halloween-Ausstecher-Kekse (ca. 30 Stück):

250g Mehl
60g Puderzucker
150g Butter, zimmerwarm, in Stückchen
1 Eigelb
Jeweils ein paar Tropfen Backaroma Bittermandel und Butter-Vanille
Zuckerschrift und Royal Icing für die Deko, ich nehme immer Fertig-Icing von Wilton aus der Tube

Ausstecher: Katze, Grabstein, Kreuz, Geist... oder eben meine Printable-Vorlagen

Halloween Friedhof-Nachtisch mit Grabsteinkeksen und Kekskrümelerde

1. Mehl und Puderzucker in eine Schüssel sieben. 

2. Butter, Eigelb und Backaroma dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Erst wirkt der Teig etwas krümelig, aber wenn man geduldig weiterknetet, wird er ganz glatt.

3. Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. eine Stunde in den Kühlschrank legen.

4. Backofen auf 170 °C vorheizen.

5. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 5mm dick ausrollen und Kekse ausstechen / mit Hilfe der Printable-Vorlagen mit einem Messer ausschneiden. Wichtig: Für den Baum rollt man den Teig etwas dicker aus, ca. 1cm! 

6. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Halloween-Kekse darauflegen und ca. 12 Minuten bei Ober- und Unterhitze backen. Der Baum braucht etwas länger, ca. 20 Minuten.

7. Kekse vorsichtig mit dem Backpapier vom heißen Blech ziehen und auskühlen lassen.

8. Mit Royal Icing und Zuckerschrift verzieren.

Halloween Ausstecher Grabstein Katze

Friedhof-Tiramisu mit Kekskrümel-Erde (für eine 20x25cm große Dessertschüssel / 4-6 Personen):

20 Löffelbiscuits
6 EL Amaretto
250g Mascarpone
250g Frischkäse
500g Quark
1 Päckchen Vanillezucker
150g Oreo-Kekse

Halloween Nachtisch

1. Die Löffelbiscuits in die Dessertschüssel schichten. Bei 20 Löffelbiscuits ergeben sich 2 Lagen à jeweils 10 Löffelbiscuits.

2. Mit dem Amaretto tränken.

3. Die Oreos von der Cremefüllung befreien: Durch Verdrehen der beiden Kekshälften gegeneinander löst sich eine Kekshälfte (meistens) schon mal komplett. Die auf der anderen Hälfte anhaftende Creme mit einem Messer ablösen. Die Kekshälften im Mixer oder in einer Plastiktüte zu "Erde" zerkrümeln. Die Cremefüllung kann im nächsten Schritt weiterverwendet werden.

4. Mascarpone, Frischkäse, Quark und Vanillezucker von Hand in einer Schüssel verrühren. Wer mag, verwendet die übrige Füllung aus den Oreos noch in der Creme. Allerdings ist diese Füllung ziemlich fest - damit es also keine Klümpchen gibt, sollte man die Füllungsreste zunächst zusammen mit ein paar Löffeln von der Mascarponecreme im Mixer durchpürieren. Dann wieder in die restliche Mascarponecreme einrühren. Vorsicht: Wenn man die komplette Mascarponecreme durch den Mixer jagt, wird sie zu flüssig und die Kekse haben keinen guten Halt mehr darin!

5. Die Creme auf die Löffelbiscuits schichten, die Kekskrümel darüber streuen und mit den Halloween-Keksen einen Friedhof bauen.

Halloween Graveyard Dip Dessert With Tombstone Cookies

Wenn ihr noch mehr Halloween-Ideen sucht, findet ihr hier meine Posts aus den letzten Jahren:

Halloween Ideas: Recipes, Decoration, Costumes


Als nächstes kommt übrigens mal wieder ein Interior-Post - mit fragwürdig aussehenden Werkeleien reicht es jetzt mal für's Erste ;)